Die Welt vor Facebook Posts schützen

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Boshaftigkeit Hass Medien Internet

Die Welt vor Facebook Posts schützen
Eine Freundin von mir (m/19) ist, um es mit modernen Worten auszudrücken, eine ziemliche Attention-Whore. Das heißt, sie teilt, kommentiert und postet jede Kleinigkeit über ihr Leben auf einem bekannten Social Media Network, um dann möglichst viele Likes zu generieren. […]
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Beichthaus.com Beichte #00031064 vom 21.04.2013 um 16:51:45 Uhr (35 Kommentare).

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Weg mit den Augenbrauen

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Boshaftigkeit Trunksucht Last Night Bielefeld

Ich (w/16) war letztes Wochenende feiern. Nachts, als alle am schlafen waren, kamen ich und meine Freunde auf die Idee, jemandem einen Streich zu spielen. Als ich dann zufälligerweise Enthaarungscreme im Badezimmer gefunden habe, beschlossen wir, einem Freund von uns die Augenbrauen zu entfernen. Da wir alle ziemlich angetrunken waren, hatten wir unserem schlafenden Freund versehentlich fast das ganze Gesicht zugeschmiert. Wir haben natürlich auch nicht die Packungsbeilage gelesen und somit das Zeug etwa eine Stunde einwirken lassen. Mehr weiß ich von diesen Abend auch nicht mehr. Am nächsten Morgen kam unser Freund entsetzt aus den Badezimmer und hat sich tierisch über uns alle aufgeregt. Seine Augenbrauen waren weg und sein ganzes Gesicht war rot gefleckt und brannte. Die Flecken waren zwar am nächsten Tag wieder weg, aber bis seine Augenbrauen nachwachsen, könnte es noch etwas dauern. Es tut mir wirklich leid, weil das alles irgendwie meine Idee war, aber trotzdem muss ich jedes Mal lachen, wenn ich ihn sehe. Ohne Augenbrauen sieht man doch ziemlich scheiße aus.

Beichthaus.com Beichte #00031056 vom 20.04.2013 um 16:42:09 Uhr in Bielefeld (Schlosserstraße) (20 Kommentare).

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“Beichte

Die religiöse Putzfrau ärgern

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Boshaftigkeit Unglaube Gesellschaft

Ich möchte beichten, dass ich sadistisch zu unserer Putzfrau bin. Als gute, lesbische Atheistin wohne ich im evangelischen Studentenwohnheim und erfreue mich an dem Stadl hier. Natürlich provoziere ich auch ganz gerne und muss dafür nicht mehr tun, als ich eh schon mache (Binge Drinking, lauter Metal, Religionszynismus, lesbische Bettbekanntschaften). Herrlich also! Die Putzfrau hier ist natürlich, wie alle Mitarbeiter, gute Christin und in diesem Falle besonders religiös (russisch-orthodox). Sie kommt zweimal wöchentlich und die Zeit nutze ich eifrig, um der Guten etwas einzuheizen. Alles begann damit, dass ich mit einer Mitbewohnerin gerade in der Küche saß, als sie die Fenster putzte. Wir erzählten frohgemut von unseren Homogeschichten, als die Putzfrau mit ihren Hasstiraden auf Homos loswetterte: "Eklig!", "Gott will das nicht!" und so weiter. Seitdem gebe ich mir besondere Mühe, dass sie meine lesbischen Beziehungen auch direkt zu sehen bekommt. Weiterhin grüße ich sie nie und mache mir den Spaß, über frisch geputzte Böden einfach immer hinwegzugehen oder genau dann zu duschen, wenn sie gerade das Bad putzen möchte. Sie fängt dann öfters an, lauthals auf russisch zu fluchen oder hämmert mit dem Staubsauger mal nebenbei gegen meine Tür. Meine neueste Gemeinheit ist es, russischen Metal, den ich tatsächlich selbst höre, laufen zu lassen, wenn sie da ist. Die Texte dürften ihr den letzten Nerv rauben. Ich sehe ein, dass meine Anti-Nummer durchaus kindisch ist und ich dennoch so viel Spaß daran habe, dass ich bis zu meinem Auszug weitermachen werde!

Beichthaus.com Beichte #00031048 vom 18.04.2013 um 10:48:40 Uhr (53 Kommentare).

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Der überstarke Kaffee

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Boshaftigkeit Kollegen Ernährung Oldenburg

Der überstarke Kaffee
Ich (m/28) arbeite in einer Firma, die einem relativ viele kleine Vorteile bietet, die ich auch zu schätzen weiß. So zum Beispiel Kaffee und Tee, so viel man möchte, täglich frisches Obst, eine nagelneue, sehr hochwertige Mitarbeiterküche. Dieses System muss nur von den Mitarbeitern aufrecht erhalten werden, dann sind alle glücklich und zufrieden. Wir sind im Verwaltungstrakt vielleicht 30 Leute, es geht fast familiär zu, umso motivierter sollte man sein, den anderen keine Steine in den Weg zu legen. Kleine Regeln, wie zum Beispiel, wenn man den letzten Kaffee hatte, dass man dann eben 45 Sekunden Zeit investiert, um neuen aufzusetzen. Und eben genau hier ist der Knackpunkt, der mich zur folgenden, regelmäßigen Handlung hingerissen hat und noch immer hinreißt. Immer, aber auch immer, wenn ich mir mal einen Kaffee holen möchte, ist die Kanne leer, aber neu aufgesetzt hat ihn niemand. Anfänglich hat man sich nichts gedacht; einfach neuen gemacht und gut wars, aber mit der Zeit wurde es immer extremer. Man fand natürlich schnell raus, wer die Übeltäter waren, sodass ich gezielt an meiner Rache arbeiten konnte.

Kurz vor einem dreistündigen, regelmäßig stattfindenden Meeting, vor welchem sich die meisten nochmal am Nektar der edlen Bohne delektierten, setzte ich einen Kaffee auf, der einem die Schuhe auszog. Es war eher ein Espresso, auf jeden Fall so stark, dass ich beim Einfüllen des Pulvers schon das erste Mal lachen musste. Meine Erfahrung bei zu starker Dosierung ist, dass es relativ zeitnah die Darmperistaltik ziemlich in Wallung versetzt. Ab dem ersten Schluck startet ein innerer Countdown, nach Ablauf dieser Zeit muss ich so dermaßen dringend auf den Zylinder, dass ein Aufschub fast unmöglich ist. Warum sollte dies denn nicht auch bei meinen Kollegen funktionieren. Mit süffisantem Lächeln beobachtete ich also, wie sich kurz vor dem Meeting die zwei großen Kannen in Rekordzeit leerten, kurz danach saßen wir dann im Konferenzraum. Allein der überdominante Geruch des Kaffees, der die Raumluft schwängerte, war auffällig. Die Kollegen ließen sich jedoch nichts anmerken, nahmen sie halt ein Stück Zucker mehr in die Tasse. Nach dem Konsum dauerte es bei einigen Kollegen nicht sehr lange, bis sie nervös anfingen, auf ihren Stühlen hin und her zu rutschen. Die Darmaktivität machte sich bei einigen auch durch lautes Gluckern bemerkbar. Ab und an waberte der Geruch eines Schleichers durch den Raum, da war bei einigen wohl schon das Notventil aufgegangen. Ich hätte losschreien können, durch Beißen auf die Unterlippe konnte ich mich aber gerade noch zusammenreißen. Wie sie es gemacht haben, weiß ich nicht, aber sie haben knapp zweieinhalb Stunden durchgehalten. Der Leiter der Runde hat diese wunderlicherweise frühzeitig abgebrochen, ihn plagte wohl auch ein gewisser Drang, das WC aufzusuchen. Am Ende des Meetings stürmten locker 12 Mann mit spurtähnlicher Gangart Richtung Klo, leider haben wir nur zwei Toiletten und einige Pinkelbecken. Es sah aus wie in einer Disco, die Kabinen waren belegt, Fürze und Grunzen waren bis auf den Flur vernehmbar, davor tummelten sich nervöse Schlipsträger, die auch im Sekundentakt ihren nicht aufzuhaltenden Flatulenzen Freiheit gewähren mussten. Was ein überstarker Kaffee für lustige Wirkungen auslösen kann! Seitdem mache ich dies auf regelmäßiger Basis, der Kaffeekonsum ist spürbar zurückgegangen, gerade vor dem langen Meeting, aber einige lernen es einfach nicht und kämpfen regelmäßig mit der Wirkung des überstarken Gebräus. Es tut mir leid, falls die Produktivität darunter leidet beziehungsweise die Leute sich sehr unwohl fühlen, aber diese Genugtuung gleicht es für mich mehr als aus, dass ich täglich mehrfach vor einer leeren Kaffeekanne stehe.

Beichthaus.com Beichte #00031019 vom 12.04.2013 um 09:42:08 Uhr in Oldenburg (25 Kommentare).

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“Folge

Der ungerechte Lehrer

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Boshaftigkeit Aggression Rache Ungerechtigkeit Schule München

Vor einigen Jahren besuchte ich die 13. Klasse eines Gymnasiums in Bayern. Wir waren der letzte Jahrgang mit dem G9 und so war der Jahresstoff und auch die Anforderung selber für den Erwerb des Abiturs doch ganz schön hoch. Neben der Seminararbeit gab es neben den Pflichtfächern auch Wahl- und Profilfächer. Doch das Schwierigste war die Seminararbeit, sprich die erste wirklich selbstständig geschriebene "wissenschaftliche" Arbeit als Vorbereitung auf den Studiengang. Sie umfasste etwa 20 Seiten und trotz sehr hohem Input musste ich bei diesem gewissen Lehrer eine schlechte Note einstecken, was mir tierisch auf den Keks ging, denn es zog meinen Gesamtschnitt doch erheblich runter. Das Ganze hätte mich vermutlich nicht einmal annähernd gestört, wenn ich die Seminararbeit als etwas angesehen hätte, was man zwar erledigen muss, aber sonst kein Interesse von meiner Seite dafür vorhanden wäre. Doch es war mein Lieblingsfach Sozialkunde und nachdem ich mir die Korrektur des Lehrers ansah, um sie zu verstehen, stellte ich fest, dass die Arbeit über größere Etappen hinweg nicht sorgfältig korrigiert wurde, dass Rechtschreibfehler, Satzbau- und Grammatikfehler angestrichen wurden, wo keine waren und ebenso der Lehrer wohl auf dem letzten Drücker den Korrekturstift angesetzt und frei nach Bauchgefühl entschieden hatte. Trotz Protesten von meiner Seite war es aussichtslos, denn der Lehrer war auch Fachbetreuer und gleichzeitig auch mein Klassenlehrer in der 13. Klasse und da ich nicht noch mehr Stress und Benachteiligungen durch Racheaktionen riskieren wollte, beschloss ich, mich damit abzufinden. Der Lehrer hatte einen sehr ungeordneten Unterrichtsstil und doch machte er durch seine offene und witzige Art einiges wett. Er war recht sympathisch und im Prinzip mochte ihn jeder, auch ich. Das Schuljahr war in etwa schon halb gelaufen, als der Lehrer immer höhere Ansprüche in dem Fach stellte und so kam es dazu, dass auch richtige Asse in unserer Klasse bei seinen Fächern keine Eins oder Zwei mehr erreichen konnten. Das ist bei Lernfächern wie Geschichte vollkommen unverständlich und auch Mitschüler, welche sonst immer eine Eins in Deutsch hatten, schafften bei seinen Arbeiten keine Zwei mehr.


Es entwickelte sich fast schon regelrechter Hass in der Klasse gegen diesen Lehrer, da er auch von Zeit zu Zeit kurze Ticks hatte, in dem er Schüler vollkommen grundlos vor der Klasse bloßstellte oder bei Korrekturen von Arbeiten besonders schlechte Exemplare verwendete, um sie vor der Klasse zu korrigieren und immer wieder zu betonen, wie falsch die Antwort von Schüler XY war. Mir platzte der Kragen und so schlug ich eine Art mediale Hexenjagd vor und im Zeitalter der Social Networks fokussierte sich das Gesprächsverhalten auch nach der Schule in unserer geschlossenen Gruppe eines großen Social Networks hauptsächlich gegen den Lehrer. Da selbst in vorherigen Gesprächen der Rektor keinen Handlungsbedarf sah und der Lehrer sich selbstverständlich keiner Schuld bewusst war, schmiedeten wir Pläne, um uns irgendwie zu rächen und es beteiligten sich immer mehr Schüler daran. So verfassten wir jede Woche eine Art Rezension und sendeten ihm diese anonym per E-Mail. Es flossen keine Beleidigungen oder hasserfüllte Mails; wir sprachen lediglich Situationen an, in welchen wir Probleme mit seinem Unterrichtsstil und seiner Korrektur sahen. Wir schafften es aber leider nicht, irgendetwas zu bewirken und nun schlugen manche Mitschüler immer radikalere Methoden vor, dem Verhalten des Lehrers Einhalt zu gebieten.


Es blieb aber bei den Briefen und statt Hausaufgaben oder Übungsaufsätzen gab jeder die aktuellste Rezension fein säuberlich ausgedruckt und unterschrieben, termingerecht beim Lehrer ab. Irgendwann platzte ihm der Kragen und er versuchte, uns einzuschüchtern. Nachdem er die halbe Klasse beleidigt hatte, stand ich auf und entgegnete ihm lautstark diverse Äußerungen, unter anderem Fragen, ob er denn sicher sei, den Beruf des Lehrers verstanden zu haben und richtig ausführen zu können, ob er Sadist sei, dass er gefälligst seinen Ton herunterschrauben solle und ähnliche Phrasen. So ging das weiter und es schalteten sich immer mehr Schüler ein und irgendwann verließ er die Klasse, wir hatten ihn rausgemobbt. Er kam an diesem Tag nicht wieder, auch die Woche darauf nicht. Kurzum, er kam gar nicht wieder und auch die Schulleitung hielt sich bedeckt und wir bekamen einen anderen Lehrer, bestanden das Abi und ich entschloss mich, an der LMU in München zu studieren. Heute sah ich diesen besagten Lehrer in der Mittagspause in einem Fast Food Restaurant wieder und wechselte mit ihm einige Wörter. Er fragte mich nur eine Sache "hier essen oder mitnehmen?"

Beichthaus.com Beichte #00031007 vom 10.04.2013 um 15:32:57 Uhr in München (27 Kommentare).

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