Tattoos machen mich nicht kriminell!

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Vorurteile Ekel Rache Chef Wien

Ich (m/18) werde auf mein Aussehen bzw. auf meine Tattoos reduziert, sogar auf Arbeit. Letztens meinte mein Chef, dass meine Tattoos komplett unnötig sind, ich bestimmt Drogen nehme und das ich (sobald meine Ausbildung zu Ende ist) gekündigt werde, wegen meine Tattoos. Ich war so wütend und mir ist eine blöde eklige Idee eingefallen und zwar habe ich meinem Chef Kaffee servieren müssen (obwohl es nicht zu meinen Aufgaben zählte). Ich bin also kurz mit dem Kaffeebecher aufs Klo und habe in seinen Becher gepisst. Nicht viel, ganz wenig nur, eine kleine Schicht. Den Rest des Geschäftes habe ich normal im WC verübt und danach den Kaffeebecher normal mit Kaffee aufgefüllt. Ich glaube nicht, dass er es bemerkt hat. Mir wird eigentlich komplett übel und ich finde es eklig, was ich getan habe. Einerseits finde ich aber auch, dass er es verdient hat. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00040692 vom 27.11.2017 um 08:54:31 Uhr in Wien (22 Kommentare).

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Mobbing hat mich zum Nazi gemacht

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Eitelkeit Vorurteile Gesellschaft Leverkusen

Ich (m/43) habe durch meine Kindheit starke Minderwertigkeitskomplexe, welche ich an unschuldigen Menschen auslasse, die ich nicht einmal kenne. Es fing an, als ich in die Grundschule kam, ich war der einzige Junge, der dunklere Haut und dunkle Haare hatte, mein Großvater war ein Afrikaner, was man mir auch ein wenig ansah, die Farbe war jedoch hauptsächlich Bräune, meine Familie verreiste gern in heiße Länder. Ich wurde täglich gemobbt, man nannte mich Mohrenkopf, Schwarzer oder sogar Neger. Ich habe in der Zeit einen starken Selbsthass entwickelt.

Ich mied jahrelang das Sonnenlicht und trug sogar Bleichcreme für die Haut auf, nach und nach verblasste meine Schokoglasur, die mich zum Gespött gemacht hatte. Es fühlte sich toll an, endlich auch helle Haut zu haben. Endlich war auch ich ein Weißer! Gleichzeitig wuchs mein Hass auf meine Familie, sie alle waren Deutsche, außer mein Vater, zur Hälfte Afrikaner, und ich. Ich wollte auch ein Deutscher sein und beneidete die blonden und blauäugigen Burschen! Ich konnte nur dankbar über meinen deutschen Namen sein und fing an, mir regelmäßig die Haare blond zu färben. Ich trage seit Jahren blaue Kontaktlinsen und bin endlich der Deutsche, der ich im Herzen schon immer war!

Seit der Flüchtlingswelle bin ich wütend. Wütend auf die Menschen, die mein schönes Deutschland mit Füßen treten. Es ist mir egal, ob es unter ihnen eine Minderheit von guten Menschen gibt und ich könnte mit den Füßen stampfen, wenn ich eine blonde, deutsche Frau sehe, die sich mit einem Schwarzen einlässt und Kinder bekommt. Solche Mischlinge werden dann wegen ihren schlechten Genen in der Schule gemobbt, sowieso, Frauen, die mit einem Afrikaner zusammen waren, möchte ich nicht kenne.. Nicht umsonst wurden früher Schilder angebracht, dass Dunkelhäutige draußen bleiben sollen, es war richtig so, denn so konnten die Weißen eben Weiße bleiben.

Ich beichte also, dass ich durch das Mobbing in meiner Kindheit fremde Menschen verachte, ohne sie zu kennen und sie auf ihre Hautfarbe reduziere. Ich beichte, dass ich selbst afrikanische Wurzeln habe und deswegen mein Aussehen verändert habe. Ich beichte, dass ich eine arme Wurst bin. Aber ich bin eine deutsche Wurst.

Beichthaus.com Beichte #00040686 vom 26.11.2017 um 12:00:02 Uhr in Leverkusen (34 Kommentare).

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Das ist nicht nur Männersache!

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Aggression Dummheit Vorurteile Nachbarn

Ich (w/32/berufstätig) muss meinem Ärger Luft machen. Und zwar ärgern mich Männer, die mich nur wegen meines Geschlechts für unfähig halten, irgendwas zu tun, was eben "Männersache" ist. Beispiel: Ich helfe meinem Mann, die Reifen an unserem Auto zu wechseln. Natürlich dauert es nicht lange, bis irgendein Nachbar vorbeikommt und dämliche Witze darüber reißt, dass die bestimmt nicht lange halten werden, wenn eine Frau die Schrauben am Rad festzieht. Weiteres Beispiel: Ich fülle Scheibenwischwasser nach. Derselbe Nachbar fragt hämisch, ob ich es in den richtigen Tank schütte, oder ob er mir helfen soll. Weiteres Beispiel gefällig? Ich grabe im Garten ein Loch, um einen jungen Baum einzupflanzen. Ein anderer Nachbar fragt, wieso mir mein fauler Mann nicht diese "schwere Männerarbeit" abnimmt. Besagter "fauler Mann" arbeitet wie ein Tier, bringt gutes Geld nach Hause und hilft mir am Wochenende durchaus auch im Haushalt.

Und ich weiß, dass ich keine einsame Schneeflocke bin, die alles besser kann als andere. Mich ärgern nur diese verbohrten Schubladendenker, die eine Frau behandeln wie ein unfähiges Püppchen, das zu nichts nütze ist, außer hübsch aussehen und Fingernägel lackieren. Ich hätte nicht übel Lust, diesen Idioten deutlich zu erklären, was ich von ihnen halte, aber da wir in einem Haus wohnen, das unser Eigentum ist, ist ein friedvolles Auskommen mit den Nachbarn ziemlich wichtig, denn wegziehen werden und wollen wir hier nicht.

Beichthaus.com Beichte #00040643 vom 14.11.2017 um 09:26:15 Uhr (22 Kommentare).

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Geburtstag mit Feinden

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Feigheit Vorurteile Stuttgart

Ich (w/36) habe heute Geburtstag und habe heute Abend einige gute Freunde zum Abendessen eingeladen. Es kommen wirklich alle, auch die weiter weg wohnen. Das finde ich sehr schön. Leider ist es in meinem Alter völlig normal, dass so ziemlich jeder Partner und/oder Kinder hat und diese auch völlig selbstverständlich mitbringt. Manche Partner und Kinder mag ich nicht besonders oder sie sind mir schlichtweg egal. Am liebsten würde ich diese Anhängsel ausladen. Ich beichte also, dass ich meinen Ehrentag mit geschätzt 50 % an Gästen verbringe mit denen ich eigentlich nichts zu tun haben möchte, aber zu feige bin dies so zu kommunizieren.

Beichthaus.com Beichte #00040591 vom 04.11.2017 um 12:15:57 Uhr in Stuttgart (14 Kommentare).

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Mein Sohn liebt Männer

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Verzweiflung Familie Vorurteile

Mein Sohn (15) ist gerade in der Endphase der Pubertät. Keine leichte Zeit, aber meine Frau und ich (m/38) haben ein gutes Verhältnis zu unserem Sohn. Erst wollte ich es nicht wahrhaben, aber meine Frau hat mich auf diverse Anzeichen aufmerksam gemacht, dass unser Sohn auf Männer steht. Meine Frau sieht das ganz locker, aber für mich ist das ein Schock. Ich habe mir immer ausgemalt, dass er ein süßes Girl mit nach Hause bringt. Ich wollte mit ihm meine eigene Jugendzeit gedanklich aufleben lassen. Ich kann damit irgendwie nicht umgehen und ihm auch nicht in die Augen schauen. Ich bin eigentlich sehr liberal und habe viele Schwule und Lesben in meinem Bekanntenkreis, aber der eigene Sohn schwul? Ich wünschte, ich könnte anders mit dieser Situation umgehen.

Beichthaus.com Beichte #00040549 vom 28.10.2017 um 20:41:21 Uhr (22 Kommentare).

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