Recycling wird doch überbewertet!

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Unreinlichkeit Faulheit Verschwendung Gesellschaft

Ich (m/36) praktiziere kein Recycling. Alles in denselben Eimer und ab damit in die Tonne. Ich bin schlichtweg zu faul. Und mit alles meine ich wirklich alles. Letzte Woche habe ich aufgeräumt: Zwei Handys, ein Computer und etwa 15 Flaschen und Dosen mit allerlei Farbresten und Holzbehandlungsmitteln wurden schön in XXL-Mülltüten abgepackt und verrotten mittlerweile vergraben auf irgendeiner Müllkippe. Mit meiner Aufräumaktion war ich somit extrem schnell fertig und mit der eingesparten Zeit bitte ich hier nun um Vergebung. P.S. Wenn ich unterwegs bin bin ich ebenfalls zu faul, um Mülleimer zu suchen, somit fliegt immer alles sofort auf die Straße, ins Gebüsch oder aus dem Autofenster, ohne zwei Mal zu überlegen.

Beichthaus.com Beichte #00039875 vom 11.06.2017 um 11:39:04 Uhr (15 Kommentare).

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Ich bin ein dreistes Arschloch beim Einkaufen!

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Schamlosigkeit Falschheit Habgier Geiz Shopping Berlin

Ich beichte, dass ich mich im Handel sehr Arschloch-mäßig verhalte. Ich habe Reklamationen und oft Umtäusche, weil ich Privat-Investor bin, Umbauprojekte koordiniere und sehr viel in Bau- und Möbelhandel einkaufe. Ich kaufe jene Dinge in Baumärkten, die auch dort billiger sind als im Online-Handel. Jedoch nutze ich die Kulanz bei Waren-Rücknahmen aus. Ich gebe Waren retour, die ich online viel billiger kaufte, wenn es diese mit gleichen EAN im Markt gibt. Ich kaufe mit Kundenkarte oft mit -10 % und was zu viel ist, bringe ich ohne Rechnung retour, damit ich den Vollpreis ohne meinen lukrierten Rabatt bekomme und aus den Rücknahmen noch Gewinne mache. Wenn das mal nicht funktioniert, verlange ich den Chef, habe immer eine ernste Mine und ein sehr bestimmtes Auftreten mit entsprechender Rhetorik. Werde ich trotzdem mal vom Chef abgewimmelt, probiere ich es einfach in einer anderen Filiale nochmal. Oder ich schicke eine E-Mail oder FB-Nachricht an die Konzernzentrale bzw. das Konzermarketing und setze mich auch gegenüber dem Filialleiter durch. Meine Mails sind eine subtile Drohung, ich schreibe, dass ich das eigentlich gleich auf FB oder in einem Forum meine Erfahrungen veröffentlichen wollte, habe mir aber noch überlegt, der Firma eine Chance zu geben und kommuniziere daher nochmals direkt.

Je größer die Handeskette ist, desto mehr setzt man sich mit diesem miesen Arschloch-Verhalten durch. Vielleicht liegt es daran, dass ich vor 20 Jahren auch für eine große Handelskette für Reklamationen zuständig war. Da musste ich zwei Jahre einstecken, was es alles an Unverschämtheit gibt. Daher weiß ich, wie schamlos man sein kann, ohne auffällig gegenüber dem Verkäufer in deren Alltag zu sein. Ich kenne die Tricks: Wenn ich etwas Falsches gekauft habe, sage ich "IHR habt mir das verkauft, obwohl ich Ihnen gesagt habe, das muss zu dem zusammen passen", wenn ich keine Rechnung habe, sage ich: "WARUM ist bei Ihnen alles so kompliziert, Ihr habt ja eh eine EDV zum Nachschauen, wann ich das kaufte usw." oder "Wissen sie eigentlich, was ich im Monat bei euch kaufe, glauben Sie wirklich, ich suche aus den Kassenbons den passenden Bon raus? Die liegen schon längst in der Buchhaltung."

Ich schäme mich so, dass ich Menschen, die mit keinen 1.200 EUR netto monatlich nach einem 10-Stunden-Tag nach Hause gehen, so unfreundlich behandle, weil ich einfach weiß, dass man sich mit freundlichen Verhalten schwer durchsetzt. Nur die Arschlöcher gewinnen - weil man sie loswerden will, erfüllt man deren Anliegen. So jemand bin ich!

Beichthaus.com Beichte #00039771 vom 21.05.2017 um 21:40:11 Uhr in Berlin (12 Kommentare).

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“Beichte

In der Probezeit gekündigt

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Boshaftigkeit Hass Ungerechtigkeit Arbeit Berlin

Seit zwei Monaten arbeite ich hier - ich wurde weder richtig eingearbeitet noch eingewiesen. Nun habe ich ja einen Mund zum Reden und kann fragen, was ich auch tat. Ich arbeitete mir quasi den Arsch wund. Meine Kollegin, eine von Wechseljahren geplagte Nebelkrähe, hat das Talent laut zu kreischen, auf den Tisch zu hauen, wenn ihr etwas nicht passt, oder mindestens vier laute Seufzer in eine Minute hineinzupressen. Geheult hat sie schon, sich entschuldigt und mir mindestens 900 Mal gesagt, wie toll doch ihre alte Kollegin war - gut, es kommt auf die Stimmungslage an, manchmal ist sie auch das Letzte! Kurzum, sie geht mir extrem auf die Nerven.

Nun gut, ich tat mein Bestes auf der neuen Arbeit, um anzukommen - sprang für die besagte Kollegin ein, fragte mich dumm und dämlich. Und für was? Ihnen ist eingefallen, dass sie doch lieber jemanden haben wollen, der sich mit einem bestimmten Thema auskennt und mir kurz vor Ablauf der Probezeit kündigen, da jetzt jemand Bestimmtes für den Job bereit wäre. Eine studentische Hilfskraft. Also haben sie sich quasi überlegt, dass ich zu teuer bin und jetzt eine 400-Euro-Kraft eingestellt. Was auch völlig okay ist, ich habe schon einen neuen Job in Aussicht und es war ja noch in der Probezeit. Dennoch sitze ich gerade in der Praxis und fühle mich so dermaßen ausgenutzt (mache heute übrigens wieder länger, da die Kollegin eine Bootstour geplant hat) und ich überlege, ob ich nicht die Zeit bis zur Kündigung einfach blaumache, den Schlüssel per Post schicke und es mir gut gehen lasse. Ich weiß aber, dass meine Kollegin dann doppelte Arbeit und fast keine Freizeit mehr hätte... Ich bitte um Absolution, denn ich sitze hier, hasse meine Arbeit und wünsche mir Rache.

Beichthaus.com Beichte #00039724 vom 11.05.2017 um 10:19:02 Uhr in Berlin (13 Kommentare).

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Mit 11 Jahren einen 30-jährigen Freund

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Begehrlichkeit Intim Morallosigkeit München

Ich hatte damals als 11-Jähriger einen 30-jährigen Freund, mit dem ich regelmäßig richtig guten Sex hatte. Es war verdammt geil für mich und ich sehne mich selbst heute, nach über 15 Jahren, noch danach. Komischerweise habe ich bisher kein Trauma bekommen, wie man das in den Medien immer hört. Mich kotzt es so etwas von an, dass man heutzutage nicht mal mehr einem Kind über den Kopf streichen darf, ohne gleich eine Anzeige wegen Kindesmissbrauch zu kassieren.

Die eigene Tochter umarmen? Lieber nicht, wenn das der Nachbar sieht! Mit den eigenen Kindern baden? Größte Todsünde! Was ist das eigentlich für eine kranke Welt geworden? Ich für meinen Teil bin froh, dass in meiner Kindheit noch so etwas Schönes möglich war, ohne dass gleich die Staatsanwaltschaft vor der Tür stand.

Beichthaus.com Beichte #00039656 vom 23.04.2017 um 05:28:38 Uhr in München (46 Kommentare).

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Der Psychopath aus der Grundschule

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Gewalt Aggression Schule

Als ich vor knapp 30 Jahren eingeschult wurde, kam ein Junge zu uns in die Klasse, der zwei Jahre zurückgestellt worden war, da er angeblich geistige Defizite hatte. Er war ein echtes Riesenbaby. Mit seinen acht Jahren war er schon 1,55m groß und wog bestimmt so um die 50 Kilo. In der Nähe von Erwachsenen wirkte er immer ruhig, beherrscht, ein wenig dröge, tappsig, und auch wirklich ziemlich begriffsstutzig. Tatsächlich war dieses Kind jedoch der Teufel. Sobald keine Aufsichtspersonen in der Nähe waren, mutierte er zum Soziopathen. Mit absoluter Vorliebe quälte er andere Kinder und zerstörte ihre Besitztümer.

Kamen Erwachsene dazu, tat er allerdings so, als wäre das aus reiner Tollpatschigkeit seinerseits passiert. Er guckte dann fragend und verständnislos aus seinen großen braunen Bärenaugen, oft entschuldigte er sich auch schluchzend und unter Krokodilstränen, wenn er merkte, dass es brenzlig für ihn wurde. Diese Rolle konnte er wirklich hervorragend spielen, sodass zunächst niemand Verdacht schöpfte. Wenn man sich gegen ihn wehrte, und die Überhand zu gewinnen drohte, schrie er wie am Spieß um Hilfe und fügte sich teilweise selbst sichtbare Verletzungen zu.

Ich bin mir zwar mittlerweile sicher, dass zumindest seine Eltern geahnt haben müssen, dass mit ihm etwas gewaltig nicht stimmt, aber die meisten anderen Erwachsenen konnte er so mit Leichtigkeit um den Finger wickeln. Unter dem Deckmäntelchen geistiger Beschränktheit fuhr er also unbehelligt fort uns zu quälen. Aufgrund seiner körperlichen Überlegenheit und seiner Hinterhältigkeit war man oft machtlos gegen ihn. Er zwickte beispielsweise andere gerne ohne Anlass mit voller Kraft in die Genitalien, wohl weil er wusste, dass die meisten Kinder aus Scham nichts sagen würden, und weil es eben auch mörderisch schmerzte. Mit der Zeit entwickelte er jedoch auch noch andere Vorlieben. Gerne schubste er seine Opfer bei Schnee und Eisglätte, oder auch nur mal bei Regen, in der Hoffnung dass sie schmerzhaft hinfielen, was die meisten auch taten. Er begann eine Art Schutzgelderpressung zu betreiben, indem er drohte jedem, der ihm keine Süßigkeit in die Schule mitbrachte, wehzutun, oder deren Unterrichtsmaterialien zu zerstören. So oft wir uns über ihn bei den Lehrern beschwerten, sie erwischten ihn niemals auf frischer Tat, und er schaffte es meistens noch, sich als Opfer darzustellen. Nicht selten bekam ein von ihm gepiesackter Schüler danach auch noch Ärger.

Einmal war er wegen einer Gruppenarbeit bei einem Mädchen zu Hause. Anschließend war ihr Hamster verschwunden, und sie fand ihn einige Stunden später in zwei Teile gerissen vor ihrer Haustür. Nur zögerlich wurde der dröge Junge dazu befragt, aber er tat so, als wüsste er von nichts und vergoss vor den Erwachsenen bittere Tränen. Natürlich bemerkten viele Eltern mit der Zeit, dass ihre Sprösslinge permanent über den Jungen klagten. Als er einmal die Genitalien eines Mitschülers mit einem Tafellineal bearbeitete, wovon dieser eine Hodenprellung bekam, wurden einige von ihnen entrüstet in der Schule vorstellig.

Der Junge bekam recht schnell mit, dass er zu weit gegangen war, und ließ danach erst einmal wieder einige Monate verstreichen, bis er subtil weitermachte. Er verlagerte sich zunächst auf Psychoterror, zum Beispiel erzählte er uns grausame Geschichten darüber, wie er uns quälen und verstümmeln würde, wenn er die Gelegenheit dazu bekäme. Irgendwann kam jedoch der Zeitpunkt an dem er sich leider wieder recht sicher fühlte. Die Genitalienkneiferei erweiterte er in der dritten Klasse entsprechend dann noch zu Brustwarzenkneiferei bei den Mädchen, außerdem entwickelte er eine Vorliebe dafür, andere Schüler mit Scheren und Zirkeln zu bedrohen und in Einzelfällen auch zu verletzen.

Eines Tages manövrierte er sich in eine dumme Situation. Die Verlockung war wohl zu groß. Er schubste einen Mitschüler wieder bei Eisglätte, dieses Mal aber unmittelbar vor den Schulbus, was logischerweise auch einige Erwachsene mitbekamen. Unser Mitschüler wurde dementsprechend angefahren und landete mit Prellungen und schwerem Schädel-Hirn-Trauma im Krankenhaus. Der Junge schaffte es zwar, sich halb aus der Sache herauszuwinden, indem er das Ganze als Unfall beim Herumtollen abtat, aber immerhin waren einige Lehrer mittlerweile hellhörig. Seinen Eltern wurde empfohlen, mit ihm einen Psychologen aufzusuchen. Er war danach eine Weile nicht in der Schule, und Gerüchte gingen herum, dass er an die Förderschule für schwer Erziehbare verwiesen worden war. Als er schließlich trotzdem wiederkam wirkte er zunächst wie immer, er ließ nur die Körperlichkeiten sein.

Das war aber die berühmte Ruhe vor dem Sturm, denn bald begann er erneut und schlimmer als je zuvor mit seinem Verhalten. Er hatte sich eine Menge neuer Tricks ausgedacht, uns unbemerkt und unbehelligt piesacken zu können. Sein absolutes Steckenpferd wurden Stolperfallen, aufgeklappte Scheren, die in den Untiefen von Schulränzen steckten und Reißzwecken auf Stühlen. Zufällig scheinende, raffinierte Anordnungen, geschaffen zu dem Ziel unachtsame Mitschüler zu verletzen. Oft genug klappte es auch. Das Krankenzimmer war plötzlich jeden zweiten Tag belegt. Von der Schule aus passierte jedoch vorerst nichts, obwohl über ihn beraten wurde.

Er spielte seine Rolle wieder perfekt, und es gab immer noch einige Lehrer, die ihm das abnahmen, und ihn als Opfer einer Mobbingkampagne sahen. Wir beschlossen in unserer Not, ihm ebenfalls eine Falle zu stellen. Da wir wussten, wie sehr er darauf stand, andere Kinder mutwillig vor Autos zu schubsen, sollte einer von uns, den wir auslosen würden, sich an den Straßenrand stellen, und warten, bis unser Mitschüler zuschlug. Auf die Art würden wir ihn loswerden, dachten wir uns, aber es kam alles anders. Er reagierte nicht auf unsere Provokation, wohl weil er gemerkt hatte, was da abging. Dafür schubste er schließlich, bösartig grinsend, vor unseren Augen eine sehr beliebte Mitschülerin die Treppe im Schulhaus hinunter. Ihr passierte zwar nicht viel, aber vier von uns, darunter auch ich und der Junge, den er einst vor den Bus geschubst hatte, gingen direkt auf ihn los. Offensichtlich hatte er damit ganz und gar nicht gerechnet. Noch bevor er seine üblichen, quiekenden Hilfe-Schreie in einer solchen Situation ablassen konnte, hatten wir ihn über das Treppengeländer gehievt, und er fiel mit Schwung ein komplettes Stockwerk nach unten.

Danach guckte er zunächst etwas komisch, stand dann aber wackelig auf und ging einfach weg. Wir hatten damit gerechnet, dass er wild herumschrie und uns bezichtigte aber das tat er nicht. Den restlichen Tag war er ungewöhnlich ruhig und bewegte sich eigenartig. Zu Hause beichtete ich meinen Eltern, was wir getan hatten. Sie schimpften zwar etwas mit mir, aber ich glaube sie verstanden andererseits sehr gut, dass diese Tat eine Art Notwehr darstellte. Den nächsten Tag war er nicht in der Schule. Auch nicht den Übernächsten, und den Tag danach. Schließlich stellte sich heraus, dass er sich bei dem Sturz starke Prellungen, einen Milzriss und eine ordentliche Gehirnerschütterung zugezogen hatte. Seine Eltern setzten alles daran, die Täter ausfindig zu machen, da er wohl untypischerweise nicht sagen konnte, wer ihm das angetan hatte.

Sie trafen allerdings auf eine Mauer des Schweigens. Die Eltern des Jungen, den er vor den Bus geschubst hatte, meinten mehr oder weniger spöttisch, dass der Unfall sich wohl einfach beim Herumtollen ereignet habe. Das Ende vom Lied war, dass unser Klassenpsychopath auf Verlangen seiner Eltern die Schule wechselte. Er besuchte nach seiner einjährigen Reha zunächst die Lernförderschule, wo er aber nur eine kurze Zeit blieb, da er dort ein Mädchen mit einem Edding vergewaltigte. Danach landete er in der Kinderpsychiatrie, wo er dann wohl auch ein paar Jahre blieb. Ich fühle mich immer noch schuldig, vor allem, weil wir uns auf sein Niveau herabgelassen haben, und er ja sicher auch nichts für seine kaputte Psyche konnte.

Beichthaus.com Beichte #00039479 vom 16.03.2017 um 13:19:33 Uhr (13 Kommentare).

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