Deutschunterricht für einen Flüchtling

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Falschheit Lügen Nachbarn

Deutschunterricht für einen Flüchtling
Ich (m) liebe es, meinen Nachbarn, der aus Syrien kommt und seit 2015 hier lebt, bezüglich der deutschen Sprache zu veräppeln. Er fragt mich oft, wie das oder das heißt, und ich sage dann absichtlich etwas Falsches. Er glaubt alles, zu lustig. Ich habe ihm z. B. erklärt, dass ein Müller ein Mensch ist, der den Müll anderer Leute wegräumt, oder "Leberwurst" ein Symptom bei einer bestimmten Lebererkrankung sei. Manchmal sage ich auch ein ganz anderes Wort, z. B. zeigt er auf das Dach eines Hauses und fragt, wie das Wort heiße, und ich sage "Käse" anstatt "Dach" (nur ein Beispiel). Die letzte Aktion war gestern. Das gesuchte Wort war "Klavier", ich antwortete mit "Das nennt sich Geige." Über sein von mir beigebrachtes "Guten Appartit" könnte ich mich noch immer beömmeln.

Beichthaus.com Beichte #00039178 vom 08.01.2017 um 06:52:50 Uhr (23 Kommentare).

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Nervige Raucher in der Bahn

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Aggression Boshaftigkeit Sucht Bahn & Co.

Mein (w/19) Tag war durchzogen von nervtötenden, rücksichtslosen Menschen - insbesondere Rauchern, wobei ich betonen muss, dass nicht alle so sind. Heute meinte ein E-Zigaretten-Raucher in der Bahn (ich saß mit ihm in einem Vierer) seine E-Zigarette anzumachen? Ich habe ihn dann höflich darum gebeten, das Ding doch auszumachen, weil hier noch andere Menschen im Zug sind, die sich gestört fühlen. Er meinte nur, dass man es auch übertreiben kann, dass die E-Zigarette völlig geruchsneutral sei und niemanden beeinträchtigt. Die war überhaupt nicht geruchsfrei, sondern hat ganz ekelhaft künstlich gestunken, extrem süß. Letztendlich hat er sie aber dann ausgemacht und musste an der nächsten Station zum Glück schon aussteigen. Ich musste dann später auf den Bus umsteigen und habe mich in das Bushäuschen gesetzt, weil es geregnet hat. Die Idee hatte auch ein weiterer Mann - der meinte, sich neben mich setzen und seine Zigarette anmachen zu müssen - ohne zu fragen. Alles kam in meine Richtung. Da ich Migräne habe, wusste ich genau, dass ich gleich wieder Kopfschmerzen bekommen werde, denn das ist immer so, wenn jemand in meiner Nähe raucht.

Ich habe etwas betont gesagt: "Können Sie ihre Sucht bitte so ausleben, dass mich diese nicht mit diesem furchtbaren Gestank beeinträchtigt?" und der Mann meinte auf einmal, mich richtig blöd angehen zu müssen, wurde laut und sagte: "Aber sonst alles gut? Klappe halten!" Ich verspürte so eine enorme Aggression, diese Rücksichtslosigkeit war einfach nur unfassbar. Es hätte ja schon gereicht, wenn er aufgestanden wäre und sich anders hingestellt hätte, aber nein. Ich bin dann aufgestanden, habe meine Deoflasche rausgeholt, und um ihn herumgesprüht. Er hat sie mir dann aus der Hand geschlagen, daraufhin habe ich ihm seine Zigarette aus der Hand geschlagen und er wollte ausholen, um mich zu schlagen, aber weil ich mich gebückt habe um meine Flasche aufzuheben, hat er mich nicht getroffen. Ich bin dann ganz schnell im laufenden Verkehr auf die andere Straßenseite gegangen und zu Fuß nach Hause. Ich habe diesem Typen nur einen Spiegel vorgehalten - wenn er es immer noch nicht kapiert hat, hat seine jahrelange Sucht vermutlich schon sämtliche Gehirnzellen ausgerottet...

Beichthaus.com Beichte #00039173 vom 06.01.2017 um 22:53:19 Uhr (32 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Das Mauerblümchen vor der Badezimmertür

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Ekel Unreinlichkeit Trunksucht Last Night Münster

Ich (w/23) war neulich auf einer WG-Party zu Gast. Es waren viele Leute da und es wurde ebenso viel getrunken, wodurch ich bald dicht wie ein U-Boot umhertorkelte. Irgendwann zur späten Stunde spürte ich ein Kribbeln im Unterleib. Jetzt muss ich mal dringend kacken, dachte ich mir und begab mich auf die Suche nach einem stillen Örtchen. Das habe ich dann auch schnell gefunden, doch zu meinem Entsetzen musste ich feststellen, dass die Tür verschlossen war. Mist, besetzt! Mit verschränkten Beinen und hochrotem Kopf verweilte ich bückend vor dieser dämlichen Tür und hoffte auf baldige Erleichterung. Leider wurde ich in meinen Erwartungen enttäuscht. Die Zeit verging und die Tür öffnete sich einfach nicht. So gut ich konnte, presste ich meine Backen zusammen und stöhnte: "Oh mein Gott, oh mein Gott". Fast im selben Moment vernahm ich dieselben Laute aus dem Inneren des Toilettenraumes, nur etwas euphorischer: "Oh mein Gott! Oh mein Gott!"

Ich traute meinen Ohren nicht, doch als ich näher herantrat, hörte ich eindeutig Sexgeräusche. Ich wurde wütend. Während ich mich hier draußen vor Stuhldrang verkrampfe, tanzen sie auf dem Klo ohne Hemd und ohne Höschen. Kurz hielt ich es noch aus, doch dann war mir alles egal. Ich musste meinen Angelegenheiten freie Bahn gewähren und ließ alles raus. So hockte ich letztendlich mit meinem übel riechenden Ergebnis an meiner Seite vor der verschlossenen Toilette und hoffte, dass jetzt bloß niemand kommen würde. Ich überlegte panisch, was ich machen sollte und entschied mich für das Nächstbeste, was meinem betrunkenen Geist einfiel: Das Braune muss in die Toilette! Ich nahm also alles in die Hand, drückte es unter der Tür hindurch und bin getürmt. Tut mir leid für alle Anwesenden und für diejenigen, welche die Sauerei beseitigen mussten. Wie ich später mitbekommen habe, war es nämlich ein großes Thema, doch niemand hat mich verdächtigt, weil ich eigentlich immer das Mauerblümchen bin.

Beichthaus.com Beichte #00039162 vom 03.01.2017 um 23:50:59 Uhr in Münster (Stübbenstraße) (16 Kommentare).

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Der schlimmste Tag meines Lebens

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Zorn Begehrlichkeit Schamlosigkeit Gewalt Silvester

Ich (m) hatte einen schlechten Start ins neue Jahr. So um die Silvestertage waren ich und mein ehemals bester Kumpel in einer kleinen Örtlichkeit feiern. Wie das so ist, lernt man so manch interessanten Leute kennen. Gerade eine Frau hatte es mir angetan. Verdammt, […]
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Beichthaus.com Beichte #00039161 vom 03.01.2017 um 20:54:49 Uhr (22 Kommentare).

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Das Leben macht mir keine Freude

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Selbstverletzung Verzweiflung Tod

Ich wirke wie ein sehr fröhlicher Mensch, immer bereit zur Party, immer für jeden Spaß zu haben. Nach außen. Innen sieht es sehr anders aus. Ich habe mich bei Exit angemeldet, obwohl ich mir kaum Chancen ausrechne. Bekomme ich das Medikament nicht, werde ich dem Ganzen wohl ein Ende setzen. Seit Jahren ziehe ich mich zurück, lasse Freundschaften ins Leere laufen. Ich will nicht, dass man mich vermisst. Familie habe ich nicht, beruflich bin ich ersetzbar. Das Leben macht mir keine Freude. Hat es noch nie. Ich habe mich lange bemüht, meine Situation zu verbessern, habe mich unentgeltlich für NGOs engagiert, habe anderen geholfen, mir gemeinschaftliche Aktivitäten gesucht, jeden Rat eines jeden Therapeuten umgesetzt, bei dem ich in den letzten fünfzehn Jahren war. Nichts hilft nachhaltig.

Es ist angenehm, hier so offen über das alles schreiben zu können. Die meisten Menschen wollen oder können nicht glauben, dass eine Lebenssituation so aussichtslos sein kann. Sie geben ein paar gut klingende Ratschläge und denken dann, das Problem sei gelöst. Aber es wird irgendwie immer schlimmer - in mir schreit es. Ich ertrage meine Gedanken nicht mehr.

Beichthaus.com Beichte #00039155 vom 02.01.2017 um 19:48:57 Uhr (17 Kommentare).

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