Meine Nachbarn schreien und klauen
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Ich habe vor vielen Jahren meinen kleinen Sohn und meine Frau verloren. Ein Besoffener ist ihnen ins Auto gefahren. Meine Frau starb noch vor Ort und mein Sohn lag drei Tage im Krankenhaus, kämpfte um sein Leben, aber sein kleines Herz war zu schwach. Es hat mich zerstört. Gleich zwei Personen zu verlieren, die man abgöttisch liebt. In meinem Keller stand noch das Fahrrad, mit dem ich ihm das Fahren beigebracht habe. Es war das Letzte, was ich mit ihm tat. Normalerweise ist mein Kellerraum immer abgeschlossen, aber an diesem Tag kam ich später nach Hause und der Raum war offen. Ich bekam fast einen Herzinfarkt, als ich sehen musste, dass das Fahrrad weg war. Ich wollte gerade nach oben eilen und die Polizei verständigen, als ich die Nachbarn auf den Hof kommen sah und zwar mit meinem Fahrrad. Ich stürmte nach draußen und stellte sie zur Rede. Der Vater grinste mich nur an und sagte ich solle mich mal nicht anstellen. Mein Arsch würde eh nicht mehr draufpassen und seine Kinder brauchen ein Fahrrad.
Da bin ich ausgerastet. Ich holte aus und verpasste seinem widerlichen Gesicht einen Schlag, der ihm sein dämliches Grinsen von den Backen wischte. Ich schäme mich so. Ich war nie ein gewalttätiger Mensch, aber da habe ich die Kontrolle verloren. Er hätte sich alles nehmen können, aber das Fahrrad ist alles, was ich von meinem Sohn habe. Die Erinnerung an ihn sind so lebendig. Wie er sich freute, als er das erste Mal alleine fahren konnte. Sein Gesicht und sein Haar, das im Wind wehte. Es tut mir so leid. Meine Familie ist bestimmt enttäuscht von mir.