Die Überraschung im Schließfach

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Ekel Studentenleben Waghalsigkeit Meschede-Freienohl

Ich beichte, dass ich trotz meiner 25 Jahre einen sehr ausgeprägten Sinn für ziemlich kranke Streiche habe. Bei uns in der Unibibliothek funktionieren die Schließfächer entweder mit einem Eineurostück oder man kann sich, wenn man eine alte Plastikkarte übrig hat, diese an der Rezeption lochen lassen und damit das Schließfach benutzen. Letztens habe ich in einem freien Schließfach eine solche Karte gefunden, ein alter Schülerausweis eines gewissen Martin B. Da hat mich gleich meine tückische Streichlust gepackt. Ich habe heute zur Bibliothek drei vollgekackte Windeln meines Sohnes mitgenommen und, als ich gerade in einer verwinkelten Ecke bei den Schließfächern ungestört war, diese drei Windeln in ein Schließfach getan und es mit der gefundenen Karte abgeschlossen. Den Schlüssel behalte ich. Auf Schildern steht dort, dass die Schließfächer abends geräumt sein müssen, sonst schließt das Bibliothekspersonal sie auf und leert sie. Ich würde zu gern das Gesicht der Person sehen, die das Schließfach nachher bei Feierabend aufschließt. Ich weiß, dass mein Streich total krank ist und an meinem Verstand zweifeln lässt, aber andererseits muss ich bei der Vorstellung lachen. Ansonsten ist alles mit mir in Ordnung. Ich bin unauffällig, wirke brav und strebsam. Ich schäme mich aber für mein unnormales Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00030833 vom 27.02.2013 um 19:22:48 Uhr in Meschede-Freienohl (29 Kommentare).

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Das falsche Mittagessen

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Rache Ernährung Familie Warendorf

Ich (w/21) habe meinem Bruder aus Wut mein Mittagessen statt seinem mit zur Schule gegeben. Ich hatte damals eigentlich ein riesengroßes Schnitzel mit Pilzrahmsauce und Nudeln dabei. Ich boxe und brauche daher Eiweiß und Kohlenhydrate. Für ihn war irgendein Gemüseauflauf als Mittagessen geplant. Er ist Veganer und so musste er die zehn Stunden Unterricht mit leerem Magen verbringen, da die Schule, auf die er ging, keinen Kiosk mehr hatte. Sorry Brüderchen, aber es geht niemanden etwas an, was meine Freundinnen und ich bei unseren Übernachtungspartys so treiben, schon gar nicht unseren Eltern.

Beichthaus.com Beichte #00030819 vom 24.02.2013 um 18:56:08 Uhr in Warendorf (Paderbornerstraße) (16 Kommentare).

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“Beichte

21 Jahre Drogensumpf

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Drogen Maßlosigkeit Sucht Verzweiflung Arbeit

21 Jahre Drogensumpf
Ich möchte hiermit beichten, dass ich nicht in der Lage bin, mein Leben auf die Reihe zu bekommen. Ich habe schon recht früh angefangen, mir Selbiges zu versauen. Im frühesten Jugendalter habe ich angefangen zu kiffen und es hat auch nicht lange gedauert, bis ich diverse härtere Substanzen zu mir genommen habe. Dadurch habe ich mir meine erste Lehrstelle als Dachdecker versaut, weil ich nicht in der Lage war, zu erkennen, dass man mich fördern will. Stattdessen habe ich alles an Rügen und Maßnahmen sehr persönlich genommen und nach satten zweieinhalb Jahren meine Ausbildung selber beendet. Nach einigem Leerlauf habe ich mich dann entschlossen, meinen Wehrdienst freiwillig aufzunehmen. Ich habe die Musterung auch gut hinter mich gebracht, weil ich es geschafft habe, mich von Drogen zu distanzieren. Ich wollte wirklich was erreichen. Die Grundausbildung lief recht gut und ohne weiteren Zwischenfall. Nach meiner Versetzung zu der Stammeinheit hatte ich dann aber wieder Kontakt zu Personen, die diverse Drogen konsumiert haben und bin so dumm gewesen, mich wieder hinreißen zu lassen, selber zu konsumieren. Mein Konsum wurde schlimmer als zuvor. Nachdem ich dann irgendwann einfach nur noch fertig war und im Drogenrausch zwei Wochen eigenmächtig dem Dienst fernblieb, habe ich mich dann selber gestellt und mich geoutet. Mit den Konsequenzen konnte ich recht gut leben, zwei Wochen Bau, im Anschluss neun Wochen Ausgangssperre und kein Aufstieg im Dienstrang. Ich habe meinen Wehrdienst auch ehrenhaft beenden können, wenn auch nur im Rang eines Gefreiten. Den Konsum habe ich nicht eingestellt.

Weitere Arbeitslosigkeit folgte, bis ich irgendwann im Elternhaus Druck bekam. Also kümmerte ich mich um eine weitere Ausbildungsstelle. Über mehrere Umwege und eine weitere abgebrochene Ausbildung zum Koch, bekam ich dann meine Chance, in einem renommierten Gasthaus in unserer Umgebung zu arbeiten. Ich begann meine Ausbildung zum Restaurantfachmann. Ich war mit Eifer bei der Sache, hätte mir jedoch beinahe den Job auch wieder versaut, weil ich total verstrahlt zur Arbeit ging, nachdem ich eine Nacht lang feiern war und dementsprechend nichts auf die Reihe bekam. Das war dann einer der Knackpunkte in meinem Leben, der mich bewegte, mich vom Drogenkonsum zu befreien. Ich wandte mich von meinem gesamten Freundeskreis ab und lebte von da an erst einmal nur noch für die Arbeit. Ich wurde, was die chemischen Sachen anging, clean, kiffte nur noch abends zu Hause. Ich beendete meine Ausbildung erfolgreich, hatte auch eine Freundin, die zwischenzeitlich, aufgrund einiger Probleme, die sie hatte, bei mir eingezogen war.

Sie war jedoch nicht die Richtige für mich. Wir kifften wie die Blöden, ich versemmelte einen Job nach dem anderen und letztendlich, nachdem unsere Wohnung verlebt und versifft war und ich wieder arbeitslos wurde, zogen wir um. Sie wurde schwanger, wir bekamen eine Tochter und es machte abermals klick bei mir. Ich wurde aus eigenem Antrieb absolut drogenfrei, trainierte abends und musste ansehen, wie meine damalige Gefährtin sich weiter der Kifferei ergab. Auf mein Drängen hin, aufzuhören, sagte sie immer nur: "Ich bin ja noch jung und will was erleben!" Es endete in einer sehr heftigen Trennung und beinahe mit einer Psychose bei mir. Ich musste mit meinen 26 Jahren wieder bei meinen Eltern unterkriechen; eines der erniedrigsten Erlebnisse meines Lebens. Immerhin bekamen meine Ex und ich uns soweit in den Griff, dass ich meine Tochter sehen durfte, wann immer ich wollte. Ich konnte einen guten Job in der Branche ergattern, in dem ich über sehr weite Strecken erfolgreich und vor allem gerne tätig war. Trotzdem hatte ich leider immer wieder Rückschläge, was die Kifferei betraf. Irgendwann fand mich eine andere Ex von mir wieder und wir gingen eine Beziehung miteinander ein, die bis heute andauert. Nachdem wir beide zweimal miteinander gekifft hatten, erkannten wir, dass wir uns in diesem Zustand nicht ausstehen können und ließen es einfach bleiben, weil wir zusammen sein wollten. Leider war damit auch eine Verdrängungstaktik nicht mehr verfügbar, ich kündigte in einem Anfall von Depression meinen Job, beziehungsweise ich blieb einfach im Bett liegen und konnte mich nicht mehr motivieren, aufzustehen. So versemmelte ich ihn wissentlich.

Dennoch zogen meine Partnerin und ich zusammen. Ich habe inzwischen einen Sohn von ihr und wir erwarten jede Sekunde ein weiteres Kind, eine Tochter. Unsere Beziehung ist echt glücklich und dennoch schaffe ich es nicht, mich zu sortieren, geschweige denn einen Job zu suchen, der mich erfüllt. Ich schaffe es zwar, eine Maßnahme der ARGE zum Abschluss zu bringen, habe aber Angst, mich auf einen Job zu bewerben. Die Ungewissheit, was mich erwartet, und die Angst zu versagen sind einfach zu groß. Inzwischen trinke ich beinahe jeden Abend, zumindest im Augenblick, jedoch immer erst, wenn mein Sohn im Bett ist. Auf ihn nehme ich Rücksicht. Inzwischen haben wir auch einen Familientherapeuten, der uns auf häuslicher Ebene hilft, uns zu sortieren, weil wir Schwierigkeiten haben, den Haushalt vernünftig zu organisieren. Vielleicht hilft er mir ja auch, einen Psychologen zu finden, dem ich vertraue, damit ich meinen eigenen Seelenmüll mal loswerden kann. Ich bin mit meinen bald 35 Jahren mehr als 21 Jahre süchtig und gewillt etwas zu ändern, und doch habe ich Angst.

Beichthaus.com Beichte #00030817 vom 24.02.2013 um 11:51:33 Uhr (41 Kommentare).

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Der 25 Kilo Diätplan

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Lügen Rache Ex Zwietracht

Der 25 Kilo Diätplan
Ich (m/22) beichte, dass ich aus Rache gemeine Gerüchte über meine Ex-Freundin verbreitet habe. Ich war mit ihr drei Jahre zusammen. Als wir uns kennenlernten, hatte sie etliche Kilo zu viel auf den Rippen und deshalb hatte sie noch nie vorher einen Freund. Ich habe sie aber trotz des Übergewichts immer geliebt. Ende 2011 beschloss sie, 2012 endlich abzunehmen und ich tat alles, um sie zu unterstützen. Ich habe stundenlang mit ihr Sport gemacht, ihr gesunde, fettarme Mahlzeiten gekocht, sie aufgemuntert, wenn das Gewicht mal längere Zeit stagnierte und war mit ihr shoppen, wenn ihre Klamotten zu groß geworden waren. So hat sie insgesamt ungefähr 25 Kilo abgenommen. Und wie hat sie mir meine Unterstützung gedankt? Sie hat Schluss gemacht! Ohne wirkliche Begründung, sie sagte nur so etwas wie "meine Gefühle haben sich halt geändert". Ich war echt sauer! Richtig wütend wurde ich dann, als ich zufällig erfuhr, dass sie sich an einen gemeinsamen Bekannten ranmachte. Dieser hatte irgendwann vor ihrem Gewichtsverlust mal geäußert, dass er sie echt hübsch fände, nur wäre sie ihm zu dick. Als ich sie zur Rede stellte, hat dieses Miststück doch tatsächlich die Frechheit besessen, mir ins Gesicht zu sagen, dass sie sich jetzt, da sie schlank wäre, ja nicht mehr mit zweitklassigen Männern zufrieden geben müsse. Ich hätte ihr in dem Moment am liebsten ein paar geklatscht, aber konnte mich noch beherrschen. Aus Rache habe ich jetzt überall im Bekanntenkreis herum erzählt, ihr Gewichtsverlust sei hauptsächlich auf Medikamente wie Appetitzügler zurückzuführen und durch den Gewichtsverlust wären ihre Brüste nur noch leere Hautlappen, die auf Bauchnabelhöhe herumbaumelten.

Beichthaus.com Beichte #00030807 vom 19.02.2013 um 23:58:45 Uhr (39 Kommentare).

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Der Radfahrer in der Einbahnstraße

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Rache Gewalt Auto & Co. Last Night

Der Radfahrer in der Einbahnstraße
Vor etwa 20 Jahren fuhr ich mit dem Motorrad nach Hause. Es war weit nach Mitternacht und die Straßen waren komplett leer. In einer einspurigen Einbahnstraße kam mir auf einmal ein Lichtpunkt entgegen. Es war ein freihändig fahrender Radfahrer, der in Schlangenlinie fuhr und die komplette Breite der Straße brauchte. Ich machte ein paar mal Lichthupe um ihn auf mich aufmerksam zu machen. Seine Reaktion darauf war, dass er mir die Mittelfinger entgegenstreckte. Jetzt war ich auch nah genug dran, um zu sehen, dass es sich um einen jungen Mann von etwa 20 Jahren handelte in total abgerissenen Klamotten und mit einem Irokesen-Haarschnitt. Er war nicht sehr schnell, darum konnte man seine Schlangenlinien gut einschätzen und ich wusste, dass ich einfach vorbei kommen würde. Gesagt, getan.


Während ich ihn passierte, gab ich ihm noch einen freundschaftlichen Knuff mit der Faust gegen die Seite. Im Spiegel konnte ich sehen, dass er die Kontrolle über das Fahrrad verlor, gegen den Bordstein geriet und sich überschlug. Zum Glück konnte er den Sturz geschickt mit seinem Gesicht auf dem Pflaster abbremsen. Das hinter ihm her stürzende Fahrrad fing er dabei mit dem Hinterkopf auf, so dass er nochmal Kontakt mit dem Pflaster hatte. Für mehr Details war ich dann leider zu weit weg. In den folgenden Tagen bin ich mehrmals durch die komplette Stadt gefahren, in der Hoffnung ihn noch einmal zu sehen, aber leider Fehlanzeige. Ich hätte zu gerne gesehen, wie groß die Asphaltflechte in seinem Gesicht ist. Ich bedaure den Vorfall sehr.

Beichthaus.com Beichte #00030743 vom 01.02.2013 um 12:03:00 Uhr (24 Kommentare).

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