Schuften für einen Hungerlohn

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Vorurteile Hochmut Gesellschaft Stuttgart

Mittlerweile kann ich verstehen, warum manche Leute lieber schmarotzen, anstatt arbeiten zu gehen.
Ich(28), studiere Jura (Abi nachgeholt mit 27) und habe seit meinem 18. Lebensjahr immer gearbeitet. Ob im Supermarkt, im Housekeeping, in der Fast-Food-Kette oder im Restaurant. Die Leute verdienen einen Witz egal ob Aushilfskraft oder Schichtleitung.
Da ich früher keinen Wert darauf gelegt habe schick essen zu gehen, die Oper zu besuchen, ein Auto zu haben oder einen Führerschein zu machen, bin ich mit meinem kargen Lohn wunderbar zurechtgekommen und habe dieses Herumjammere wegen des Geldes / Arbeitsplatzverlust von Freunden und Bekannten nie nachvollziehen können. Mein damaliges Motto war: Jobs gibt es überall, Mindestlohn auch wer sucht, der findet. Ich wäre sogar der FDP beigetreten wären da nicht diese Mitgliedsbeiträge.
Früher empfand ich Menschen, die länger als 3 Monate arbeitslos waren, als niedere, faule Kreaturen. Ich habe auf sie herabgeschaut und bin innerlich unglaublich wütend auf sie geworden.
Nun sieht es aber so aus:
Pflegekräfte verdienen etwas mehr als Verkäuferinnen, jedoch geht der Beruf an die physische und psychische Belastungsgrenze.
Hotellerie und Gastronomie sind unterirdisch schlecht bezahlt - mit oder ohne Ausbildung. Die Arbeitszeiten sind ein wahnsinnig großes Problem - Doppelschichten, Teilschichten, nicht erfasste Überstunden etc.
Molekular-Mediziner studieren ewig, forschen an wichtigen Dingen und werden mit niedrigsten Gehältern abgespeist. Selbst mit einem schicken Doktortitel.
Überall ist man unterbesetzt, hat ohne Ende Überstunden zu leisten, Gesetze zur Arbeitszeit werden vom Arbeitgeber gerne missachtet. Von der Arbeitsleistung, die man tagtäglich verrichten muss, ganz zu schweigen.

Ich bin den harten Weg des zweiten Bildungsweges gegangen und werde mein Studium durchziehen, ordentlich Geld verdienen und mich später für Menschen einsetzen, die "unseren Sozialstaat aushöhlen". Ich werde gratis Leute vertreten, die von ihrem Arbeitgeber gemobbt wurden oder deren Sozialleistungen sanktioniert wurden. Und nebenbei werde ich Kohle als Jurist in der Wirtschaft scheffeln - bei K**G oder so. Ich habe Spitzenergebnisse in den Prüfungen und diverse Zusatzqualifikationen.
Dabei bin ich sehr dafür, dass wer essen will auch arbeiten soll. Nur ist es irgendwie gehüpft wie gesprungen, wenn man sich die Knochen wund schuftet für ein Gehalt, das man locker vom Staat fürs Nichtstun beziehen kann.
Ich verachte nicht mehr unsere Arbeitslosen, sondern die Manager und Unternehmer, die nicht verstehen, dass man selbst von 1.500 € netto Gehalt kaum leben kann. Und ich verachte die Politiker, die sich zum Anfang des Jahres mal wieder großzügig selbst bereichert haben und ihre Diäten um 58 % erhöht haben.
Bitte vergebt mir meine Sünde, den Hochmut und die Vorurteile.

Beichthaus.com Beichte #00042058 vom 17.03.2020 um 17:28:34 Uhr in Stuttgart (4 Kommentare).

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Die hüpfenden Brüste

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Fetisch Begehrlichkeit Familie Heilbronn

Es fing alles an als ich (m) etwa 10 oder 11 Jahre alt war. Auch wenn ich als Erwachsener durchschnittlich groß bin, war ich in diesem Alter ziemlich klein für meine Altersgruppe. Erst mit 13 hatte ich einen ziemlichen Wachstumsschub. Davor allerdings war ich sehr unzufrieden mit meiner Größe. Meine Schwester (drei Jahre älter) zog mich sehr häufig damit auf, gerade weil sie wusste, dass es mich am meisten ärgerte. Sie nannte mich oft "Zwerg", "Kleiner" (oder vergleichbares), redete herablassend in Babysprache mit mir, beugte sich herunter auf meine Augenhöhe usw. Ich beneidete sie für ihre Größe und konnte es kaum abwarten, endlich stärker zu sein.

Meine Beziehung zu ihr in dem Alter war sehr widersprüchlich: Auch wenn wir nie heftiger gegeneinander geraten sind als in dieser Zeit, waren wir gleichzeitig aber auch nie enger miteinander (auch wenn ich das in dem Alter nie zugegeben hätte). Wir hatten in dem Alter auch eine Phase wo wir oft spielerisch unsere Kräfte gemessen und unsere Körpergrößen verglichen haben. Ich erinnere mich besonders an einem Abend, an dem ich alleine mit ihr in ihrem Zimmer war und wir schon in unseren Schlafanzügen waren. Wir alberten herum und rangelten spielerisch miteinander. Dann passierte es: Der Ausschnitt von ihrem Trägertop verrutschte und ihre Brust fiel ihr direkt vor meinen Augen raus. Wir unterbrachen das Spiel, sie wurde leicht rot und sagte "Ups!", und packte sie wieder ein. Dieser Moment war für mich total komisch, da ich zum ersten Mal live aus nächster Nähe eine weibliche Brust sah, und umso komischer war es, dass diese Brust zu meiner Schwester gehörte. Mir wurde zum ersten Mal so richtig bewusst, dass sie sich zu einer richtigen Frau entwickelt. Wir sprachen nie wieder über den Vorfall, ich weiß auch nicht, ob sie sich heute noch daran erinnern kann. Direkt nachdem sie sie wieder eingepackt hat, haben wir einfach ganz normal weiter gemacht als, ob nichts wäre. Und keine halbe Minute später fiel ihr die andere raus. Ich denke daher nicht, dass es für sie eine große Sache war.

Für mich war es das aber im Nachhinein schon. Seitdem begann ich, meine Schwester mit anderen Augen zu sehen. Immer wenn sie dieses Oberteil anhatte (oder andere tief ausgeschnittene), ertappte ich mich selbst dabei, dass ich besonders viel Zeit mit ihr verbrachte und besonders nett zu ihr war. Ich hoffte immer darauf, dass ihr irgendwann wieder etwas herausfällt, aber es passierte leider nie mehr. Im Laufe der Zeit verlor ich dann auch das Interesse, da ich dann auch größer wurde. Sie selbst fand in ihrer Jugend dann andere Freunde, entwickelte sich zu so einem richtigen Partygirl und irgendwie lebten wir uns dann total auseinander, ich erkenne sie kaum wieder. Aber der Vorfall hat mich nachhaltiger beeinflusst als zuerst angenommen. Denn ich habe mit der Zeit einen Fetisch für größere, starke Frauen entwickelt. Also, die Rede ist nicht davon, auf so eine Domina-mäßige, aggressive Art dominiert zu werden, denn sowas fände ich schon wieder unerotisch. Sondern von Frauen, die einen eher auf eine liebevolle Art dominieren; ich kann das nur schlecht erklären. Die stark und beschützend sind und gleichzeitig ein sehr femininer Typ. Es gibt ja wirklich die verschiedensten Fetischisten, aber von so meinem habe ich noch nie irgendwas gehört.

Beichthaus.com Beichte #00042055 vom 06.03.2020 um 21:25:25 Uhr in Heilbronn (0 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Der Klopapier-Streit

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Aggression Verzweiflung Studentenleben Goethestraße München

Ich(w)möchte erzählen, dass ich mich mit meiner Mitbewohnerin so sehr gestritten habe, dass jetzt jeder sein eigenes Klopapier zum Scheißen mit auf die Toilette nimmt.
Ich bin eine junge Studentin, die gemeinschaftlich mit einer weiteren Person in einer Wohnung lebte. Am Anfang verstanden wir uns gut. Aber dann haben wir begonnen wegen allem zu streiten. Das ging so weit, bis sie Türen knallten, wir nicht mehr miteinander sprachen und uns gegenseitig passiv-aggressive Post-its hinterließen wie "Kannst du mal den Herd saubermachen?"
Irgendwann war das aus dem gemeinsamen WG-Kapital beschaffte Klopapier zur Neige gegangen und es kam zum Toilettenpapiernotstand. Kurzum hatte jeder sein eigenes Klopapier und wanderte, sobald ihn ein Bedürfnis befiehl, damit auf Toilette. Wir bunkerten es in unseren Zimmern. Ich fand es lustig, dass es sie so aufgeregt hat, vor allem weil sie damit begonnen hatte. Sie hatte es verdient.
Es ist inzwischen zu einer netten Anekdote geworden, über die ich lachen kann. Aber bis vor einiger Zeit habe ich mir noch oft den Kopf darüber zerbrochen, ob mein Verhalten moralisch richtig war.

Beichthaus.com Beichte #00042054 vom 06.03.2020 um 01:17:13 Uhr in Goethestraße München (2 Kommentare).

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Wegen einem Streit mit Folgen die beste Freundin verloren.

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Boshaftigkeit Aggression Freunde München

Ich habe etwas Übles getan und fühle mich schäbig. Eine Freundin von mir, die auch später meine Chefin wurde, hatte ein großes Geheimnis: Sie war/ist heroinsüchtig bzw. auf Methadon. Man merkt es ihr nicht an und mich hat es ehrlich gesagt auch nie großartig gestört, weil ihre anderen Eigenschaften im Vordergrund standen.
Eines Tages hatte ich einen großen Streit mit ihr. Eigentlich wegen einer Lappalie. Die Sache schaukelte sich jedoch hoch, so das wir kein Wort mehr miteinander Sprachen. Ich war wütend und unterhielt mich mit einer anderen Person (die nicht wirklich als vertrauenswürdig galt) über die Situation. Nach einer Weile erwähnte ich die Sache mit dem Heroin. Keine Ahnung warum. Es war einfach niederträchtig von mir. Ich verstehe nicht, warum ich das nicht für mich behalten habe. Die Geschichte verbreitete sich dann wie ein Lauffeuer in der Firma. Alle Kollegen wussten Bescheid, sogar die anderen Chefs.
Sie wurde daraufhin an einen anderen Firmenstandort versetzt, damit sie den Anfeindungen aus dem Weg gehen konnte. Nun lebt sie meinetwegen in einer anderen Stadt. Herausgerissen aus ihrem alten Leben. Grundlos. Nur, weil ich mein blödes Maul nicht halten konnte. Ich habe keinen Kontakt mehr zu ihr, wüsste auch nicht wie ich an sie herantreten kann. Das Ganze ist ohnehin nicht verzeihlich. Die Aktion war einfach dumm und asozial. Die Schuldgefühle sind unendlich, aber das macht die Sache auch nicht besser.

Beichthaus.com Beichte #00042053 vom 04.03.2020 um 18:41:21 Uhr in München (0 Kommentare).

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Die Hoffnung stirbt zuletzt

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Ekel Sex Partnerschaft Freital

Ich(m)bin jetzt seit zwei Jahren mit meiner Freundin zusammen, und wir lieben uns auch. Demnächst kommt sogar unser erstes Kind zur Welt. Mein Problem ist, ich finde sie schon seit Monaten körperlich abstoßend, weil sie richtig fett geworden ist. Und nein, das ist nicht nur der Babybauch. Es gibt Frauen die sehen auch in der Schwangerschaft sexy aus, aber nicht sie. Sie war vorher schon leicht mollig, aber grade noch so attraktiv für mich. Jetzt, 20Kilo später möchte ich sie nicht mehr nackt anschauen oder anfassen. Sie beschwert sich auch oft, dass bei uns nichts mehr im Bett läuft, ich schiebe es aufs Baby, aber die Wahrheit will ich ihr nicht sagen. Wer will schon hören, dass er/sie zu abstoßend aussieht. Ich schäme mich auch für mein Gefühl, aber ich kann es nicht abstellen. Ich steh nun mal auf schlanke Frauen. Da kann ich nur hoffen, dass sie nach der Geburt bald in ihre alte Form zurückfindet.

Beichthaus.com Beichte #00042052 vom 02.03.2020 um 15:04:13 Uhr in 01705 Freital (0 Kommentare).

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