Lüsterne Lehrer

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Ekel Vorurteile Begehrlichkeit Schule

Ich (w/27) bin Referendarin und habe letztens im Hauptseminar ein Gespräch von einer anderen Referendarin und einem Referendar gehört. Sie sprachen über ihre Schüler und Schülerinnen, im Speziellen über die besonders Hübschen. Ich war schon etwas schockiert, wie man als Lehrer so unprofessionell sein und seine eigenen Schüler so lüstern betrachten kann. Sie sprachen darüber, wie heiß doch diese und jene Schülerin oder Schüler sei und die Referendarin sagte völlig aufgegeilt irgend etwas von "Der soll in 10 Jahren mal zu mir kommen!" Vor allem angesichts der Tatsache, dass die Referendarin für eine Referendarin schon recht alt (deutlich über 30) und selbst zweifache Mutter ist, und beide nicht sehr gut aussehen (also sie und der Referendar), fand ich das Ganze ziemlich abstoßend. Die Schülerinnen und Schüler, über die sie sprachen, waren allerhöchstens 16 Jahre alt, eher so um die 14. Ich finde das absolut nicht normal und kriege Angst bei dem Gedanken, dass die Lehrer meiner Kinder meine Kinder auch so betrachten.

Beichthaus.com Beichte #00040943 vom 01.02.2018 um 15:41:10 Uhr (20 Kommentare).

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Drecksäue im Hotel

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Boshaftigkeit Falschheit Gesellschaft Ekel München

Ich jobbe ab und zu im Hotel und mache die Zimmer sauber. Immer wenn ein Zimmer extrem vom Bewohner versaut wird, kommt mir die Galle hoch. Manche machen das extra, weil irgendein Depp, alles wieder saubermacht. In dem Fall ich. Diese Zimmerbewohner werden von mir bestraft. Deren Zahnbürste tauche ich ins WC oder mache den Klorand damit sauber. Wenn sich ein Parfüm öffnen lässt, bzw. Duschgel, fülle ich auch etwas WC-Wasser dazu. Zahnbecher wasche ich auch im Klo aus. Selber haze ich ja Gummi-Handschuhe. Sorry, aber danach geht es mir immer besser. So etwas mache ich aber nur bei den Dreckferkeln. Normale Zimmer müssen nichts befürchten.

Beichthaus.com Beichte #00040936 vom 30.01.2018 um 09:06:30 Uhr in München (13 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ich will im Alter nicht alleine sein!

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Hochmut Feigheit Partnerschaft Begehrlichkeit

Nach meiner letzten Beziehung hatte ich (m) nichts Festes mehr. Die Trennung war nicht leicht und hat mich sehr mitgenommen. Fortan habe ich es richtig krachen lassen - Partys hier, Feiern dort und eigentlich immer eine Frau abgeschleppt. Ernst meinte ich es nie, und wenn die Weiber sich danach was eingebildet haben, habe ich mein Handy ausgeschaltet oder eine blöde Nachricht geschrieben. Das geht jetzt schon seit ein paar Jährchen so und ich fühle mich langsam zu alt für solche Spielchen, sehne mich nach etwas Dauerhaftem, kriege aber schon allein beim Gedanken an eine feste Bindung die Krise. Ich habe keine Lust, mich an Verbindlichkeiten zu halten, Schwiegereltern zu besuchen, Pärchenabende abzuhalten oder neue Freundeskreise aufzubauen. Aus meiner Männerrunde verabschiedet sich einer nach dem anderen in Eheleben und Elternschaft - mir legt sich eine imaginäre Schlinge um den Hals, wenn ich nur daran denke, Verantwortung für mehr als mich selbst zu übernehmen und finanziellen Belastungen ausgesetzt zu sein. Aber diese One-Night-Stands sind auch keine Dauerlösung, weil ich die Vorstellung, im Alter allein zu bleiben, furchtbar finde. Ich bitte um Absolution für meine oberflächliche und egoistische Lebenseinstellung.

Beichthaus.com Beichte #00040931 vom 28.01.2018 um 17:45:15 Uhr (17 Kommentare).

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Mein Leben ist eigentlich perfekt!

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Dummheit Verzweiflung Selbstverletzung

Ich lüge alle an. Ich tue so, als wäre ich total glücklich, da ich ja tatsächlich das perfekte Leben habe. Wer will sich schon das Gejammere von jemandem anhören, der eigentlich nichts zu jammern hat. Ich lebe dort, wo andere Urlaub machen, ich habe mehr Geld als ich ausgeben kann, habe keinen festen Job sondern eine Mischung aus verschiedenen Projekten, wo ich mich auf individuelle Art entfalten - kann mit dem, was mir Spaß macht, und ich habe meinen Traummann. Die Beziehung ist schöner als ich mir jemals eine Beziehung hätte erträumen können. Und trotzdem heule ich seit einem Jahr jeden Tag. Seit ich dieses Leben habe sind meine Suizidgedanken wieder da, obwohl ich dachte, dass ich das lange hinter mir gelassen habe. Glück kommt eben doch von Innen.

Ich überlege oft meinen Freund zu verlassen um davonzurennen und mich in irgendeinem Ashram in Indien zu verbarrikadieren, weil ich hier einfach nicht mit mir selbst klarkomme. Und das, obwohl ich in einem "spirituellen Zentrum" arbeite, wo ich Leuten dabei helfe, durch Meditation und andere Praktiken glücklich zu werden. Das war auch mal meine Erfahrung, aber mittlerweile klappt es irgendwie nicht mehr. Ich meditiere jeden Tag und habe jeden zweiten Tag Selbstmordgedanken und erzähle dann meinen Schülern, wie toll das doch alles hilft. Viele sagen mir, wie neidisch sie auf mein Leben sind und ich hasse mich oft dafür, dass ich es anscheinend nicht zu schätzen weiß und rumheule während andere Leute wirkliche Probleme haben. Deswegen sage ich auch meinen Freunden nichts. Obwohl ich auch manchmal extrem dankbar für dieses Leben bin. Und dann kommt 20 Minuten später wieder ein Nervenzusammenbruch. Ich bitte um Absolution für meine Maskerade und für mein jämmerliches Dasein

Beichthaus.com Beichte #00040930 vom 28.01.2018 um 04:24:03 Uhr (19 Kommentare).

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“Beichte

Ich bin ein Gutmensch - und stolz darauf!

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Aggression Zorn Gesellschaft Vorurteile Hochmut Stolz Stuttgart

Ich bin wohl ein sogenannter "Gutmensch" und stand damals an mehreren Bahnhöfen, um Züge mit Refugees zu begrüßen. Ja, auch das "Welcome"- Shirt trug ich und schäme mich nicht dafür. Im Flüchtlingsheim unserer Stadt habe ich ein Vierteljahr lang bei der Essenausgabe geholfen und zurzeit begleite ich ehrenamtlich zwei syrische Familien mit Kindern, die Angelegenheiten bei Behörden zu klären haben. Ich gebe ihnen Kleidung meiner Kinder, die nicht mehr passt und wurde von ihnen auch schon zum Essen zu sich nach Hause eingeladen, was eine wunderbare, bereichernde Erfahrung für uns alle war. Ich spende monatlich etwas Geld sowie Futter an zwei Tierschutz- Organisationen und meide Zirkus- und Zoobesuche, um das Leid und die nicht artgerechte Haltung der Tiere dort zu boykottieren. Haustiere halten wir selbstverständlich nicht. Regelmäßig wählen mein Mann und ich die Grünen und achten beim Konsum auf Prüfsiegel und korrekte Herkunft. Gegen "Stuttgart 21" bin ich damals mitgelaufen und engagiere mich auch sonst durch mein Konsumverhalten für den Umweltschutz, denn jede Kleinigkeit, die man beachtet, zählt.

Wir leben ökologisch sparsam und gesetzestreu, da Werte und Normen feste Bestandteile unseres humanitären Weltbildes sind. Als 2016 unser Verfahren zur Aufnahme eines minderjährigen unbegleiteten Flüchtlings lief, scheiterte es letztendlich daran, dass ich nochmal schwanger wurde und wir weniger Zeit und Raum für den Jugendlichen zur Verfügung gehabt hätten. Aufgegeben haben wir die Vorstellung jedoch noch nicht. Mit meiner Tochter (3) habe ich in der Adventszeit bei der Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" mitgemacht und sie ein paar Spielzeuge und Kuscheltiere aussortieren lassen, die nun ein Zuhause in der dritten Welt gefunden haben. Mein Mann hätte gerne ein weiteres Kind mit mir, aber ich überlege, ob wir nicht lieber ein Kind aus schlimmen Verhältnissen adoptieren sollten, um ihm zu helfen, statt ein neues Leben in unsere ungemütliche, unberechenbare Welt zu setzen, wo es doch schon genug Bedürftigkeit gibt, die abgestellt gehört.

Auf alle Fälle werden wir demnächst eine Patenschaft für ein afrikanisches Kind übernehmen, damit es gute Chancen hat, sicher und gebildet aufzuwachsen. So erleben unsere eigenen Kinder ganz nebenbei Toleranz und die Bereitschaft, zu teilen, denn das Einzige, was sich durchs Teilen verdoppelt, ist das Glück! Meine Beichte ist, dass ich die rücksichtslose, egoistische Haltung vieler Mitmenschen ablehne, die nicht an die Zukunft und Mitverantwortung aller Bürger denken und mein Unverständnis für sie stetig wächst. Ich hoffe auf Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00040916 vom 26.01.2018 um 10:55:47 Uhr in Stuttgart (51 Kommentare).

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