Der perfekte Fantasiemann

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Falschheit Begehrlichkeit Verzweiflung Selbstsucht Partnerschaft Wien

Es gibt einen Traummann für mich. Leider existiert er nur in meiner Fantasie. Diese Fantasien mit ihm - gar nicht so der Sex, sondern eher das gemeinsame Miteinander - gehen schon auf meine Teeniezeit zurück, also schon über zehn Jahre. Ich bin jetzt in einer Beziehung und möchte mit diesem Mann mein Leben verbringen - auch wenn ich ihn liebe, weiß ich, dass ich ihn niemals so sehr lieben werde wie meinen Fantasiemann. Am meisten nämlich liebe ich an meiner realen Beziehung, dass er mich vergöttert und alles für mich tun würde. Ich versuche ihm vieles zurückzugeben, aber nur, weil ich weiß, dass mein Traummann niemals real werden kann. Theoretisch finde ich mich also mit jemandem ab, der eine "sichere Nummer" ist, weil ich weiß, dass meine kühnsten Träume ohnehin nicht wahr werden. Das habe ich noch nie jemandem erzählt und werde es auch nicht tun, denn es ist einfach absurd. Das hindert mich aber nicht daran, von seiner Stimme und seinen Berührungen zu träumen.

Beichthaus.com Beichte #00035144 vom 24.02.2015 um 19:50:33 Uhr in Wien (Bachgasse) (16 Kommentare).

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Meine Mutter, die Gelegenheitsalkoholikerin

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Hass Gewalt Familie Wien

Meine Mutter ist so etwas wie eine Gelegenheitsalkoholikerin. Sie trinkt nicht täglich, aber wenn sie trinkt, kann sie nicht aufhören und wird zu einem anderen Menschen. Meine vier Geschwister, mein Vater und ich leiden unter ihr, seit wir klein sind. Am Schlimmsten war es, als ich ins Jugendlichenalter kam. Sie zündete unsere Wohnung an, schlug mich nieder, würgte mich oder schnitt mir eine relativ empfindliche Stelle beim Handgelenk auf. So in etwa lief es 2-5 Mal die Woche, über Jahrzehnte, die Polizei war quasi Stammgast bei uns. Meine Mutter hat es immer geschafft, das Jugendamt davon zu überzeugen, sie sei die beste Mutter überhaupt und wir seien die perfekte Familie.

Bei unserem letzten Streit im November hat es mir gereicht, sie hat mich geschlagen, beleidigt, mir mehrere Kleidungsstücke und eine sehr teure Tasche aus Japan zerstört. Da habe ich ihr in den Bauch getreten und Sachen gesagt wie: "Krepier endlich an einem Leberschaden und schmor in der Hölle!" Ich habe mich nie besser gefühlt. Das Hochgefühl hielt leider nicht lange an, denn ihre Rache kam schnell, sie versuchte mich kurzerhand zu ersticken und ich bin weggelaufen. Mein Vater hat Anfang 2014 endlich entschieden sich von ihr zu trennen, unter anderem, weil er eine neue Frau gefunden hat. Meine Mutter zog im Dezember aus und nahm zwei meiner Geschwister mit (die anderen beiden sind schon ausgezogen) und ich habe nichts dagegen getan, ich habe meinen kleinen Bruder und meine kleine Schwester einem grauenhaften Schicksal überlassen und wollte das zuerst ändern.

Nach zwei Monaten alleine mit meinem Vater hatte ich ein geregeltes Leben und eine gute Arbeit - ohne ständig misshandelt und verletzt zu werden und endlich Freunde gefunden zu haben. Ich will mich nicht mit dieser Frau auseinandersetzen müssen und ich will nicht neben Job und Freunden die Verantwortung für ein geistig und ein körperlich benachteiligtes Kind tragen müssen. Mein Vater arbeitet und ich arbeite, wir müssten uns also beide um die Kleinen kümmern und ihnen jede verfügbare Zeit widmen, weil sie doppelt so viel Betreuung brauchen wie normale Kinder. Also kurzgefasst bereue ich hier zwei Dinge, ich habe die Frau, die mir das Leben schenkte, körperlich und verbal angegriffen und lasse bewusst meine Geschwister im Stich. Und das aus rein egoistischen Gründen und ich fühle mich wahnsinnig schlecht.

Beichthaus.com Beichte #00035089 vom 15.02.2015 um 21:16:55 Uhr in Wien (Heudörfelgasse) (10 Kommentare).

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“Beichte

Kleine Diebstähle ohne Restgeld

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Diebstahl Morallosigkeit Habgier Arbeit Linz

Ich beichte, dass ich in meinem früheren Job ab und zu kleine Geldbeträge gestohlen habe. Nie mehr als drei Euro, wobei ich das damit natürlich nicht entschuldigen will. Ich hatte oft solchen Hunger und kein Geld, um mir etwas zu Essen oder Trinken zu kaufen und ich mochte die Arbeit nie sehr gern. Also habe ich, wenn es passend bezahlt wurde, und die Leute nicht mit Restgeld gerechnet haben, das Geld eben nicht in die Kasse getan, aber so, dass es niemand gemerkt hat. Ich arbeite schon lange nicht mehr dort, aber das hat damit nichts zu tun - niemand hat es je bemerkt. Und ich bin sicher niemand, dem man so etwas zutraut, im Gegenteil. Aber so manch einer hätte sich darüber gefreut, mich rauswerfen zu können. Und ich beichte, dass mein Rauswurf vollkommen berechtigt gewesen wäre, das hätte ich aus mehreren Gründen verdient und absolut verstanden. Heute, in meinem neuen Job, arbeite ich fleißig, zuverlässig, absolut loyal und käme im Traum nicht auf die Idee, was auch immer zu stehlen. Es tut mir leid, dass ich damals so war, dass mir meine Arbeit eigentlich egal war und ich mich um nichts gekümmert habe. Unter anderen Umständen wäre ich viel früher gegangen.

Beichthaus.com Beichte #00034955 vom 26.01.2015 um 17:44:05 Uhr in 4020 Linz (Wiener Straße) (0 Kommentare).

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Lausbuben-Streiche

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Vandalismus Dummheit Boshaftigkeit Kinder Würzburg

Ich möchte hier mal etwas beichten, das mich bis heute verfolgt. Als Kind war ich ein ziemlich ruhiger und kleiner Junge. Ziemlich unauffällig, dachten wohl alle - ich blühte eigentlich nur auf, wenn ich Streiche spielen konnte und eine ganze Menge davon war eigentlich ziemlich gefährliches Zeug. Hier nur eine kleine Auswahl: Ich habe Silvesterkracher angezündet und in ein ausgedientes Staubsaugerrohr gesteckt und danach kleine Steine hinterhergeschmissen, somit hatte ich eine kleine Kanone, mit der ich Fensterscheiben eingeschossen habe. Ich habe auf Baustellen Treibladungspatronen von Nagelschussgeräten geklaut und diese in der Reihe auf Straßenbahnschienen platziert, als niemand an der Haltestelle stand. Von einem Bad-Fenster in der Wohnung eines Freundes aus warteten wir auf die eintreffende Straßenbahn und die Straßenbahn begann zu "feuern" sodass alle wartenden Personen sich auf den Boden warfen vor Angst und sogar der Straßenbahnfahrer ausstieg, um sich umzuschauen. Wir lagen derweil vor Lachen auf dem Badboden und kringelten uns.


Ich habe das Schwarzpulver von Silvesterkrachern zu Hunderten gesammelt, damit ich genügend "Material" hatte, für eine Rohrbombe, die ich aus einem Blindstück eines Heizungsrohres herstellte. Ich und ein paar Freunde von mir zündeten das Ding in einem Naturschutzgebiet in unserer Nähe und sprengten damit eine große Menge leerer Flaschen in die Luft, die wir dort gesammelt hatten. Auf Baustellen spielte ich durch einige sehr perfide "Fallen" den Bauarbeitern einige Streiche, bei denen wohl einige verletzt, zumindest aber doch sehr verärgert oder erschrocken waren. Durch Flaschenzüge baute ich Fallen, die durch das Durchtreten ausgelöst wurden, oder durch den Versuch des Abbauens der Fallen. Dabei fielen dann Backsteine von irgendeinem Vorsprung oder es bewegten sich Dachlatten mit großer Spannung gegen Schienbeine oder Knie, vielleicht traten auch einige Bauarbeiter in abgedeckte Löcher mit darin platzierten Spitzen und scharfen Gegenständen wie Nägeln etc. Mitunter könnte auch schon mal Glaswolle am Hintern eines Bauarbeiters gelandet sein, beim Versuch, sich denselben im Dixieklo zu putzen, denn damit rieben wir das Klopapier ein. Für diejenigen, die das nicht kennen: Es juckt abartig und dazu noch sehr lang anhaltend.


Ich habe in einem alten Schwimmbad, in dessen Umkleidekabinen lauter "Spannerlöcher" waren, durch diese hindurch nicht nur Frauen und Mädchen beobachtet, sondern diese auch bei ihrer Tätigkeit mit Wasserpistolen bespritzt. Ich habe in Schwimmbädern im sogenannten "Wildwasserbereich" im Vorbeischwimmen gerne Mal Mädchen und Frauen zu betatschen versucht, es jedoch zugegebenermaßen niemals geschafft. Und ich habe an Wohnhäusern die Biotonne geöffnet, diese dann schräg an die Eingangstüre gelehnt und geklingelt. Dann bin ich abgehauen und habe mich in einiger Entfernung über das entstandene Desaster amüsiert. Wie gesagt, das ist nur eine kleine Auswahl und ich könnte ewig so weiterschreiben. Dazu muss gesagt werden, dass ich das alles im Alter von knapp 7 - 15 Jahren getan habe - wahrscheinlich deshalb, weil ich keine leichte Kindheit hatte, mit allem, was dazugehört: Schläge, sexueller sowie psychischer und physischer Missbrauch, permanente Vernachlässigung und Ausnutzungen seitens meiner Familie, Mobbing in der Schule etc. Das soll keine Entschuldigung sein und ich möchte auch keine Absolution, jedoch tut mir einiges davon sehr sehr leid und es hätte auch jemand ernsthaft verletzt werden können, was glücklicherweise niemals passiert ist! Dennoch tut es mir leid, besonders für die Bauarbeiter.

Beichthaus.com Beichte #00034944 vom 25.01.2015 um 12:52:01 Uhr in 97084 Würzburg (Wiener Ring) (10 Kommentare).

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“Beichte

Ein unbeschwertes Leben

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Ungerechtigkeit Verschwendung Maßlosigkeit Geld Studentenleben Wien

Ich beichte, dass ich finanziell ein unbeschwertes Leben führen werde. Ich bin 20 Jahre alt und studiere Wirtschaftsrecht. Finanziell übernehmen meine Eltern alle meine laufenden Kosten und ich fahre einen schicken Mercedes SLK350 AMG, für den ich keinen Cent bezahlen musste. Sprit übernehmen sowieso meine Eltern. Sobald ich mein Studium abgeschlossen habe, steige ich in das Unternehmen meines Vaters ein, das übrigens eine beträchtliche Größe aufweist und seit etwa 15 Jahren sehr gut läuft und dementsprechend Gewinn abwirft. Mir geht es finanziell also sehr gut und das wohl mein ganzes Leben lang, wenn ich mir so mein zukünftiges Erbe ansehe. Und wie es der Zufall so will, habe ich auch bei diversen Sportwetten, die ich ab und an aus purer Langeweile betreibe, so ein Glück, dass ich auch hier bereits mehr als 4.500 Euro Gewinn erzielt habe. Und das, obwohl ich mich überhaupt nicht auskenne und mir Sport eigentlich egal ist. Hiermit möchte ich also beichten, dass ich eh schon mehr als verwöhnt bin, mir alles leisten kann, was ich will und mein Konto trotzdem immer voller wird. Ich habe Mitleid mit jedem anständigen Arbeiter, der acht Stunden pro Tag arbeitet und ein schwierigeres Leben führt. Mittlerweile habe ich Mitleid mit jedem Maurer oder Dachdecker, den ich am Weg zur Uni sehe. Ich fühle mich richtig schlecht.

Beichthaus.com Beichte #00034378 vom 22.11.2014 um 09:57:19 Uhr in 1010 Wien (Auwinkel) (20 Kommentare).

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