Was bleibt nach dem Tod meines besten Freundes?

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Fremdgehen Ehebruch Begehrlichkeit Gießen

Es ist jetzt viele Jahre her. Mein bester Freund und ich fanden dieselbe Frau nett. Ich war Anfang 20, er war gerade 29 geworden und sie war 30 Jahre alt. Er kam mit ihr zusammen und insgeheim habe ich ihn fast dafür gehasst. Allerdings änderte das nichts an unserer Freundschaft. Eines Tages ging nur die Mailbox an sein Handy. Seine Freundin stand verzweifelt vor meiner Tür und ging davon aus, dass ihm etwas passiert sein musste. Ich war etwas genervt. Was sollte schon sein? Dennoch ließ ich mich dazu breit schlagen, ihn zu suchen. Wo steckte er nur?

Nach ergebnisloser Suche waren wir abends in ihrer Wohnung. Es klingelte. Zwei Polizisten fragten freundlich, ob sie in die Wohnung könnten. Scheiße! Mein bester Freund war tödlich verunglückt. Seine Freundin schrie und weinte. Ich war wie gelähmt. Warum er? Warum nicht ich? Mich würde keiner vermissen. Aber ihn! Er wurde doch gebraucht. Ich konnte nicht reden. Meine Kehle - zugeschnürt. Das durfte nicht wahr sein! Wir befanden uns im fünften Stock und ich hätte mich gerne vom Balkon gestürzt. Wenn ich nur mit ihm tauschen könnte. Um ihn war es schade. Ich bin eine Pfeife und natürlich hab ich es nicht geschafft, mich runterzustürzen. Mein Herz war zerrissen. Ich fühlte fast gar nichts mehr.

Seine Freundin flehte mich an, bei ihr zu bleiben. Ich blieb und schlief auf dem Sofa. Sie wollte, dass ich ins Bett käme. Nein, nein, nein! Verdammt, nein! Das ging doch nicht. Und leider ging es doch. Es passierte nichts. Aber irgendwann, wir waren zusammen unterwegs, da nannte ich sie versehentlich Schatz. Sie reagierte bewegt und brauchte wohl die Zuneigung. Wir schliefen miteinander. Nicht nur einmal. Es geschah immer wieder. Irgendwann kam sie mit einem Ex zusammen. Unser Techtelmechtel nahm ein unschönes Ende. Geblieben sind nur Schuldgefühle und Scham. Ich habe meinen besten Freund verraten, bin nicht für seine Freundin da gewesen und habe wohl, wenn auch unbeabsichtigt, ihre Trauer ausgenutzt. Das verfolgte mich über 10 Jahre. Es war ständig präsent. Es tat mir so verdammt leid, es tat weh und das einzige, was mich erleichterte, waren meine Schuldgefühle. Doch inzwischen sind selbst die verblasst. Ich frage mich nur, wie ich so abgewichst sein kann. Ich müsste doch vor Schuld zerfressen werden. Leider passiert das nicht mehr. Ich glaube, ich bin das schlimmste Ungeheuer auf dieser Erde. Was soll ich nur tun?

Beichthaus.com Beichte #00041845 vom 17.05.2019 um 21:55:13 Uhr in Gießen (Bruchstraße) (26 Kommentare).

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Pflegefall Schwiegermutter

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Boshaftigkeit Familie Hagen

Ich beichte, dass ich Schadenfreude empfinde, dass meine Schwiegermutter eine schwere Krankheit bekommen hat. Meine Schwiegermutter ist eine eitle boshafte Frau, immer über andere herziehen. Sie ist die Schönste mit 82 Jahren, Leggins und blauen Fingernägeln. Was ich am meisten hasse, ist ihr lästern über andere Leute in ihrem Alter, die am Rollator gehen oder dement sind.

Zum Beispiel: "Oh sieh mal. die ist auch balla balla." Dann kam September 2018. Sie kollabierte in ihrer Wohnung. Mit RTW ins Krankenhaus, alle dachten Schlaganfall. Diagnose Hirntumor (gutartig), Operation, Reha und das ganze Programm. Nach der Reha: Geht sie jetzt am Rollator, braucht einen Badewannenlift, hat Pflegestufe 2. Ich weiss, es ist scheisse von mir, aber ich gönne ihr das. Ich empfinde es als gerechte Strafe, ich kann leider nicht anders, obwohl ich weiss, dass es falsch ist.

Beichthaus.com Beichte #00041844 vom 21.05.2019 um 10:55:24 Uhr in Hagen (Freiburger Straße) (16 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Junge karrieregeile Mitarbeiter

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Falschheit Kollegen Arbeit Hamburg

Ich beichte hiermit das ich seit fast zehn Jahren einem jüngeren Mitarbeiter erfolgreich daran gehindert habe innerhalb der Firma aufzusteigen. Er selber hat davon keinerlei Ahnung. Der Grund dafür ist recht einfach, seine positiven Eigenschaften sind das er sehr fleißig und auch verhältnismäßig intelligent ist. Die Kehrseite ist leider das es sich um einen sehr bösartigen und rücksichtslosen Menschen handelt. Ich bin einfach der Auffassung das so jemand nicht über andere bestimmen oder Entscheidungen mit viel Einfluss treffen sollte. Dazu kommt auch die Angst das dieses Machtmensch irgendwann über mir stehen könnte.

Beichthaus.com Beichte #00041842 vom 16.05.2019 um 13:14:01 Uhr in Hamburg (4 Kommentare).

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Ablehnung von allen Seiten

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Verzweiflung Hass Kollegen

Ich habe mich in meinem Leben noch nie so wertlos gefühlt. In meinem Job sieht es keiner, wenn ich mich engagiere, aber wenn mir ein Fehler unterläuft, ist das ein Riesendrama und Thema Nummer eins. Im vergangenen Jahr habe ich mich in meinem Job extrem engagiert, habe Zusatzarbeit geleistet, mich für Dinge freiwillig gemeldet immer wenn es die Gelegenheit dazu gab, habe bei allem mitgemacht, bei dem man mitmachen konnte. Die Beförderung blieb dann jedoch aus und jemand anderes bekam sie, der bei weitem nicht so viel gemacht hatte wie ich. Es schmerzte besonders, weil diese Person davor immer meinte, dass sie neben mir blöd dastehe, weil sie sich kaum engagiert und ich immer bei allem mitmache. Leider bin ich etwas zurückhaltend, sodass ich nicht mit allen total dicke bin, und dadurch falle ich halt auch nicht auf. Ich weiß nicht, ob das das Problem ist, aber es ist frustrierend, weil ich es einfach nicht schaffe, mich dahingehend zu ändern. Seit meiner Kindheit versuche ich, dagegen anzukämpfen. Aber ich bleibe unscheinbar und scheinbar für manche unsichtbar. Mich grüßen viele Kollegen noch nicht einmal von sich aus, sie antworten nur, wenn ich grüße. Ich hasse meine zurückhaltende Art, schaffe es aber nicht, mich zu ändern. Ich wurde als Kind gemobbt und bin dadurch sehr unsicher geworden und kann es nicht ablegen.

Nun ist mir bei der Arbeit ein Fehler unterlaufen und normalerweise sollte man ja jetzt denken "Nicht schlimm, achtet ja eh keiner darauf, was ich tue". Aber nein, das haben natürlich alle bemerkt und haben dafür natürlich null Verständnis. Jetzt redet eine Kollegin nicht mehr mit mir und die anderen sind auch völlig fassungslos, wie jemand nur so nachlässig sein kann wie ich (ich habe nicht mitbekommen, dass ich etwas tun sollte und es nicht erledigt, weshalb eben diese Kollegin es spontan tun musste). Ich habe mich wirklich sehr entschuldigt und gezeigt, wie sehr es mir Leid tut und dass ich nicht verstehe, wie mir das passieren konnte. Ich könnte mir deswegen in den Arsch beißen und ich musste mir bei der Arbeit den Rest des Tages die Tränen unterdrücken und bin heulend nach Hause gefahren. Ich halte diese Ablehnung von allen Seiten nicht mehr aus und entwickle gerade einen extremen Selbsthass. Am liebsten würde ich im Erdboden versinken und für immer verschwinden.

Beichthaus.com Beichte #00041841 vom 15.05.2019 um 14:46:56 Uhr (17 Kommentare).

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“Beichte

Die lackierte Plakatwand

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Wollust Schamlosigkeit Sindlingen

Ich (m/29) habe mir letzte Woche etwas erlaubt, worauf ich überhaupt nicht stolz bin. Ich bin ein kleines Stück mit dem Zug gefahren, um mich mit dem Dealer meines Vertrauens zu treffen, um mir etwas Gras zu holen. Er hatte sich verspätet und so musste ich etwas Zeit totschlagen. Bescheuert wie ich war, habe ich den Porno weiter geschaut, der noch im Browser meines Handys aufgerufen war. Ich wurde so rallig, dass ich mich nach einigem Zögern entschied, Deckung hinter einer Werbewand zu suchen (keine Menschenseele am Gleis) und dort ordentlich abzuspritzen. Ich war so geil, dass es wirklich nur einen kurzen Moment dauerte und beobachtet hat mich auch niemand. Ich finde es wirklich eklig, soetwas von anderen Leuten zu lesen, aber in all meiner Erregtheit selbst in der Öffentlichkeit das Wichsen nicht lassen konnte. Ich führe übrigens eine gut laufende Beziehung mit häufigem und gutem Sex, was eher kaum eine Rechtfertigung für das Wichsen hinter der Plakatwand ist.

Beichthaus.com Beichte #00041839 vom 14.05.2019 um 07:45:32 Uhr in Sindlingen (13 Kommentare).

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