Endlich Führerschein

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Auto & Co. Eitelkeit Bahn & Co. Berlin

26 Jahre habe ich es geschafft auf den Führerschein zu verzichten. Seit ich 12 bin nutze ich die öffentlichen Verkehrsmittel quasi täglich. Aus ökologischen Gründen sollte ich das weiterhin so tun. Tut mir leid liebe Erde, nun ist Schluss. Ich mache jetzt meinen Führerschein und kaufe mir sofort ein Auto, wenn ich den Lappen in der Hand habe. Ich ertrage die öffentlichen Verkehrsmittel nicht mehr. Ich ertrage dieses asoziale Pack nicht mehr. Die einen fressen ohne Rücksicht auf Verluste (bestes Beispiel sind diese arabischen Nüsse, deren Schalen bergeweise auf die Böden geschmissen werden), die anderen bewegen ihr Sitzfleisch nicht, wenn eine ältere Person sitzen möchte, andere wiederum blöken Bus- und Bahnpersonal an, als wären sie der König von Deutschland. Es gibt Leute, die stinken wie eine Müllentsorgungsanlage, es gibt Leute die telefonieren so laut, dass eine Telefonverbindung gar nicht notwendig wäre. Danke und bitte sind Fremdwörter für den Großteil der Pendlerbevölkerung und zu allem Überfluss friere ich mir dauernd den Allerwertesten ab, weil die Beförderungsmittel kommen wie sie lustig sind. Ich kann wirklich eine Menge schlucken, aber wenn ich nicht spätestens in 5 Monaten hinter meinem eigenen Lenkrad sitze, kann ich für nichts mehr garantieren. Verzeiht mir.

Beichthaus.com Beichte #00041712 vom 14.01.2019 um 15:46:53 Uhr in Berlin (14 Kommentare).

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Das Grab des Stiefvaters

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Missbrauch Rache Zorn Hass Familie Paderborn

Das Grab des Stiefvaters
Ich (w/23) möchte beichten, dass ich gestern Nacht betrunken auf dem Friedhof auf das Grab meines kürzlich verstorbenen Stiefvaters gepinkelt habe. Weil ich ihm nie verzeihen werde, dass er mich als Kind vergewaltigt hat und dafür, dank meiner Mutter, nie bestraft […]
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Beichthaus.com Beichte #00027777 vom 05.05.2010 um 23:10:05 Uhr in Paderborn (60 Kommentare).

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“Folge

Der Schatz meiner Großeltern

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Diebstahl Neugier Selbstsucht Familie Geld

Ich (m/21) möchte beichten, dass ich über mehrere Jahre hinweg meine Großeltern beklaut habe. Meine Großeltern führten seit über 40 Jahren eine kleine Schneiderei mit eigenem Modegeschäft und verkauften Anzüge und Ähnliches. Hinten war also die Schneiderei, in der meine Großeltern mehr als zehn Stunden täglich schneiderten. Dadurch, dass ich relativ oft bei ihnen war, habe ich auch nebenbei gelernt, wie man seine Klamotten flickt und Knöpfe annäht. Da der Laden sehr alt war und es genug zu erforschen gab, begab ich mich als neugieriger kleiner Teenager (ca. 13 Jahre) auf Entdeckungsreise. Hinten, in einem kleinen Abstellraum, befanden sich alte Möbel und unter diesen Möbeln war ein sehr robuster, uralter Tisch mit einer Schublade. Ich öffnete diese Schublade und konnte meinen Augen nicht trauen: Ein riesiger Haufen Geld lag in dieser Schublade und ich wusste erst einmal gar nicht, was ich machen soll. Schnell wurde mir allerdings klar, dass das wohl ein Aufbewahrungsort meines Großvaters sein muss, und verließ den Abstellraum.


Kurze Zeit später reizte mich der Gedanke, etwas mehr Taschengeld zu haben, so sehr, dass ich wirklich an die Schublade ging und meinem Großvater Geld gestohlen habe. Das Schlimme dabei ist, dass es nicht das letzte Mal war, und so stockte ich mein Taschengeld mit gestohlenem Geld ein wenig auf. Ich glaube auch, dass mein Großvater es irgendwann bemerkt hat, ich hatte nicht übertrieben viel mitgehen lassen, sondern immer nur 5 oder 10 Euro, aber meine Oma gab mir natürlich auch so noch etwas Taschengeld und somit wäre es unnötig gewesen. Da mein Großvater mittlerweile verstorben ist, bereue ich es umso mehr, so geldgeil gewesen zu sein und meinen armen Großeltern dies angetan zu haben. Mittlerweile verdiene ich recht gut und helfe meiner Oma finanziell ein wenig und hoffe, dass mein Opa im Himmel auf mich wartet und ich mich bei ihm entschuldigen kann. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036149 vom 13.07.2015 um 10:15:18 Uhr (2 Kommentare).

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Der Fake-Account

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Falschheit Dummheit Lügen Verzweiflung Halle

Alles fing vor über drei Jahren an. Damals war ich knapp 15-16 Jahre alt und in unserer Klasse ging ein merkwürdiger Trend um, nämlich das Erstellen von Fake-Accounts auf einer, damals noch sehr populären, Internetplattform. Immer mehr meiner Freundinnen erzählten mir, wie viele Nachrichten und Fotokommentare sie erhielten - eine andere Freundin zeigte mir sogar, wo ich Bilder erhalten konnte, bei denen man nicht sofort erkannte, dass es Fakes waren. Irgendwann meinte ich dann, ich müsse auch einen Fake erstellen. Gesagt, getan - ich erschuf einen Fake mit dem Namen Maddy und konnte mich danach kaum vor Nachrichten retten. Das Ganze betrieb ich einige Monate und schrieb mit vielen Leuten, meist jedoch nicht mehr als "Wie geht es dir?" "Was machst du?", oder ich bedankte mich für ihre Komplimente zu meinen Bildern.

Irgendwann wurde das zunehmend langweiliger, und wahrscheinlich hätte ich das Ganze auch bald beendet, hätte ich nicht einen Fotokommentar bekommen. In dem Fotokommentar schrieb ein Junge, dass ich sehr hübsch wäre, wenn ich es denn wirklich wäre. Schockiert über diese Anzweiflung reagierte ich prompt und kommentierte zickig den Kommentar. Was ich nicht ahnte, war, dass der Junge, der den Kommentar postete, ganz und gar kein Idiot war. Zuerst kommunizierten wir nur über Fotokommentare, dann irgendwann auch über Nachrichten. Er war der Erste, dem ich wirklich von Dingen aus meinem Leben berichtete, allen anderen hatte ich mit großer Freude aufregende Geschichten über "mein" Leben aufgetischt. So erfuhr ich, dass er später einmal Journalismus studieren wollte, und genau das wollte ich zu diesem Zeitpunkt auch. Ich erfuhr, dass wir beide seit Jahren denselben Musiker hörten und dass wir beide an derselben Universität studieren wollten. Wir hatten so viel gemeinsam, dass man es einfach nicht mehr als Zufall abstempeln konnte. Unsere Nachrichten umfassten oftmals mehr als fünf Seiten und uns gingen die Themen niemals aus.

Irgendwann kam es dann aber dazu, dass er kaum noch Lust hatte, so viel Zeit in eine einzige Nachricht zu stecken, denn das Verfassen einer solchen Nachricht dauerte oftmals Stunden, und der Kontakt brach ab. Das wunderte mich nicht, ich hatte mich schließlich auch darauf eingestellt, dass unser Kontakt nicht ewig gehen könnte, eben aufgrund meiner Lüge. Ich wollte den Account also endgültig löschen, brachte es aber letztlich nicht über mich, die Nachrichten zwischen mir und besagtem Jungen einfach zu löschen, und entschied mich kurzerhand dafür, meinen Namen in eine wahllose Buchstabenkombination zu ändern, und alle Bilder zu löschen. Zwei Jahre vergingen und ich hatte den Jungen nicht vergessen, ich wusste noch immer alle Geschichten, die er mir aus seiner Kindheit berichtet hatte, und dachte immer noch oft an ihn.

Also wollte ich mir die Nachrichten noch einmal durchlesen, wollte mich der Erinnerung hingeben, als ich jedoch online kam erkannte ich, dass er mir vor genau zehn Minuten eine Nachricht geschrieben hatte. Er schrieb, dass er nach all der Zeit noch an mich dachte, und dass es ihm leidtäte, alles kaputtgemacht zu haben. Entgegen aller Vernunft antwortete ich, wir begannen wieder miteinander zu schreiben, erkannten, dass sich noch mehr Gemeinsamkeiten gebildet hatten und wir schafften es sogar, die Sätze des Anderen zu vervollständigen. Ich erzählte ihm alles, von der Schule bis hin zu der Tatsache, dass ich nach Amerika gehen würde und er erzählte mir von seinen Sorgen und von seinen Plänen nach seinem diesjährigen Abitur. Gemeinsam entschieden wir, was er studieren wollte. Es blieb dabei bei ungefähr einer Nachricht am Tag.

Das Ganze ist etwa einen Monat her, und ich schrieb ihm vor drei Wochen die wohl letzte Nachricht, denn mein schlechtes Gewissen hatte gesiegt. Ich fand ihn bei Facebook und schrieb ihm von meinem richtigen Account die Wahrheit. Ich schrieb ihm alles, was ich dachte, ihm nicht mehr sagen zu können. Zurück geschrieben hat er nie, seitdem verfolgt mich mein schlechtes Gewissen. Ich träume beinahe täglich von ihm und wache unter Tränen auf. Ich kann meine Lieblingsmusik nicht mehr hören, weil es zu jedem Lied eine gemeinsame Geschichte gibt.

Es gibt kein Tag, an dem ich nicht bereue, was ich tat. Ich habe jemanden verloren, der mich ergänzen konnte, der mich verstanden hat, und der in der Lage war, über meine Fehler hinwegzusehen. Ich habe ihn verletzt und das kann, und werde, ich mir nicht verzeihen. Ich würde alles dafür geben, es irgendwie gut zu machen. Es tut mir unendlich leid, und ich hoffe mich jeden Tag in meinem Leben schmerzlich an einen Freund erinnern zu werden, den ich verloren habe. Ich möchte mein Leben in Sühne verbringen, um etwas gut zu machen.

Beichthaus.com Beichte #00031532 vom 28.06.2013 um 11:18:47 Uhr in 06110 Halle (Steinweg) (18 Kommentare).

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“Beichte

Telefonjoker bei WWM

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Boshaftigkeit Lügen Medien

Telefonjoker bei WWM
Ich war Telefonjoker bei "Wer wird Millionaer?" und habe absichtlich etwas falsches gesagt, damit der Blödmann die 16.000 EUR nicht gewinnt.

Beichthaus.com Beichte #00020372 vom 10.01.2007 um 03:15:38 Uhr (35 Kommentare).

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