Warum meine Schwester Prügel verdient hat

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Feigheit Verzweiflung Familie Rheinbach

Meine Geschichte liegt 30 Jahre zurück. Ich (w) bin in einer ziemlich kaputten Familie aufgewachsen, zusammen mit meiner Schwester und vier Katzen. Eine davon war Mutters Liebling, chronisch krank und auch nicht besonders intelligent. Meine Schwester und ich hatten durch Gewalt und Vernachlässigung auch so unsere Macken, aber wie groß die Macke meiner Schwester war, erfuhr ich, als ich 13 und sie 15 war. Dazu muss ich sagen, als ich 4 war, holte sich meine Schwester beim Toben eine blutige Nase, gab mir die Schuld, und ich wurde, Naja, grausam bestraft. Was dazu führte, dass ich mich lebenslang gegenüber meiner gewalttätigen Schwester nie richtig gewehrt habe aus Angst, sie verletzt sich.

Meine Eltern arbeiteten also damals beide, und es galt das ungeschriebene Gesetz, dass erst der Haushalt dran war, dann die Schulaufgaben und zuletzt die Freizeit. Wir taten gut daran, dies zu befolgen, denn manchmal kam unser Vater unvermittelt kurz nach Hause, und wenn dann nichts gemacht war, war der Teufel los. Meine Schwester fing also irgendwann an, oben genannte Katze zu quälen. Sie hielt ihr Leckerli hin und nahm sie wieder weg. Und wenn sie Staub saugen musste, nahm sie danach das Kabel des Saugers, schwang es durch die Luft und haute den Stecker der Mieze auf den Kopf, wobei sie mich frech angrinste. Die Katze, ich weiß es heute noch, blieb einfach sitzen, schrie bei jedem Hieb erbärmlich und hatte die Augen voll Tränen. Nie werde ich ihre Schreie vergessen. Mir war klar, dass meine Schwester das tat, um mich zu quälen, und dass sie sofort aufgehört hätte, wäre ich weggegangen. Dafür war ich aber zu feige, denn wenn Vater zwischendurch heimgekommen wäre und es wäre nicht alles fertig gewesen, hätte es Geschrei gegeben und vielleicht auch Schläge. Irgendwann verriet ich das ganze meiner Mutter, die auch angemessen schockiert war, die Sache aber nach dem nächsten Schnaps wieder vergaß und nichts unternahm. Einem Vater sagte ich nichts, denn sie hätte wie immer alles abgestritten und da wäre auch nichts passiert. Meine Schwester verlor irgendwann die Lust und hörte von selbst auf. Ich beichte, dass ich zu feige war um einfach zu gehen oder meine Schwester ordentlich zu verprügeln, einfach, weil ich so große Angst vor meinem Vater hatte. Es tut mir leid, Mieze!

Beichthaus.com Beichte #00041808 vom 09.04.2019 um 17:50:52 Uhr in Rheinbach (7 Kommentare).

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Sehnsucht nach dem Ex

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Begehrlichkeit Ex Hannover

Ich (w/31) schäme mich sehr für das, was ich tue, aber ich schaffe es nicht, es zu lassen. Vor elf Jahren machte mein Exfreund aus heiterem Himmel mit mir Schluss, weil ich den Fehler begangen hatte ihn ändern zu wollen (mehr Zeit mit mir zu verbringen und weniger mit seiner Familie, die ihn sehr oft nur ausgenutzt und ihn trotzdem oftmals heruntergeputzt hat und auch gegen mich als seine Partnerin war). Er war meine erste Liebe, mit ihm habe ich meine ersten Erfahrungen gesammelt und dies hat mich entsprechend (positiv) geprägt. Er ging dann sehr schnell eine Beziehung mit seiner Arbeitskollegin ein, brach den Kontakt zu mir komplett ab. Ich konnte mit meinem plötzlichen Single-Dasein schlecht umgehen und vögelte erstmal sinnlos durch die Welt. Während er sich erst ein Haus mit ihr baute und dann zwei Kinder folgten, geriet ich immer wieder an Typen, die mir nicht guttaten, ließ mich zu Sachen herab, die meinem angeschlagenen Selbstwertgefühl eher schadeten, ließ mich benutzen und verarschen.

Momentan bin ich nach einer weiteren gescheiterten Beziehung, aus der ich nur mithilfe einer längeren Therapie heraus kam wieder Single und denke nach all den Jahren vermehrt an meinen Ex. Es geht soweit, dass ich von uns träume, wie wir uns begegnen, uns aussprechen, liebevoll miteinander umgehen und wieder zusammenkommen. Als wir uns vor etwa vier Jahren zufällig über den Weg liefen, wich er mir allerdings gezielt aus, was bedeutet, dass er mit mir durch ist. Doch ich kann ihn nicht vergessen!
Dank FB, IG und Co. stalke ich ihm heimlich hinterher und bin ständig up-to-date, was ihn und sein Leben angeht. So weiß ich nun auch, dass er und die Mutter des Kindes inzwischen getrennt sind und er wieder eine Neue am Start hat. Obwohl es mir eine Art perverse Befriedigung verschafft hat, ihn in jener Beziehung scheitern zu sehen, ist da in mir noch immer diese Sehnsucht nach ihm und den Möglichkeiten, die wir als Paar nicht genutzt haben. Mittlerweile sehe ich die Vergangenheit mit ihm ziemlich verklärt - es war längst nicht alles schön, doch mit den Typen, die danach folgten, war es weitaus schlimmer. Ich stelle mir dann vor, dass er gereift ist und es geschafft hat, sich von seiner Familie zu distanzieren, souverän und in sich ruhend durchs Leben geht.

Mir ist das sehr peinlich, vor allem, weil ich nach außen sehr stark wirke und ihn nach der abrupten Trennung komplett ausblenden wollte. Ich habe bisher noch mit niemandem darüber gesprochen und ärgere mich über mich selbst, dass ich nach so langer Zeit noch immer an ihm hänge. Nach all den Jahren ist das doch nicht normal und ich würde ihn gern endlich aus dem Kopf (und aus dem Herzen) kriegen, doch leider tue ich genau das Gegenteil. Bitte vergebt mir meine emotionale Schwäche.

Beichthaus.com Beichte #00041792 vom 23.03.2019 um 09:59:51 Uhr in Hannover (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Chewbacca

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Eitelkeit Siegen

Nachdem ich (m) meinen Rasierer in der Dusche vergessen habe, haben mich meine Eltern darauf angesprochen. Sie fragten, wieso ich mich am Körper rasieren würde, das sähe doch nach Milchbubi und überhaupt total unmännlich aus. Ich entgegnete, dass halt nicht jeder wie Chewbacca in einem 70er-Jahre-Porno herumlaufen kann. Jetzt redet mein Vater seit zwei Tagen nicht mehr mit mir.

Beichthaus.com Beichte #00041788 vom 15.03.2019 um 07:22:27 Uhr in Siegen (16 Kommentare).

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Was passiert in einer Knast-Küche?

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Ekel Boshaftigkeit

Ich arbeite seit vielen Jahren in der Großküche einer deutschen Haftanstalt (geschlossener Vollzug). Da es sich bei den Insassen um den Abschaum der Menschheit handelt, also Mörder, Totschläger, Wirtschaftsverbrecher, Vergewaltiger, Kinderschänder und so weiter, strecke ich denen das Essen regelmäßig mit Speisestärke, Gelatine, Billigmehl, verdünne die Milch mit Wasser, lasse Lebensmittel längere Zeit ablaufen und sorge dafür, dass Obst und Gemüse gerne mal welken, bis es an die Sträflinge verteilt wird. Manchmal spucke oder rotze ich auch hinein.

Warum? Weil ich es nicht einsehe, dass es solchen Menschen gut geht. Wenn es nach mir ginge, gehört die Todesstrafe wieder eingeführt und denen nicht noch strafmildernde Umstände, vorzeitige Entlassung oder Hafterleichterung in welcher Form auch immer zugestanden. Da es mir jedoch um diejenigen, die vielleicht zu Unrecht in Haft sitzen und Opfer meiner Missgunst werden, leid tut, bitte ich um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00041782 vom 07.03.2019 um 22:33:10 Uhr (27 Kommentare).

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Der waghalsige Überholer

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Ignoranz Unfall Auto & Co. Vechta

Ich bin vor ein paar Wochen nachdem ich einen Unfall live beobachten musste, weiter gefahren, statt anzuhalten. Das war eine Kurzschlussreaktion von mir, ich war wütend auf den Verunglückten und hatte irgendwie gedacht "geschieht dir recht". Er hätte mit seiner Fahrweise auch beinahe mich (kurz vorher) in einen Unfall verwickelt.

Die Situation war etwa so, leicht kurvige Landstraße ohne Begrenzung (also 100), Tanklastwagen ganz vorne (die fahren halt nur so 60 bis 70 maximal) und dahinter locker so 8 bis 10 Autos. Ich war etwa der 11. hinter mir noch 3 Autos. Überholen konnten die vorne offenbar nicht. Auf mal fängt der allerletzte (von ganz hinten) an zu Überholen (völlig verrückt, man konnte klar sehen, wie lang die Schlange ist). Wie es kommen musste, auf meiner Höhe etwa kommt Gegenverkehr und er muss einscheren. Der Abstand war bei der Geschwindigkeit so, wie man es kennt, also gering) gleichzeitig wurde die Kolone langsamer (da kam vorne so ein Mini-Dorf). Der war natürlich schon am nach rechts ziehen und ich dann natürlich voll in die Eisen. Das fehlten eher nur Millimeter statt Zentimeter.

In dem Moment (war ich zwar leicht Aggro, Pumpe ging etwas höher, hätte ja auch fast gekracht), hab aber noch gedacht "ok vielleicht Fahranfänger oder so und hat nicht verstanden, was er gerade gemacht hat". Niemals im Leben hätte ich damit gerechnet, das der nur ein paar Sekunden später (die 2/3 Wagen Gegenverkehr waren grade durch) sofort wieder ansetzt (sowas Wahnsinniges...) und dann kam halt, was kommen musste (und er auch so provoziert hat), es kam wieder Gegenverkehr aus einer Kurve und da es mitten in der Kurve war (Rechtskurve), hat er nach links ausgewichen auf ein Feld rauf.

Ich sah noch, wie er sich überschlagen hatte und alle Teile seines (ich glaube AMG, jedenfalls so ein aufgemotzter Benz) in der Gegend rumflogen. Und dann kam halt mein Fehler, weswegen ich hier jetzt beichte. Ich bin in dem Augenblick weiter gefahren. Ich hätte natürlich locker anhalten können, aber ich wollte es einfach nicht. In dem Augenblick stand es für mich wirklich völlig außer Frage, da jetzt anzuhalten. Wäre das eine einsame Landstraße gewesen, und ich der einzige weit und breit, wäre das was anderes gewesen. Aber in dem Augenblick dachte ich mir "dem Wixer, den sollen mal Andere helfen". Ich hoffe, von den anderen war zufällig auch jemand ausgebildeter Rettungssanitäter. Ich war ja leider weiter gefahren und hab nicht geholfen. Das muss natürlich keinen Unterschied machen, ob da jetzt sofort jemand dabei ist, der sich auskennt, aber (Situationsbedingt) kann das schon einen großen Unterschied für den Betroffenen machen, ob da jetzt die Leute nur ihr einfaches (meist fast vergessenes) Ersthilfe Wissen anwenden, oder eben direkt ein Sani da ist (bin kein "aktiver" Sani, aber hätte doch mehr wissen als der durchschnittliche Ersthelfer). Daher habe ich jetzt schon einige fast schlaflose Nächte hinter mir und es nagt an mir. Ich werde das nächste Mal, egal was vorher war, anhalten!

Beichthaus.com Beichte #00041776 vom 28.02.2019 um 20:09:17 Uhr in Vechta (22 Kommentare).

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