Schlimme Namen für die Kinder

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Vorurteile Kinder Morallosigkeit Berlin

Ich (m) habe mich heute Nachmittag mal wieder mit meiner Schwester zerstritten. Sie ist mit 22 stolze Mutter eines Sohnes geworden und heute hat sie mir den Namen des Kindes verraten: Es heißt Josef-Leopold. Erst habe ich gelacht und das Ganze für einen Witz gehalten. Ich meine, wer bitte um alles in der Welt nennt sein Kind denn heute noch Josef? War aber ernst gemeint, weil der senile Großvater meines Schwagers so heißt. Als sie vor zwei Jahren ihre Tochter bekommen hat, nannte sie diese Anouk. Finde ich genauso bescheuert und das habe ich ihr auch gesagt. Jetzt ist sie mächtig angefressen und ich soll mir die Patenschaft schon mal abschminken. Das stört mich jetzt weniger, aber irgendwie tun mir die Kinder leid, weil sie es mit diesen beknackten Namen ganz sicher sehr schwer im Leben haben werden.

Beichthaus.com Beichte #00030686 vom 16.01.2013 um 21:13:41 Uhr in Berlin (Seegefelder Straße) (52 Kommentare).

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Fremdgeher aus Überzeugung

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Fremdgehen Morallosigkeit Partnerschaft Berlin

Ich beichte, dass ich Fremdgeher aus Überzeugung bin. Hier im Beichthaus genießen Fremdgeher ja das unterste Ansehen überhaupt und ich weiß jetzt schon, dass auch diesmal der Shitstorm in den Comments nicht lang auf sich warten lassen wird. Die Frage ist doch: warum sollte man nicht fremdgehen? Ich liebe meine Freundin, ja, obwohl andere wieder gegenteiliges behaupten werden und ja, obwohl ich sexuell an anderen Frauen interessiert bin. Ist das nicht normal? Ich denke schon. Der kleine Flirt im Fahrstuhl, inniger Augenkontakt in der U-Bahn, ein sexy Tänzchen im Club mit einer anderen Frau. Macht doch Spaß. Der Mensch ist nicht als monogames Wesen geschaffen, auch wenn das anscheinend viele gerne so hätten. Diese Lebenseinstellung folgt doch in unseren Breitengraden nur aus frommen, christlichen und absolut überholten Wertevorstellungen.


Ich unterstütze meine Freundin, wo es geht. Sie kann sich auf mich verlassen und ich mich auf sie, darum geht es doch in einer Beziehung. Was hat das damit zu tun, ob ich gerne meine Triebe zusätzlich mit anderen auslebe? Die entscheidende Frage, die sich jetzt einige noch stellen werden: weiß sie davon? Nein, tut sie nicht. Und das ist auch das einzige daran, das mir ein bisschen leidtut. Aber was soll ich machen, ich habe es angesprochen und sie zieht es vor, nach den gleichen gesellschaftlich anerkannten Regeln zu spielen, wie die ganzen Beichthaus-User, die ich hiermit auf mich hetze. Lasst mich das Ganze noch fortführen: Jemand von euch wird mir sicherlich raten, ich solle mir eine suchen, die mir das Ganze erlaubt. Da kann man aber lange suchen und was für eine wäre das dann wohl. Mit der jetzigen ist doch alles perfekt. Ich beichte, dass ich in der Neuzeit angekommen bin und verstanden habe, wie man leben sollte.

Beichthaus.com Beichte #00030682 vom 15.01.2013 um 10:07:07 Uhr in Berlin (Pettenkoferstraße) (64 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Selbst gemachtes Geschenk zu Ramadan

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Diebstahl Engherzigkeit Familie Geld Berlin

Ich (m/18) bin Deutscher mit Migrationshintergrund. In den vergangenen Jahren meiner Kindheit habe ich nie wirklich was zu meinem Geburtstag geschenkt bekommen und auch so gut wie nie etwas zu Ramadan, obwohl wir in der Familie gläubig sind. Meine Freunde aus den ebenfalls gläubigen Kreisen haben immer sehr viel Geld zu Ramadan bekommen; ich hingegen gerade mal zehn Euro von meinem Vater. Großartigen Besuch hatten wir auch nicht wirklich. Wir sind an besagten Tagen ab und zu mal zu einer Familie gefahren und haben dann dort den Abend verbracht. Von meinen Verwandten habe ich auch nie Geld bekommen. Ich weiß, das klingt sehr egoistisch und man könnte daran denken, dass es Menschen gibt, die nicht einmal ein Dach über dem Kopf haben. Dennoch wurmte mich das immer. Nun zu meiner Beichte: In den vergangenen Jahren habe ich meinem Vater bestimmt schon über 5000 Euro geklaut. Immer, wenn ich nichts bekommen habe, beruhigte ich mich während der Tat selbst mit Gedanken wie "ja, egal, immerhin hast du ja nun Geld." Das Stehlen fiel auch nie wirklich auf, da ich es immer so im Laufe der Zeit genommen habe. Heute tue ich es sogar immer noch, aber ich brauche nun mal das Geld. Arbeiten kann ich auch nicht aus verschiedenen Gründen. Es tut mir auch wirklich leid, da mein Vater das Geld natürlich selbst braucht, aber ich kenne keine andere Alternative und schwarz arbeiten kann ich ja auch nicht.

Beichthaus.com Beichte #00030664 vom 10.01.2013 um 16:54:53 Uhr in Berlin (Köpenicker Straße) (24 Kommentare).

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Gender-korrekte Schreibweise

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Hass Zorn Vorurteile Studentenleben Gesellschaft Berlin

Gender-korrekte Schreibweise
Ich beichte, dass ich die genderkorrekte Schreibweise hasse! Zu meiner Person: Ich bin weiblich, Anfang zwanzig und hasse es, wenn Frauen sich von Männern ausnutzen lassen. Ich bin emanzipiert, jedoch keine Feministin. Doch es regt mich tierisch auf, wenn alle beharrlich […]
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Beichthaus.com Beichte #00030625 vom 28.12.2012 um 14:49:22 Uhr in Berlin (Koserstraße 20) (63 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Mein Feuerwehrauto

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Dummheit Feigheit Kinder Weihnachten Berlin

Als Kind habe ich zu Weihnachten ein Feuerwehrauto mit Fernbedienung bekommen. Leider war es gar keins mit richtiger (Fern)bedienung, sondern mit einem Kabel zwischen dem Auto und der Steuerung. Die war etwa 1,5 Meter lang. Also musste man, um mit dem Auto zu fahren, immer hinterher laufen. Dies wurde mir dann nach wenigen Stunden schon am nächsten Weihnachtstag zu blöd. Ich beichte, dass ich als kleiner Junge dachte, aus der Fernbedienung eine Funkfernbedienung machen zu können, indem ich das Kabel durchschneide. Wer will denn auch schließlich immer hinter so einem Auto herlaufen müssen. Als ich merkte, dass das Auto nun gar nicht mehr fuhr, habe ich es schnell versteckt und angefangen, meine ebenfalls zu Weihnachten bekommenen Bücher zu lesen. Auf die Frage meiner Mutter, warum ich denn gar nicht mehr mit dem Feuerwehrwagen spiele, musste ich dann antworten, dass ich die Bücher so spannend finde und viel lieber lese, als mit dem Auto zu spielen. Damit meine Lüge nicht aufflog, habe ich dann die ganzen Ferien lang ein Buch nach dem anderen gelesen, nur, um nicht mit dem Auto spielen zu müssen. Immerhin dachte meine Mutter dadurch, dass ich schlau und wissbegierig sei und lieber lese, als mit Autos zu spielen.

Beichthaus.com Beichte #00030602 vom 20.12.2012 um 10:17:15 Uhr in Berlin (Bernauer Straße) (10 Kommentare).

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