Der Arzttermin

49

anhören

Ungerechtigkeit Gesundheit Familie Arbeit

Der Arzttermin
Ich (m/26) bin Abteilungsleiter der Programmierung mit mir zwei Untergebenen bei einer Firma, die Radiologie-Informations-Systeme herstellt. Das Klima in der gesamten Firma (12 Mitarbeiter samt Chef) ist sehr entspannt, man versteht sich. Der ideale Arbeitsplatz! Nun zu dem was mir auf der Seele liegt: Ich habe Remotezugriff auf alle Server unserer Kunden. Meine Mutter rief mich an, dass sie beim Arzt mit Verdacht auf Brustkrebs war. Sie rief bei vielen Radiologen an, jedoch war der nächste freie Termin in frühestens drei Wochen! Ich zögerte nicht lange und trug sie gleich bei dem besten Radiologen mit den besten Geräten in den Terminkalender und in die "Warteliste" ein. In den Datenbanktabellen habe ich alles händisch nachgearbeitet, sodass kein Verdacht auftritt. Am nächsten Tag um 8:00 Uhr hatte meine Mutter das Ergebnis, zwei Tage später Chemotherapie etc.. Man sagt ihr immer, dass sie glücklich sein kann, so schnell einen Termin bekommen zu haben, ansonsten hätte man die Metastasen nicht mehr in den Griff bekommen. Ich schäme mich nicht dafür jemandem mir nahestehenden geholfen zu haben, jedoch plagt mich mein Gewissen, ob nicht jemand anderes statt meiner Mutter diesen Termin gekriegt hätte und noch am Leben wäre!

Beichthaus.com Beichte #00028568 vom 26.01.2011 um 21:57:19 Uhr (49 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der Einkaufswagen Deal

21

anhören

Betrug Habgier Shopping

Im Alter von 12 hatte ich eine geniale Methode, mein Taschengeld aufzubessern: Mit einem Streichholz und etwas Geschick konnte man damals problemlos an den Einkaufswagen rankommen, auch ohne eine Mark einzuwerfen. Von außen war dann auch nicht auf den ersten Blick sichtbar, ob sich in dem Wagen eine Mark befindet oder nur ein Streichholz. Immer wenn ich für meine Mutter etwas einkaufen sollte, holte ich mir auf diese Weise einen Wagen - auch wenn es nur ein oder zwei Artikel waren - und begann meinen Rundgang durch den Supermarkt. Nach getanem Einkauf schob ich den Einkaufswagen nun natürlich nicht zurück in die Schlange, sondern bot ihn gleich einem anderen Kunden an, der sich gerade selbst einen Wagen holen wollte. Im Gegenzug bekam ich dann von ihm eine Mark, weil er ja davon ausging, dass sich in dem Einkaufswagen ebenfalls eine Mark befindet. Nach vollbrachter Tat hieß es natürlich "nichts wie weg!" bevor der Kunde mit seinem Einkauf fertig war und den Betrug bemerkte. Zu gern hätte ich manchmal das verdutzte Gesicht des gelinkten Kunden gesehen. Heute funktioniert der Trick leider nicht mehr, weil die meisten Leute benutzen ja heutzutage diese Einkaufschips anstatt einem Euro-Stück. Früher gab es die aber noch nicht und jeder, der einen Einkaufswagen wollte, brauchte daher unbedingt ein Mark-Stück. Die guten alten 90er.

Beichthaus.com Beichte #00028557 vom 23.01.2011 um 21:48:13 Uhr (21 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Groupie

34

Begehrlichkeit Wollust Stolz Last Night Medien Hamburg

Ich (w/25) war am letzten Wochenende in Hamburg im Theater bei einem Stück mit einem bekannten Ex-Telenovela-Darsteller. Nur seinetwegen war ich da und schon während der Vorstellung hat mich seine Anwesenheit wild gemacht. Nach der Vorstellung bin ich ihm in einen […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00028553 vom 22.01.2011 um 22:15:30 Uhr in Hamburg (Monsun Theater, Friedensallee 20) (34 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Laubschlacht

14

Gewalt Waghalsigkeit Schule

Als ich (m/20) in der zweiten Klasse war, habe ich eine Laubschlacht durch unfaire Mittel für mich entschieden. Das kam so: Wie immer im Herbst waren wir Zweitklässler-Jungs während der Hofpause in einem martialischen Gedankenspiel über große Kämpfe befangen, […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00028550 vom 21.01.2011 um 21:14:15 Uhr (14 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Jeden Dienstag 300 DM

27

anhören

Diebstahl Neid Habgier Schule Zwickau

Ich (m/25) möchte beichten, dass ich früher über Jahre hinweg in meiner Schule meine Mitschüler beklaut habe. Ich war damals nicht sonderlich beliebt. Ich kam als einziger in der Klasse nicht aus wohlhabendem Hause, während die anderen einen Luxus zur Schau stellten, von dem ich nur träumen konnte - Markenklamotten, immer die neuesten Handys und Accessoires - egal was, es war kaum draußen, einer von denen hatte es. Ich war zwar nicht arm, aber mit diesen arroganten Geldbeuteln auf Beinen konnte ich einfach nicht mithalten. Und nur aufgrund ihrer Kohle hielten diese Idioten sich für was besseres, grenzten mich aus und schikanierten mich an allen Ecken und Enden.


Aber nun zur Beichte: Unsere Schule hatte keine eigene Turnhalle und wir mussten immer zur Nachbarschule zum Sport. Ich kam immer früher wieder als die anderen und dann war meistens noch Unterrichtszeit. Da sich die Garderobe unserer Schule im Keller befand und befindet, ging ich dorthin um meine Tasche zu holen. Eines Tages bemerkte ich dabei all die Jacken, die vollkommen ungesichert in der Garderobe hingen (Garderobenschränke kamen erst später). Einige erkannte ich als die Jacken meiner ach so tollen Mitschüler. Da hakte irgendwas bei mir aus. Ehe ich wusste was los war, war ich schon an den Jacken dran und hatte sie systematisch durchforstet. Mir war in dem Moment eigentlich egal, was ich fand, ich wollte nur diese verdammten Schweine, die sich nur wegen ihres Geldes für was besseres hielten, bestrafen. Erst zu Hause habe ich meinen Fund gezählt und kam auf damals so etwa 300 DM - eine hübsche Summe.
Mit der Zeit machte es mir richtig Spaß, meine Mitschüler auszunehmen und zu schröpfen. Einmal die Woche, jeden Dienstag, habe ich, wenn ich vom Sportunterricht wieder kam, die Jacken der gesamten Schule durchforstet und das Bargeld an mich genommen. Ich entwickelte eine richtige Routine und wusste, bei wem was zu holen war und welche Jacke/Tasche ich getrost überspringen konnte. Da der Keller nur sehr schwach beleuchtet und außerdem sehr weitläufig ist, war es mir ein leichtes, mir da unten in der Dunkelheit die Taschen voll zumachen und mich in den Tiefen des Kellers zu verstecken, wenn doch jemand vorzeitig kam.


Jeder "Zug" brachte an die 300 DM, manchmal sogar mehr; entweder bemerkten meine Klassenkameraden vor lauter Geldscheißerei den Diebstahl nicht, oder er machte ihnen nichts aus. Jedenfalls waren die Jacken jede Woche voll mit Geld. Niemand hat mich je verdächtigt; wie ich schon sagte, hing da unten die Garderobe der gesamten Schule und dementsprechend häufig wurde der Keller von allen möglichen Leuten betreten. Und die hätten es alle sein können. Außerdem war jedes mal, wenn ich vom Sport wieder kam, noch Unterricht (so 10 - 15 Minuten, mehr als genug Zeit), was die Gefahr, erwischt zu werden, deutlich senkte. Auch konnte sich dadurch niemand auf die Lauer legen. Merkwürdig war nur: ich hatte zu der Zeit weder Geldsorgen noch wollte ich mir unbedingt was kaufen - genau genommen wusste ich mit der Kohle nicht mal richtig was anzufangen, da ich weder sonderlich ausging und auch nicht rauchte oder trank. Wahrscheinlich machte ich es aus Neid und weil ich mich vom Leben mies behandelt fühlte, ich weiß es nicht genau.

Beichthaus.com Beichte #00028540 vom 19.01.2011 um 18:26:34 Uhr in Zwickau (27 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“Folge