Wie Hipster-Klamotten meine Familie zerstörten

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Zorn Zwietracht Maßlosigkeit Familie Mutter Bremen

Ich (w/36) und mein Mann (38) haben einen Sohn, der sich mit seinen vierzehn Jahren gerade in der Pubertät befindet. Wir leben seit zwölf Jahren in Deutschland, ursprünglich kommen wir aus Südkorea, wir besuchen dort jedes Jahr unsere Verwandten. Als wir wieder einmal dort waren, sprachen uns meine Großeltern auf den Kleidungsstil meines Sohnes an. Besonders die knallengen Hosen wären negativ aufgefallen. Anfangs war es mir gar nicht bewusst gewesen, doch seit wir wieder in Deutschland waren, bemerkte auch ich, dass sich mein Sohn fürchterlich anzog. Ich schämte mich, dass ich ihn in diesem Aufzug in die Schule geschickt habe, aber wie hätte ich es auch merken sollen? Morgens war ich schon auf der Arbeit.

Ich redete mit meinem Mann darüber, der mich allerdings nicht ernst nahm und grinsend erklärte, dass unser Kind nur hip sein möchte, was ganz normal in dem Alter wäre. Ich nickte nur säuerlich, denn das Thema ließ mir keine Ruhe. Am nächsten Tag holte ich meinen Sohn von der Schule ab und bemerkte, dass die anderen Kinder recht ordentlich gekleidet waren. Anders als mein Sohn, der in zerissenen Jeans und klobigen Schuhen ins Auto stieg. Ich konnte es nicht fassen und sprach ihn darauf an, er sah mich nur genervt an und meinte, dass es mich nichts angehen würde und er sich anzog, wie er will. Aber nicht mit mir, dachte ich. Sein respektloser Ton gefiel mir überhaupt nicht, weshalb ich ihm kein Taschengeld auszahlte. Ohne Taschengeld hätte er keine Chance, sich diese schrecklichen Klamotten zu kaufen. Mein Mann war da anderer Meinung und zahlte ihm weiterhin Taschengeld. Nachdem wir uns gestritten hatten, gab ich vor, die Tatsachen akzeptiert zu haben und es kehrte Ruhe ein - vorerst!

Als mein Mann für eine Woche auf Geschäftsreise war, meldete ich mich auf der Arbeit krank, um mein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Ich kaufte meinem Sohn anständige Klamotten und während er in der Schule war, steckte ich seine coolen Klamotten in einen großen Müllsack, den ich anschließend in einen Container der Altkleidersammlung warf. Kaum war der Kleine zu Hause, ging es auch schon los, ich musste mir die übelsten Vorwürfe anhören, dabei war es nur zu seinem Besten. Nach einer Woche war auch mein Mann zurück, der mich perplex zur Rede stellte, mein Sohn war natürlich auch wieder dabei. Beide verstanden nicht, dass ich es nicht böse gemeint hatte. Seitdem hängt der Haussegen schief, am Esstisch werden mir verständnislose Blicke zugeworfen und jeden Tag, wenn mein Sohn aus der Schule kommt, schimpft er, dass er Dank mir wie ein Trottel aussehen würde. Vorgestern hat es mir gereicht, ich schrie ihn an, was ihm denn einfallen würde, so mit mir zu reden, ich bin seine Mutter und er hat mich mit Respekt zu behandeln.

In meiner Wut kassierte ich seine Konsolen, sein Handy und den Laptop ein, um ihm seine Grenzen aufzuzeigen. Jugendliche wollen testen, wie weit sie gehen können, ich wollte mir einfach nicht mehr auf der Nase herumtanzen lassen. Nun sitze ich allein im Wohnzimmer, mein Mann und mein Sohn sind bei einem Freund der Familie untergekommen und ich bin fassungslos, frustriert und wütend. Mein Mann ist mir eiskalt in den Rücken gefallen! Ich weiß, dass ich einen Fehler gemacht habe, aber als mein Ehemann und Vater unseres Kindes hätte er zu mir halten sollen, statt sich von dem Kleinen manipulieren zu lassen.

Beichthaus.com Beichte #00040385 vom 29.09.2017 um 13:51:06 Uhr in Bremen (28 Kommentare).

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Tief verschuldet dank Studium

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Dummheit Maßlosigkeit Geld Verschwendung Studentenleben Ludwigsburg

Meine Bank hat mir heute angekündigt, dass sie mir den Dispo streichen werden. Ich (m/25) habe gerade mein Studium abgeschlossen und bin mit insgesamt 30.000 Euro tief verschuldet. 10.000 Euro Privatkredit bei meiner Arbeitsstelle, 10.000 Euro BAföG und insgesamt 10.000 Euro auf verschiedenen Kreditkarten und Konten. Wenn der Dispo gestrichen wird, weiß ich nicht, wie es weitergeht. Ich habe nie gelernt mit Geld umzugehen und das bekomme ich nun richtig zu spüren. Ich werde das ab morgen ändern und lernen, meinen finanziellen Mitteln entsprechend zu leben. Außerdem werde ich die Ziele, die ich mir immer wieder setze und dann doch nicht umsetze, für mich selbst verbindlich machen. Vielleicht ist es für mich gut, dass ich gerade keine andere Wahl habe - so kriege ich endlich mein Kopf aus dem Arsch und mache etwas aus mir. Wenn ich das nicht tue, ende ich überschuldet als Harzer. Ich muss jetzt mein Leben vernünftig anpacken. Morgen geht es los.

Beichthaus.com Beichte #00040381 vom 28.09.2017 um 23:47:08 Uhr in Ludwigsburg (17 Kommentare).

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Das WG-Leben ist die Hölle

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Hass Zwietracht WG Berlin

Ich (m/23) hasse meine drei Mitbewohner! Da ich, wie zwei von ihnen auch, studiere, habe ich wenig Geld, weshalb ich in eine WG gezogen bin. Ich hätte ja nicht ahnen können, auf was ich mich da eingelassen habe. Der erste Mitbewohner ist ebenfalls ein Student, den ich anfangs sehr sympathisch und offen erlebt habe, schon bald merkte ich aber, dass er ein absoluter Spinner ist, wenn es um das Thema Putzen und Sauberkeit geht. Sobald auch nur ein Staubkorn auf dem Boden liegt, stürmt er in sein Zimmer und holt Putzutensilien. Danach dürfen wir uns einen Vortrag über Hygiene anhören. Wenn er aus der Uni kommt, fängt er auch direkt an zu putzen. Ein anderes Thema kennt er nicht, er redet pausenlos von Sauberkeit und geht mir damit gewaltig auf den Geist. Als ich mir mal einen Döner gekauft habe, erklärte er mir angeekelt die Zustände in solchen Imbissbuden und kochte mir dann anschließend etwas, was meine Gesundheit nicht gefährdet, wie er es ausgedrückt hat. Lustigerweise ist er Türke.

Der andere ist ein arroganter Schnösel, der Jura studiert und es jedem unter die Nase reibt. Sobald einem etwas nicht passt, fängt er an, von seiner unendlichen Weisheit zu berichten. Ich konnte ihn noch nie leiden, ständig hat er etwas auszusetzen und als er sich mehrmals (!) in meinem Zimmer einen runtergeholt hat, war auch der letzte Funken Sympathie verschwunden. Und nun zu dem schlimmsten Beispiel: Der Kerl ist erst seit fünf Monaten in unserer WG, er ist fünfunddreißig und ein Chinese. Einen Job hat er nicht, stattdessen lungert er den ganzen Tag in Unterwäsche zu Hause herum, frisst den Kühlschrank leer und schläft. Wenn man ihn darauf anspricht, zuckt er nur gelangweilt mit den Schultern. Er ist eine absolute Drecksau, sein Zimmer stinkt nach Verwesung und abends telefoniert er lautstark auf chinesisch. Durch seine Art gerät er oft mit dem Hygienefan aneinander, die beiden diskutieren stundenlang und meist endet es damit, dass der stinkende Chinese im Wohnzimmer warten muss, bis mein Mitbewohner sein Zimmer geputzt hat. Das passiert mindestens einmal in der Woche.

Ich halte es dort nicht mehr aus, diese WG ist die Hölle, sobald ich eine eigene Wohnung gefunden habe, ziehe ich aus. Um mich zu rächen, habe ich heute die Zimmerschlüssel versteckt, nachdem ich alle Zimmer abgeschlossen habe. Nun sitzen wir im Wohnzimmer, während heftig gestritten wird, wer der Übeltäter war. Wenn ich ausziehe, werde ich es nochmal tun und die Schlüssel mitnehmen!

Beichthaus.com Beichte #00040379 vom 28.09.2017 um 17:44:41 Uhr in Berlin (12 Kommentare).

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Kollege Pseudo-Veganer

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Zwietracht Kollegen Aachen

Eigentlich hatte ich (m/26) heute gute Laune, bis sich ein Kollege der Marke Teilzeit-Pseudo-Veganer im Pausenraum zu meinen Kollegen und mir gesellte. Kaum hatte er sich hingesetzt, fing er auch schon an, seine Weisheiten mit uns zu teilen, als wäre er Guru Krishna aus dem fernen Indien. Als ich in mein mit Käse belegtes Brötchen biss, sah er mich an, als hätte ich gerade verkündet, Geiseln in meinem Keller gefangen zu halten.

Nachdem ich fragte, was denn los wäre, erklärte er mir, wie viele Lebewesen leiden mussten, damit ich blödes Arschloch ein belegtes Brötchen essen konnte. Nicht nur das, das Brötchen war sicherlich nicht glutenfrei, was wiederum bedeute, dass mir meine Gesundheit egal wäre. Zum krönenden Abschluss bot er mir etwas von seinem glutenfreien Vollkornbrot an, das mit einer undefinierbaren, grün-roten Paste bestrichen wurde, welche wie die Kotze des kleinen Leons aus dem Spieleparadies aussah.

Dankend lehnte ich ab, doch dieser Heilige hörte wohl nicht oft die Worte "Nein, vielen Dank" und konnte überhaupt nicht verstehen, warum ich sein schmackhaftes Angebot abgelehnt hatte. Es folgte eine erneute altkluge Rede über Kompromisse und deren Vorteile im sozialen Alltag. Ich stellte fest, dass der Kerl sich gern reden hörte und ignorierte den Drang, sein glutenfreies Heilmittel gegen den Tod in sein Gesicht zu klatschen. Stattdessen spielte ich den offenkundig Interessierten und schlug ihm vor, ein Buch zu schreiben, um sein Wissen mit der Welt zu teilen und diese wie Messias höchstpersönlich zu erretten.

Das hatte sein Ego gestreichelt und obwohl meine Kollegen über den Sarkasmus grinsten, merkte er gar nicht, dass mein Kommentar nicht ernstzunehmen war. Der Gernegroß erklärte im Anschluss, dass er Kinderarbeit verabscheuen würde, dazu hielt er einen endlosen Monolog, irgendwann zwischen "Mein Herz blutet" und "Diese Monster, die die hilflosen Menschen in den armen Ländern ausbeuten" unterbrach ich ihn mit der Frage "Und wo wurde dein T-Shirt hergestellt?". Er lief rot an, dann stand er wütend auf, schaute mich bitterböse an und nannte mich intolerant. Seitdem redet er kein Wort mit mir, was kein großer Verlust für mich ist.

Beichthaus.com Beichte #00040371 vom 27.09.2017 um 01:24:54 Uhr in Aachen (13 Kommentare).

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Peinlicher Zwiebel-Zwischenfall

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Peinlichkeit Ekel

Ich (w/33) hatte mich mit 15 Jahren verguckt, und zwar in den jungen neuen Krankenpfleger aus der Klinik, in der meine Mutter als Krankenschwester gearbeitet hat. Er schien mich auch nett zu finden und wir haben uns an einem Nachmittag nach der Schule gut unterhalten. Wir plauderten, lachten viel und so vergaß ich ganz, dass ich am Abend zuvor Zwiebeln gegessen hatte, die mich schon den ganzen Tag drückten. Während eines Lachanfalls kam ein lautes, fast explosionsartiges Geräusch aus mir heraus und im nächsten Moment hatte man das Gefühl, kaum noch atmen zu können. Ich hatte in diesem Moment das Gefühl, dass einem nichts peinlicher sein könnte, verließ fluchtartig das Gebäude und kam nicht wieder. Zwiebeln habe ich über mehrere Monate gemieden, wo ich nur konnte. Mittlerweile kann ich über solche Zwischenfälle lachen und auch über diese Geschichte. Mein Mann kennt sie und zieht mich gerne damit auf, wenn wir Zwiebeln essen - es ist fast schon ein Running Gag bei uns.

Beichthaus.com Beichte #00040365 vom 25.09.2017 um 23:18:46 Uhr (10 Kommentare).

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