Ich bin der Hass
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Aggression Begehrlichkeit Betrug Boshaftigkeit Diebstahl Drogen Dummheit Ehebruch Eifersucht Eitelkeit Ekel Engherzigkeit Falschheit Faulheit Feigheit Fetisch Fremdgehen Geiz Gewalt Habgier Hass Hochmut Ignoranz Lügen Manie Maßlosigkeit Masturbation Missbrauch Misstrauen Morallosigkeit Mord Neid Neugier Peinlichkeit Prostitution Rache Schamlosigkeit Selbstsucht Selbstverletzung Sex Stolz Sucht Trägheit Trunksucht Ungerechtigkeit Unglaube Unreinlichkeit Vandalismus Verrat Verschwendung Verzweiflung Völlerei Vorurteile Waghalsigkeit Wollust Zorn Zwang Zwietracht
Schon als Kind wurde ich von niemanden gemocht, niemand wollte mit mir spielen und von Erwachsenen wurde ich ständig ausgeschimpft. Ab der Grundschule fing man an mich zu mobben. Als meine Großmutter, die wirklich einer von den wenigen Menschen war, die ich aufrichtig geliebt habe, starb und ein Mitschüler darüber Witze machte, habe ich ihm eine reingehauen. Die Lehrerin, die höchstens ein paar Meter daneben stand, hat mir den ganzen Ärger gegeben und so getan, als hätte sie nichts von den Beleidigungen des Mitschülers mitbekommen. Seitdem hasse ich Menschen. Ihre Empathielosigkeit und Ungerechtigkeit widert mich an.
Trotzdem sehne ich mich insgeheim nach Anerkennung, Zugehörigkeit und vor allem Liebe. Nach außen hin gebe ich mich kühl und desinteressiert, aber tief im Inneren bin ich eine emotionale und sensible Frau. Es verletzt mich, dass sich alle Jungs, in die ich je verliebt war nichts von mir wissen wollten, ich immer alleine bin, während andere Spaß mit ihren Freunden haben, meine Eltern mich für eine Versagerin halten, mein Viertel hinter meinem Rücken über mich lästert und ich nie Nachrichten über WhatsApp bekomme. Alles was normal ist, bleibt mir verwehrt. Ich weiß nicht wieso, aber irgendetwas ist komisch an mir. Dabei sehe ich normal aus, bekomme sogar Komplimente und mir wird gesagt ich sei hübsch, bemühe mich freundlich und witzig zu sein (obwohl ich dabei unsicher wirke) und arbeite hart in Ausbildung und Berufsschule mit. Meine Ausbildung zieht mich zusätzlich runter, da die Lerninhalte nicht meinen Interessen und Stärken entsprechen, ich Fehler im Gegensatz zu den Anderen mache und sich die meisten Schüler/innen aus unserer Klasse nicht für mich interessieren.
Meine größte Angst ist, dass mein Leben so verläuft, wie es nie sein sollte. Und ausgerechnet diese Angst scheint gerade bittere Realität zu werden. Aus diesen Gründen bin ich von Hass zerfressen. Es gefällt mir selber nicht, aber ich habe niemanden der mir helfen könnte, geschweige denn, mein Problem ernst nimmt.