Endlich Führerschein

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Auto & Co. Eitelkeit Bahn & Co. Berlin

26 Jahre habe ich es geschafft auf den Führerschein zu verzichten. Seit ich 12 bin nutze ich die öffentlichen Verkehrsmittel quasi täglich. Aus ökologischen Gründen sollte ich das weiterhin so tun. Tut mir leid liebe Erde, nun ist Schluss. Ich mache jetzt meinen Führerschein und kaufe mir sofort ein Auto, wenn ich den Lappen in der Hand habe. Ich ertrage die öffentlichen Verkehrsmittel nicht mehr. Ich ertrage dieses asoziale Pack nicht mehr. Die einen fressen ohne Rücksicht auf Verluste (bestes Beispiel sind diese arabischen Nüsse, deren Schalen bergeweise auf die Böden geschmissen werden), die anderen bewegen ihr Sitzfleisch nicht, wenn eine ältere Person sitzen möchte, andere wiederum blöken Bus- und Bahnpersonal an, als wären sie der König von Deutschland. Es gibt Leute, die stinken wie eine Müllentsorgungsanlage, es gibt Leute die telefonieren so laut, dass eine Telefonverbindung gar nicht notwendig wäre. Danke und bitte sind Fremdwörter für den Großteil der Pendlerbevölkerung und zu allem Überfluss friere ich mir dauernd den Allerwertesten ab, weil die Beförderungsmittel kommen wie sie lustig sind. Ich kann wirklich eine Menge schlucken, aber wenn ich nicht spätestens in 5 Monaten hinter meinem eigenen Lenkrad sitze, kann ich für nichts mehr garantieren. Verzeiht mir.

Beichthaus.com Beichte #00041712 vom 14.01.2019 um 15:46:53 Uhr in Berlin (12 Kommentare).

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Mais!

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Manie Studentenleben Ernährung Bremen

Ich (w/25) esse seit genau einer Woche jeden Abend eine ganze Dose Mais pur und bereue, dass ich die Geilheit von Mais nicht schon früher erkannt habe. Ich finde es einfach zu süß, wenn ein Maiskorn vom Löffel wieder zurück zu den anderen in der Dose fällt. Manchmal gebe ich selbst einen kleinen Schubs, damit das passiert und rede dann gerne mit den Körnern darüber, wie frech sie sind, mir entbüchsen zu wollen. Ich sage Sachen wie "Du Schlingel! Nagut, dann aber nächste Runde!" oder "Hab ich dich erwischt!". Mein Mitbewohner hat mich schon gefragt, mit wem ich rede, und ich habe nur vergnügt gelacht. Generell gefällt mir an Mais übrigens sein Geschmack am besten, die Farbe ist aber auch nicht schlecht. Morgen kaufe ich mal eine Dose Mais von der Marke die nicht NEIN! ist und schaue, ob sie dem Biomais in sämtlichen Rubriken standhalten kann. Oh ja, dann wird eine Bewertungstabelle erstellt! Ich bin so froh, dass ich letzten Sonntag nur noch eine Dose Mais zu essen da hatte, sonst hätte ich nie damit angefangen.

Beichthaus.com Beichte #00041705 vom 06.01.2019 um 22:52:45 Uhr in Bremen (12 Kommentare).

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Verheiratet mit 19

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Verzweiflung Partnerschaft Berlin

Ich (w/19) bin gerade zu dem Entschluss gekommen, dass ich mir mein eigenes Leben komplett und gänzlich verbaut habe. Kurz vor meinem Abi lernte ich durch meinen Nebenjob in einem Café einen Mann kennen. Wir plauderten ab und zu und mir gefiel es, plötzlich von einem Wildfremden so viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Irgendwie fand ich ihn schön anzusehen, obwohl er sichtlich älter ist. Er ist nämlich 46, hat keine Kinder und ist geschieden. Ich war 17 als wir Nummern austauschten. Das störte mich aber nicht im Geringsten. Wir fingen an zu texten, zu telefonieren, uns zu treffen, und es fühlte sich gut an. Ich verliebte mich dann in ihn, und er sich in mich. Er war unheimlich zuvorkommend, spendabel und ist ein durchaus gutaussehender Mann.

Jetzt, nach meinem Abitur, sind wir also frisch verheiratet. Jegliche Freunde und Familienmitglieder rieten mir ab, mich auf ihn einzulassen. Ich brach mit jenen Freunden also schnurstracks den Kontakt ab, da ich nicht wollte, dass sie mir in mein Leben hineinreden. Ich wollte eigentlich studieren, eine eigene Bude haben und so weiter. Ich bin direkt von meinen Eltern mit meinem Mann zusammengezogen. In gewisser Hinsicht fühle ich mich komplett unvorbereitet auf das Leben als Ehefrau (Ehefrau, mit 19!) und fühle mich irgendwo noch etwas kindlich und unerfahren. Vielleicht hat ihn genau das so angezogen.

Jetzt, wo die rosarote Brille langsam an Farbe abnimmt, fällt mir plötzlich auf, dass wir inkompatibel sind. Wir haben keinerlei gemeinsame Interessen. Wir kommen aus zwei verschiedenen Zeiten. Er verbietet mir zu studieren oder zu arbeiten, weil er nicht will, dass ich mich "überarbeite", denn er erwartet von mir, dass ich den Haushalt führe und mich um unsere zukünftigen Kinder - die er alleine geplant hat, ohne meine Meinung einzuholen - kümmere. Er ist ein hohes Tier bei der Polizei und arbeitet oft und gerne, deshalb habe ich zwar keine Geldsorgen, aber was ist mit meinem persönlichen Wachstum? Studium? Reisen? Das gibt es nicht mehr. Ich liebe ihn, ich verstelle mich nicht, wenn er da ist, aber wie soll ich mit einem Mann umgehen, der mir nicht zuhört, mein Leben ohne mich plant und fast schon wie ein Elternteil agiert?

Meine Familie hört meinen Sorgen mittlerweile gar nicht mehr zu, denn sie haben mich von vorneherein schon vor genau dieser Situation gewarnt, und jetzt sagen sie, dass ich selber schuld bin. Aber bin ich schuld an meinem eigenen Unglück, weil ich einen Mann liebe und geliebt habe und ihm demnach auch vertraut habe? Jetzt sitze ich hier, habe niemanden, der mir helfen kann, höre traurige Musik und weine. Ich bitte um Vergebung, dass ich so dumm bin und war, und auch um Ratschläge und ein offenes Ohr.

Beichthaus.com Beichte #00041704 vom 04.01.2019 um 23:20:54 Uhr in Berlin (Steglitz) (21 Kommentare).

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Kleinkind alleine gelassen

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Waghalsigkeit Kinder Zeven

Als ich mit 18 einmal nachts auf zwei Kinder aufgepasste, habe ich diese für etwa eineinhalb Stunden allein gelassen. Währenddessen habe ich meine besoffene Freundin von einem Date abgeholt und nach Hause gefahren, da sie kein Taxi bekommen konnte. Ich wollte einfach eine gute Freundin sein und habe mir gedacht, dass die Kinder ja sowieso schlafen und ich nicht lange weg sein werde. Ich bin jetzt 25 und fühle mich bis heute schlecht deswegen, wenn ich mir vorstelle, dass die Kleinen aufwachen und mich nicht finden können. Was alles hätte passieren können! Ich finde, dass ich sehr verantwortungslos gehandelt habe und schäme mich sehr dafür. Auch, weil die Familie immer so herzlich und gütig zu mir ist und mir vertraut hat. Manchmal frage ich mich, ob sie es mitbekommen haben, weil sie eine Kamera in der Garage haben.

Beichthaus.com Beichte #00041694 vom 30.12.2018 um 18:25:44 Uhr in Zeven (5 Kommentare).

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Affäre mit einem 30 Jahre älteren Arbeitskollegen

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Begehrlichkeit Kollegen

Ich (w/26/verheiratet) habe eine seltsame Beziehung mit einem ebenfalls verheirateten, 30 Jahre älteren Arbeitskollegen, die irgendwie nicht ganz einzuordnen und etwas grenzwertig ist. Er ist so alt wie mein Vater, aber wir verstehen uns extrem gut und sind vollkommen auf einer Wellenlänge. Ich kann mit ihm besser reden als mit vielen in meinem Alter. Er kommt mir nicht so vor, wie die anderen Männer in seinem Alter, er wirkt geistig viel jünger. Wir können uns stundenlang unterhalten und es ist immer anregend und toll, wenn wir reden. Wir sind wie Seelenverwandte. Irgendwie ist da auch eine aufregende, tiefe Romantik dabei und unsere Beziehung ist emotional sehr eng. Ich fühle mich ihm sehr nahe und verbringe gerne Zeit mit ihm. Ich habe manchmal Sehnsucht nach ihm, denke viel an ihn und freue mich immer sehr darauf, ihn zu sehen. Ihm geht es genauso. Aber ich hatte nie das Bedürfnis, mit ihm auf sexueller Ebene körperlich zu werden. Ich würde ihn nicht gerne küssen und ich finde ihn auch für mich körperlich nicht anziehend, obwohl er für sein Alter attraktiv ist und jünger aussieht, als er ist. Das Komische ist, dass wir aus ganz unterschiedlichen Welten kommen, völlig verschiedene Freundeskreise und größtenteils unterschiedliche Interessen und Hobbies haben. Unsere Verbindung besteht rein auf emotionaler Ebene. Wenn ich das, was ich hier schreibe, so lese, wirkt das auf mich als hätte ich einen Vaterkomplex, aber dem ist definitiv nicht so. Ich sehe ihn eindeutig nicht als Vaterfigur, sondern als ebenbürtig.

Mein Mann (28) ist mittlerweile etwas eifersüchtig und auch die Frau meiner Affäre (die 5 Jahre jünger ist als er) ist misstrauisch geworden, weil wir so viel Zeit miteinander verbringen und so eine enge Beziehung haben. Er und ich würden sogar gerne noch mehr miteinander unternehmen und evtl. sogar zusammen in den Urlaub fahren. Mir ist bewusst, dass das total seltsam ist. Ja, ich bin emotional irgendwie verliebt, aber ist es Betrug/Untreue, wenn ich ihn noch nicht mal küsse? Mich stößt dieser Gedanke fast ab. Kuscheln würde ich allerdings gerne mit ihm. Ich würde es beschreiben wie eine sehr enge, geschwisterliche Liebe ohne Sexualität. Ich muss allerdings zugeben, dass ich mir schon Gedanken darüber gemacht habe, ob ich mit ihm was angefangen hätte, wenn er jünger wäre. Ich habe das Gefühl, dass niemand außer uns beiden unsere Beziehung versteht. Meine Eltern wissen gar nichts davon, es wäre echt seltsam, wenn sie ihn kennenlernen würden.

Beichthaus.com Beichte #00041672 vom 08.12.2018 um 12:43:15 Uhr (5 Kommentare).

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