Befreiende Gruppendusche im Fitnessstudio
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Der Grund, warum ich mich nach Jahren endlich durchgerungen habe, doch mal ein Fitnessstudio auszuprobieren, ist im Grunde derselbe Grund, warum ich freiwillig NIEMALS in eine Gruppendusche gegangen wäre: Ich schäme mich für meinen Körper. Meine teigige Figur, meinen leicht unterdurchschnittlichen Schwanz, meinen quasi nicht vorhandenen Arsch. Insbesondere vor Fremden und insbesondere vor Männern. Ich habe mir immer eingebildet, das läge daran, dass ich bisexuell bin – es ist aber wohl eher ein bisschen viel toxische Männlichkeit, die ich da abbekommen habe. Zumal die anwesenden Herren in der Muckibude natürlich alle auch noch komplett shredded und ripped waren.
Ich steckte in der Zwickmühle. Duschen gehen war eine Horrorvorstellung. Nicht zu duschen hätte die Folge gehabt, mich erklären zu müssen, was ebenfalls für mich sehr peinlich und unangenehm geworden wäre, zumal man so ein Gespräch schlecht in der Umkleide vor anderen führt. Also habe ich nach kurzer Abwägung allen Mut, den ich irgendwo in mir gefunden habe, aufgebracht – und meine Unterhose ausgezogen, Duschgel und Handtuch genommen und mich in die Dusche begeben.
Und was soll ich sagen? Ich war am nächsten Tag direkt wieder im Fitness. Eigentlich wollte ich mit meinem Kumpel einen Tag Pause machen (er war auch nicht dabei). Das Training im Studio gefällt mir zwar auch besser, als ich gedacht hätte, aber es war so ein unfassbar befreiendes Gefühl, so selbstverständlich nackt zwischen den anderen Kerlen zu stehen, dass ich es nicht abwarten konnte bis zum nächsten Tag. Und das meine ich noch nicht mal auf eine sexuelle Art, wobei die Aussicht natürlich nicht schlecht ist, sondern emanzipatorisch. Ich habe mich noch nie so frei gefühlt wie in dem Moment, als ich aus dieser Dusche gekommen bin. Es klingt super cheesy und es fühlt sich auch seltsam an, aber das hat etwas mit mir gemacht, was viele Dinge in meinem Leben verändern wird. Nur erzählen kann ich es noch niemandem, also beichte ich es hier.