Vorurteile gegenüber Vornamen

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Vorurteile Gesellschaft Arnstorf

Ich beichte, dass der Vorname eines Mannes für mich einen Einfluss auf seine Attraktivität hat. Wenn ich zum Beispiel von einem Typen höre, der Alfons heißt, stempele ich ihn - ohne ihn gesehen zu haben - für immer als einen Loser ab. Wenn ich dann bei unserer ersten Begegnung sehe, dass er total gut aussieht, bleibt mir immer dieses "Loser" im Hinterkopf. Andersherum ist es genauso. Wenn ich einen gut aussehenden Typen treffe, dann aber erfahre, dass er Ulf heißt, dann finde ich ihn nicht mehr so attraktiv. Am schlimmsten sind Namen wie Jörg und Björn, die wie Kotzgeräusche klingen. In Comics würden die doch gut in die Sprechblase passen, wenn jemand kotzt. Und diese grässlichen norddeutschen Namen wie Hauke, Sönke und Schlimmeres. Es tut mir leid, dass ich solche Vorurteile habe, aber ich kann das einfach nicht abstellen.

Beichthaus.com Beichte #00030691 vom 17.01.2013 um 18:29:27 Uhr in Arnstorf (35 Kommentare).

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Der ekelhafte Mitbewohner

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Ekel Hass Unreinlichkeit WG Berlin

Ich (w) hasse den Mitbewohner meines Freundes. Wir sind beide 20, der Typ ist 24. Ich würde ihn nicht mal als kindisch beschreiben, sondern einfach als unzivilisiert. Da ich mich in meiner WG nicht wirklich wohl fühle und ich auch anderweitig Probleme habe, bin ich oft bei meinem Freund, auch mal mehrere Tage hintereinander. Dementsprechend muss ich diesen Penner von Mitbewohner ertragen. Er schafft es, grundsätzlich nie das Licht auszuschalten. Dauernd brennt irgendwo sinnlos tagelang Licht oder er lässt den Fernseher, den PC und einen Ventilator einfach laufen, während er den ganzen Tag unterwegs ist. Wenn er sich seine Haare von seinem Kopf rasiert, liegen diese dann stunden- oder tagelang auf dem Badezimmerfußboden. Einmal hat er sie ins Klo geworfen, ohne zu spülen und die Haare waren schwarz und gekräuselt. Ich dachte, ich muss kotzen. Und was eine Klobürste ist, weiß er anscheinend auch nicht. Manchmal vergisst er übrigens auch dabei, zu spülen. In der Küche geht das Chaos weiter. Der werte Herr befindet es nämlich nicht für nötig, leere Wurst- und Käsepackungen, Joghurtbecher, Milchtüten und so weiter in den Mülleimer zu werfen. Er wirft sie einfach neben den Kühlschrank. Außerdem ist für ihn die ganze Welt ein riesiger Aschenbecher. Wieso den Aschenbecher also ausleeren, wenn man in Tassen, Schüsseln und Ähnliches aschen kann? Überall hinterlässt er seinen Dreck. Ich habe neulich unter einem Blumentopf ein Brotmesser voller angetrocknetem Pflanzenfett hervorgezogen. Allgemein betrachtet er den Blumentopf als Ablagemöglichkeit. Ich habe da drin schon Besteck, Geschirr, Deckel von Katzenfutterdosen und Zigarettenstummel gefunden. Und nur, um es zu verdeutlichen: In diesem Blumentopf ist Erde und eine Pflanze.


Wenn wir den Geschirrspüler einräumen, gehen wir in sein Zimmer, um das Geschirr zu suchen, das vor Wochen irgendwann mal verschwunden ist. Was wir dabei manchmal finden, ist schon nicht mehr nur eklig, sondern abartig. Seine Katze ist total durchgedreht. Sie rennt in einem Affenzahn von einem Punkt zum anderen, ist nur am maunzen und niest sich halbtot und dieser Typ bringt sie nicht mal zum Tierarzt, oder macht auch nur regelmäßig ihr Klo sauber. Und dann wundert er sich noch, dass sie ihm irgendwann aufs Bett scheißt. Er selbst stinkt bestialisch. Sobald er den Flur lang kommt, riecht man, dass er da war. Seine ekligen Schweißfüße machen mich wahnsinnig. Überall klebt der Boden und in seinem Zimmer ist der Kreis um seinen Drehstuhl herum komplett schwarz auf hellen Dielen. Beim Zocken schreit er immer so laut herum, dass wir nicht schlafen können und von so etwas wie Rücksichtnahme hat er sowieso noch nie was gehört. Weil mein Freund jemand ist, der grundsätzlich alles verdrängt und es einfach erträgt um Streit zu vermeiden und ich persönlich mich als Gast nicht in der Rolle sehe, hier irgendwelche Ansprüche zu stellen - obwohl ich schon oft genug gemeckert habe und ausgerastet bin -, räche ich mich mit Kleinigkeiten. Lässt er sein Handtuch mal wieder zusammengeknüllt in der Badewanne liegen, dann ist es binnen Sekunden klatschnass. Liegt sein T-Shirt mitten im Flur, trete ich mit den Straßenschuhen aus Versehen darauf. Latsche ich in einen Katzenfutterdeckel, der aus unerfindlichen Gründen auf dem Boden liegt, dann schmeiße ich ihn in seine Glaskanne, in der er sich immer Krümeltee macht. Neulich habe ich einer Freundin einen Gegenstand von ihm geschenkt, der mich schon seit Wochen genervt hat, weil er in der Küche herumlag und als er dann fragte, wo der Gegenstand sei, habe ich noch ganz scheinheilig beim Suchen geholfen. Wenn Lebensmittel von uns schon abgelaufen sind, dann jubele ich sie ihm großzügig unter. Ich kippe Salz in seinen Krümeltee, ich stecke die Friteuse aus, wenn er sie mal wieder benutzt, was so viel bedeutet wie: er saut die ganze Arbeitsplatte mit Fett ein, das er nie wegwischen wird, und und und. Da ich ihn nicht töten darf, muss ich mich an diesen kleinen Gemeinheiten erfreuen, bis er jetzt im Februar endlich auszieht. Ich weiß, dass diese kleinen Aktionen total kindisch sind, aber Reden hilft nicht und irgendwie kann ich es so besser ertragen.

Beichthaus.com Beichte #00030689 vom 17.01.2013 um 13:44:07 Uhr in Berlin (Zelterstraße) (37 Kommentare).

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Gespräch

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Peinlichkeit Intim Bahn & Co. Hamburg

Gespräch
Heute saß ich (m) im Bus und hörte zwei jungen, sehr attraktiven Frauen zu, wie sie sich auf russisch unterhielten. Dazu muss ich anmerken, dass russisch zwar meine Muttersprache ist, ich aber, aufgrund meiner schwarzen Haare und meiner etwas dunkleren Haut, überhaupt nicht russisch aussehe. Auf jeden Fall haben das wohl auch die zwei Frauen gedacht und da die anderen Passagiere des Busses ebenfalls nicht russisch aussahen, hatten sie keine Scheu, sich, nicht gerade zurückhaltend, über den Dreier vom letzten Wochenende zu unterhalten. So erfuhr ich so allerlei interessante Sachen und, kurz bevor ich ausstieg, ging ich zu ihnen herüber und fragte sie auf deutsch etwas lauter, ob ich denn bei ihrem nächsten Dreier auch dabei sein dürfte. Damit erregte ich die Aufmerksamkeit von nahezu allen Mitfahrern, es waren keine Kinder anwesend, und es war ihnen so peinlich, dass sie vor Scham wohl am liebsten die Fenster eingeschlagen hätten und während der Fahrt herausgesprungen wären. Also beichte ich hiermit, dass ich zwei Personen wohl den peinlichsten Moment ihres Lebens beschert habe. Ich würde es immer wieder tun, nur um diese Gesichtsausdrücke noch einmal zu sehen.

Beichthaus.com Beichte #00030688 vom 16.01.2013 um 23:54:30 Uhr in Hamburg (Fruchtallee) (29 Kommentare).

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Katze auf der Herdplatte

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Boshaftigkeit Tiere

Meine Freundin und ich sind gerade zusammengezogen. Mitgebracht hat sie ihre kleine Katze. Als diese besagte Katze ihr Geschäft auf das Sofa verrichtet hatte, habe ich die Herdplatte angemacht und nach meiner Freundin gerufen. Meine Freundin kam dann in die Küche und was sie da sah, erschreckte sie doch sehr. Ich hielt ihre kleine Katze nur ein paar Zentimeter über der schon feuerroten Platte und sagte meiner Freundin, die Katze hätte in die Wohnung gemacht. Das hätte jetzt Konsequenzen. Daraufhin ließ ich die Mietze einfach auf die Platte fallen. Meine Freundin schrie wie am Spieß, die Katze nicht. Ich habe nämlich einen Induktionsherd. Ich gebe zu, das Ganze war schon ein bisschen krank. Aber meine Freundin wusste noch nicht, dass ich einen Induktionsherd habe. Ich wollte sie deshalb sowieso noch erschrecken und diese Situation war einfach perfekt.

Beichthaus.com Beichte #00030680 vom 14.01.2013 um 23:25:33 Uhr (35 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Arbeitsaufwand gleich Arbeitslohn

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Faulheit Morallosigkeit Arbeit Salzburg

Ich beichte, dass ich schon seit geraumer Zeit nicht mehr wirklich arbeite. Statt mich um Aufgaben zu kümmern, die ich sowieso nie bekommen würde, mache ich es mir bequem und verbringe die Zeit mit Solitär und anderen Windows-Spielen, die unser dummer Arbeitgeber auch noch vorinstalliert gelassen hat. Ich bin Azubi, verdiene einen mittleren dreistelligen Betrag pro Monat und bekomme immer wieder gesagt, dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind. Also sollen sie sich nicht wundern, wenn ich die Arbeitsintensität an meinen Arbeitslohn anpasse. Übrigens: 12 Stunden pro Tag gehen dennoch für die Arbeit drauf, zwei Stunden pendeln inklusive.

Beichthaus.com Beichte #00030678 vom 14.01.2013 um 20:01:15 Uhr in Salzburg (11 Kommentare).

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