Das Kind auf den Gleisen

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Aggression Gewalt Bahn & Co. Freiburg

Ich war letztens an einem Bahnhof und habe auf den Zug gewartet. Vor mir sehe ich ganz dicht am Bahnsteig einen kleinen Jungen stehen - schätzungsweise 3-4 Jahre, der am Bahnsteig rumgeturnt hat. Seine Mutter war mit ihrem Handy beschäftigt und es hat sie scheinbar auch gar nicht interessiert, was ihr Kind macht. Als dann der ICE kam, der hier nur durchfährt und nicht hält, ist der Kleine ans Gleis und hat sich weit rausgelehnt um den Zug zu sehen. Der Zug war vielleicht noch 20 Meter weg. Ich habe die Situation zum Glück schnell erkannt und den Jungen geistesgegenwärtig am Arm gepackt und mit Wucht von der Bahnsteigkante weggezogen, sonst wäre er vom Zug erfasst worden. Von den übrigen Passanten hat sich auch keiner interessiert, die haben alle auf ihr Handy gestarrt.

Natürlich hat er direkt das Heulen angefangen, nachdem ich ihn so wuchtig gezogen habe und sofort kam seine Mutter angerannt und hat mich lautstark beschimpft, was ich mit ihrem Kind mache und ob ich ein Pädophiler wäre. Ich habe ihr die Situation erklärt, aber sie wollte sich nicht beruhigen und meinte sie zeige mich an, ich hätte ihr Kind verletzt und so weiter. Ich bin dann einfach gegangen und habe sie weiterblubbern lassen. Nur eine kleine Notiz an mich: Wenn ich wieder einmal in so einer Situation bin, lieber nicht helfen, sondern Handy rausholen. Dann erspart man sich eine Menge Ärger.

Beichthaus.com Beichte #00041082 vom 14.03.2018 um 13:44:04 Uhr in Freiburg (28 Kommentare).

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Wir sind keine Nazis!

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Ungerechtigkeit Hass Gesellschaft

Ich hasse es, dass wir Deutschen (gerade die jüngsten Generationen) noch immer als Nazis dargestellt und beleidigt werden. Meistens kommen diese Äußerungen von ungebildeten Migranten aus der Unterschicht, deren eigenes Land wahrscheinlich froh ist, sie los zu sein. Generell können wir Deutschen es Anderen nie recht machen, sobald ihnen etwas nicht passt, wird versucht uns als böse Nazis darzustellen und uns damit ein schlechtes Gewissen zu machen. Leider zieht dieses Argument sowohl in der Bevölkerung als auch in unserer Regierung. Wieso sonst schieben wir anderen Ländern und Menschen Gelder in Milliardenhöhe zu, ohne je eine angemessene Gegenleistung, oder gar ein Dankeschön zu erhalten? Stattdessen wird sich reumütig beim gefallenen N-Wort zurückgezogen und alles Gesagte bedingungslos akzeptiert.

Wieso muss ich mir als junge Frau, deren Vorfahren während des zweiten Weltkriegs noch nicht einmal in Deutschland lebten, so etwas gefallen lassen? Und wieso stehen Deutschlands Kriegsverbrechen ständig im Vordergrund, während Nationen wie die USA mindestens genauso viele Menschen auf dem Gewissen haben? Außerdem haben wir Deutschen schon genügend Reue gezeigt, zumal ein Großteil der Verantwortlichen schon tot ist. Wie viele unschuldige Generationen müssen noch büßen, ohne überhaupt Teil der Abscheulichkeiten gewesen zu sein?

Ich bin dankbar, dass Deutschland unserer Familie ein so schönes Leben beschert hat und verachte Menschen, die mein Volk grundlos beleidigen, aber selbst als erste nach Diskriminierung schreien, sobald man sich negativ gegen sie äußert und immer brav die Hand aufhalten, wenn es etwas umsonst gibt. Wir müssen endlich anfangen Menschen den Geldhahn zu drehen, die unsere Großzügigkeit nicht zu schätzen wissen! Und auf jede nicht gerechtfertigte Beleidigung aufgrund unserer Nationalität muss solange Kontra folgen, bis jede/r versteht, dass wir keine bösartigen Nazis, sondern ein genauso freundliches Volk, wie jedes andere auch, sind.

Am meisten wünsche ich mir jedoch, dass die Welt endlich erkennt, wie sehr sich Deutschland in all den Jahrzehnten gewandelt und wie wenig es mit dem Land aus dunklen, vergangenen Tagen zu tun hat. Auch wünsche ich mir, dass im Geschichtsunterricht auch die guten Erungenschafften der Deutschen angesprochen werden und wir wieder stolz auf unser Land (aus internationaler Sicht) sein dürfen. Und mir ist es ganz ehrlich egal, wenn ich für mein Geschriebenes als recht eingestuft werde, da mir bewusst ist, dass dem nicht so ist.

Beichthaus.com Beichte #00041074 vom 12.03.2018 um 15:58:01 Uhr (47 Kommentare).

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Die verwöhnte, reiche Ehefrau

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Ignoranz Zorn Gesellschaft Vorurteile München

Seit einiger Zeit brennt mir (w) etwas haushoch auf der Seele. Ich treffe immer wieder auf Menschen, welche mich mit ihrer prahlerischen und wichtigtuerischen Art total abschrecken. Dieses Protzige und Hochnäsige ist so widerlich und es zerstört jegliche Sympathie, die ich zuvor gegenüber einem Menschen empfunden habe. Was mich besonders bedrückt, ist die Familie des Geschäftspartners meines Vaters. Ich kann nicht präzise genug beschreiben, wie sehr mich diese Familie echauffiert. Um zu erklären: Mein Vater hat mit diesem Mann, welcher mit einer Frau verheiratet ist und zwei Kinder hat, ein Unternehmen gegründet, welches sehr erfolgreich ist. Ist eigentlich etwas Schönes, dennoch komme ich mit dieser Familie einfach überhaupt nicht zurecht.

Die Frau, welche selbstverständlich immer Designerkleidung, das Feinste vom Feinsten und das Beste vom Besten haben muss, ist eine intrigante, opportunistische und manipulative Diva. Sie kommt sich so unfassbar intelligent vor, was sie definitiv nicht ist und mischt sich in jede Kleinigkeit ein. Es kommt immer wieder vor, dass sie irgendwelche sinnlosen Informationen, welche sie aus bildungsresistenten und dubiosen Internetseiten aufgenommen hat, verbreitet und sich dabei so reich bewandert und hochgebildet apperzipiert. Sie hat tatsächlich gerade einmal ihre Berufsschule hinter sich gebracht und lebt einzig und allein vom Gehalt ihres Mannes. Natürlich findet es diese Frau ausgerechnet deswegen auch vollkommen normal über Arbeiter aus der "Low class" herzuziehen und sie (teilweise öffentlich) zu demütigen.

Wie zuvor erwähnt gibt es in dieser Familie zwei Kinder, welchen meiner Meinung nach etwas Erziehung nicht schaden würde. Die kleinen Kinder sind extrem verwöhnt, asozial und egoistisch. Man muss ihnen einmal erwähnen, dass man einen schönen Tag hatte oder dass man sich etwas Neues gekauft hat und im Nullkommanichts machen sie dir das Leben zunichte - und das allein aufgrund ihrer Missgunst. Im Übrigen hat die Mutter für ihre Kinder sowieso nie Zeit, da sie ja so gestresst ist und alle paar Tage zur Massage, Maniküre, Pediküre etc. muss. Der Mann ist zwar ein Netter, jedoch lässt er sich von seiner Frau sehr stark ausbeuten und negativ beeinflussen, was ihn wiederum zu nichts Besserem macht.

Ich könnte mich wirklich stundenlang darüber aufregen, aber ich möchte nicht all meine Nervenzellen absterben lassen. Vielleicht kommt es manchen so vor, als sei ich selber auf diese Frau in irgendeiner Art und Weise eifersüchtig, weil sie mit minimalem Aufwand alles bekommt was sie will, aber dem ist nicht so. Ich verstehe nicht, dass man gewisse Sachen einfach nicht zu schätzen weiß - und noch schlimmer - sich selbst über eine andere Person stellt, obwohl man im Grunde genommen selber ein "Nichts" ist.

Ich persönlich weiß aus meiner Kindheit wie es ist, wenig zu besitzen, auf jeden Cent zu achten und blöd angeschaut zu werden, weil man nicht viel besitzt. Meine Familie war damals wirklich arm und es war gewiss schwierig, sich in einem neuen Land gut und sicher einzuleben, einen Neustart zu wagen und sich alles ohne Hilfen aufzubauen. Die damaligen finanziellen Probleme beeinflussten zudem so vieles andere, wie auch beispielsweise die Beziehung meiner Eltern, gefolgt von gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen ihnen usw. Meine Kindheit war nicht die wohltuendste, aber sie hat mich stark geprägt und einerseits bin ich auch froh darüber. Jetzt habe ich zwar alles, was ich mir damals erträumt hatte, aber ich werde es sicherlich nie jemandem unter die Nase reiben oder in irgendeine Art bewusst angeben.

Meine Beichte ist schlussendlich, dass ich mir schon fast wünschen würde, dass die Familie ihr blaues Wunder erlebt und sich für ihren Charakter und Verhalten an die Nase greift. Sie sollen einfach realisieren, wie sehr sie ihren Lifestyle zu schätzen wissen sollten.

Beichthaus.com Beichte #00041064 vom 10.03.2018 um 20:04:57 Uhr in München (12 Kommentare).

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Unser Sohn ist krank und will nicht in die Kita

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Ignoranz Mutter Kinder

Ich beichte, dass mein Mann und ich definitiv heute die Auszeichnung für die dümmsten Eltern des Tages verdient haben. Mein Mann arbeitet von zu Hause aus und ich bin gerade in Elternzeit. Unser mittlerer Sohn war gestern Abend sehr weinerlich und sah krank aus und wollte heute morgen nicht in die Kita, weswegen wir ihn heute lieber zuhause behalten haben. Er wirkte dann aber vormittags wieder topfit und langweilte sich, weswegen ich meinem Mann gegenüber die Idee äußerte, dass ich ihn später eventuell mitnehmen könnte, wenn ich unseren ältesten Sohn von der Schule abhole, damit mein Mann in Ruhe weiterarbeiten kann.

Mein Mann arbeitete wie immer in seinem Arbeitszimmer und ich spielte mit unserem Baby und unserem mittleren Sohn im Wohnzimmer. Nachdem unser Sohn ein bisschen ferngeguckt hatte, schlief er jedoch auf der Couch ein, obwohl er nie Mittagsschlaf hält. Da das ein Zeichen war, dass er wohl doch nicht so topfit war, entschloss ich mich, ihn weiterschlafen zu lassen und ihn nicht zum Abholen mitzunehmen. Mein Mann hatte sich zwischendurch noch einmal nach seinem Befinden erkundigt und ich hatte ihm geschrieben, dass er auf der Couch schläft und sich wohl doch nicht so wohlfühle.

Ich ging also nur mit unserem Baby den Großen abholen. Auf dem Rückweg liefen wir an einem Supermarkt in der Nähe des S-Bahnhofes meinem Mann über den Weg, der dort gerade ein paar Sachen einkaufen gewesen war. Ich fragte ihn, wo denn unser Sohn sei, woraufhin er sagte, er dachte, ich hätte ihn mitgenommen. Es stellte sich heraus, dass er immer noch davon ausgegangen war, dass ich unseren kranken Sohn mitnehmen würde, während ich dachte, es sei klar, dass ich ihn nicht mitnehmen würde. Zudem hätte ich nicht gedacht, dass er ihn auf der Couch übersehen würde. Wir rannten also panisch nach Hause, wo der Kleine uns weinend auf dem Boden sitzend erwartete mit den Worten: "Wo wart ihr? Ich war ganz alleine!" Ich werde dieses Bild nie vergessen und es hat mir ihn dem Moment das Herz gebrochen. Ich könnte mir selbst dafür in den Hintern beißen und werde wahrscheinlich mein Leben lang ein schlechtes Gewissen deswegen haben. Ich beichte, dass wir ein dreijähriges Kind über eine halbe Stunde lang alleine zu Hause gelassen haben, weil wir zu doof zum Kommunizieren sind.

Beichthaus.com Beichte #00041056 vom 08.03.2018 um 23:02:12 Uhr (12 Kommentare).

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High auf Hartz IV

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Drogen Faulheit Arbeit Dülmen

Ich bin 24 und beziehe Hartz Vier. Ich habe 2016 als Jahrgangsbester das Abitur bestanden (1,4) und habe es danach im Psychologiestudium versucht, völlig erfolglos. Der Druck machte mich vollkommen fertig, so dass ich im September 2017 (nach einem Lebenslauf-Alibi-Praktikum und 2 Monaten Hartz 4) in eine ambulante psychotherapeutische Behandlung ging. Jetzt mache ich seit November eine Jobcenter-Maßnahme, Metallwerkstatt. Ich bin dort mit Wirtschaftsflüchtlingen, und einigen ziemlich liebenswerten, frustrierten, arbeitslos gewordenen Menschen und friste mein Dasein. Die letzten zwei Monate war ich dauer-high, heute ist der erste Tag ohne Gras.

Ich habe nicht wirklich einen Plan für meine Zukunft, streite mich jeden Tag mit meiner Freundin (die ebenfalls Hartz 4 bezieht - seit etwa sieben Jahren), bin gerade in der Entgiftungsphase des Cannabis (welche bei mir immer mit Depressionen verbunden ist). Und das beste kommt jetzt: Mein einziger Plan ist das Studieren einer Geisteswissenschaft. Ich bin mittlerweile so weit, dass es mir sogar egal wäre, wenn ich nach dem Studium wieder Hartz 4 beziehen muss. Ich gestehe, dass ich dieses System seit meiner Kindheit aus tiefstem Herzen verachte, und nicht wirklich Reue darum fühle, vom Staat zu leben, wenn es Bundestagsabgeordnete gibt, die freilich für eine einzige Unterschrift ein sattes Gehalt absahnen, um danach in ihr Hotelzimmer zurückzufahren, statt an der Sitzung teilzunehmen, um sich von Prostituierten oral verwöhnen zu lassen. Ich gestehe, dass ich meine Freundin langsam aber sicher zu hassen beginne, denn sie hat trotz ihrer 30 Jahre die Haltung eines streitsüchtigen Kindes, und ich gestehe, dass ich bestimmt noch viel mehr beichten könnte, es aber vergessen habe, weil ich in den letzten Wochen zu viel gekifft habe.

Beichthaus.com Beichte #00041051 vom 07.03.2018 um 17:51:04 Uhr in Dülmen (24 Kommentare).

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