Stressige Abtreibung

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Schwangerschaft Morallosigkeit Partnerschaft Konstanz

Ich war damals 19 und meine Freundin 27. Sie konnte laut Arzt keine Kinder bekommen und so lief der Sex natürlich ohne Verhütung. Es kam anders. Sie wurde schwanger. Da sie aber die größten Alkoholprobleme hatte und psychisch vollkommen unten war entschieden wir uns, eher gesagt ich, das Kind wegmachen zu lassen. Irgendwie habe ich sie damals dazu überredet. Für sie absolut schweren Herzens, da sie ein Kind wollte und es ja trotz Aussage der Ärzte geklappt hatte. Für mich war es keine Frage: nur Belastung und Stress, denn sie selbst war nicht handlungsfähig. Ich war damals auf einer 10-wöchigen Fortbildung, 140 km entfernt. Da eine Beratung durch Pro-Familia Voraussetzung war, gab es eine stressige Fahrerei. Schlussendlich wurde in einer Privatklinik die Abtreibung durchgeführt. Was muss das für sie bedeutet haben? Tränen flossen ohne Ende. Und ich? War damals froh keine Verantwortung mehr zu haben. Heute noch sehe ich sie hin und wieder und wir reden dann viel miteinander. Sie ist seit einigen Jahren verheiratet, die Alkoholprobleme sind vorbei. Aber aus dem Alter je wieder Kinder zu bekommen ist sie längst raus. Und jedes Mal habe ich ein schlechtes Gewissen, denn ich habe ihre Zukunft damals entscheidend negativ beeinflusst und verbaut. Heute würde ich dazu stehen, sie bei den Problemen so gut wie möglich unterstützen und mit ihr eine Familie haben. Es tut mir unheimlich leid.

Beichthaus.com Beichte #00041832 vom 08.05.2019 um 01:15:34 Uhr in Konstanz (10 Kommentare).

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Zuschlag für Alleinerziehende

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Neid Habgier Hamburg

Eine Freundin von mir hat noch nie gearbeitet, lebt vom Amt und hat zwei Kinder. Obwohl deren Vater woanders gemeldet ist, wohnt er bei ihr, und sie erhält einen Zuschlag für Alleinerziehende. Auch wenn ich sie bis dahin mochte, halte ich sie für eine Schmarotzerin und finde es nicht richtig, sich auf Kosten der Allgemeinheit seinen Kinderwunsch zu erfüllen. Letzte Woche habe ich sie und die Kids zum Einkaufen gefahren. Die Kinder wollten ein Eis, aber die Mutter sagte, sie habe jetzt kein Geld mehr, aber wenn sie mich lieb fragen, würde ich ihnen bestimmt eins kaufen. Wollte mich quasi in Zugzwang bringen. Die Kinder fragten mich also, aber ich habe ganz ruhig gesagt: die Mama kriegt genug Geld vom Amt für euch, die könnte das Eis kaufen, wenn sie weniger oft ins Nagelstudio ginge. Die Kinder waren enttäuscht, eines hat geheult und die Mutter meckerte mich an, ich sei ja nur neidisch, weil sie Geld vom Staat kriegt. Ich bin ganz ruhig zum Auto gegangen, sie meckernd mit den Kids hinterher, ich hab die Kindersitze ausgebaut und auf den Parkplatz gestellt und hab sie stehen lassen mit zwei Sitzen und zwei Kindern. Ihre wütenden WhatsApp ignoriere ich seitdem.

Beichthaus.com Beichte #00041811 vom 14.04.2019 um 21:44:44 Uhr in Hamburg (22 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Süchtig nach Fantasie

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Vorurteile Stolz

Ich (w/33) bin wohl das, was man einen Nerd nennt. Nicht computerspielsüchtig und, aber ich mag Fantasy-Literatur und -Filme, ich sammle mit meinem Mann zusammen Drachenfiguren und Filmschwerter, besuche jedes Mittelalterfestival in Reichweite, unser halber Keller ist voll mit Figuren eines bekannten Table-Top-Spiels, sowie den dazugehörigen Codizes, Regelwerken, unseren Hobbyraum ziert eine regelrechte Bibliothek aus Fantasy-Büchern (Herr der Ringe und Harry Potter sind nur die Spitze des Eisbergs) und so weiter.

Was mir auf die Nerven geht, ist dass man unter den sogenannten Normalos gerne mal als kindisch belächelt wird, wenn man als erwachsener Mensch derartige Hobbys hat. Oft genug wird mir gesagt, dass ich in meiner geistigen Entwicklung irgendwo stecken geblieben bin. Nein verdammt, bin ich nicht. Ich habe einen Vollzeitjob in dem ich recht kompetent bin, habe soziale Kontakte, treibe Sport, reise gern und hocke nicht nur daheim vor irgendwelchen Spielen. Und das beste ist, die am lautesten über mich lachen, sind die, die keine anderen Hobbys haben, als nach Feierabend vor dem Fernseher einzuschlafen und am Wochenende ihre Protzkarre zu polieren. Ich beichte, dass ich solche Langweiler ebenso verachte wie sie mich und dass ich wohl mit 90 noch am heutigen Stand steckengeblieben sein werde.

Beichthaus.com Beichte #00041803 vom 03.04.2019 um 10:51:40 Uhr (17 Kommentare).

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Doppelmoral bei der Hygiene

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Unreinlichkeit Ekel Eitelkeit Frankfurt

Ich produziere unnötigen Müll. Bei Toilettengängen benutze ich Einmalhandschuhe. Gerade wenn ich mich hinten mit Toilettenpapier abwische, sind sie unerlässlich. Es könnten ja Darmkeime auf meine Hände gelangen. Danach schrubbe ich mir trotzdem die Hände blutig. Mein Sexleben steht im krassen Widerspruch zu meiner Keimphobie. Ich liebe es, wenn sich meine Freundin auf mein Gesicht setzt. Außerdem genieße ich es, ihren Knackarsch mit meiner Zunge zu umspielen. Nichts ist mir zu versaut, so lange ich ihr als Sklave dienen darf. Wie kann man nur so gegensätzlich und doppelbödig sein? Sobald ich ihre Nähe genießen kann, ist meine Angst vor Keimen wie weggeblasen.

Beichthaus.com Beichte #00041800 vom 31.03.2019 um 01:45:24 Uhr in Frankfurt (Abtsgäßchen) (66 Kommentare).

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Existenzängste

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Arbeit Studentenleben Verzweiflung Zürich

Ich möchte beichten, dass ich (m/30) schon seit geraumer Zeit dabei bin mein Leben an die Wand zu fahren und bald in einer Sackgasse lande. Als Rückblick, vor ein paar Jahren habe ich mit guten Noten meine Matura abgeschlossen und habe danach aus einer Laune heraus ein Chemiestudium angefangen, welches ich nach einem Monat abgebrochen habe, weil mir der Stoff überhaupt nicht zugesagt hat und ich eine Mathe-Niete bin. Mein Vater, welcher mich finanziell unterstützt hat, war darüber sehr erbost und hat mir mächtig Druck gemacht. Ich habe dies eingesehen und ging in einem Discounter jobben. Gleichzeitig wurde ich von meiner damaligen Freundin verlassen, woran ich fast kaputtging. Es folgten Wochen des Suffs und Resignation, weshalb ich auch meinen Job im Discounter verlor. Planlos vegetierte ich in meiner großen leeren Wohnung dahin, weil aufgrund meiner Situation unter anderem auch mein damaliger Mitbewohner die Schnauze voll hatte und auszog. Bald darauf merkte ich, dass es so nicht weitergehen konnte, ich wandte mich an die Studienberatung und der Berater dort riet mir unter anderem auch wegen meines großen Interesses an der Geschichte ein Studium dieses Faches aufzunehmen und danach die Gymnasiallehrerausbildung zu absolvieren. Zusätzlich versicherte er mir, dass ich damit beste Berufsaussichten hätte. Gesagt, getan.

Ich immatrikulierte mich und fing mit Begeisterung das Studium an. Bald darauf zog ich in eine neue WG und fand einen angenehmen Bürojob. Die Jahre zogen dahin und ich absolvierte jedes Semester mit sehr guten Noten. Mein Vater unterstützte mich seither und immer noch finanziell, weil mein Einkommen vom Bürojob trotz hohem Pensum zu gering ist. Zwischendurch packte mich immer wieder die Zukunftsangst, unter anderem weil in meinem Umfeld viele Leute tolle Jobs haben, Familien gründen etc. und ich mit eher geringem Einkommen noch im Studium bin. Zusätzlich macht mein Vater ziemlich Druck, weil er es leid ist mich finanziell zu unterstützen und vergleicht mich dabei immer mit meiner Schwester, welche einen guten Job hat. Bald darauf wurde es noch schlimmer, ich erfuhr, dass die Einstellungschancen für Gymnasiallehrer in meinem Fach quasi bei Null sind und sich auch jede freie Stelle etwa 100-200 Leute bewerben. Auf andere Schulstufen wechseln kann ich aufgrund der gesetzlichen Lage in unserem Land nicht. Obwohl ich momentan die Lehrerausbildung mit Freude absolviere und dies mein Traumberuf wäre bin ich geplagt von Existenzängsten. Ich weiß, dass ich nach meinem Studium arbeitslos werde und auch kein Geld haben werde für eine Zweitausbildung. Meine Beichte ist, ich bin mir bewusst, dass ich in einer Sackgasse enden werde und tue nichts dagegen, vielmehr hoffe ich auf ein aussichtsloses Wunder. Zusätzlich bin ich tieftraurig, wenn ich Leute in meinem Umfeld sehe. Alle haben etwas, welches eigentlich so selbstverständlich wäre und ich mir nach dem Studium von Herzen wünsche, einen Job und damit keine Existenzängste.

Beichthaus.com Beichte #00041797 vom 27.03.2019 um 17:17:50 Uhr in Zürich (14 Kommentare).

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