Unschuldig geschlagen

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Feigheit Ungerechtigkeit Tiere

Ich will beichten, dass ein Hund, als ich höchstens zehn Jahre alt war, wegen mir leiden musste, nur weil ich nicht den Mut hatte, die Wahrheit zu sagen. Mein Vater nahm mich zu seinem Chef mit nach Hause und er hatte den besagten kleinen Hund. Da ich mit ihm spielen wollte, und es sonst nichts gab, nahm ich einen kleinen Teddybären aus einem Korb mit ganz vielen verschiedenen Teddys, der auf dem Boden im Flur stand und warf ihm diesen zu. Da die Sammlung allerdings der Tochter des Chefs gehörte, stellte sich das als eine echt dumme Idee heraus. Ich wusste auch irgendwie sofort, dass es dumm war, aber der Kleine wollte das Kuscheltier nicht mehr loslassen. Als ich dann zurück ging und die Frau des Chefs den Hund sah, hat sie ihn total ausgeschimpft und hat mich gefragt, wie das gekommen sei. Und weil sie so sauer war, habe ich Angst gehabt und behauptet, er wäre von allein an den Korb gegangen. Und dann hat sie den Armen verhauen, weil er den Teddy nicht losgelassen hat. Ich werde das nie vergessen, was für Geräusche er dabei gemacht hat und dass ich einfach nichts gesagt habe. Das tut mir auch nach mehr als zehn Jahren noch total leid!

Beichthaus.com Beichte #00030363 vom 21.10.2012 um 10:49:14 Uhr (13 Kommentare).

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Kilometermärsche

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Boshaftigkeit Ungerechtigkeit Zivi & Bund Münster

Ich (m/27) habe vor ein paar Jahren nebenbei bei einem Gärtner bei uns im Ort gearbeitet. War immer sehr lustig. War ein sehr lustiger Haufen. An einem Samstagmorgen waren wir zu dritt auf einem unserer Felder in der Bauernschaft und haben Jungpflanzen gepflanzt. Hatten schon den ganzen Morgen viel Spaß und viel Mist gelabert. Dann kam unser Highlight des Tages.
Erst kam ein Auto von der Bundeswehr und stellte einen Wegweiser an einer Abzweigung direkt bei uns am Feld auf. Denke das war so für einen dieser 25 Kilometermärsche, die man beim Bund ableisten muss. Als der Wagen weg war, sind wir schnell hin und haben den Pfeil umgedreht. Nach einer Weile kam ein Trupp mit circa 30 Soldaten vorbei. Schön locker am rauchen und schwatzend ohne jegliche Anstrengung. Die natürlich dem Pfeil hinterher. Als alle verschwunden waren, haben wir den Pfeil wieder umgedreht und erst mal weitergearbeitet. Nach circa 45 Minuten kam die Truppe zurück. Im Laufschritt. Die gucken zum Pfeil und sind voll am Fluchen. Dann sehen die nur noch drei Leute auf dem Feld am Lachen ohne Ende. Ich konnte nicht mehr. Die sind dann auch direkt abgedampft, die müssen ja auch eine gewisse Zeit einhalten. Der Tag war für uns gerettet. Ich beichte, dass ich immer wieder am Schmunzeln bin, wenn ich daran denke. Ich würde es immer wieder machen, vor allem weil ich da auch beschlossen habe Zivi zu werden.

Beichthaus.com Beichte #00030292 vom 27.09.2012 um 10:44:15 Uhr in Münster (16 Kommentare).

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“Beichte

Diktatur im Kindergarten

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Hochmut Stolz Ungerechtigkeit Kindergarten Kinder Neustadt am Rübenberge

Ich hatte damals das Glück, sowohl zum richtigen Zeitpunkt geboren worden zu sein, als auch eine liebe Mutti zu haben, weswegen ich erst mit 7 eingeschult wurde. Das machte mich eine ganze Weile zum Ältesten Kind im ganzen Kindergarten. Da es sich um einen Großkindergarten handelte, der vor allem eine nahe gelegene öffentliche Einrichtung und deren Mitarbeiter versorgte, soll das schon was heißen, bei rund 60 Kindern in 5 Gruppen. Im Nachhinein eine absolut tolle Zeit: Die Erzieher waren lieb und äußerst kompetent, das Spielzeugangebot mehr als luxuriös. Jedoch gab es einen Umstand, der mich meine ganzen frühen Jahre verfolgt hatte: Einen Mangel an guten Schaufeln. Dazu muss ich noch sagen, dass es üblich war, erstmal nach dem Mittagessen gemeinsam Zähne zu putzen und dann möglichst schnell ins Freigehege zu stürmen. Auf dem Weg dahin befand sich eine für unsere Verhältnisse damals riesige Box mit allem möglichen an Sandspielkram. Besonders beliebt waren Schaufeln und Spaten. Davon gab es sowohl eine billige, stumpfe Variante, mit der man total mies buddeln konnte, und dann noch die richtig guten Deluxe-Dinger. Wer älter, größer, schneller oder einfach nur harte Ellenbogen hatte, griff sich die guten Teile. Der Pöbel musste den Rest nehmen. Gelebter Sozialdarwinismus im Zwei-Kastensystem!

Als ich dann irgendwann aufgrund der natürlichen Rangfolge in die höhere Kaste aufstieg, entschied ich mich, diesem System ein Ende zu bereiten und entwickelte ein System zur gerechten Verteilung der Schaufeln. Erst mit körperlicher Gewalt etabliert, dann noch ein bisschen Heul-Manipulation mit Hilfe der Erzieher konnte ich unter den Mitkindern durchsetzen, dass die guten Schaufeln von mir und 2 damaligen Freunden (ebenfalls ältere) ausgeteilt wurden. Jeweils 3 Kinder bekamen eine gute Schaufel, womit innerhalb von kleinen Spielgruppen die Verteilung gewährleistet wurde. Wollte einer innerhalb einer Gruppe nicht seinen Spielgefährten die gute Schaufel abgeben, haben wir umgehend exekutiv den Missstand beseitigt. Was keiner wusste: Wir haben uns selbst vorher jeder eine der neuesten und besten Schaufeln beiseite gelegt; natürlich nur als Hoheitsanspruch unserer gütigen Verwaltung!
Im Nachhinein kommt mir das so unglaublich lächerlich wie genial vor, trotzdem möchte ich beichten, dass ich mit 6 Jahren meine erste kommunistische Mikronation erschaffen habe und im guten Glauben meiner Spielgefährten an die gerechte Umverteilung selbst bereichert habe, und das alles mit Hilfe eines ausgewählten Kaders an persönlichen Gefährten. Ich bin mittlerweile absolut unpolitisch.

Beichthaus.com Beichte #00030271 vom 18.09.2012 um 14:24:17 Uhr in Neustadt am Rübenberge (33 Kommentare).

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Nie wieder Zickenalarm

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Vorurteile Ungerechtigkeit Arbeit Bonn

Ich arbeite in dem Familienunternehmen meiner Eltern. In unserem Büro arbeiten 12 Leute und für die Neueinstellungen bin ich verantwortlich, obwohl dies bei dieser Größenordnung nicht allzu oft vorkommt. Ich stelle bevorzugt dicke Menschen ein. Das klingt jetzt ziemlich paradox, da doch eigentlich überall immer das Gegenteil der Fall ist. Aber die "Völligen" sind einfach konzentrierter, lassen sich nicht von jedem Püppchen-Schnick-Schnack ablenken, sind zuverlässig und das Arbeitsklima ist einfach nur klasse. Und wenn man mit den Kollegen zum Mittagstisch geht, muss man sich auch nicht immer die "Ich esse heute nur einen Salat"-Leier an anhören. Es ist einfach herrlich! Ich beichte also, dass ich hübsche Sachbearbeiterinnen bzw. sportliche Sachbearbeiter diskriminiere und nicht einstelle, selbst wenn sie etwas besser qualifiziert sind. Ich habe einmal die Erfahrung gemacht eine Dame nach Aussehen einzustellen und dann war jeden Tag Zickenalarm angesagt. Einmal und niemals wieder!

Beichthaus.com Beichte #00030228 vom 30.08.2012 um 09:28:04 Uhr in Bonn (Tannenbusch) (31 Kommentare).

Gebeichtet von Oldbill
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Das abgewiesene Mädchen

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Ekel Rache Ungerechtigkeit

Damals als ich noch auf der Grundschule war (mit 9 etwa), gab es nebenan im Kindergarten am Nachmittag immer eine Hordgruppe, in die ich nach der Schule auch ging. Dort konnten wir Hausaufgaben machen, etwas essen und uns beschäftigen. Meine Eltern arbeiteten lange und holten mich dann immer um 16 Uhr nach der Arbeit dort ab. Wir waren eine relativ große Gruppe, die jedoch zum größten Teil aus Kindergartenkindern bestand. Nur etwa 5 Kinder, zu denen ich auch gehörte, gingen zur Grundschule. Zu der Zeit war ich ein ziemlich aufständiges Kind und stellte dementsprechend mit meinen anderen 3 Grundschulkollegen ziemlich viel Blödsinn an. Die 5. im Bunde war ein Mädchen, das wir alle ziemlich komisch fanden. Keiner von uns mochte sich so recht mit ihr beschäftigen und deshalb war sie die meiste Zeit alleine.


Eines Tages, nachdem wir Sie mal wieder abgewiesen hatten mit uns zu spielen, hörten wir ein lautes Brüllen unserer Kindergärtnerin. Sie stürmte in den Aufenthaltsraum und griff sich meinen besten Freund, der damals der schlimmste von uns 4 war. Sie zerrte ihn in die Jungentoilette. Wir rannten hinterher und was wir da sahen, lies uns den Linseneintopf vom Mittagessen hochkommen. Braune Sauce war überall in einer der Kabinen des Jungenklos verteilt. An den Wänden, dem Klodeckel, dem Spülkasten, sogar von außen an der Tür. Man sah deutlich, dass jemand die Fäkalien mit den Händen dort verteilt hatte.
Von uns war es keiner gewesen und die Kindergartenkinder gingen damals immer auf separate Klos. Die Kindergärtnerin verdächtigte jedoch ihn, also bekam mein Kumpel Putzsachen in die Hand gedrückt und durfte alles schön saubermachen. Irgendwann war das Mädchen es wohl Leid gewesen und wollte uns so richtig eins reinwürgen. Ich kann nur vermuten was dort auf der Toilette passiert ist, denn ich kenne nur das Resultat, aber dabei gewesen wäre ich nicht gerne. Ich beichte nun also, dass ich meinen Kumpel die Mädchenscheiße schön habe allein wegmachen lassen. Sorry, aber das ganze war damals einfach viel zu ekelig.

Beichthaus.com Beichte #00030213 vom 27.08.2012 um 16:03:26 Uhr (10 Kommentare).

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