Bitte esst woanders!

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Ekel Unreinlichkeit Ernährung Arbeit

Ich (m/19) bin Kochlehrling in einem mittelmäßig laufenden Restaurant. Normalerweise werden Gerichte bevor sie auf dem Teller angerichtet werden, immer noch 'abgeschmeckt', d. h. gewürzt. Ich tue das absichtlich nicht, damit das Essen fad schmeckt und die Leute hoffentlich nicht mehr bei uns essen kommen. Außerdem gibt es in allen Küchen von Restaurants, die ich kenne, die sogenannte '5-Sekunden Regel'. Diese besagt, dass alles was weniger als 5 Sekunden auf dem Boden liegt, ohne Waschen weiterverwendet werden kann und darf. Seit ich in dieser Lehre bin, war ich noch nie in einem Restaurant, weil ich jetzt weiß, wie die Dinge so laufen.

Beichthaus.com Beichte #00022583 vom 19.08.2007 um 23:43:24 Uhr (1 Kommentare).

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Ethnische Vermischung

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Vorurteile Selbstsucht Ignoranz Morallosigkeit Zwang Gesellschaft

Ich bin hochgradig mixophob - ich glaube, das müsste der richtige Ausdruck dafür sein. Erst in den letzten Tagen habe ich mich mit Bekannten darüber unterhalten, ob wir nicht mehr Flüchtlingen Asyl in Deutschland gewähren müssten, sofern es im Rahmen unserer Möglichkeiten bleibt. Bei den Diskussionen sind wir auch auf die Themen Zuwanderung und Integration gekommen. Und ich kann bei diesen ganzen Debatten, wie bei einer Zwangsneurose, an nichts anderes denken als daran, dass diese Menschen in der Regel natürlich nie wieder gehen werden. Sie wollen sich verständlicherweise ein Leben aufbauen und so passiert es ganz zwangsläufig, dass sie sich mit den "Biodeutschen" (der Begriff kam mir mal irgendwann unter) vermischen würden. Mich stört nicht, dass die Leute hierher kommen und sich hier ein Leben aufbauen, wenn sie sich an die Spielregeln halten. Aber ich kann nicht umhin, ein tiefes Gefühl der Abneigung und der Angst bei dem Gedanken zu empfinden, dass sich die Einwanderer mit uns "weißen" Deutschen verpaaren würden. Die Hauptangst, die mich dabei beschäftigt, ist darauf bezogen, dass es irgendwann nur noch Mischlinge gibt. Es wächst sich geradezu zu einer Neurose aus. Ich beobachte Menschen, wenn ich durch die Stadt gehe, ob sie einen dunkelhäutigeren Partner haben, oder ob sie sogar bereits Mischlinge, die sich ebenfalls weiterverpaaren werden, vor sich herschieben. Ich habe mich nie für einen Rassisten in dem Sinne gehalten, dass ich Menschen aufgrund ihrer Herkunft pauschal abgewertet hätte, aber diese völlig irrationale Obsession verleitet mich dazu, Zuwanderung und Flüchtlingshilfe nicht ertragen zu können, weil dies eben eine Einladung und Beschleunigung weiterer Vermischung ist.

Ich erwische mich manchmal dabei, darüber nachzudenken, dass eine positive Apartheid (furchtbarer Ausdruck; meint keine Unterdrückung oder Ausgrenzung und dergleichen aber eben familiäre Trennung) eine gute Sache wäre, weil sie dieses Problem für mich lösen würde und ein Leben für Migranten in Deutschland ermöglicht, ohne dass es eine Vermischung zu einem Brei geben würde. Ich hasse mich für diese Gedanken und komme dennoch einfach nicht davon los. Umso schlimmer macht es für mich den Umgang mit Freunden, die mich - ihrer politischen Überzeugung wegen - für einen Rechtsausleger halten würden. Und natürlich auch mit Freunden, die einen Migrationshintergrund haben oder in einer gemischten Beziehung leben. Ich kann normal mit ihnen umgehen und es sind ja immer noch meine Freunde, aber auch hier kann ich mich nicht von dem Gedanken befreien, insgeheim deren Beziehung für falsch zu halten und deshalb unaufrichtig zu sein. Ich fühle mich wirklich schlecht deswegen.

Beichthaus.com Beichte #00034025 vom 27.09.2014 um 23:45:01 Uhr (40 Kommentare).

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“Folge

Süchtig nach Fantasie

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Vorurteile Stolz

Ich (w/33) bin wohl das, was man einen Nerd nennt. Nicht computerspielsüchtig und, aber ich mag Fantasy-Literatur und -Filme, ich sammle mit meinem Mann zusammen Drachenfiguren und Filmschwerter, besuche jedes Mittelalterfestival in Reichweite, unser halber Keller ist voll mit Figuren eines bekannten Table-Top-Spiels, sowie den dazugehörigen Codizes, Regelwerken, unseren Hobbyraum ziert eine regelrechte Bibliothek aus Fantasy-Büchern (Herr der Ringe und Harry Potter sind nur die Spitze des Eisbergs) und so weiter.

Was mir auf die Nerven geht, ist dass man unter den sogenannten Normalos gerne mal als kindisch belächelt wird, wenn man als erwachsener Mensch derartige Hobbys hat. Oft genug wird mir gesagt, dass ich in meiner geistigen Entwicklung irgendwo stecken geblieben bin. Nein verdammt, bin ich nicht. Ich habe einen Vollzeitjob in dem ich recht kompetent bin, habe soziale Kontakte, treibe Sport, reise gern und hocke nicht nur daheim vor irgendwelchen Spielen. Und das beste ist, die am lautesten über mich lachen, sind die, die keine anderen Hobbys haben, als nach Feierabend vor dem Fernseher einzuschlafen und am Wochenende ihre Protzkarre zu polieren. Ich beichte, dass ich solche Langweiler ebenso verachte wie sie mich und dass ich wohl mit 90 noch am heutigen Stand steckengeblieben sein werde.

Beichthaus.com Beichte #00041803 vom 03.04.2019 um 10:51:40 Uhr (17 Kommentare).

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Karla Kolumna

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Boshaftigkeit Dummheit Nachbarn Last Night Frankfurt

Ich (w) leide ab und zu unter Schlaflosigkeit und gehe dann nachts spazieren. Um das Ganze interessanter zu gestalten, habe ich vor einiger Zeit angefangen, mir mit einem Etikettendrucker Namensschildchen auszudrucken. Diese klebe ich dann bei meinen Nachbarn über ihre richtigen Klingelschilder. Ich verpasse allen einen neuen Namen - auch mir selbst, um nicht aufzufallen. Ich finde es einfach spannender, neben Leuten zu wohnen, die Anne Theke, Andi Wand oder Karla Kolumna heißen. Wenn ich die Leute kenne, die in der Wohnung wohnen, dann benenne ich sie schon mal nach Charaktereigenschaften. Meine Nachbarin, die jeden Samstag die Fenster putzt wird, zu Ata Saubermann und die schrullige Oma wird mit ihrer kläffenden Fußhupe zur Wohngemeinschaft M. Eckerliese G. Iftzwerg. Mit meinen nächtlichen Aktionen erhalte ich unterschiedliche Reaktionen. Manche finden das super lustig. Jemand aus meinem Haus hat sogar das Schildchen unter sein eigenes geklebt, weil er es so witzig fand. Andere finden es einfach schwachsinnig. Ich mache damit weiter, denn mir versüßt es den Abend. Der einzige, der mir leid tut, ist der Briefträger, der die richtigen Anschriften nicht findet, wenn die zutreffende Person den Aufkleber nicht rechtzeitig entfernt. Ich denke, so ist anfangs der ein oder andere Brief zurück an den Empfänger gesendet worden, aber inzwischen hat auch er sich dran gewöhnt.

Beichthaus.com Beichte #00030431 vom 05.11.2012 um 20:06:57 Uhr in Frankfurt (Am Erlenbruch) (17 Kommentare).

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“Beichte

Aggressionen gegen die Gangster-Gang

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Gewalt Aggression

Aggressionen gegen die Gangster-Gang
Ich möchte beichten, dass ich gegen meine eigenen Richtlinien verstoßen habe. Zu Anfang: Ich bin ein friedfertiger Mensch und tue eigentlich keiner Fliege was zuleide. Doch an dem Tag sind mir einige Sicherungen durchgebrannt.

Es war ein Tag wie immer. Ich (m/18) […]
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Beichthaus.com Beichte #00027096 vom 11.10.2009 um 12:31:35 Uhr (80 Kommentare).

Gebeichtet von AHS
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