Die große Liebe nicht vergessen

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Ungerechtigkeit Verzweiflung Ex

Mit 15 Jahren habe ich (w/20) meinen ersten Freund in einer Kur kennengelernt. Da wir sehr weit auseinander wohnten, war es bereits vor Ort ein dramatisches Hin und Her, bis wir endlich zusammenkamen. Ich liebte ihn wie niemanden zuvor, ich liebte ihn mehr als mich selbst und ich tat alles für ihn. Nach unserer gemeinsamen Zeit in der Kur konnte ich ihn, nach vielen Diskussionen mit meinen Eltern und hart verdientem Geld, einmal besuchen. Wir schenkten uns beide unser erstes Mal. Die Zeit war die schönste meines Lebens. Da wir beide noch nicht volljährig waren, schafften wir es nicht mehr, uns zu besuchen und nach ein paar Monaten trennte er sich von mir. Ich fiel in ein tiefes Loch und konnte mich nicht mehr verlieben. Ich versuchte alles, um ihn wieder zu bekommen, doch da er so weit weg war, brachte es nicht viel und ich gab letztendlich auf. Nach einiger Zeit ließ ich mich auf einen anderen Mann ein. Er war älter, er hatte ein Auto und ich hoffte, meinen Ex damit eifersüchtig zu machen. Wir schrieben immer wieder mal, aber immer ging es von mir aus und nie sagte er etwas zu meinem neuen Freund. Ich versuchte, ihn zu vergessen und meinen neuen Freund lieben zu lernen, wobei ich bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit meiner großen Liebe Kontakt aufnahm. Ich vergaß nie, ihm zum Geburtstag eine Karte zu schicken oder ihn, augenscheinlich beiläufig, anzuschreiben.


Nach drei Jahren trennte ich mich von dem neuen Freund, um fair zu sein. Er war der liebste Mann, den ich kenne und es tut mir leid, dass ich ihm drei Jahre gestohlen habe, in denen ich ihn nicht lieben konnte. Danach schrieb ich meiner großen Liebe einen ewig langen Brief, dass ich ihn immer noch liebe und nie vergessen konnte. Er antwortete sehr nett darauf, aber er wollte nicht mehr von mir als eine Freundschaft. Ich habe viele Männer kennengelernt, aber mich nie mehr verliebt. Mittlerweile tue ich so, als würde mich das gar nicht interessieren, aber innerlich schmerzt es jeden Tag mehr. Ich beichte hiermit, dass ich seit fünf Jahren alle in meiner Umgebung belüge und ihnen nie erzählen werde, dass ich diesen Mann, den ich nicht mehr gesehen habe, seitdem ich 15 Jahre alt war, noch immer liebe. Ich bin total verzweifelt, da ich wahrscheinlich nie wieder für jemanden so empfinden kann. Außerdem beichte ich, dass ich immer noch total süchtig nach Informationen über ihn bin und seit fünf Jahren immer wieder heimlich seine Facebook-Seite einsehe.

Beichthaus.com Beichte #00030788 vom 12.02.2013 um 23:57:25 Uhr (24 Kommentare).

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Jugendliche abfüllen an Karneval

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Morallosigkeit Trunksucht Gesellschaft Köln

Ich muss etwas beichten, wofür ich mich sehr schäme. Und zwar bin ich, Mitte 30, an Karneval mit einer Freundin, ebenfalls in meinem Alter, feiern gegangen. Unterwegs kamen wir in Kontakt mit einem Teenager, der allein dastand und frustriert war, weil ihn seine Freunde versetzt hatten. Ich habe dem Jungen, der angab, 16 zu sein, daraufhin bestimmt acht Kurze ausgegeben, die er auch dankend annahm. Er ist dann auch mit uns weitergezogen. Wir waren ihm zwar sichtlich suspekt, da wir auch angetrunken waren, aber er hatte bestimmt auch keinen Bock, allein abzuhängen. Vielleicht fand er es auch cool, mit den "Großen" zu feiern. Unterwegs trafen wir dann Bekannte von ihm, die mit uns mitgingen und uns im Vertrauen mitteilten, dass er noch keine 16 sei. Aber es war eh schon alles viel zu spät - für ihn, nicht für uns. Als der Alkohol alle war, besorgte ich Nachschub an Likör und wir alle tranken, als gäbe es morgen nichts mehr. Die Teenies ließen sich nicht lange bitten und hielten wacker mit.


Und irgendwann brach der arme Junge auf einer Parkbank zusammen und übergab sich mehrfach, einmal sogar haargenau in die Tasche meiner teuren Jacke, treffsicher auf mein Handy. Ich habe ganz schön blöd geguckt, als ich dieses aus der Tasche nehmen wollte und plötzlich Kotze unter den Fingernägeln hatte. Ich passte noch auf, dass sein Kopf richtig lag und er nicht am Ende am Erbrochenen ersticken würde und versuchte, ihn zu beruhigen, aber er bekam echt nichts mehr mit. Schließlich stand er nach einer halben Ewigkeit auf, torkelte benommen zur nächsten Bank, legte sich dort nieder und erbrach sich erneut. Die anderen Jugendlichen machten voll die Panik, zwei Mädels heulten wie die Schlosshunde. Eines der Mädchen sagte sogar: "Hoffentlich kriegt der daheim keine Schläge, wenn die Eltern mitkriegen, wie blau der ist." Meine Freundin und ich haben dann die Ordnungshüter gesucht, die ungefähr 30 Meter entfernt Streife gingen. Wir machten ihnen höflich klar, dass ein Stück entfernt ein betrunkener Jugendlicher liegt, nach dem sie bitte sehen sollten und machten uns dann eilig davon. Ich schäme mich zu Tode dafür, dass ich den Jugendlichen mit einem gewissen Vorsatz abgefüllt habe - ich weiß echt nicht, was mich da geritten hat - und hoffe, dass der arme Junge nicht wirklich daheim Prügel bekommen hat.

Beichthaus.com Beichte #00030786 vom 12.02.2013 um 21:29:02 Uhr in Köln (Cäcilienstraße) (23 Kommentare).

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“Beichte

Hilfe bei der Hausarbeit

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Betrug Faulheit Studentenleben Neutraubling

Ich möchte hiermit beichten, dass ich einmal in der Uni nicht ehrlich war. Das Studium hat mir im Großen und Ganzen viel Spaß gemacht, aber es gibt eben Pflichtmodule, um die man nicht herum kommt und da war ein sehr langweiliges dabei. Wir haben Themen für eine Hausarbeit vorgegeben bekommen und schon das Seminar hatte mir keinen Spaß gemacht. Das Thema meiner Hausarbeit war sogar noch schlimmer. Ich hatte mir aus der Bibliothek Literatur besorgt und nachdem ich mich eine Stunde eingelesen hatte, dachte ich nur "um Gottes Willen und darüber sollst du jetzt 25 Seiten schreiben, das wird der Horror". Also habe ich im Internet nach ähnlichen Arbeiten gesucht und mir von einer Seite drei Hausarbeiten zu fast identischem Thema gekauft. Zum Glück war es ein Thema, über das es schon viele Arbeiten gab. Dann habe ich ein Word-Dokument geöffnet und mit dem Schreiben losgelegt. Ich bin alle drei Arbeiten immer Abschnitt für Abschnitt durchgegangen und habe mir aus den drei Texten einen eigenen gemixt und jeweils immer ein paar Umformulierungen gemacht, damit bei der Recherche des Professors kein identischer Text zu finden ist. Ich weiß, dass das nicht okay war und es tut mir leid. Es war auch nur bei der einen Hausarbeit, alle anderen habe ich wirklich ehrlich und selbst verfasst und die Bachelor Arbeit selbstverständlich erst recht.

Beichthaus.com Beichte #00030778 vom 11.02.2013 um 01:57:48 Uhr in Neutraubling (17 Kommentare).

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Regung in der Sauna

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Peinlichkeit Intim Schamlosigkeit Regensburg

Ich (m/31) hatte letzte Woche ein extrem peinliches Erlebnis in der Sauna. Seit drei Monaten nun gehe ich regelmäßig ins Schwimmbad, das auch einen Saunabereich hat. Natürich sauniere ich, wie alle anderen, nackt. Bisher bin ich aber immer nur an Tagen in die Sauna gegangen, an denen nur Männer hineingehen durften. Doch in besagter letzter Woche wollte ich unbedingt einmal in eine gemischte Sauna gehen. Als ich die Sauna betreten habe, war zunächst niemand drinnen. Aber schon nach zwei Minuten öffnete sich die Saunatür und es kam eine junge Frau herein mit Hammer Figur, alles so wie Mann es sich wünscht. Ich musste mich, ehrlich gesagt zusammenreißen, um nicht sofort einen Ständer zu bekommen. Doch mein kleiner Freund ließ sich nicht beruhigen. Hinzu kam, dass sich die besagte Frau auch noch breitbeinig hinsetzen musste. Am liebsten wollte ich abhauen, doch dann hätte sie meinen Ständer erst recht bemerkt. Nach einer gefühlten halben Stunde des Kampfes mit meiner Manneskraft, sah ich, wie die Frau auf einmal zwischen ihren Beinen herumfummelte. Bei genauerem Hinsehen erkannte ich, dass sie versuchte, sich ihr Intimpiercing herauszudrehen. Ich drehte mich wieder weg und hoffte, dass sie mich nicht gesehen hatte. Zu allem Überfluss meldete sich auch noch mein, spätestens jetzt nicht mehr kleiner, Lümmel zurück. Ich konnte nicht anders, ich stürmte aus der Sauna und band mir mein Handtuch während des Rausgehens um, das allerdings im vorderen Bereich eine starke Beule aufwies. Ob mich die Schöne mit ihrem Piercing noch gesehen hat, weiß ich nicht, das war mir dann aber auch egal. Doch als ich dann vor der Tür stand, bemerkte ich, dass ich mein Handtuch so umgebunden hatte, dass es vorne nur etwa drei Zentimeter überlappte und mein Lümmel recht lustig herauslugte. Dies entdeckten natürlich auch die Leute, die auch noch in meiner Nähe standen und es kam mir vor, als wenn sich schon ein Zuschauerkreis bildete. Die Reaktionen gingen von Kopfschütteln über Lachen zu neidischen Blicken. Da mir nun eh schon alles egal war, stolzierte ich eben so aus dem Saunabereich heraus, immer mit dem Lümmel voraus.

Beichthaus.com Beichte #00030777 vom 10.02.2013 um 14:58:24 Uhr in Regensburg (Albertus-Magnus-Straße) (34 Kommentare).

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Freitags Komasaufen

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Trunksucht Peinlichkeit Last Night Berlin

Freitags Komasaufen
Von meinem 16. bis 20. Lebensjahr war ich fast dauerblau. Zusammen mit einigen Kumpels gründete ich eine Art Jugendbewegung, die sich schnell über das ganze Land ausbreiten sollte. - Hat sie leider nicht getan. - Dennoch, der Name war Programm: FKS - Freitags Koma Saufen. Immer, bis nichts mehr ging. An einen Abend kann ich mich paradoxerweise noch recht gut erinnern. Wiedereinmal haben ein paar FKS-Anhänger und ich uns mit Wodka und Bier in rauen Mengen betrunken. Anschließend sind wir los, um zu feiern. Dies war allerdings durch den extremen Alkoholkonsum nicht mehr möglich, weshalb wir nach fünf Minuten mit den Köpfen zwischen unseren Knien auf der Straße kauerten und fast schliefen. Auf der anderen Straßenseite bewegte sich eine Menschentraube, was mir in diesem Moment absolut nicht in den Kragen passte. Also sprang ich auf und marschierte aggressiv fluchend auf sie zu, mit dem Ziel, gewalttätig zu werden. Nach drei Schritten verfiel mein Körper allerdings in eine Art Starre und ich konnte mich nicht mehr bewegen. Ich fiel also wie ein Brett mit dem Gesicht auf den Asphalt und schlief unter dem Gelächter der Anwesenden ein. Wie durch eine übermenschliche Eingebung war mir in diesem Moment alles so klar. Ich musste etwas ändern. Auch wenn es nicht einfach war, aus der wöchentlichen Routine raus zu kommen, habe ich es dann doch geschafft. Auch dank meiner Freundin, die freitags immer auf mich aufpasste. Noch heute, fünf Jahre danach, klingelt Freitagabend ab und zu noch das Telefon und jemand von der alten Brigade lallt "Hey Alter, komm doch mal wieder rüber! Wir haben 20 Sixpacks im Kofferraum!" Ich fühle mich irgendwie alt, aber die verschwommenen Erinnerungen an damals beleben noch immer meinen Geist.

Beichthaus.com Beichte #00030773 vom 08.02.2013 um 15:07:11 Uhr in Berlin (Senftenberger Ring) (19 Kommentare).

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