Stehen im Bus

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Engherzigkeit Bahn & Co.

Stehen im Bus
An sich bin ich (w) ein sozialer Mensch und möchte nach meinem Abitur auch ein FSJ machen. Deswegen war ich heute mit dem Bus unterwegs, da ich ein Vorstellungsgespräch für eine FSJ-Stelle hatte. Da ich kurz nach Schulschluss mein Vorstellungsgespräch hatte, war es dementsprechend voll im Bus. Glücklicherweise hatte ich mir einen Sitzplatz sichern können und war recht glücklich, dass ich nicht stehen musste. Doch ganz zum Schluss stieg noch eine verwahrlost wirkende Frau ein, die Krücken zum Laufen brauchte. Im ersten Moment wollte ich sofort aufstehen und ihr meinen Platz anbieten, aber ich zögerte. Denn kaum war die Dame eingestiegen, lästerte sie im lauten Ton, so dass sie sogar all die Schüler deutlich übertönte. Sie erklärte, dass unser politisches System nichts wert sei, da wir eine Kanzlerin hätten und keinen Kanzler. Wir bräuchten wieder einen Mann an der Spitze und diverse ähnliche Aussagen. Ich beichte also, dass ich einer vermutlich gehbehinderten Frau in einem vollen Bus nicht meinen Platz angeboten habe, da sie sich äußerst abfällig und herablassend über andere Menschen geäußert hatte. Übrigens: Nicht nur Frauen wurden von ihr beschimpft, es traf auch einige Männer. Ich fand in diesem Moment, dass es ihr dann nur recht geschieht, wenn sie stehen muss. Im Nachhinein tut es mir leid, dass ich so gehandelt habe, da das nicht viel besser war als ihr eigenes Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00030840 vom 28.02.2013 um 18:22:26 Uhr (22 Kommentare).

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Kein Unterhalt von meinem Vater

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Geiz Habgier Geld Familie Berlin

Ich (m/18) beichte hiermit, dass ich mir ständig überlege, wie ich meinem Vater noch mehr Unterhalt aus dem Kreuz leiern könnte. So hat, zum Beispiel, meine Mutter diesmal kein Weihnachtsgeld bekommen, weswegen sich ihr Einkommen verringert und er mehr zahlen müsste. Aber bevor hier Empörung auftritt, erkläre ich die Situation lieber etwas mehr. Mein Vater hat nie genug Unterhalt für mich gezahlt, obwohl er es hätte machen können. Er hat extra eine schlechtere Lohnklasse genommen, damit er nicht so viel zahlen muss und selbst das wenige hat er nie komplett bezahlt. Meine Mutter wollte sich dies jedoch nicht übers Jugendamt holen, weil sie nicht wollte, dass sich das Verhältnis zwischen mir und meinem Vater verschlechtert. Als ich, kurz bevor ich 18 wurde, Mist in der Schule gebaut habe, hat er dies als Anlass gesehen, als ich 18 wurde, die Zahlung einzustellen. Meine Entscheidung, auf einer anderen Schule weiterzumachen, stützt er nicht und will er auch nicht unterstützen, meinte er. Ich habe mich anwaltlich informiert und mir wurde gesagt, dass ich weiterhin einen Anspruch hätte. Seine Aussage war, dass es dann ja tolle Institutionen gibt, welche bei verschiedenen Meinungen entscheiden, wer recht hat. Als dann mein Anwalt ihm geschrieben hat und sein Anwalt ihm wohl gesagt hat, er hätte keine Chance, hat er die Zahlung wieder aufgenommen. Und was mich mit Schadenfreude erfüllt: er muss jetzt mehr zahlen als zuvor. Mit Schadenfreude erfüllt es mich auch, weil er daraufhin den Kontakt zu mir abgebrochen hat mit den Worten, er hätte nun keinen Sohn mehr. Wenn ihm das Geld wirklich so wichtig ist, dass er dafür seinen Sohn leugnet, hat er es auch verdient, so viel wie möglich zu zahlen. Schlecht fühle ich mich trotzdem öfter mal, wenn ich darüber nachdenke, wie sich unser Verhältnis entwickelt hat. Genau das, was meine Mutter immer verhindern wollte, aber für so ein Verhalten soll er so viel blechen wie möglich!

Beichthaus.com Beichte #00030836 vom 27.02.2013 um 23:37:34 Uhr in Berlin (Kantstraße) (24 Kommentare).

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Mein gehasster Callcenter-Job

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Morallosigkeit Habgier Telefon Arbeit Dinkelsbühl

Mein gehasster Callcenter-Job
Ich war Ende letzten Jahres mal wieder auf Ausbildungssuche und bin dabei auf ein Callcenter in meiner Stadt gestoßen, die dieses Jahr ausbilden. Ich bewarb mich auf die Stelle und wurde auch recht zeitnah zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Dabei schnitt ich gut ab und mir wurde direkt für die Ausbildung zugesagt und eine sofortige Einstellung angeboten. Da ich dort besser verdiente als in meinem damaligen Job, nahm ich das Angebot auch gerne an. Ich begann nun also mit einer Beschäftigung in diesem Callcenter, was ja alles schön und gut wäre, wäre da nicht das Produkt, welches ich dort verkaufen muss. Der Tag besteht darin, Menschen anzurufen, sie darauf hinzuweisen, sie hätten an dem und dem Datum bei einem Fernsehsender an einem Gewinnspiel teilgenommen und haben jetzt was bei uns gewonnen. Viele sagen natürlich, sie hätten dort nicht angerufen, was ich ihnen auch meistens glaube. Dennoch muss ich darauf bestehen, da ja deren Telefonnummer bei uns eingegangen ist. Nachdem der Gewinn schnellstmöglich abgearbeitet ist, kommt es zum eigentlichen Thema, dem verhassten Produkt. Ich muss den armen Menschen ein bekanntes Gewinnspiel aufschwatzen, bei der sie mit mehr Chancen mitspielen. Dadurch preisen wir auch groß unsere Treffergarantie an: "Sie können also gar nicht leer ausgehen!" Eine Bekannte meiner Kollegin hatte mal bei solch einer Aktion mitgemacht und am ende ganze drei Cent gewonnen. Ich weiß, dass ich keinem einen Gefallen damit tue, ein solches Produkt zu verkaufen, ich glaube mir ja das, was ich sage, nicht einmal selbst. Dennoch bin ich glücklich, wenn jemand das Produkt kauft.

Selbst wenn ein Kunde ablehnt, müssen wir immer weiter darauf herumreiten, immer wieder Überredungsversuche starten und die Vorteile aufzählen. Es ist einfach schrecklich. Oft lasse ich es auch nach dem ersten "wieso wollen Sie nicht mitspielen?" bleiben und lasse die armen Menschen in Ruhe. Wenn ich eine nette Person am Telefon habe, unterhalte ich mich über private Themen mit dieser, um so viel Zeit wie möglich zu schinden, damit ich weniger Leute belästigen muss. Würden diese Gespräche nicht aufgezeichnet werden, würde ich die Leute auch nach dem ersten Nein auch sofort in Ruhe lassen, ich darf es aber nicht. Da ich mich in diesem Job nur quäle und mich einfach nur als Abzockerin fühle, ist für mich auch klar, dass ich dort keine Ausbildung machen möchte. Ich habe begonnen, mich auf andere Stellen zu bewerben, aber bevor ich keine andere anfangen kann, werde ich in diesem Beruf bleiben, denn ich sage es mal so: lieber so einen Job als gar keinen. Ich brauche das Geld einfach. Meine Teamleiterin lasse ich auch in dem Glauben, ich würde dort gerne arbeiten und auch die Ausbildung dort machen, aber ich bin einfach nur froh, wenn ich was anderes gefunden habe. Ich hasse mich ja selbst dafür, was ich tue. Ich habe hier auch schon viel gelesen, was mit den "netten Damen vom Callcenter" für Unfug getrieben wurde und mich wundert es echt nicht. Würde jemand bei mir anrufen und mir das sagen, was ich täglich den Menschen auftische, würde ich auch auflegen. Wenn ich mal einen von euch am Telefon hatte: es tut mir einfach nur leid, eure Zeit gestohlen zu haben! Und noch was zum Schluss: Ruft nicht im Fernsehen bei Gewinnspielen an! Es kostet euch nur ein Haufen Geld und am Ende ruft euch nur so jemand wie ich an.

Beichthaus.com Beichte #00030835 vom 27.02.2013 um 23:16:47 Uhr in Dinkelsbühl (23 Kommentare).

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Die E-Mails meines Chefs

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Rache Peinlichkeit Chef Arbeit Prostitution

Die E-Mails meines Chefs
Bis morgen darf ich mich "Personal Assistant" nennen. Wieso nur bis morgen? Nun, ich bin, wie gesagt, als persönliche Assistentin eines Unternehmers angestellt, der viel zu jung ist. Nichts gegen junge Vorgesetzte, aber dieser hat a) keine Ahnung von Mitarbeiterführung, weil er zum Beispiel oft und gerne wahllos Mitarbeiter vor versammelter Mannschaft - auch vor Kunden - anschreit und niedermacht und b) habe ich nach über einem Jahr Mitarbeit feststellen müssen, dass der werte Herr lügt, sobald er den Mund aufmacht. Seine Verlobte ist als Trainee bei uns angestellt und ständig im Büro. Sie ist ein nettes Mädel eigentlich, aber leider naiv. Mein Chef hat mir vor drei Monaten gekündigt, weil ich einen Monat zuvor in seinem geschäftlichen Postfach, das ich ja bearbeiten soll, auf ein paar E-Mails gestoßen bin, in denen er sich abends Prostituierte ins Büro bestellt hat. Seine Verlobte hat zu der Zeit ein Auslandssemester in London absolviert. Er dachte, er hätte diese Mails gelöscht, aufgrund eines Synchronisierungsfehlers zwischen seinem Blackberry und Outlook waren diese jedoch am nächsten Morgen nach wie vor gut sichtbar in seinem Posteingang zu sehen. Da ich mit seinem Führungsstil und den etlichen, wirklich grundlosen Überstunden (der Chef ist abends nicht gern allein im Büro) eh unglücklich war, habe ich ihn am gleichen Tag darauf angesprochen. Ich habe ihm gesagt, dass sein Verhalten der Gipfel der Unprofessionalität sei, er sich gefälligst einen privaten E-Mail Account für solche Geschichten anlegen solle und wie er denn meint, wie ich mich jetzt seiner Verlobten gegenüber verhalten solle, wenn sie aus London zurückkommt. Ich habe mündlich gekündigt, er hat mich angefleht, doch zu bleiben, Besserung gelobt und mir sogar angeboten, mich bei einem anderen Geschäftsführer im Unternehmen einzusetzen, da er mich im Team behalten wollte. Ich habe nach einer Überlegungszeit zugesagt und dann, am nächsten Monatsende, habe ich die Kündigung von ihm (!) erhalten.

Zur Beichte: Da ich im Arbeitsverhältnis sehr schnell herausgefunden habe, dass dieser Mann unehrlich, cholerisch und rachsüchtig ist und über Leichen geht, um sein Gesicht zu wahren, habe ich, quasi zur Absicherung meiner selbst, entsprechende E-Mails ausgedruckt. Auch eine, die erst Wochen nach meiner Kündigung folgte, in der er einen Beschwerdebrief an ein Bordell schrieb, weil dieses ihn wohl abgezockt und seine AMEX mehrfach durch den Kartenleser gezogen hatte. Ich werde das Büro morgen mit einem blitzeblanken Schreibtisch verlassen. Das einzige Stück Papier, was dort zu finden sein wird, wird ein Ausdruck dieser E-Mails sein. In jedem der von mir angelegten Ordner, mit dem nicht nur meine Nachfolgerin, sondern noch drei weitere Mitarbeiter arbeiten, wird man ganz oben eine Kopie dieser E-Mails finden. Eventuell auch im Drucker, eventuell auch auf der Damentoilette und/oder in der Küche. Es tut mir leid, mich auf sein Niveau herablassen zu wollen, vielleicht lasse ich es auch ganz sein, das wird der morgige Tag zeigen. Aber die Bloßstellung hätte er einfach verdient.

Beichthaus.com Beichte #00030834 vom 27.02.2013 um 22:58:14 Uhr (36 Kommentare).

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Sightseeing in München LMU

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Schamlosigkeit Neugier Sex Urlaub München

Sightseeing in München LMU
Es war der erste gemeinsame Sommer mit meiner Freundin. Ich Mitte 20, Sie Anfang 20. Wir machten einen 4-tägigen Kurztrip nach München, um uns die Stadt und die Leute anzuschauen. Natürlich haben wir bei dem Sightseeing auch die Ludwig-Maximilians-Universität angeschaut. Leider wurde sie in diesem Sommer umgebaut und konnte eigentlich nicht von Innen angeschaut werden. Da es schon ein bisschen später war, so 19 Uhr, die Türen offen und die Security nicht gerade streng war und man ohne weiteres reingehen konnte, haben wir dies auch getan. Anfangs interessierten wir uns natürlich für das historisch wertvolle Gebäude, der Treppenaufgang wo die Geschwister Scholl ihre Flugblätter verteilt haben. Wir wollten uns mal einen Hörsaal anschauen, aber leider waren alle verschlossen. Als wir so durch die halb dunklen Flure gingen überkam uns ein wenig die Lust und das Verlangen, mal was Außergewöhnliches zu tun. Wir suchten nun alle Räume ab, in der Hoffnung einen zu finden, der offen war. Wir fanden dann auch einen, er war beleuchtet, niemand drinnen. Von da aus ging es wiederum in eine kleine Bibliothek. Altes Holz, massive Tische und Stühle, Büchergeruch in der Luft und vor allem, es war dunkel und wir hatten einen guten Blick zum Innenhof. Wir schlossen die Türen ganz normal zu, immer mit dem Gedanken, es könnte ja einer vorbei kommen oder uns einschließen. Gingen in den hinteren Teil des Raumes und fingen an.


Meine Freundin hatte nur einen kurzen Rock an, ich nur eine kurze Hose. Es war zwar mehr als unbequem, warm und stickig, aber es war echt geil. Da wir es ohne Kondom gemacht hatten, war nun die Frage, wohin mit dem Zeug? In sie rein wollte ich auch nicht. Ich zog ihn kurz vorher raus und spritzte eine ordentliche Ladung auf den alten Parkettboden. Um die Spuren noch ein wenig zu verwischen, habe ich es breit getreten und versucht ein bisschen mit dem Taschentuch aufzuwischen. Allerdings sah man nichts, man merkte nur, dass es an der Stelle eben feucht war. Wir zogen uns an, küssten uns noch mal und gingen entspannt, als wenn nix gewesen wäre, durch die Flure und dann zum Ausgang.

Beichthaus.com Beichte #00030828 vom 26.02.2013 um 17:46:18 Uhr in 80539 München (Geschwister-Scholl-Platz 1) (13 Kommentare).

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