Wie meine Eltern mir fast das Leben ruinierten

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Ignoranz Verzweiflung Arbeit Hamburg

Ich (w/32) bin ein Kind zweier Eltern, die beide keine allzu rosige Kindheit hatten. Mein Vater wurde früh zum Halbwaisen und seine Mutter war immer schon ein tyrannischer Drache, dem man nie etwas Recht machen konnte. Meine Mama lebte mit zwei bekloppten, religiösen Fanatikern als Eltern und sieben Geschwistern am Existenzminimum. Beide haben es jedoch geschafft, sich selbst aus dem Dreck zu ziehen, erfolgreich studiert und gutes Geld verdient. So weit, so gut.

Ich bin Einzelkind und zweisprachig aufgewachsen. Es stellte sich früh heraus, dass ich nicht auf den Kopf gefallen war und bin, im Kindergarten und in der Volksschule war ich vielen anderen von der Entwicklung her weit voraus. Deshalb, und natürlich wegen meiner erfolgreichen Eltern, hat jeder von mir erwartet, dass ich eine tolle Karriere hinlegen sollte. Ich sollte studieren und dann mindestens Diplomatin werden (ich wusste damals als kleiner Zwerg nicht einmal, was das sein soll), oder als international tätige Starchirurgin Leben retten, nebenbei drei Instrumente spielen und was weiß ich was noch alles.

Leider bin ich diesbezüglich nichts als eine Riesenenttäuschung geworden. Ich hatte nie die Ambitionen, die von mir verlangt wurden. Faul bin ich nicht, um das klarzustellen: Ich bin handwerklich sehr geschickt, und mein Traum war es immer, diese Begabung für meinen zukünftigen Beruf zu nutzen. Am liebsten wäre mir ein wenig frauentypischer Beruf wie Kunstschmied gewesen, denn mit Feuer und Metall zu arbeiten hat mich immer schon fasziniert. Das stieß jedoch auf taube Ohren, ständig bekam ich nur zu hören, dass das bestenfalls als Hobby taugen würde. Eine Frau als Schmied mache sich lächerlich und sowieso müsse man studieren, um erfolgreich zu sein. Als die Zeit, wo man sich für einen beruflichen Weg entscheiden muss, immer näher rückte, kam es, wie es kommen musste: Mobbing in der Schule, Leistungsdruck von daheim, meine eigene Unentschlossenheit... All das war wohl Schuld daran, dass meine bis dahin glänzenden Noten in den Keller rasselten. Das setzte eine unheilvolle Spirale in Gang: Meine Eltern wurden immer unzufriedener mit mir und ließen mich das auch spüren, ich fühlte mich immer ungeliebter und kapselte mich mehr und mehr ab.

Weiter ging es, indem ich mich noch einmal aufgerafft habe, um das Abitur mit einem ziemlich guten Schnitt hinzukriegen und danach habe ich wider besseres Wissen ein Sprachenstudium begonnen. Leider habe ich es von Anfang an nur gehasst, was auch kein Wunder ist, wenn man es nur macht, um sich endlich mal von den Eltern akzeptiert zu fühlen. Ich sah keinen Sinn darin, verlor schnell die Lust, hörte auf Kurse zu besuchen und arbeitete ein halbes Jahr bei der goldenen Möwe, um die Zeit des angefangenen Semesters wenigstens irgendwie sinnvoll zu nutzen. Dann zog ich die Reißleine, ignorierte zum ersten Mal die Wünsche meiner Eltern komplett, machte erfolgreich eine Ausbildung und zog mit meinem Freund zusammen, sobald ich den ersten Job ergattert hatte.

Von da an kann ich mich über mein Leben eigentlich nicht beschweren. Aus dem Freund wurde ein Ehemann, aus der ersten winzigen Wohnung ein schmuckes Haus, und heute verdienen wir zu zweit genügend Geld für ein sorgenfreies Leben. Die Arbeit macht nach mittlerweile über zehn Jahren auch noch immer Spaß. Sogar das Verhältnis zu meinen Eltern ist wieder besser denn je. Trotzdem gibt es mir manchmal noch einen Stich, wenn ich daran denke, was ich hätte anders machen können. Hätte ich nur gleich laut genug gesagt, was ich will, dann hätte ich mir einen Haufen Tränen, Selbstzweifel und Selbsthass, Essstörung inklusive, erspart und hätte heute vielleicht einen Beruf, der noch besser zu mir passen würde. Klar jammere ich auf hohem Niveau, und "hätte, wäre, würde" bringt nachträglich nichts. Aber es hat gut getan, sich das mal von der Seele zu schreiben... Meine Beichte ist, dass ich nicht durchsetzungsfähig genug war, und mich viel zu sehr beeinflussen ließ.

Beichthaus.com Beichte #00040405 vom 03.10.2017 um 10:59:39 Uhr in Hamburg (9 Kommentare).

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Rote Tampons

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Neugier Schamlosigkeit Maßlosigkeit Kinder Osnabrück

Ich (m/20) war mit zehn Jahren zusammen mit einem Kumpel einkaufen, da dieser bei mir übernachten sollte. Wir suchten uns ein paar Dinge aus und wollten uns an die Kasse stellen - da die Schlange aber viel zu lang war, sahen wir uns noch ein wenig im Supermarkt um. Irgendwann landeten wir vor einem Regal mit den Damenhygieneartikel. Wir kicherten blöd und konnten uns kaum wieder einkriegen, dann kam mir eine Idee. Ich nahm eine Packung Tampons mit und brachte die Einkäufe zur Kasse, als die Kassiererin die Tampons über das Kassenband zog, wackelte mein Kumpel mit den Augenbrauen und wir brachen erneut in Gelächter aus, was die anderen Kunden sichtlich nervte.

Zu Hause angekommen öffneten wir ganz neugierig die Tampons und lachten wieder. Da meine Eltern noch nicht da waren, setzte ich meine Idee um. Ich holte meinen Farbkasten heraus und mischte rote Farbe in das Wasser, wir hielten die Tampons wie einen Teebeutel in die Mischung und warteten, bis sie sich vollgesogen hatten. Als wir endlich fertig waren, rannten wir, unser Gelächter unterdrückend, in das Treppenhaus, um es ein wenig zu dekorieren. Wir hängten die Tampons mit den Fäden an den Haustüren und der Eingangstür auf. Danach rannten wir lachend weg. Meine Eltern beschwerten sich über die Sauerei und auch die Nachbarn ärgerten sich, viele waren angeekelt, weshalb der arme Hausmeister den Müll entfernen musste. Es tut mir leid, dass wir ihm zusätzlich Arbeit gemacht haben.

Beichthaus.com Beichte #00040401 vom 02.10.2017 um 19:32:56 Uhr in Osnabrück (5 Kommentare).

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Meine heiße, reife Nachbarin

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Begehrlichkeit Eifersucht Verzweiflung Liebe Nachbarn Magdeburg

Ich (m/27) stehe seit drei Jahren auf meine Nachbarin (65). Auch wenn sie sehr reif ist: Ich liebe sie. Sie ist unglaublich liebenswert und nett, wenn ich ihr im Treppenhaus begegne, grüßt sie mich und lächelt immer so süß. Für sie habe ich mich von meiner Freundin (25) getrennt, obwohl sie das nicht weiß. Dummerweise hat meine Liebste einen Mann, den ich absolut nicht ausstehen kann. Der Alte ist ein Franzose, sein Akzent ist so eingebildet und seine Stimme nervt, ich kann nicht fassen, dass dieses schmierige Ekel sie küssen darf, sogar in einem Bett mit ihr schläft. Ich hasse ihn! Er hat gemerkt, dass ich seiner Frau nachschaue, seitdem grüßt der alte Bock nicht mehr, soll mir recht sein! Ich stelle mir oft vor, wie ich heiße Stunden mit meiner Nachbarin verbringe, mein Verlangen nach ihr wird immer größer, manchmal wichse ich vor ihre Haustür.

Beichthaus.com Beichte #00040400 vom 02.10.2017 um 19:00:23 Uhr in Magdeburg (18 Kommentare).

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Hilfe, meine Freundin will keinen Sex mehr!

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Fremdgehen Begehrlichkeit Verzweiflung Partnerschaft München

Seit fünf Jahren bin ich (33) in einer (relativ) glücklichen Beziehung mit meiner Freundin (29) Wir haben vor zwei Jahren sogar eine gemeinsame ETW gekauft. Alles in allem bin ich wirklich mit meiner Partnerin glücklich, wäre nicht unsere unterschiedlichen Vorstellungen von Sex. Wenn wir miteiander schlafen ist es echt super, allerdings klaffen in der Häufigkeit deutliche Unterschiede. Am liebsten hätte ich 2-3 Mal die Woche Sex mit ihr, was für meine Ansichten eigentlich normal wäre. Meiner Freundin langt anscheinend einmal im Quartal. Sie ist wirklich eine tolle Frau, aber immer schiebt sie andere Gründe vor, was den Sex verhindert. Müde, Bauchweh, zu kaputt vom Putzen...

Letzteres macht sie so exzessiv, dass sie anschließend nur noch müde ist. Angesprochen habe ich das Thema bereits. Habe feste Termine vorgeschlagen, wurde abgelehnt, da sie es mehr spontan mag. An sich okay, aber sieben Monate keinen spontanen Sex zu haben ist auch unbefriedigend. Wenn sie in Stimmung ist, hat sie als super Ideen (Dildokauf) - nach dem Anziehen will sie aber nichts mehr davon wissen... Manchmal kommt es mir so vor, dass sie mich nur hinhält. Wenn ich ihr im Haushalt etwas abnehme, sucht sie sich für die gewonnene Zeit eine andere Aufgabe... Wenn ich sie romantisch ausführe, hat sie später einen zu vollen Bauch oder ist vom rumlaufen, sitzen, oder der Autofahrt zu sehr geschafft... Und ich verlange auch keine ausgefallenen Sexpraktiken (SM oder so) von ihr. Die Situation belastet mich zunehmens.

In der Firma habe ich eine jüngere Kollegin, die optisch eigentlich nicht mein Fall ist, aber eine aufgeschlossene Art hat. Mit ihr habe ich mich inzwischen angefreundet. Wir können über alles reden. Wenn wir aufs Thema Sex kommen, habe ich auch den Eindruck, dass es auch hier passen würde. Sie ist viel aufgeschlossener, hat mir auch bereits von ihrem 6-monatigen Südamerikaaufenthalt berichtet. Was ich da gehört habe, war echt inspirierend. Tattoos trägt sie auch. Wir albern ab und an miteinander rum, necken uns, manchmal sagen wir auch Dinge wie: "Wir treffen uns heute Abend im Auto da und da und machen ein wenig rum", alles nur im Spaß, versteht sich. So langsam geht mir meine Kollegin nicht mehr aus dem Kopf und ich stelle mir vor, wie es wirklich wäre, mit ihr Sex zu haben. Wenn wir beide Single wären, wäre es, glaube ich, bereits passiert. Ich habe auch bereits bei der Selbstbefriedigung an sie gedacht.

Ich weiß echt nicht, was ich tun soll, ich will meine Freundin nicht hintergehen, aber eigentlich tue ich dies bereits gedanklich. Deshalb fühle ich mich hundselend, wenn sie sich in der Küche und im Haushalt abmüht. Ich weiß nicht, wie lange ich der Versuchung noch widerstehen kann.

Beichthaus.com Beichte #00040396 vom 02.10.2017 um 02:01:57 Uhr in München (36 Kommentare).

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Kein Geschenk für meinen Freund

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Geld Ungerechtigkeit Partnerschaft Köln

Ich (w/20) könnte mich gerade selbst erwürgen, für meine Dummheit. Als Studentin habe ich nicht so viel Geld, da mein Freund (22) heute Geburtstag hat, habe ich jeden Monat, von dem Gehalt meines Nebenjobs in einem Café, etwas zurückgelegt, um ihm ein schönes Geschenk zu kaufen. Vor drei Wochen meldete sich mein älterer Bruder, welcher mal wieder dringend Geld brauchte. Er versprach mir, es pünktlich zurückzuzahlen und ich gab ihm, wenn auch widerwillig, das gesparte Geld. Vor fünf Tagen hat mir mein Bruder dann erklärt, dass er mir das Geld erst in zwei Wochen zurückgeben kann. Ich war absolut wütend, ich habe erfolglos versucht, ihn zu erreichen, damit er mir das Geld zurückzahlt und dann kommt so eine Nachricht.

Ich beichte, dass ich durch meine Dummheit den Geburtstag meines Freundes ruinieren werde, ich fühle mich so schlecht, wir sind seit fünf Jahren zusammen und er ist der liebste Mensch, den man sich vorstellen kann und nun habe ich nicht einmal ein Geschenk für ihn. Ich weiß, dass ihm Geschenke nicht so wichtig sind, aber ich wollte ihm trotzdem etwas schenken. Nun habe ich ihm eine Karte geschrieben, gekocht, einen kleinen Kuchen gebacken und das Schlafzimmer vorbereitet. Und trotzdem bin ich nicht zufrieden, sobald ich das Geld wieder habe, werde ich ihm sein Geschenk nachträglich überreichen und den Kontakt zu meinem Bruder vorerst abbrechen.

Beichthaus.com Beichte #00040391 vom 30.09.2017 um 16:11:19 Uhr in Köln (17 Kommentare).

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