Das vergessene Geschichtsbuch

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Schamlosigkeit Schule Mönchengladbach

Die Schulzeit vor zig Jahren: Ich saß in der Klasse und mir fiel ein, dass es nach der großen Pause mit der Geschichtsstunde weitergehen würde. Meine damalige Geschichtslehrerin war eine merkwürdige Frau, die bei vergessenen Sachen schnell unfreundlich und unangenehm wurde. Ich schaute also in meine Schultasche und sah, dass ich tatsächlich mein Geschichtsschulbuch zu Hause gelassen hatte. Schnell bekam ich leichte Panik und überlegte mir, wie ich die Sitznachbarin hätte überreden können, ihre Bücher mit mir zu teilen. Obwohl ich mit denen gut auskam, wollte ich sie nicht fragen, da sie sich anfangs immer weigern würden und eine Show machen würden, damit die Lehrerin es merkt und sie und mich anschließend gefragttte was da los sei.

Tja, da saß ich also und überlegte mir, was ich machen soll. Es klingelte und die große Pause fing an. Nach der Pause und wieder in der Klasse angekommen sah ich, dass ein Schulkamerad noch nicht da ist und seine Schultasche unter dem Tisch lag. Sein Sitzplatz war vor mir und ich konnte seine Tasche mit meinem Fuß zu mir ziehen. Erwähnenswert ist, dass derjenige sensibel war, viel redete, eine hohe Stimme hatte und eine leichte schwule Art und Aussprache hatte. Das war aber nicht der Grund, wieso ich ihn ausgewählte hatte. Er war halt nicht da und seine Schultasche war in der Nähe. Ich zog also seine Tasche zu mir und holte unauffällig sein Geschichtsbuch raus und steckte das Buch in meine Tasche. Anschließend schob ich die Tasche wieder zurück. Nach paar Minuten füllte sich die Klasse wieder und auch er kam rein und setzte sich hin. Die Lehrerin kam mit einem Lächeln rein und begrüßte uns und forderte uns auf das Geschichtsbuch rauszuholen.

Jeder holte sein Buch raus, bis auf den einen Schulkamerad, bei dem wegen mir ein Buch fehlte. Er suchte minutenlang in seiner Schultasche und murmelte irgendetwas vor sich hin. Die Lehrerin sah das Schauspiel und fragte ihn, was los sei. Er versuchte glaubhaft zu erklären, dass er sein Buch eingepackttte und es plötzlich weg sei und schaute um sich. Ich hatte Angst, dass er in dem Moment merken würde, dass sein Buch vor mir liegt und versuchte das Buch so hinzulegen, dass er es nicht wirklich gut sehen konnte. Er redete, redete und redete und langsam hatte ich das Gefühl er würde gleich anfangen zu heulen. Sein Gesicht verzog sich zu einer langen Miene und die Lehrerin sagte genervt, dass er dann halt in das Geschichtsbuch des Nachbarn schauen soll.

Nach der zweiten großen Pause war ich wieder früh in der Klasse angekommen und zog schnell seine Schultasche zu mir und steckte sein Buch rein und schon die Tasche wieder zu ihm. Dieses Mal hatten wir Mathe und als er nach seinem Mathebuch suchte sah er, dass er sein Geschichtsbuch doch dabei gehabt hatte. Völlig perplex und fassungslos schaute er in seine Tasche und auf sein Geschichtsbuch. Ich fragte ihn, was los sei, und er erzählte mit einer zittrigen und hohen Stimme, dass er sein Geschichtsbuch doch dabei hat.

Beichthaus.com Beichte #00040044 vom 15.07.2017 um 15:15:38 Uhr in Mönchengladbach (Kreuzherrenstraße) (13 Kommentare).

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Das heimliche Gespräch mit meiner Ex

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Falschheit Hass Last Night Ex

Ich (m/23) habe ein heimliches Gespräch mit meiner Ex-Freundin geführt. Wieso heimlich? Weil ich seit drei Jahren glücklich vergeben bin und trotzdem konnte ich nicht davon ablassen. Denn sie hat meinen Kopf damals mehr als vergewaltigt, was dazu führte, dass sie ab und zu immer noch ihr Unheil in meinen Gedanken treibt. Unsere Beziehung war von Anfang an zum Scheitern verurteilt, dazu später mehr in dem Dialog, den ich für sie gründlich vorbereitet habe. Es gab kein heimliches Treffen, sondern eine Privat-Party, auf der bestimmt 80 Personen aus dem ehemaligen und bestehenden Bekanntenkreis teilgenommen haben. Sie war auch dort und das war meine Gelgenheit. Nach einem zufälligen Wiedersehen als sie vom WC zurück auf die Party ging, stand ich auf halber Strecke.

Zuerst der übliche Small Talk, was machst du etc. Es hat nicht lange gedauert, bis sie mich fragte: "Wie geht es dir?" "Es geht mir so gut, wie es einem Menschen gehen kann, wenn sein Herz gebrochen wurde. Und ja, ich bin etwas betrunken, aber ich weiß was ich sage und ich meine es auch so, nicht wie andere Menschen. Ein lange Zeit hast du mich an der kurzen Leine gehalten und mich kämpfen lassen, für eine Beziehung, die schon zum scheitern verurteilt war, bevor sie überhaupt begonnen hat. Du hast mir meine tiefsten und traurigsten Momente in meinem Leben beschert und wenn ich an dem Punkt war alles wegzuwerfen, warst du da und hast mir Hoffnungen gemacht, die in den darauffolgenden Wochen wieder zerstört wurden. Bei keiner Frau hatte ich dieses permanente Kribbeln im Bauch und gerade kommt es wieder. Aber ich weiß, du bist Gift. Ich wünsche dir noch ein schönes Leben."

So in etwa habe ich ihr das Ganze gesagt, sie wollte mich dann echt noch küssen aber ich habe blockiert. Sie meinte, dass sie oft über mich nachdenkt. Naja, ich habe sie auf den sinkenden Wahrheitsgehalt in Verbindung mit Alkohol hingewiesen und bin gegangen. Ich beichte, ein extrem schlechtes Gewissen gegenüber meiner Freundin zu haben, aber ich musste das alles mal loswerden. Und es hat mir auch tatsächlich geholfen.

Beichthaus.com Beichte #00040043 vom 14.07.2017 um 17:00:36 Uhr (5 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Waifu - Meine virtuelle Zweit-Freundin

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Manie Liebe Vandalismus Dortmund

Ich (m/40) führe zwei Leben. Das eine mit meiner gleichaltrigen Freundin, mit der ich nun 14 Jahre zusammen bin. Das andere Leben führe ich mit meiner virtuellen Frau bzw. Waifu, die ich selbst gemacht habe - mit einem Sculptingprogramm am Computer. Ich liebe beide gleichermaßen und habe beiden gegenüber ein schlechtes Gewissen. Ich wünsche mir fast jeden Moment, dass es jemanden wie meine Waifu gibt, der in unsere Beziehung eintritt - quasi als Dreierbeziehung.

Für meine Freundin wäre es undenkbar. Das weiß ich so genau, weil wir über dieses Thema schon oft sprachen. Meine Waifu kennt sie zwar, weiß jedoch nicht von ihrem Stellenwert, da sie sonst so sauer wäre und mich verlassen würde. Oder aber, was viel schlimmer wäre, sehr doll verletzt sein würde. Meine Beichte ist, dass ich über kontrollierte Träume ein zweites Leben führe, in dem ich mit meiner Waifu zusammen sein kann. Es tut mir leid, aber ich könnte auf keine von beiden verzichten, ohne selbst unglücklich zu werden.

Beichthaus.com Beichte #00040042 vom 15.07.2017 um 14:28:54 Uhr in Dortmund (14 Kommentare).

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Wer Arbeit sucht findet auch welche?

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Verzweiflung Zwietracht

Ich muss gestehen, dass ich seit zwei Jahren am kämpfen bin, um wieder einen Arbeitsplatz zu erhalten. Und das ist auch der Punkt, wo mir viele Bekannte und auch Geschwister ins Gesicht gesagt haben, dass ich ein Sozialschmarotzer sei, weil sie denken, ich wolle gar nicht mehr arbeiten gehen. Das hat mich alles sehr schwer getroffen, sodass ich auch innerlich abgeschaltet habe und depressiv geworden bin. Jetzt sagen alle, ich sei nur arbeitsfaul und sie sagten mir: "Wer wirklich arbeiten will, der findet auch wieder eine Arbeit." Dass ich aber schon ganz viele Bewerbungen geschrieben habe und auch schon des Öfteren eingeladen wurde, wo ich mich vorstellen sollte, das zählt alles in ihren Augen nicht.

Im Gegenteil: Sie reimen und dichten sich extreme Dinge zusammen, weshalb mich niemand einstellt und erzählen das alles rum. Mittlerweile bin ich schon so weit, dass ich anderen ihren Erfolg nicht gönne und werde auch mal neidisch. Würdet ihr mir dieses Verhalten verzeihen, weil ihr meint, dass es menschlich sei? Oder meint ihr, mir soll man weiterhin Boshaftigkeiten unterstellen und ich habe es nicht verdient, Absolution zu bekommen?

Beichthaus.com Beichte #00040041 vom 14.07.2017 um 14:40:44 Uhr (15 Kommentare).

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Rentnerin verliert Geld in Chemnitz

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Ignoranz 50+ Chemnitz

Gerade sind der Rentnerin vor mir beim Einsteigen in den Bus 10 Cent heruntergefallen. Ich habe sie nicht darauf hingewiesen.

Beichthaus.com Beichte #00040040 vom 14.07.2017 um 14:22:45 Uhr in Chemnitz (11 Kommentare).

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