Warum ich Haustiere zu einem Gulasch verarbeiten möchte

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Hass Tiere

Ich (w) kann Tiere auf den Tod nicht ausstehen. Mir hat an sich kein Tier je was getan, aber der Grundstein dazu wurde in meiner Kindheit und Jugend schon gelegt. Zu Hause hatten wir leider immer welche, von Vögeln bis hin zu kleineren Papageien oder Hasen. Für andere Kinder bestimmt ein Segen, aber ich hatte damit dummerweise die Arschkarte gezogen, denn ab dort spielte ich nur noch die zweite, wenn nicht sogar dritte oder vierte Geige in der Familie. Schon als Kind musste ich auf elterliche Anweisung immer wegen der Viecher zurückstecken. Ich musste leise sein, wenn die Tiere schlafen wollten, als die Tiere später in meinem Zimmer standen, war es dort mit Ruhe oder Privatsphäre komplett vorbei, spät Abends bis nachts sollte ich die nachtaktiven Hasen bespaßen und zu Geburtstagen und Weihnachten gab es nicht das geschenkt, was ich mir so wünschte, sondern Tierzubehör und Leckerchen, wovon ich natürlich nichts hatte. Immer nur die Tiere, die Tiere, die lieben süßen Tiere, da ist das Blag ja nicht so wichtig!

Zusammenfassend kann man sagen, dass meine Eltern, insbesondere meine Mutter, sich die 19 Jahre, die ich zu Hause gewohnt habe, mehr und besser mit den Viechern unterhalten und beschäftigt haben, als mit mir. Seitdem ist mein Hass auf Tiere stetig gewachsen. Gegen Wildtiere nicht, aber Haustiere und alles was dazugehört, da kocht in mir eine Wut auf das kann man sich nicht vorstellen. Ich könnte jedes Mal kotzen und schreien, wenn gerade jetzt zur Winterzeit in den der Zeitung beiliegenden Prospekten wieder Beilagen gängiger Tiergeschäfte dabei sind. Was es alles für Scheiß zu kaufen gibt, vollkommen überteuert, den sich Leute für ihre Haustiere anschaffen. Sinnlos, wirkungsfrei, aber die dummen Menschen kaufen es für ihre vergötterten Vierbeiner. Die Kinder? Kann man dabei schon mal vergessen. Hauptsache das Vieh kriegt seinen Geburtstag gefeiert, am besten noch mit genauer Uhrzeit. Am liebsten würde ich jedes verhätschelte Haustier der westlichen Welt um die Ecke bringen, in die Pfanne hauen und zu einem Gulasch verarbeiten und anschließend den Besitzern zum Fraß vorsetzen. Schmeckt genauso mies wie meine Kindheit.

Beichthaus.com Beichte #00041621 vom 03.11.2018 um 13:35:54 Uhr (32 Kommentare).

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Dinge, die ich beim Einkaufen hasse

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Hass Boshaftigkeit Shopping Landstuhl

Ich rege mich immer mehr beim Einkaufen über Menschen auf, welche sich, für mein Empfinden, absolut daneben benehmen. Da gibt es zum Einen, offensichtlich das ungeschriebene Gesetz, dass diverse Menschen dazu treibt, genau an das Regal oder den Artikel zu wollen, bei dem ich gerade stehe. Selbst wenn ich vor einem leeren Warenregal stehen würde, müssten manche Menschen genau dort hin. Meistens gaffen diese Leute nur, nehmen einen Artikel in die Hand, nur um ihn wieder zurückzulegen. Das nervt mich total.

Zum Anderen ergeht es mir oft auch so, dass, gerade beim Gemüse/Salat, ich eine Kiste hoch hebe um zu schauen, ob darunter ggf. frischere Ware liegt, sich ungeniert von der Seite andere Kunden seitlich ranzwängen und sich, während ich noch am Anheben der Kiste bin, an der darunterliegenden Ware zu bedienen. Eigentlich müsste ich in diesem Moment einfach mal die angehobene Kiste fallen lassen, mit den Worten "oh, die war schwerer als gedacht aber sie haben sich ja wirklich wie ein Plünderer benommen anstatt abzuwarten - das kann dann dabei raus kommen". Wäre doch einmal eine schöne Lektion aber dazu würde mir wohl der Mut fehlen.

Dann wiederum gibt es diese Einkaufspfeifen, welche nichts besseres zu tun haben, als einem eine völlig selbst-gedichtete und schräge Melodie zu pfeifen. Da das Ohr kein selektives Organ ist, muss ich mir diesen Mist gezwungenermaßen anhören. Diesen Menschen ist es völlig egal, was sie da von sich trällern, Hauptsache man zwingt Anderen diese künstliche, nervige gute Pfeiflaune auf. Wie gerne würde ich da mal mit einem Packband für Ruhe sorgen.

Nicht vergessen möchte ich die Einkaufsshow. Dieser Titel kam mir irgendwann spontan in den Kopf und ist weniger nervend, eher belustigend, da es sich hier um Menschen handelt, die sich während des Einkaufs, für meine Begriffe, komplett selbst blamieren. Das kann das streitende Ehepaar, bis hin zum quengelnden Kind sein. Hauptsache außer der Reihe benommen und aufgefallen. Diese Leute/Kinder sind so in ihrem Element, dass sie dabei ihre Umwelt und das Aufsehen, welches sie mit ihrem Verhalten provozieren, vollkommen egal. Sie machen sich in der Hitze des Moments zur Sensation und oftmals auch zum Voll-Honk. Da grinse ich immer hübsch in mich hinein und freue mich heimlich über diese Spacken, welche mir damit irgendwie den Einkauf versüßen.

Ich gestehe, je nach entsprechendem Vorfall, Boshaftigkeit, Schadenfreude oder Hass, Da, meiner Meinung nach, solchen Menschen ein unmöglich egoistisches Verhalten an den Tag legen. Gelegentlich, wenn auch eher selten, bereue ich meine Gedanken.

Beichthaus.com Beichte #00041304 vom 28.05.2018 um 17:12:09 Uhr in 66849 Landstuhl (Trofstraße) (15 Kommentare).

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“Beichte

Eier, ich brauche Eier!

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Manie Ernährung Gesundheit

Ich (w/31) habe vor kurzem mein Leben komplett umgestellt. Bis dato war ich bis auf extrem seltene Ausnahmen Vegetarierin, habe sogar mehrere vegane Tage pro Woche versucht und mich viel mit Tierschutz im Zusammenhang mit meinem Konsumverhalten beschäftigt weil mir das Thema einfach wichtig ist. Und ja, ich habe das gemacht, ohne jedem, der meinen Weg kreuzte, meinen Lebensstil aufzwingen zu wollen.

Leider neige ich von Natur aus zu etwas kräftigeren Körperbau, und die Unmengen an Kohlenhydraten, die ich bei meiner Ernährung in mich hinein schaufelte, haben das nicht gerade besser gemacht, obwohl ich mich eigentlich durchweg gesund ernährt habe. Ich nahm stetig an Gewicht zu und als dann schon mein Arzt Alarm schlug, und ich anfing bei längeren Treppen zu schnaufen, habe ich begonnen, Kraftsport, genauer gesagt, Eigengewichtstraining zu machen. Erst moderat, dann bei wachsendem Erfolg, immer anspruchsvollere Einheiten.

Ich bin begeistert vom Erfolg, und zum ersten Mal in meinem Leben bin ich richtig süchtig nach Sport geworden. Ich habe in den letzten Monaten auch schon fast zehn Kilo dadurch abgenommen und passe wieder in Hosen, von denen ich mich schon verabschiedet hatte. Leider habe ich dadurch jedoch einen Heißhunger auf Fleisch und andere tierische Produkte, vor allem Eier, entwickelt. Klar, wer trainiert, braucht Proteine. Wo früher Nudeln und Brot am Speiseplan standen, verdrücke ich jetzt Unmengen an Fisch, Speck und saftigen Steaks, ich brauche drei Kartons Eier in der Woche und kann meine Muskeln regelrecht beim Wachsen zusehen. Erfreulicherweise interessiert mich Schokolade plötzlich überhaupt nicht mehr. Ich liebe das Training, und das Gefühl, wenn danach die Muskeln brennen, ist einfach herrlich. Und zu allem Überfluss fühle ich mich durch die neue Ernährung trotz strenger Diät immer angenehm satt und zufrieden, während früher die Portionen gar nicht groß genug sein konnten.

Nur vom ethischen Standpunkt aus gefällt mir das alles überhaupt nicht, ich bin eigentlich eine richtige Ökotante und will kein Fleisch essen, sondern lieber die süßen Kühe und Schweinchen streicheln, im Wissen dass ihre Leben meinetwegen nicht beendet werden müssen. Wenn ich aber nicht selber bald aussehen will wie ein Mastschwein, muss ich wohl weiter bei der neuen Ernährung bleiben. Es tut mir Leid, dass ich aus Eigennutz meine Grundsätze über Bord geworfen habe.

Beichthaus.com Beichte #00041143 vom 05.04.2018 um 10:12:46 Uhr (33 Kommentare).

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Ich habe eine Nazibraut gebügelt!

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Vorurteile Peinlichkeit Politik München

Seit etwa einem halben Jahr befinde ich (m/29, eigentlich ganz normal aussehend) mich in einer Liebschaft, die eindeutig auf häufigen und intensiven Verkehr aller Art ausgerichtet ist, mit meiner süßen Nachbarin (21). Seit dieser Zeit muss ich andauernd alle möglichen Flächen in der Wohnung permanent von unseren diversen Flüssigkeiten reinigen, die Gute squirtet wie ein Gartenschlauch. Ihr seht, ich teile mein unverschämtes Glück gerne. Seid neidisch, ich wäre es auch! Gestern allerdings habe ich etwas gesehen, was mir den Magen umdreht. Die Maus ist aktive und bekennende AFDlerin - mit Parteibuch und allem Drum und dran! Da bekomme ich echt einen Hals - mir schwillt der Kamm und nicht der Lümmel. Deswegen ist dieses Arrangement auch vorbei. Aber ich konnte auf meine Bucketliste schreiben - und direkt abhaken -, dass ich eine waschechte Nazibraut gebügelt habe. Wenn die wüsste, dass ich einen Opa aus Tel Aviv habe...

Beichthaus.com Beichte #00040956 vom 07.02.2018 um 14:26:23 Uhr in 81737 München (Ottobrunner Straße) (51 Kommentare).

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So wird Halloween wirklich gruselig!

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Boshaftigkeit Dummheit Gesellschaft Heidelberg

Meine Freundin und ich, wir freuen uns das ganze Jahr über auf den 31. Oktober, wenn wieder Scharen von Kindern umherziehen, um den Leuten Süßigkeiten abzunehmen. Für uns bedeutet dieser Tag Spaß pur, denn wir bereiten den kleinen Rotzlöffeln eine Nacht, die sie hoffentlich nie vergessen werden. Zu meinem Glück ist meine Freundin ein echtes Schminktalent, weshalb sie mich in einen schaurigen Untoten verwandeln kann. Mein Gesicht sieht danach so realistisch aus, dass es selbst mir beim Blick in den Spiegel die Haare stellt. Dazu ziehe ich mir zerfetze Lumpen an und verschmiere alles schön mit Kunstblut. Meine Freundin trägt ein anderes Kostüm: Das klassische weiße Kleid, blasses Gesicht, schwarze Haare und Kontaktlinsen, die das komplette Auge schwarz erscheinen lassen. Ein echter Schock, wenn sie so vor einem auftaucht. Dann ziehen wir los.

Meistens verstecke ich mich in einer dunklen Gasse und warte, bis jemand kommt. Einmal war es eine Kindergruppe mit ihren Müttern. Wie süß! Sie riefen ihren dümmlichen Spruch mit dem Süßen und Sauren. Dann fing ich an, wie ein Geisteskranker zu schreien und bin aus der dunklen Gasse hervorgestürmt. Die Kinder mit ihren Müttern rasteten voll aus! Panik brach aus und sie sind um ihr Leben weggerannt. Weit kamen sie aber nicht, denn wie geplant stand da plötzlich meine Freundin, die weiße Frau. Die Kinder schrien noch lauter und panischer und die Mütter genauso. Sie sind also wieder in meine Richtung zurück und dann an mir vorbei wie der Blitz. Eine hat gekotzt.

Nach so einer Aktion müssen wir aber schnell wieder verschwinden. Wir wurden nämlich bereits von der Polizei gesucht und es stand auch in der Zeitung. Es ist immer ein wahnsinniger Nervenkitzel für uns, aber uns ist auch bewusst, dass wir damit Menschen, insbesondere Kindern einen Schock fürs Leben verpassen können.

Beichthaus.com Beichte #00040566 vom 31.10.2017 um 19:28:50 Uhr in Heidelberg (19 Kommentare).

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