Kater in den Tod getragen

30

anhören

Dummheit Mord Unfall Tiere Leibstadt

Ich habe vor kurzem einen Straßenkater kennengelernt. Er war noch relativ jung, sehr hübsch, ich denke nicht älter als 8 Monate und kam direkt auf mich zugelaufen als er mich und meinen Hund das erste Mal sah. Er hat sich sofort von mir streicheln lassen und ich hab ihn ziemlich schnell in mein Herz geschlossen. Seit nunmehr zwei Monaten kam ich mit meinem Hund alle 2 Tage an seinem Stammplatz vorbei, um ihn zu füttern und ein bisschen zu streicheln. Das Ganze ging soweit, dass er anfing uns hinterherzulaufen, jedoch immer nur circa 500 Meter, dann ging er wieder zurück zu seinem Platz und seinem eigenen Leben nach. Letzte Woche hatte er plötzlich ein vereitertes Auge und eine verschnupfte Nase, weshalb ich mich entschied ihn zu meinem Tierarzt mitzunehmen, damit er sich das Auge mal anguckt und es eventuell behandelt. Die Kosten wollte ich übernehmen. Der Tierarztbesuch war eh fällig, da mein Hund seine regulären Impfungen bekommen musste.


Eine Freundin, welche zwei Katzen hat, bot mir an, mir ihre Katzenbox zu leihen, damit ich den Kater transportieren kann, allerdings erst zur Abendzeit, da sie tagsüber arbeitet (ich arbeite nachts). Heute morgen habe ich den Kleinen dann wieder besucht, um ihm etwas zu fressen zu bringen. Danach lief er uns wieder hinterher und ich kam auf die dumme Idee, ihn ohne Transportbox zum Tierarzt zu bringen, um nicht extra bis zum Abend warten zu müssen. Der Arzt ist nur zwei Straßen von dort entfernt, der Weg dauert nicht länger als circa 8 Minuten. Er trottete uns also wie gewohnt hinterher, wollte aber auf halber Strecke, die zweite Hauptstraße nicht überqueren, weshalb ich ihn auf den Arm nahm und mit ihm zusammen die stark befahrene Straße passierte. Es gelang mir ihn sicher auf die andere Seite zu tragen, doch auf einmal bekam er Panik, zerkratzte mir den Arm und lief in einen kleinen Garten hinein. Ich versuchte ihn von dort wieder wegzuholen, aber er folgte mir nicht mehr weiter und ließ sich auch nicht mehr hoch nehmen.


Ich fand einen Karton in einem anderen Garten und versuchte ihn dort reinzusetzen, aber er vertraute mir nicht mehr und weigerte sich. Also rannte ich mit meinem Hund zum Tierarzt, um dort eine Transportbox zu holen, was aber leider vergebens war, da der Arzt auch keine hatte. Deshalb kaufte ich eine Dose Katzenfutter, um den Kater zu besänftigen und mit dem Futter nach Hause zu locken, stellte aber zu meinem Entsetzen fest, dass er nicht mehr im Garten war. Den Rest könnt Ihr euch bestimmt denken. Ich lief zurück Richtung Stammplatz und beim überqueren der ersten Hauptstraße sah ich dann auf einmal einen Katzenkörper auf der Fahrbahn liegen. Ich ging vollkommen schockiert auf die Stelle zu und erkannte sofort, dass er überfahren wurde. Ich bin dann total fertig nach Hause gelaufen um meinen Hund erstmal in Sicherheit zu bringen. Dort nahm ich mir zwei Plastiktüten und ging zur Unfallstelle zurück, um den toten Kater von der Straße zu holen. Es war unglaublich hart ihn aufzulesen, ins tote, schmerzverzerrte Gesicht zu blicken und ihn zu fühlen.


Ich hab ihn dann in einem Müllcontainer entsorgt. Das alles ist passiert, weil ich einfach gehandelt hatte, ohne richtig nachzudenken, obwohl ich mir der Risiken genau bewusst war. Ich war zu ungeduldig, um auf meine Freundin zu warten, wollte keine Zeit verlieren, wahrscheinlich aus Bequemlichkeit und falscher Selbstsicherheit heraus und das Schlimmste ist, dass ich ziemlich aggressiv wurde, als er mir den Arm zerkratzt hat, weshalb ich es vorzog beim Tierarzt um eine Transportbox zu fragen, anstatt den harten Weg zu gehen und bei dem Kater im Garten zu bleiben, damit ihm nichts passiert. Wahrscheinlich hätte er, wenn ich nur lange genug gewartet hätte, wieder Vertrauen zu mir gefasst und hätte sich wieder zu seinem Stammplatz zurück tragen lassen. Aber ich wollte nicht warten, weil mein Hund unruhig wurde und ich sauer war, wegen meinem Arm, also lies ich ihn der Bequemlichkeit und Engherzigkeit halber dort allein, obwohl es klar war, dass er, falls er alleine zurück läuft, sterben kann. Ich habe sehr lange nicht mehr geweint, aber nach diesem Erlebnis hab ich jede menge Tränen vergossen, gebetet und ich kann es mir einfach nicht verzeihen, dass er heute starb, weil er mir vertraut hat. Ich weiß, für viele von Euch ist es bestimmt nur eine Katze und Unfälle und Missgeschicke können passieren, aber er hat mir vertraut und ich habe ihn praktisch in den Tod getragen - das macht mich total fertig. Ich hoffe er und Gott verzeihen mir. Ich werde in Zukunft nie wieder einfach kopflos mit dem Leben eines Geschöpfes spielen. Es tut mir von ganzem Herzen Leid. ich kann es nie wieder gutmachen. Ich hasse meine eigene Ungeduld, Dummheit, meinen Zorn und meine Engherzigkeit, welche diesen Fehler erst ermöglicht haben. Es tut mir aufrichtig Leid, ich wollte nicht, dass das passiert.

Beichthaus.com Beichte #00029387 vom 25.09.2011 um 14:39:11 Uhr in Leibstadt (Bernaustrasse) (30 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Rakete ging von hinten los

18

anhören

Trunksucht Dummheit Gewalt Silvester Berlin

Vor ein paar Jahren habe ich mit Freunden Silvester gefeiert und natürlich wurde auch das ein oder andere Glas gehoben. Bei einem der Anwesenden, den ich nicht mag, ist etwas mehr Alkohol geflossen und er kam auf die glorreiche Idee, das neue Jahr mit einer Rakete, abgeschossen aus seinem Anus zu begrüßen. Natürlich nicht irgendeine Rakete. Es handelte sich dabei um eine Rakete, die in Deutschland aus gutem Grunde illegal ist. Ich beichte, dass ich und andere Partygäste ihm sagten, wir fänden die Idee gut. Einige fanden die Idee wirklich gut, weil sie entweder auch ziemlich voll waren oder die Bedeutung des Wortes Schließmuskel nicht kannten. Er steckte sich also die Rakete in sein Poloch und ich hatte die große Ehre, sie anzünden zu dürfen. Da die Rakete ziemlich groß war, brauchte sie natürlich auch einen stärkeren Antrieb als die üblichen Silvesterraketen. Resultat des ganzen war also, dass er sich den Hintern mächtig verbrannt hat. Die Explosion hat ihm zum Glück nicht geschadet, da die Rakete im letzten Moment doch noch abgehoben ist. Er konnte aber Wochen lang kaum richtig laufen. Ich beichte also, dass ich jemandem indirekt Schaden zugefügt habe und mir dessen voll bewusst war. Aber so große Dummheit gehört doch nun wirklich bestraft oder?

Beichthaus.com Beichte #00029384 vom 24.09.2011 um 14:43:10 Uhr in Berlin (Schlüterstraße) (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Die Meckerzicke

68

anhören

Zwietracht Hass Selbstsucht Engherzigkeit Partnerschaft München

Ich liebe meine Freundin von ganzem Herzen, aber sie regt mich echt auf. Ich mache immer alles so wie sie es will, und immer ist alles falsch. Ich gehe nachmittags zum Fitness, damit ich abends, wenn sie zu hause ist, auch da bin. Ist natürlich falsch, ich soll nachmittags meine Sachen am Computer machen, denn das stört sie selbstverständlich auch, da ich mich dabei nicht zu 100% nur auf sie konzentriere und ich ja ihrer Meinung nach eh "ständig" davor hänge, wobei ständig auch schon zwei Stunden pro Woche sind. Gut, gehe ich halt abends, aber, wie soll es anders sein, ist auch falsch, da ich ja nicht zu hause bin um sie zu bedienen. Hatte man ja drauf kommen können. Letzte Woche hat sie den Wunsch nach WLAN geäußert (bei Alice ist das nicht Standard), kein Problem, ich kümmere mich um einen Router, will alles einrichten, ist falsch, logisch, ist ja was am Computer, und das ist unerwünscht. Gut, lass ich es, mach es morgen, aber ist wie immer falsch, da sie ja das Internet noch braucht, was bei ihr beruflich bedingt ist, von daher kann man ihr das nicht vorwerfen. Also alles wieder zurück gebaut, fange ich halt nochmal bei null an. Kein Thema. Mach ich ja gerne, alle arbeiten doppelt.

Gestern habe ich es dann geschafft, zum Fitness zu gehen, sie wollte mich abholen, obwohl ich nicht mal zur Hälfte durch war, egal soll ich die Woche nochmal gehen. Klar kein Problem, aber natürlich nur, wenn sie ebenfalls nicht zu hause ist, was bei ihr ziemlich unberechenbar ist. Aber ich wage es, drei Minuten nach der vereinbarten Zeit draußen zu sein. Ohje, Schande über mich, was ich mir erlaube, das ich auf sie in der Regel wenigstens 10 Minuten warte, Hochstwert war bisher 1 1/2 Stunden wird gekonnt runtergeredet mit dem Argument, das ich viel öfter zu spät bin als sie, was damit begründet ist, das sie immer mit "ihrem" Auto fährt, das ich genauso mit bezahle und mir deswegen kein eigenes leisten kann. Weswegen sie mich immer abholt, aber dabei auch die Logik außen vor lasst und immer Punkt 14.30 da ist, aber da ich da erst Schluss habe und mich noch umziehen und zum Parkplatz laufen muss, habe ich keine Chance pünktlich zu sein. Egal, wird ignoriert.

Gestern kam von ihr noch die Beschwerde, das ich nie mit ihr kuscheln will. Sie kennt übrigens nur extreme, also ist alles entweder immer, nie, wahnsinnig, schrecklich oder übelst. Als ich mein Argument einwarf, dass sie in der Regel, wenn ich sie in den Arm nehmen will, mich mit den Kommentar "nicht anfassen, mir ist warm" wegschiebt, kam von ihr nur die übliche Reaktion. Wenn sie weiß, dass ich recht habe, kommt nämlich ein resigniertes "ja du hast recht" und dazu Kopf schütteln. Ich bin manchmal echt am überlegen, warum ich mir das antue. Klar, ich liebe sie, aber ist das eine harmonische Beziehung, wenn einer immer nur versucht, alles recht zu machen und der andere das gnadenlos ausnutzt? Ich weiß nicht, ich habe da andere Vorstellungen von. Mal sehen wie lange ich das so noch mitmache.

Beichthaus.com Beichte #00029376 vom 20.09.2011 um 11:14:48 Uhr in 81249 München (Trimburgstraße) (68 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Herr Hauptkommissar

15

anhören

Dummheit Falschheit Telefon Kinder Polizei Chemnitz

Als Kind habe ich gerne mit Freunden Telefonstreiche gemacht. Dabei waren wir immer ziemlich kreativ und haben den Leuten ganze Märchen aufgetischt. Mit 14 oder 15 habe ich dann ein Telefonat geführt, welches ich bis heute bereue und danach habe ich auch nie wieder Telefonscherze gemacht. Wie folgt lief das Telefonat ab: Ich habe wie immer zufällig eine Telefonnummer aus dem Telefonbuch gewählt und eine Männerstimme (schätzungsweise zwischen 30 und 40 Jahre) war am Apparat. Ich gab mich als Polizeibeamter aus und konfrontierte den Mann mit der Tatsache, er hätte zuvor angerufen und einen Überfall gemeldet, aber vergessen den Ort des Geschehens mitzuteilen. Der Mann bestritt das Ganze natürlich und ich wies ihn darauf hin, dass Falschaussagen eine Straftat sind. Auf die Frage wie ich denn auf seine Nummer käme, erzählte ich ihm das alle Anrufe in der Zentrale aufgezeichnet werden inkl. Telefonnummer, so dass eine Verwechslung ausgeschlossen ist. Nach einigen weiteren Wortgefechten, bei denen der Mann mehrmals nachfragte ob ich ihn verarschen will, geriet dieser vollkommen in Rage und fing an zu beleidigen bis er plötzlich den Hörer auflegte. Ich hatte mich mittlerweile so in meine Rolle hineingesteigert, dass ich das Ende des Gespräches so nicht akzeptieren konnte.


Ich rief den Mann erneut an und bezichtigte ihn der Beamtenbeleidigung, was zu hohen Geldstrafen führt. Mittlerweile hat ich das Gespräch vollkommen unter meiner Kontrolle und konnte dem Mann sogar einreden, dass ich über 40 wäre und ich es nicht nachvollziehen kann, wie der Gutste darauf käme, dass es sich um einen Jungenstreich handelte. Ich wies nochmals auf alles hin für was sich der Herr jetzt zu verantworten hätte und plötzlich wurde er immer kleinlauter. Er fing an sich mehrmalig zu entschuldigen. Er duzte mich sogar einmal und entschuldigte sich sofort reumütig mit dem Satzende "Herr Hauptkommissar". Seine Stimmung schlug auch allmählich in ein leichtes verzweifeltes Winseln um. Ich hatte ihn vollkommen gebrochen. Was mir im ersten Moment ein unglaubliches Gefühl von Stärke gab, sollte alsbald ins komplette Gegenteil umschlagen. Den im Laufe des Gespräches stellte sich heraus, dass der Mann im Nebenzimmer ein schwerkrankes Kind liegen hatte und er sich trotz des Weinen des Kleinkindes erst nach einigen Minuten getraut hatte bei mir nachzufragen, ob er mal kurz nach seinem kranken Kind schauen dürfte. Ich hab das Ganze natürlich sofort bejaht und ab dem Moment war mir ganz anders zumute. Das Gefühl der Stärke wandelte sich schnell in ein sehr schlechtes Gewissen. Nachdem der Mann wieder am Hörer war, versicherte ich ihm, dass der Fall noch einmal im Detail geprüft wird und man sich in der nächsten Woche nochmal melden würde, falls der Fall nicht geklärt werden kann. Es gab natürlich kein zweiten Anruf mehr, aber das Wissen, dass Dinge die als Spaß beginnen schnell ernste Konsequenzen entwickeln können.

Beichthaus.com Beichte #00029374 vom 19.09.2011 um 18:40:49 Uhr in 09127 Chemnitz (Ernst-Enge-Straße) (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

100 Grad

25

anhören

Boshaftigkeit Gewalt Falschheit Arbeit

Ich habe im Rahmen meiner Arbeitszeit auf der Frauentoilette den mit dem Waschbecken verbundenen Durchlauferhitzer auf 100 Grad gestellt und gelacht, wenn sich jemand die Finger verbrüht hat. Dann habe ich mir die Hand gekratzt und mich unter die Opfer geschlichen und Plakate in den Unternehmensgebäuden aufgehangen, dass man doch bitte den Durchlauferhitzer nicht mehr auf 100°C stellen soll.

Beichthaus.com Beichte #00029372 vom 18.09.2011 um 02:05:22 Uhr (25 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000