Zeugnistag

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Lügen Schamlosigkeit Familie Schule

Zeugnistag
Ich möchte hiermit beichten, dass ich meine Mutter verarscht habe. Es war mal wieder Zeugnistag, ich war gerade in der 9. Klasse auf dem Gymnasium. Es war eine Zeit, in der ich mich nicht wirklich für Schule interessierte und auch ziemlich oft fehlte. Meiner Mutter war Schule allerdings besonders wichtig und für jede schlechte Note gab es auch ordentlich Anschiss. Schlecht war für sie alles ab einschließlich einer 3. Seit der 5. Klasse ließ sie es sich auch nicht nehmen, wenn ich mit dem Zeugnis vor ihr in der Küche saß, mich zu zwingen den Taschenrechner rauszuholen und meinen Notendurchschnitt zu berechnen. Das lief dann so ab: Sie begann die Noten einzeln vorzulesen, von oben, angefangen mit Deutsch, bis zum letzten Fach Sport. Bei jeder schlechten Note, die sie vorlas wurde ihre Stimme immer wütender und enttäuschter, bei guten Noten passierte rein gar nichts. Währenddessen musste ich die Noten auf dem Taschenrechner mittippen und am Ende durch die Anzahl der Fächer teilen. Und war der Durchschnitt tatsächlich auf 3 oder schlechter, gab es die ganzen Halbjahres- bzw. Sommerferien puren Terror! Schulzeit, wie schön du doch warst!

Zur Beichte: In der 9. Klasse bestand das Endzeugnis aus einer einzigen Note in jedem Fach: 4. Der Durchschnitt dürfte deshalb quasi ohne Hilfsmittel leicht zu bestimmen sein - denkste. Ich musste wiedermal mit dem Taschenrechner mittippen und circa 11 mal die 4 eingeben, um die Summe dann durch 11 zu teilen. Sie guckte mich grimmig an und erwartete die Durchschnittsnote. Ich sagte 2,75. Sie meinte, da hätte ich ja nochmal Glück gehabt, unterschrieb das Zeugnis und schickte mich auf mein Zimmer. Nach 3 Tagen war der Terror vorbei und ich genoss meine tollen Sommerferien.

Beichthaus.com Beichte #00028281 vom 08.11.2010 um 14:31:59 Uhr (52 Kommentare).

Gebeichtet von blumenschein
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Saugt auf, bevor Geruch entsteht

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Trunksucht Maßlosigkeit Unreinlichkeit Last Night WG Hamburg

Saugt auf, bevor Geruch entsteht
Gestern habe ich (m/27) auf einer abgefahrenen 100-Leute-WG-Party ziemlich viel Bier und irgendein Aperol-Weißwein-Gemisch getrunken. Um circa 5 Uhr morgens waren die Vorräte schon längst aufgebraucht und die Küche von allen Durstigen schon abgesucht. Es blieb uns nur die Kneipe auf der anderen Straßenseite übrig. Das Bier war billig. Scheinbar bin ich dann irgendwie nach Hause gekrochen. Naja, richtig wieder zu mir gekommen bin ich in der Küche meiner WG, wo ich anscheinend gerade die Mülltüte aus dem Mülleimer genommen hatte, um da reinzupinkeln. Mir ist dabei wohl nicht aufgefallen, dass der Eimer löchrig ist, und schon stand ich in einem See aus Pisse. Irgendwie veränderte die Feuchtigkeit an meinen Füßen meine Wahrnehmung und mir wurde schlagartig klar, dass ich für sowas Blödes nicht auf die Welt gekommen sein konnte. Ich war völlig daneben, lief durch die ganze Wohnung, nicht ohne meine Fußspuren zu verteilen bis mir eine geniale Idee kam. Ich schüttete einfach einen Kilo Mehl auf die Pfütze, irgendwie würde sich das vollsaugen. Wie Catsan. Heute morgen weckte mich der Schrei meines Mitbewohners.

Beichthaus.com Beichte #00028277 vom 07.11.2010 um 04:21:44 Uhr in Hamburg (33 Kommentare).

Gebeichtet von Bangad
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“Folge

Bergbauern-Schlagsahne

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Rache Boshaftigkeit Vandalismus Kinder Shopping Markt Indersdorf

Als ich in der 7. Klasse war, sind wir nach der Schule immer zu einem Supermarkt namens Minimal gegangen und haben dort alles mögliche eingekauft. Eines Tages hatte ich Lust auf Bier und ging damit auch zur Kasse. Allerdings wollte die Kassiererin es mir nicht verkaufen, da ich noch nicht 16 Jahre alt war. Ich dachte mir dann, ich hole mir dann halt einen Radler, schließlich sind wir in Bayern und das konnte ich sogar mit 7 Jahren schon kaufen. Und wieder wollte die hornbrillige Dame mir es nicht verkaufen. Letzter Versuch, alkoholfreies Bier! Ihr ahnt schon was kommt, die dumme Schnepfe wollte es mir auch nicht verkaufen, weil ja angeblich auch dort ein bisschen Restalkohol drin ist. Klar, deswegen heißt es ja auch alkoholfrei und nicht alkoholarm. Erbost wie wir waren mussten wir uns natürlich dementsprechend rächen. In den nächsten Tagen sind wir also weiterhin nach der Schule hin und nach zwei Tagen saß sie wieder auf ihrem gepolsterten Sessel hinter der Kasse. Eine Bergbauern-Schlagsahne aus dem Regal genommen mit Zirkel den unteren Rand so halbkreisförmig angeschnitten und damit zur Kasse. Um den Artikel einzuscannen, hat sie den aufrecht stehenden Becher seitlich hingelegt und dabei ist die Sahne voll in ihr Scansystem und die Kassenlade gelaufen. Die Kasse war in den darauf folgenden vier Tagen gesperrt. Es tut mir mittlerweile Leid, auch wenn sie so dumm war und nicht zwischen alkoholfrei und alkoholarm unterscheiden konnte.

Beichthaus.com Beichte #00028272 vom 05.11.2010 um 23:31:20 Uhr in 85229 Markt Indersdorf (Industriestr. 2) (37 Kommentare).

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Internetcafe

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Neugier Morallosigkeit Internet Rheinhessen

Ich arbeite in einem Internetcafé und gucke dort sehr oft den Leuten über den Admin-PC zu was sie im Internet treiben und mit wem sie schreiben. Sehr interessant.

Beichthaus.com Beichte #00028270 vom 05.11.2010 um 18:51:04 Uhr in Rheinhessen (13 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Rockstar

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Peinlichkeit Dummheit Feigheit Nachbarn Musik Mönchengladbach

Rockstar
Ich bin ein nachtaktiver Mensch, das liegt auch daran, dass ich in Wechselschicht arbeite und so oft Nachts die besten Stimmungen habe und kreativ bin. Ich spiele seit zwei Jahren E-Gitarre und habe mir extra, um in der Nacht spielen zu können, einen teuren, riesengroßen Gitarrenverstärker mit Kopfhöreranschluss geholt. Oft habe ich dann einen wahnsinnigen Spielrausch und spiele eine Stunde vor mir hin und vergesse die Welt dabei, weil man sich halt so gut dabei fühlt.
Vor einem halben Jahr war ich wieder so weit und rockte in der tiefsten Nacht in meiner Wohnung mit den Kopfhörern ab. Der Sound war zwar irgendwie anders als sonst, aber ich war so in meinem Element, dass mich das nicht störte. Ich wunderte mich erst, als durch meine halb offenen Jalousien Blaulicht schienen. Ich war neugierig und legte meine Kopfhörer ab und erschrak mich sofort über den Krach. Ich hatte beim Spielen den Kopfhörer aus der Buchse gezogen und so schaltete mein Verstärker automatisch auf Boxenbetrieb um, und der Amp war fast voll aufgedreht und hatte Konzertlautstärke. Ich hörte also die ganze Zeit während des Spieles nicht den Sound der nun toten Kopfhörer sondern den Sound der Boxen und diese waren so laut, dass ich den Unterschied nicht bemerkte.

Mir war das so peinlich, dass ich mich nicht traute der Polizei die Tür zu öffnen. Die verschwanden aber auch von alleine, nachdem sie merkten, dass ich aufgehört hatte. Ich weiß nicht wie lange ich meine Nachbarn mit meinem anfängerhaften, lauten und unsauberen Gitarrenspiel belästigt habe. Ich habe mich bei keinem meiner Nachbarn entschuldigt und seitdem tue ich mich mit dem Gitarrenspiel schwer.

Beichthaus.com Beichte #00028261 vom 02.11.2010 um 20:06:05 Uhr in Mönchengladbach (Pescher Straße) (29 Kommentare).

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