You Are The One That I Want

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Verzweiflung Eifersucht Zorn Liebe Kaufbeuren

Ich (m/30) möchte beichten, dass ich auch nach Jahren immer noch an meiner Jugendliebe hänge, dabei auch noch eifersüchtig auf meinen Schwager bin und Mittwoch nicht mehr arbeiten konnte.

Mit etwa 14 lernte ich ein wunderbares Mädchen kennen. Wir sahen uns und es war in der ersten Sekunde als würden wir uns schon ein Leben lang kennen. Wir konnten uns vom ersten Moment an unsere intimsten Geheimnisse anvertrauen. Es ist schwer zu beschreiben, aber unsere Blicke trafen sich und man hatte das Gefühl mit dem Gegenüber aufgewachsen zu sein.
Jahre lang war es eine rein platonische Freundschaft bis zum Sommer 1997. Beim Rumtollen im Freibad kam es zu ein paar zärtlichen Berührungen. Am selben Abend waren wir noch im Kino und hatten uns "Grease" angeschaut. Kurze Zeit später hatte sie Geburtstag. Diesen feierte sie mit ihrer besten Freundin zusammen und auch ich war eingeladen. Geplant war eine große Party. Ich kam dort an und stellte fest, außer ihrer besten Freundin und deren Freund war keiner da. Nunja, dann halt zu viert. Im Laufe der Party waren meine Freundin und ich auch öfters am Balkon zum Rauchen. Jedes mal drucksten wir herum, viel reden, aber nichts sagen halt. Im Nachhinein weiß ich, dass sie genauso wie ich Angst hatte unsere intimste und schon fast geschwisterliche Freundschaft für eine Liebesbeziehung aufs Spiel zu setzen. Im Verlauf der Party kam es dann zu einer Kissenschlacht. Eins der Kissen traf den Lichtschalter im Zimmer. Ich versuchte mich zum Lichtschalter vorzutasten und fand auf dem Weg meine Freundin. Ich fand nicht nur sie, sondern auch unsere Lippen fanden sich. In diesem Moment gab die Stereoanlage das Lied "You are the one that I want" aus "Grease" von sich. Das war ein Zeichen. Und da wusste ich es. Es ist nicht nur die beste Freundin, die ich je haben könnte, es ist "mein Mädchen".

Die Wege des Herren sind unergründlich. Kurze Zeit später trennten wir uns einvernehmlich. Wir waren schließlich fast wie Bruder und Schwester und da darf einfach nicht mehr passieren. Vielleicht war es das Beste für uns, vielleicht aber auch nicht. Das weiß nur der Herr. Es ist dann irgendwie alles seinen normalen Weg gegangen. Sie lernte einen Neuen kennen. Ich war mit ihm schon im Kindergarten und der Grundschule sehr gut befreundet, man hatte sich aber dann etwas aus den Augen verloren, ich aufs Gymnasium, er weiter auf der Hauptschule. Ich habe mich für ihn gefreut. Die Beiden haben auch ein Kind gezeugt. Lange Rede kurzer Sinn: Das Ganze ging irgendwann schief und sie trennten sich wieder. Aber die Beiden waren ja offensichtlich in der Kiste. Was hätte ich dafür gegeben mit ihm zu tauschen. Ein paar Jahre später kommt meine Schwester an, sie möchte uns ihren neuen Freund vorstellen. Juhuuu, sie kam mit ihm zur Tür. Vögelt der also nicht nur meine große Liebe, sondern auch noch meine Schwester.


So langsam sollten wir aber zum letzten Punkt kommen. Warum konnte ich Mittwoch nimmer arbeiten? Ich habe die Geschichte in den ganzen Jahren eigentlich gut verarbeitet. Ich hatte meine große Liebe inzwischen auch aus diversen Gründen aus den Augen verloren, inzwischen geheiratet, eigene Kinder gezeugt, mich scheiden lassen und mein Leben nach einem derben Absturz nun wieder in halbwegs normale Bahnen gelenkt. Habe einen guten Job als Oberkellner in einem Restaurant und habe mich irgendwo wieder gefunden. Die ganze Geschichte oben war aus meinem Gedächtnis inzwischen verbannt. Auf jeden Fall kommt meine alte Liebe am Mittwoch bei uns ins Lokal, ihren Aktuellen im Schlepptau, und bestellt das Candle-Light-Menü. Schon als sie zur Tür rein kam war mir schummerig. Nach der Bestellung konnte ich einfach nicht mehr. Sämtliche Gefühle für sie kamen hoch, am liebsten hätte ich ihrem Freund verdorbene Ware serviert oder aus versehen ein Glas über ihn verschüttet. Mit diesen Gedanken bin ich nicht mehr fertig geworden. Bin sofort zu meiner Chefin und habe ihr erzählt, dass ich gerade übelsten Durchfall bekommen habe, was in der Gastronomie schnell mal eine Arbeitsunfähigkeit darstellt und ich bis zuar ärztlichen Klärung daheim bleibe. Seit dem sitze ich zu Hause, zieh mir einen Ouzo nach dem anderen rein und denke an den Sommer 1997, wie glücklich ich doch war und was aus uns hätte werden können. Katrin, ich liebe Dich noch heute.

Beichthaus.com Beichte #00028486 vom 07.01.2011 um 03:51:55 Uhr in 87600 Kaufbeuren (29 Kommentare).

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Chef sein ist schwer

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Faulheit Trägheit Arbeit

Ich (m/39) bin Abteilungsleiter in einem mittelständischen Unternehmen und seit circa 3 Jahren in dieser Position. Ich habe es geschafft seit einem halben Jahr keine Aufgaben mehr zu haben. Ich habe alles so auf die Mitarbeiter aufgeteilt das ich am ende nichts mehr zu tun habe. Ich hatte alles perfekt verteilt bis auf ein paar lästige kaufmännische Tätigkeiten. Diese habe ich als so eine aufwendige Arbeit bei meinen Vorgesetzten verkauft, das ich dafür auch noch eine kaufmännische Hilfskraft genehmigt bekommen habe. Die hab ich dann auch direkt eingestellt. Und seit dem geh ich jeden Tag zur Arbeit und Spiele diverse Onlinespiele, lese Zeitung, vor kurzem erst habe ich es fertig gebracht einen ganzen Film zu gucken, hat aber keinen Spaß gemacht weil ich ständig die Boxen leise halten musste. Manchmal wenn mir langweilig ist und ich ein bisschen Unterhaltung brauche rufe ich auch spontan irgendwelche Besprechungen ein. Ich werde nur hier und da mal gestört für eine Unterschrift die ich geben muss oder irgendwelche Mitarbeitergespräche, wenn es mal Ärger gibt. Anfangs fand ich das mehr als angenehm, aber so langsam verliere ich meinen Elan und ich bin noch relativ jung, sollte nicht so sein. Aber ich denke ich bleib erst mal dabei die Situation habe ich viel zu gut konstruiert um das jetzt schon kaputt zu machen.

Beichthaus.com Beichte #00028484 vom 07.01.2011 um 00:16:02 Uhr (29 Kommentare).

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Post vom Jugendamt

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Zorn Aggression Ungerechtigkeit Peinlichkeit Verzweiflung

Ich (m/32) habe heute Post vom Jugendamt erhalten, einen großen A5-Umschlag. Zuerst dachte ich, mein Kinderwunsch sei wohl unerwartet in Erfüllung gegangen, aber als ich den Brief öffnete, wurde ich blass: Da war ein Fragebogen drin, in dem sie mich über den schlimmsten Teil meines Lebens befragen wollen, meine Zeit im Jugendheim, in der ich misshandelt, belogen, um mein Taschengeld betrogen und noch einiges anderes wurde.

Jedenfalls rief ich die Frau, deren Name auf dem Anschreiben stand an, und brüllte sie an, was ihr einfiele, mich an diese schreckliche Zeit, die ich erfolgreich verdrängt hatte, zu erinnern. Ich verlangte, dass mein Name augenblicklich aus allen Akten gelöscht werde und man mir meine Original-Akte zukommen ließe, sofort, ansonsten würde ich klagen. Kleinlaut erklärte sie mir, der Fragebogen sei dazu da, genau solche Fehler, wie sie an mir gemacht wurden, in Zukunft zu vermeiden, und als sie mich versehentlich duzte, fiel es mir ein, sie war damals die einzige Person in dieser kalten, unpersönlichen Behörde, die sich für ihre Kinder eingesetzt hatte und der ich vertraute. Ich bekomme jetzt im Laufe der nächsten 2 Wochen 5 dicke Aktenordner voller Berichte, die mich wahrscheinlich wochenlang ins Chaos stürzen werden, weil alles wieder hochkommen wird, und habe der einzigen Person, die damals zu mir stand, in den Arsch getreten. Gute Ausbeute für einen Tag!

Beichthaus.com Beichte #00028478 vom 05.01.2011 um 20:39:56 Uhr (29 Kommentare).

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Zusammenziehen mit meiner Ex?

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Falschheit Lügen Rache Fremdgehen Ex Hamburg

Zusammenziehen mit meiner Ex?
In meinen jungen Jahren hatte ich (m/36) eine Zeit lang eine sehr intensive Beziehung. Ich war mit Frauen relativ unerfahren und vertraute meiner damaligen Freundin voll und ganz. Kurz nach dem Abi habe ich erfahren das sie schon länger etwas mit einem ziemlich Guten Freund von mir hatte. Jeder hatte es gewusst außer ich. Ich stand da wie ein Vollidiot und war sehr tief verletzt und kann mich bis heute sehr lebhaft an diesen Tag erinnern. Ich bin daraufhin aufgrund meines Studiums nach Hamburg gezogen, was circa 300 km von meiner Heimatstadt entfernt liegt. Einige Jahre später kam sie ebenfalls nach Hamburg und hat mich auch gleich aufgesucht als sie gehört hat das ich dort studiere. Sie hatte sich ganz schön ins Zeug gelegt damit ich ihr wieder gefalle, ich dachte zunächst sie mag mich wirklich wieder. Aber als sie mir von ihren Geld Problemen erzählte und mich gefragt hat ob sie bei mir einziehen kann weil ihr Geld für die Miete nicht mehr lange reicht wurde mir alles klar. Ich sagte ihr "Na klar kannst du bei mir einziehen, kein Problem!" An dem Tag als sie dann vor meiner Tür stand mit der Umzugsfirma im Schlepptau bin ich runter zur Tür gegangen (das Grinsen musste ich mir mit verdammt viel Kraft verkneifen) und hab sie gefragt wer sie ist und hab der Umzugsfirma gesagt das ich diese Frau nicht kenne. Ich möchte beichten das Sie ihren Mietvertrag bereits gekündigt hatte und ich ihr zugesichert hatte ihr das Geld für die Umzugsfirma vorzulegen. Ich habe bis heute ein Grinsen im Gesicht, wenn ich daran denke. Wie sie damals aus dem Schlamassel raus gekommen ist, weiß ich leider bis heute nicht.

Beichthaus.com Beichte #00028475 vom 05.01.2011 um 01:35:36 Uhr in Hamburg (69 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Zivilstreife

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Falschheit Lügen Polizei Last Night

Zivilstreife
Ich muss jetzt auch mal etwas loswerden, was mich immer wieder beschäftigt. Vor ein paar Jahren waren ein Freund und ich am Wochenende unterwegs und wollten zur Abschlussfeier der Realschule meines Bruders. Diese fand am örtlichen Sportplatz statt. Nebenan befindet sich ein Freibad mit einem großen Parkplatz, wo man sein Auto ruhig mal eine Nacht stehen lassen kann. Also haben wir dort geparkt. Als wir am Freibad vorbeiliefen, hörten wir drinnen Stimmen und Gekicher. Nichts Besonderes, da dort nachts andauernd irgendwelche Leute einsteigen und ihren Spaß haben. Ich finde das auch nicht schlimm, habe das auch schon zwei-drei Mal gemacht. Nunja, wir waren guter Stimmung und dachten uns, wir machen uns einen Spaß daraus, den Leuten da drin einen Schrecken einzujagen. Ich kramte meinen alten Zivi-Ausweis aus dem Geldbeutel, polterte ans Tor vom Schwimmbad, gab mich als Zivilstreife aus und befahl den Leuten forsch, zu mir zu kommen. Das taten die tatsächlich und unglaublicherweise hat der viel zu alberne Trick mit dem Ausweis auch noch geklappt.

Man muss dazu sagen, dass es sehr junge Leute waren, wahrscheinlich von der Abschlussfeier und schon etwas betrunken. Zwei Mädels und zwei Jungs. Ich wies sie darauf hin, dass sie sich gerade des Hausfriedensbruchs strafbar gemacht hätten, und verlangte ihre Ausweise. Da alle minderjährig waren, meinte ich zu meinem Kumpel: "Da müssen wir wohl die Eltern anrufen". Kaum fiel dieser Satz hat eins der Mädels bitterlich angefangen zu heulen und uns angebettelt, das nicht zu tun. Sie würde riesigen Ärger bekommen und ihre Eltern seien so streng. Ich lenkte ein und meinte, wir könnten es bei einer mündlichen Verwarnung belassen, wenn sie jetzt sofort rauskommen. Das Mädel war total fertig mit den Nerven und ihre Freunde waren auch etwas geschockt. Lachend zogen wir beide weiter und machten uns noch lustig drüber, dass diese Trottel uns das tatsächlich abgenommen hatten.

Die Rechnung bekam ich etwa eine Stunde später. Ich saß mit meinen Leuten und einem Bier am Tisch und hatte eine gute Zeit, als mir plötzlich ein halber Liter Rotwein-Cola-Gemisch über den Kopf gekippt wurde. Ich drehte mich um und da stand das Mädel mit ihren Kumpels und einem leeren Krug in der Hand. Anfangs waren wir beide noch sauer aufeinander, aber haben bald zusammen über die Geschichte gelacht. Hiermit beichte ich, dass ich mich als Bulle ausgegeben habe und dass ich einem unbedarften Menschen, der nur Spaß hatte, zumindest einen Teil des Abends versaut habe.

Beichthaus.com Beichte #00028471 vom 04.01.2011 um 15:50:17 Uhr (20 Kommentare).

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