Der gehasste Gast

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Ekel Hass Restaurant

Der gehasste Gast
Ich (w/34) möchte nun etwas beichten, das zwar schon 14 Jahre her ist aber mich noch bis heute fertig macht. Damals habe ich in einem edlen Restaurant gekellnert in einer teuren Gegend. Dementsprechend gut lief das Geschäft. Wir hatten viele Stammkunden, die hohe Tiere in Firmen waren, darunter auch ein Anwalt aus einer bekannten Kanzlei. Geldprobleme hatte er keine, er kam fast jeden Tag zu uns zum Essen. Als er das erste Mal da war, bediente ich ihn und es schien so, als hätte er sich in mich verliebt. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass es genau so war. Er war ein hübscher Mann, aber mit seinen 1,65 Meter nicht besonders groß und obwohl ich selber fast so groß bin wie er, konnte ich mir nichts mit ihm vorstellen. Ich sollte noch dazu erwähnen, dass ich auch überhaupt kein Freund von so reichen Leuten bin. Nach jedem Besuch von ihm bekam ich 50 Mark Trinkgeld, vor Feiertagen waren es sogar 100. Doch trotz all dem habe ich totalen Hass auf ihn entwickelt.

Es kam mir vor, als würde er mich kaufen wollen. Wegen mir wusste die ganze Belegschaft von ihm Bescheid und wir nannten ihn nur den "Bonzen erster Klasse". Niemand mochte ihn. Wir beschlossen, unserem Unmut über ihn durch ein paar fiese Aktionen Luft zu machen. Am Anfang fing es harmlos damit an, dass wir in sein Essen spuckten, dann ging es sogar soweit, dass wir Urin in sein Essen und in die Getränke taten und auch Sperma. Er hat nie etwas davon bemerkt. Eines Tages hatte sich ein Gast total verschluckt und es sah aus, als ob er gleich ersticken würde. Niemand hat etwas dagegen unternommen, außer der Anwalt, der ihn ganz filmreif rettete. In diesem Moment verliebte ich mich in ihn und fing an, zu verstehen, was ich tat. Ich bereue bis heute noch. So kam es dazu, dass wir anfingen, uns auch privat zu treffen. Wir wurden ein Paar, ich zog bei ihm ein, kündigte meine Arbeit und wir heirateten. Heute haben wir zwei Kinder und er ist der liebste Mensch, den ich kenne. Es tut mir alles so leid, was ich getan habe. Er weiß es bis heute nicht und ich denke, ich werde ihm das auch nie sagen. Also, ein Appell an euch Beichthaus-Leser: Urteilt nie über Leute, die ihr nicht kennt, und tut ihnen vor allem nie etwas Böses! Man weiß nämlich nicht, welche Rolle dieser Mensch in eurer Zukunft spielen wird.

Beichthaus.com Beichte #00030821 vom 25.02.2013 um 00:29:10 Uhr (41 Kommentare).

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Wie Du mir, so ich Dir!

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Fremdgehen Morallosigkeit Rache Ex

Ich (m/26) bin seit fünf Jahren in einer festen Beziehung. Die ersten zwei Jahre waren einfach fantastisch. Dann nach knapp drei Jahren habe ich ausversehen mein Handy auf den Boden fallen lassen. Natürlich brauchte ich so schnell wie möglich ein Neues. Zum Übergang bot meine Freundin mir ihr altes Handy an. Als ich beim Öffnen der Mailapp feststellte, dass ihr Profil noch gespeichert war, konnte ich es nicht lassen, ihre Nachrichten zu lesen.
Ich musste feststellen, dass sie seit Anfang unserer Beziehung noch immer einen sehr engen Kontakt mit ihrem Ex-Freund hatte. Nach dem Lesen all der Nachrichten, in denen ich auch vernahm, dass sie mit ihm, während unserer Beziehung mehrmals Sex hatte, war ich rasend vor Wut, ließ mir jedoch nichts anmerken. Ich ging mit ein paar Freunden am Abend noch einen Trinken, um meine Wut zu ertränken. Es kam jedoch anders. Bei der Ankunft in der Bar traf ich die jetzige Freundin des besagten Ex-Freundes. Da sie nicht wusste, wer ich bin, dachte ich mir, diese Chance unbedingt nutzen zu müssen, um es diesem Schweinehund heimzuzahlen. Ich begann, mit seiner Freundin zu flirten. Nach dem üblichen Standardsätzen, dass sie einen Freund hätte und so etwas nicht tun würde, konnte ich sie doch herumkriegen. Wir landeten bei ihr zu Hause und im Bett. Seit diesem Abend habe ich fast einmal im Monat Sex mit seiner Freundin und jedes Mal denke ich nur: "Wie Du mir, so ich Dir!"

Beichthaus.com Beichte #00030820 vom 24.02.2013 um 20:34:02 Uhr (32 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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21 Jahre Drogensumpf

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Drogen Maßlosigkeit Sucht Verzweiflung Arbeit

21 Jahre Drogensumpf
Ich möchte hiermit beichten, dass ich nicht in der Lage bin, mein Leben auf die Reihe zu bekommen. Ich habe schon recht früh angefangen, mir Selbiges zu versauen. Im frühesten Jugendalter habe ich angefangen zu kiffen und es hat auch nicht lange gedauert, bis ich diverse härtere Substanzen zu mir genommen habe. Dadurch habe ich mir meine erste Lehrstelle als Dachdecker versaut, weil ich nicht in der Lage war, zu erkennen, dass man mich fördern will. Stattdessen habe ich alles an Rügen und Maßnahmen sehr persönlich genommen und nach satten zweieinhalb Jahren meine Ausbildung selber beendet. Nach einigem Leerlauf habe ich mich dann entschlossen, meinen Wehrdienst freiwillig aufzunehmen. Ich habe die Musterung auch gut hinter mich gebracht, weil ich es geschafft habe, mich von Drogen zu distanzieren. Ich wollte wirklich was erreichen. Die Grundausbildung lief recht gut und ohne weiteren Zwischenfall. Nach meiner Versetzung zu der Stammeinheit hatte ich dann aber wieder Kontakt zu Personen, die diverse Drogen konsumiert haben und bin so dumm gewesen, mich wieder hinreißen zu lassen, selber zu konsumieren. Mein Konsum wurde schlimmer als zuvor. Nachdem ich dann irgendwann einfach nur noch fertig war und im Drogenrausch zwei Wochen eigenmächtig dem Dienst fernblieb, habe ich mich dann selber gestellt und mich geoutet. Mit den Konsequenzen konnte ich recht gut leben, zwei Wochen Bau, im Anschluss neun Wochen Ausgangssperre und kein Aufstieg im Dienstrang. Ich habe meinen Wehrdienst auch ehrenhaft beenden können, wenn auch nur im Rang eines Gefreiten. Den Konsum habe ich nicht eingestellt.

Weitere Arbeitslosigkeit folgte, bis ich irgendwann im Elternhaus Druck bekam. Also kümmerte ich mich um eine weitere Ausbildungsstelle. Über mehrere Umwege und eine weitere abgebrochene Ausbildung zum Koch, bekam ich dann meine Chance, in einem renommierten Gasthaus in unserer Umgebung zu arbeiten. Ich begann meine Ausbildung zum Restaurantfachmann. Ich war mit Eifer bei der Sache, hätte mir jedoch beinahe den Job auch wieder versaut, weil ich total verstrahlt zur Arbeit ging, nachdem ich eine Nacht lang feiern war und dementsprechend nichts auf die Reihe bekam. Das war dann einer der Knackpunkte in meinem Leben, der mich bewegte, mich vom Drogenkonsum zu befreien. Ich wandte mich von meinem gesamten Freundeskreis ab und lebte von da an erst einmal nur noch für die Arbeit. Ich wurde, was die chemischen Sachen anging, clean, kiffte nur noch abends zu Hause. Ich beendete meine Ausbildung erfolgreich, hatte auch eine Freundin, die zwischenzeitlich, aufgrund einiger Probleme, die sie hatte, bei mir eingezogen war.

Sie war jedoch nicht die Richtige für mich. Wir kifften wie die Blöden, ich versemmelte einen Job nach dem anderen und letztendlich, nachdem unsere Wohnung verlebt und versifft war und ich wieder arbeitslos wurde, zogen wir um. Sie wurde schwanger, wir bekamen eine Tochter und es machte abermals klick bei mir. Ich wurde aus eigenem Antrieb absolut drogenfrei, trainierte abends und musste ansehen, wie meine damalige Gefährtin sich weiter der Kifferei ergab. Auf mein Drängen hin, aufzuhören, sagte sie immer nur: "Ich bin ja noch jung und will was erleben!" Es endete in einer sehr heftigen Trennung und beinahe mit einer Psychose bei mir. Ich musste mit meinen 26 Jahren wieder bei meinen Eltern unterkriechen; eines der erniedrigsten Erlebnisse meines Lebens. Immerhin bekamen meine Ex und ich uns soweit in den Griff, dass ich meine Tochter sehen durfte, wann immer ich wollte. Ich konnte einen guten Job in der Branche ergattern, in dem ich über sehr weite Strecken erfolgreich und vor allem gerne tätig war. Trotzdem hatte ich leider immer wieder Rückschläge, was die Kifferei betraf. Irgendwann fand mich eine andere Ex von mir wieder und wir gingen eine Beziehung miteinander ein, die bis heute andauert. Nachdem wir beide zweimal miteinander gekifft hatten, erkannten wir, dass wir uns in diesem Zustand nicht ausstehen können und ließen es einfach bleiben, weil wir zusammen sein wollten. Leider war damit auch eine Verdrängungstaktik nicht mehr verfügbar, ich kündigte in einem Anfall von Depression meinen Job, beziehungsweise ich blieb einfach im Bett liegen und konnte mich nicht mehr motivieren, aufzustehen. So versemmelte ich ihn wissentlich.

Dennoch zogen meine Partnerin und ich zusammen. Ich habe inzwischen einen Sohn von ihr und wir erwarten jede Sekunde ein weiteres Kind, eine Tochter. Unsere Beziehung ist echt glücklich und dennoch schaffe ich es nicht, mich zu sortieren, geschweige denn einen Job zu suchen, der mich erfüllt. Ich schaffe es zwar, eine Maßnahme der ARGE zum Abschluss zu bringen, habe aber Angst, mich auf einen Job zu bewerben. Die Ungewissheit, was mich erwartet, und die Angst zu versagen sind einfach zu groß. Inzwischen trinke ich beinahe jeden Abend, zumindest im Augenblick, jedoch immer erst, wenn mein Sohn im Bett ist. Auf ihn nehme ich Rücksicht. Inzwischen haben wir auch einen Familientherapeuten, der uns auf häuslicher Ebene hilft, uns zu sortieren, weil wir Schwierigkeiten haben, den Haushalt vernünftig zu organisieren. Vielleicht hilft er mir ja auch, einen Psychologen zu finden, dem ich vertraue, damit ich meinen eigenen Seelenmüll mal loswerden kann. Ich bin mit meinen bald 35 Jahren mehr als 21 Jahre süchtig und gewillt etwas zu ändern, und doch habe ich Angst.

Beichthaus.com Beichte #00030817 vom 24.02.2013 um 11:51:33 Uhr (41 Kommentare).

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Die unbelehrbare Freundin

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Aggression Engherzigkeit Gesellschaft Mülheim (Ruhr)

Ich habe eine Freundin, welche 26 Jahre alt ist. Seit einigen Monaten hat sie einen neuen Freund, der mal locker 20 Jahre älter ist, als sie. Er ist strunzdumm und absolut niveaulos. Eigentlich dreht sich bei ihm alles ausschließlich um Sex. Und zwar nicht der 08/15-Sex, sondern eher die harte Tour. So Sachen wie: Faust in Körperöffnungen und so etwas. Nun ist es leider so, dass er meine Freundin auch sehr schlecht behandelt. In den ersten drei Monaten ihrer Beziehung habe ich mir bereits ein Gejammer anhören müssen, weil er so mies mit ihr umgeht, das kann man sich nicht vorstellen. Immer wieder fragte ich sie, warum sie sich so schlecht behandeln lässt. Sie hat so etwas nicht verdient. Ich sollte vielleicht auch dazu sagen, dass sie etwas dicker ist. Trotzdem hatte sie aber nie ein Problem, einen Freund zu finden. Doch sie hat sich an diesem Kerl festgebissen.

Letztens hat sie mir gesagt, die beiden denken über eine Hochzeit nach. Obwohl er noch verheiratet ist und ihr einen Antrag mit einem Taschenrechner in der Hand gemacht hat, ist sie hin und weg. Ich habe inzwischen aufgehört, meiner Freundin zuzuhören und habe überhaupt so gut wie ganz den Kontakt eingestellt. Ich weiß, dass sie jemanden zum Reden braucht, aber ich kann da nicht mehr bei zusehen. Sie reißt sich für den Typen den Arsch auf und um so mehr er sie schlecht behandelt, um so mehr tut sie für ihn. Es tut mir leid für sie und auch um unsere Freundschaft, aber ich kann nicht jeden zweiten Tag zusehen, wie sie mit Nervenzusammenbrüchen und ganz üblen Heulkrämpfen versucht, ihre Beziehung zu retten. Sie will einfach nicht verstehen, dass eine Beziehung so nicht funktioniert und sie noch so viel tun kann. Solange nur sie etwas tut, wird das nichts. Aber sie will das nicht wahrhaben. Letztens erst hat sie tatsächlich gesagt, sie muss sich an seinen Charakter gewöhnen! Sie ist halt so einen Umgang nicht gewohnt. Seitdem ist mir egal, was sie mir sagt. Ich höre ihr nicht mehr zu. Ich weiß inzwischen, dass sie Depressionen bekommen hat und häufig nicht mehr aus dem Bett kommt, aber für sie kommt es gar nicht in Betracht, dass es an diesem Kerl liegen könnte. Inzwischen ist sie auch nur noch ein Schatten ihrer Selbst. Es tut mir leid, ihr nicht mehr die Freundin sein zu können, die sie braucht und die ihr beisteht.

Beichthaus.com Beichte #00030808 vom 20.02.2013 um 13:45:37 Uhr in Mülheim (Ruhr) (Aktienstraße) (23 Kommentare).

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Die Freundin im Stich gelassen

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Engherzigkeit Ex

Ich möchte beichten, dass ich meine jetzige Ex-Freundin quasi im Stich gelassen habe und es mir manchmal sogar eine Genugtuung ist, dass es ihr wegen mir schlecht geht, aber zum Anfang: 2011 kam ich mit meiner jetzigen Ex-Freundin zusammen, es fing alles sehr harmonisch an. Wir hatten Spaß zusammen und waren auf einer Wellenlänge. An ihrem Geburtstag kam der erste Tritt in meine Weichteile. Sie hatte ihren Ex-Stecher eingeladen, mit dem sie noch bis kurz vor unserem Kennenlernen was am Laufen hatte. Okay, sie hatte mich gefragt, ob ich damit ein Problem hätte, und ich hätte nein sagen können, aber ich wollte so früh in der Beziehung nicht als Arschloch oder Eifersüchtling dastehen. Ich verstand mich auch ganz gut mit ihm, aber machte ihr nach dem Geburtstag klar, dass ich es nicht gut finde, wenn sie weiterhin mit ihm Kontakt hat. Schließlich hatte sie mir auch klargemacht, dass ich den Kontakt zu meiner Ex einstellen soll. Dies hat dann wohl keine zwei Monate in ihrem Kopf gehalten. Am 11.11. war sie mit ihrer Mutter in Köln und als sie zurückkam, ließ sie sich von ihm abholen und nach Hause fahren. Als gäbe es keinen anderen Menschen auf der Welt, oder Taxi, oder Bus oder oder oder. Wir hatten Streit, aber ich sah nochmal darüber hinweg und bat sie, dies nun endgültig zu lassen.

Anfang des Jahres 2012 stellte sich bei ihr die Krankheit MS heraus. Ich habe sie unterstützt und ihr geholfen, wo ich konnte. Obwohl sie abends sehr früh müde war, übernachtete ich bei ihr, statt bei mir Zuhause die Zeit mit Freunden oder sonst wie zu verbringen. Ich war ja schließlich ihr Freund und wollte ihr zeigen, dass ich für sie da bin. In den nächsten Monaten bekam ich mit, dass sie immer wieder bei Facebook oder per Whatsapp Mails von irgendwelchen Typen bekam. Einige auch eindeutiger Natur, wo klarer nicht hätte stehen können, dass die sie einfach flachlegen wollen. Mittlerweile unterhielt sie auch wieder Kontakt zu ihrem Ex-Stecher. Sie versuchte, alles zu verstecken und runterzuspielen, wenn ich es doch mitbekam. Ich sagte ihr, dass sie den Typen schreiben soll, wo sie sich das alles hinstecken könnten, aber sie meinte, sie würde die Aussagen einfach ignorieren und dann wäre das klar genug für die Kerle. Für mich war das eher warmhalten.

Ich konnte ihr nicht mehr vertrauen und ich fing an, sie zu kontrollieren, was mir überhaupt nicht gefiel. So etwas darf in einer Beziehung nicht sein, man muss dem anderen vertrauen können. Die Gefühle ließen nach und ich zog mich zurück, wurde distanzierter, suchte selber Kontakt zu anderen Frauen. Jedoch nur Kontakt und nicht mehr. Ich wollte Schluss machen, aber ich hatte Bedenken wegen ihrer Krankheit und wollte sie auch nicht im Stich lassen. Allein wenn wir Streit hatten, oft genau wegen ihrem Ex-Stecher und dass er sich zum Beispiel mit ihr "auf einen Kaffee" treffen wollte, ich meine Sachen packte und nach Hause fahren wollte, stand sie mit Tränen in den Augen vor mir und schaffte es so, dass ich doch blieb. Mitte des Jahres, nach einem richtig großen Streit, fasste ich den Entschluss, endlich alles hinter mir zu lassen. Am nächsten Tag fuhr ich mit meinem besten Kumpel vorbei und holte all meine Sachen ab. Ich konnte so nicht mehr weiterleben. Ich wollte wahre Liebe mit Vertrauen und nicht immer diese Angst im Rücken, dass sie mich mit irgendeinem dieser Typen betrügt. Seit diesem Ende läuft sie mir hinterher, hat (ihrer Aussage nach) jeglichen Kontakt zu den Typen abgebrochen und will nur noch mich. Sie will alles besser machen und zeigen, dass ich der einzig wahre Mann für sie bin. Jedoch zeige ich ihr nur noch die kalte Schulter, habe wenig bis gar keinen Kontakt mehr und gehe auch nicht auf irgendwelche Wünsche für Treffen ein.

Mittlerweile bin ich auch wieder in einer Beziehung und so glücklich wie noch nie. Es tut mir leid für sie, dass ich ihr damit solche Schmerzen bereite und sie nun allein ist mit ihrer schweren Krankheit, aber ich sollte auch an mich und meine Zukunft denken. Ab und zu tut es mir richtig weh, zu wissen das sie allein Zuhause sitzt und sich nichts sehnlicher wünscht, als das ich auch bei ihr wäre, aber es geht einfach nicht. Ich hoffe, sie kommt bald darüber hinweg und findet jemand neuen, der es ernst mit ihr meint. Ich beichte, dass ich sie allein mit ihrer Krankheit gelassen und ihr durch meine neue Beziehung wohl sehr großes Leid angetan habe. Ich beichte, dass ich ab und zu eine Genugtuung empfinde und denke, dass sie es verdient hat, mich nun zu vermissen und zu sehen, was sie verloren hat. Ich beichte, dass ich ihr damals hinterher spioniert habe, weil so etwas in einer Beziehung einfach nicht sein darf. Ich beichte, dass ich ihr noch Liebe vorgespielt hatte, als ich eigentlich wusste, dass es nicht mehr lange hält. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00030804 vom 19.02.2013 um 10:56:59 Uhr (30 Kommentare).

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