Einzelgänger

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Engherzigkeit Ignoranz Ungerechtigkeit Familie

Ich (w/25) kann einfach meine Familie nicht lieben und fühle mich deswegen schlecht. Wenn ich von anderen Menschen so etwas höre, wie "ich vermisse meine Familie, ich habe sie zwei Wochen nicht mehr gesehen", kann ich das überhaupt nicht nachvollziehen. Ich kann meine Familie wochenlang nicht sehen und vermisse sie überhaupt nicht. Im Gegenteil, mit ihnen zusammen zu sein, löst bei mir eher Stress aus. Seit Beginn der Pubertät fühle ich mich irgendwie fremd, ich habe das Gefühl, ich hätte überhaupt nichts mit ihnen gemeinsam. Seitdem hatte ich auch immer wieder Gedanken, einfach für ein Jahr wegzugehen, zum Beispiel ins Ausland, und den Kontakt in dieser Zeit auf ein Minimum zu beschränken oder komplett abzubrechen. Ich weiß überhaupt nicht, woran das liegt. Meine Familie hat mir überhaupt nichts getan, meine Eltern haben sich immer um mich gekümmert, mich nie geschlagen, mir meine komplette Ausbildung bezahlt und so weiter. Meine Großeltern haben sich ebenfalls immer um mich gekümmert, wenn meine Eltern keine Zeit hatten. Ich fühle mich schuldig, dass ich sie nicht so liebe wie andere Kinder und Enkelkinder ihre Eltern beziehungsweise Großeltern lieben. Vielleicht bin ich einfach als Einzelgängerin geboren worden. Ich habe auch keine Freunde und hatte noch nie eine Beziehung, aber die meiste Zeit stört mich das nicht mal.

Beichthaus.com Beichte #00030566 vom 09.12.2012 um 23:16:09 Uhr (23 Kommentare).

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Glücklich überbezahlt

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Falschheit Faulheit Ungerechtigkeit Geld Studentenleben Darmstadt

Ich muss beichten, dass ich seit diesem Semester (ich bin noch Student) fürs Nichtstun an der Uni Geld verdiene und das nicht zu knapp. Ich betreue Erstsemester beim physikalischen Grundpraktikum und kassiere dafür elf Euro die Stunde. Aber für das, was ich leiste, bin ich völlig überbezahlt. Ich habe das Grundpraktikum zwar schon hinter mir, aber wirklich alles verstanden habe ich selber nicht. Ich bin also nun jeden Montag von 14 bis 18 Uhr dabei, die meiste Zeit auf meinem Handy zu spielen, bei Facebook zu chatten oder, wie gerade eben, eine Beichte zu schreiben, während die armen Erstsemester herumexperimentieren und mir ab und zu eine Frage stellen, auf die ich in 50 Prozent der Fälle selber keine Antwort weiß. Am Ende tue ich dann so, als würde ich mir ihre Versuchsprotokolle wirklich durchlesen und vergebe nur nach Sympathie und Aussehen zwischen sieben und neun Punkten. Bitte vergebt mir, dass ich das eigentlich unverdiente Geld vom Staat annehme und danach in der Kneipe in Bier, Schnaps und Zigaretten investiere, obwohl ich mich eigentlich viel mehr vorbereiten müsste, um meinem Job wirklich nachzukommen. Aber dafür bin ich viel zu faul und ich bin schon daran gewöhnt, mich jeden Montagabend zu betrinken.
Und mal ehrlich, jeder Student will einfach nur bestehen und bei mir ist noch keiner durchgefallen.

Beichthaus.com Beichte #00030525 vom 03.12.2012 um 14:53:38 Uhr in Darmstadt (Uni) (18 Kommentare).

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Schlechtes Gewissen gegenüber einer Fremden

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Boshaftigkeit Fremdgehen Ungerechtigkeit Partnerschaft

Ich (w/19) hatte vor drei Jahren eine Affäre mit einem 12 Jahre älteren Mann. Er hatte bereits eine Tochter mit seiner Freundin, mit der er in einem Haus in meiner Nähe zusammenlebte. Fast täglich ging ich an seinem Haus vorbei, um ihn zu sehen. Außerdem traf ich mich einmal in der Woche mit ihm im Wald, wo wir zusammen nicht jugendfreie Dinge getrieben haben. In den Momenten, wo wir zusammen waren, war ich echt glücklich. Doch in anderen Momenten überkam mich das schlechte Gewissen. Schließlich hatte er zu Hause eine Freundin, die ihm all seine Lügen abkaufte. Irgendwie tat sie mir leid. Als unsere Affäre nach zwei Monaten zu Ende war, habe ich darüber nachgedacht, der Freundin alles zu beichten. Doch da ich immer noch mit ihm gut befreundet war, konnte ich es einfach nicht über mein Herz bringen, dabei hätte sie die Wahrheit echt verdient. Denn ich bin nicht die einzige, mit der er seine Freundin betrogen hat. Bis heute habe ich niemandem etwas davon erzählt, aber es tut gut, es endlich einmal "aussprechen" zu können.

Beichthaus.com Beichte #00030491 vom 25.11.2012 um 13:43:19 Uhr (14 Kommentare).

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Das Unglück der Ältesten

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Engherzigkeit Ungerechtigkeit Hass Familie

Ich (w) beichte, dass ich meine Eltern hasse. Ich bin religiös aufgewachsen und habe sehr wohl gelernt, Vater und Mutter zu ehren. Allerdings finde ich, dass dies auf Gegenseitigkeit beruhen sollte und ich fühle mich nicht gerade geehrt. Ich habe zwei kleine Geschwister […]
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Beichthaus.com Beichte #00030478 vom 22.11.2012 um 06:49:44 Uhr (32 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Rache an der falschen Person

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Rache Dummheit Ungerechtigkeit Familie Wien

Mein Bruder fand es wohl ziemlich komisch, meine Präsentation für die Abschlussarbeit mit ein paar Bildern von nackten Frauen inklusive den dazugehörigen Stöhngeräuschen zu "verschönern". Das meinen Professoren zu erklären war mehr als schwierig und da sich mein Bruder - den Ausmaßen seiner Tat anscheinend bewusst geworden - von Zuhause fernhielt, konnte ich meiner Wut nicht einmal Luft machen. Also besoff ich mich. In meinem Suff beschloss ich, sein Zimmer umzudekorieren. Dabei fiel mir sein Laptop in die Hände. Auf besagtem Gerät befanden sich einige Videos von ihm und irgendwelchen Frauen beim Sex, unter anderem auch mit seiner damaligen Freundin. Ich schnitt also aus dem Video mit seiner Freundin ein paar Bilder heraus, auf denen die beiden auch gut zu erkennen waren, und stellte sie ins Netz. Außerdem druckte ich Flyer. Zusätzlich versah ich alles mit dem vollständigen Namen meines Bruders und dem Copyright-Symbol. Noch am selben Abend verteilte ich die Flyer in der ganzen Stadt und vor allem auf dem Schulgelände jener Schule, die mein Bruder damals besuchte. Am nächsten Morgen stand dann plötzlich die Polizei vor der Tür und nahm meinen Bruder wegen besagter Fotos (und Flyer) mit. In meinem Suff hatte ich die Folgen meiner Aktion nicht bedacht. Er hat eine ordentliche Geldstrafe bekommen und meine Eltern und das Mädchen (inklusive ihrem Schrank von einem Vater) waren auch nicht gerade erfreut. Im Nachhinein tut es mir schrecklich leid - vor allem, weil ich meinem Bruder bis heute nicht gesagt habe, dass ich das war. Er hatte es aber immerhin ein bisschen verdient, das Mädchen allerdings, das kurz darauf wegzog, hatte damit eigentlich rein gar nichts zu tun.
L..., falls du das jemals liest, es tut mir furchtbar leid.

Beichthaus.com Beichte #00030459 vom 15.11.2012 um 18:42:45 Uhr in Wien (Dresdner Straße) (13 Kommentare).

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