Verdammt gute Schauspielerin

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Eitelkeit Stolz Schamlosigkeit Nachbarn Freizeit Deutschland

Ich beichte, dass ich eine furchtbare Nachbarin bin. Ich (w/31) bin in einer Theatergruppe. Ich habe keinen großen Spiegel, außer im Bad, der mir platzbedingt aber nicht hilft, da ich Raum brauche, um zu proben. Ich schauspiele gerne, da ich dabei meinen doch schon eingefahrenen Alltag entfliehen und in andere Rollen schlüpfen kann. In dem Stück, welches meine Gruppe aus Gleichgesinnten gerade vorbereitet, spiele ich eine hysterische Mutter, die von ihrer Umwelt gedemütigt wird und sich schlussendlich für den Freitod durch einen Messerstich entscheidet. Und da ich wie gesagt keinen Spiegel habe, habe ich gemerkt, dass man nachts, wenn es dunkel ist, gerne auch die Fenster, die das Licht von innen reflektieren, als Spiegel zweckentfremden kann. Also übte ich meine Rolle und das ziemlich intensiv und laut, sodass es meine Nachbarn sicherlich aus den Schlaf riss. Ich schrie meinen Text und rannte hysterisch durch mein Schlafzimmer und übte zum Schluss, wie man bei einem Messerstich authentisch zu Boden geht. Als ich mich dann fertig gemacht habe, um Schlafen zu gehen, klingelte es plötzlich an meiner Wohnungstür und die Polizei steht da. Völlig erschrocken zu dieser Zeit, fragte ich was geschehen sei und man sagte mir, das Nachbarn Schreie gehört hätten und von Gegenüber auch ein Anruf gekommen sei, der über einen Selbstmord berichteten. Ich klärte die Situation auf. Hiermit beichte ich, dass meine egoistischen Spielsucht den Schönheitsschlaf meiner Nachbarn auf dem Gewissen hat und sie sich Sorgen gemacht haben. Doch gibt es mir einen Kick, wenn ich selbst Nachbarn von gegenüber Sorgen bereitet habe. Ich bin einfach eine verdammt gute Schauspielerin.

Beichthaus.com Beichte #00029199 vom 27.07.2011 um 05:42:07 Uhr in Deutschland (Schlossstraße 12, Berlin) (35 Kommentare).

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Ehrlichkeit zahlt sich nicht aus

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Neid Zorn Betrug Studentenleben Berlin

Ich möchte beichten wie sehr ich einen Großteil meiner Mitstudenten hasse. Ich studiere ein naturwissenschaftliches Fach an einer Uni. Ich weiß nicht wie das in anderen Studiengängen ist, aber bei uns zählt als Note auf dem Schein nur die Klausur-Note. Professoren die nicht sonderlich gut unterrichten und Klausuren schreiben, bei denen 80% durchfallen; gibt es anscheinend wie Sand am Meer bei uns, weshalb die Klausuren natürlich auch nicht gerade leicht sind. Frei nach dem Motto: "Wir sind eine Elite-Uni, da kommt dann auch nur die Elite durch!"


Jetzt zu meiner Beichte: In den Klausuren läuft es immer so ab, dass irgendein Assistent rumsitzt, seine FAZ liest und ab und zu mal hoch schaut, weshalb viele Studenten die Chancen nutzen, um zu spicken oder mal zu schauen, was die anderen so schreiben. Mir geht das so auf die Nerven. Wieso verbringe ich mit meinem Kumpel zwei Wochen damit, mich auf den Stoff vorzubereiten, um dann irgendwas zwischen 2,5 und 4 zu bekommen, wenn andere, die gerade mal die Überschrift vom Skript gelesen haben, bei der Prüfung mit bescheißen über die Runden kommen. Nur um mir dann unter die Nase zu reiben, bei wem sie was abgeschrieben haben und damit ja so tolle Ergebnisse erzielt haben. Ich hoffe ihr versagt im späteren Berufsleben, wenn ihr nicht mehr abschreiben könnt.

Beichthaus.com Beichte #00029191 vom 24.07.2011 um 11:06:13 Uhr in Berlin (25 Kommentare).

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Die 1.000 Gramm Bombe

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Unreinlichkeit Waghalsigkeit Last Night Berlin

Ich musste ausnahmsweise beruflich einmal um 4 Uhr morgens bei einem Kunden sein, um die Arbeiten unserer Mitarbeiter zu kontrollieren. Am Abend vorher war ich mit einigen Freunden noch in einer Kneipe ein paar Bierchen zischen und scharfe Currywurst essen.

Ich stand also um 3:30 auf (was schon mindestens 20 Minuten zu spät war, um sich in Ruhe fertig zu machen) sprang unter die Dusche und nach dem Anziehen bemerkte ich schon ein leichtes Blubbern in der Magengegend. Das muss warten, ich brauche nur 20 Minuten bis zum Kunden und kann dort in Ruhe auf die Toilette gehen, dachte ich. Ich saß also im Auto und musste von Charlottenburg nach Zehlendorf (Berliner Villenviertel). Kaum auf der Stadtautobahn merkte ich wie es kam, ich dachte es zerreißt mich, also was tun? Ich bin mit 30-40 km/h zu schnell zur nächsten Abfahrt gerast und bin nun mit meinem Auto durch Zehlendorf geschlichen, in der Hoffnung ein ruhiges Plätzchen zu finden, immer dabei der stechende Schmerz und die Angst, den Muskel mal kurz zu entspannen, in einer der teuersten Gegenden Berlins war ich also unterwegs mit ausgeschaltetem Licht und Radio, damit mich keiner sieht und hört und suchte also eine versteckte Ecke oder ein offenes Gartentor, um meinen Bierschiss loszuwerden.
Nach einigen ewig dauernden Minuten ergriff ich meine Chance, ich hielt an, zog noch schnell mein Jacket aus, schloss meine Autotür extrem leise und kletterte über einen zu klein geratenen Zaun einer etwa 2 Mio. Euro Villa. Ich hockte mich neben den erst besten Rhododendron und warf meine 1.000 Gramm Bombe mitten auf den englischen Rasen des Villenbesitzers. Nachdem ich mein Geschäft vollendet hatte, war noch genau ein Taschentuch übrig, das ich auf einem kleinen Stöckchen aufspießte und zentral in meinem Werk platzierte, sozusagen als weiße Fahne. Ein kleines Friedensangebot an die arme Sau, die mein kleines Geschenk entsorgen musste. Ich grinse heute noch darüber besonders, weil die Nummer echt knapp war, denn kaum saß ich wieder im Auto, ging im Schlafzimmer das Licht an.

Beichthaus.com Beichte #00029147 vom 12.07.2011 um 11:27:27 Uhr in Berlin (Zehlendorf) (20 Kommentare).

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Das letzte Puzzlestück

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Boshaftigkeit Dummheit Verzweiflung Berlin

Meine Schwester hat vor einigen Monaten ein 8.000 Teile Puzzle angefangen. Um sie ein wenig zu ärgern, habe ich ein Puzzleteil versteckt. Ich hatte vor, es ihr erst wiederzugeben, wenn sie alle anderen Teile zusammen gefunden hat. Das Versteck war in einer Schublade in meinem Zimmer. Nun nähert sie sich langsam dem Ende des Puzzles. Deshalb habe ich nochmal in meiner Schublade nachgeschaut und musste zu meinem Erschrecken feststellen, dass das Teil verschwunden ist.
Ich habe sofort auch noch alle anderen Schubladen durchsucht, aber das Teil war einfach nicht zu finden. Dann habe ich auf der Internetseite des Herstellers nachgeschaut, aber anscheinend bieten sie Nachbestellungen einzelner Teile erst ab einer Größe von 10.000 Teilen an. Ich beichte also, dass ich durch meine blöde Idee 4 Monate Arbeit meiner Schwester zunichte gemacht habe, da sie ihr Puzzle wohl nie vollenden wird.

Beichthaus.com Beichte #00029141 vom 10.07.2011 um 22:43:40 Uhr in Berlin (13 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Brennende Idee

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Vandalismus Dummheit Waghalsigkeit Berlin

Vorgestern hat eine Freundin bei mir (w) übernachtet. Wir hatten zu viel Langeweile und ich kam auf die Idee, Nagellackentferner auf meinem Bett anzuzünden. Dadurch entstanden mehrere Brandlöcher. Wir beschlossen das Bettlaken zu entsorgen. Wir gingen auf einen Spielplatz in der Nähe und setzten uns in ein kleines Holzhaus in dem oft Kinder spielten. Wir rauchten eine und dann gossen wir noch den restlichen Nagellackentferne über das Bettlaken und zündeten es an. Es brannte sofort sehr stark, aber das Holzhaus war vom Regen zu feucht, um wirklich zu brennen, also blieben wir da sitzen, da es abends sehr kalt war. Nach ungefähr drei Minuten wurden die Flammen immer stärker. Wir verbrannten uns fast die Beine also rannten wir raus. Meine Freundin schüttete noch mehr Nagellackentferner darüber, es zischte und das Holz fing plötzlich an sehr stark zu verkohlen. Wir bekamen Schiss und stellten uns hinter eine Mauer. Wir sahen die Flammen, die immer höher wurden und diese unglaubliche Rauchwolke, das Feuer ging nicht aus. Wir sahen wie ein blaues Auto an der Straße hielt und eine Person ausstieg und auf das Feuer zu rannte. Wir hatten nun wirklich Angst und rannten hinter der Mauer durch die Büsche und auf der anderen Seite raus und über die Straße. Also waren wir auf der Straße auf der das Auto immer noch stand. Wir wagten einen Blick nach links und sahen eine sehr hektische Person telefonieren. Die Rauchwolke war noch eine Straße weiter zu sehen, wir liefen schnell aber unauffällig zu mir nach Hause. Tut mir Leid, liebe hektische Person für die ganze Aufregung, tut mir Leid Holzhaus. Tut mir Leid Mama für das Leermachen deines Nagellackentferners.

Beichthaus.com Beichte #00029119 vom 04.07.2011 um 01:39:20 Uhr in 12527 Berlin (Königsseestraße) (30 Kommentare).

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