Meine Morgenroutine

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Selbstsucht Stolz Gesundheit Hannover

Wenn ich morgens nicht zum Scheißen komme, ist für mich der ganze Tag sinnlos und von vorn herein im Arsch. Der Morgenschiss ist für mich der erste und wichtigste Teil eines jeden Tages und inzwischen zum Ritual geworden. Mein Klogang ist exakt festgelegt und die Abläufe sind aufeinander abgestimmt und bis ins Detail ausgeklügelt. Diese Art der Routine gibt mir das Gefühl von Stabilität und Kontinuität in einer Welt die so hektisch, oberflächlich, unmenschlich und trist geworden ist.

Wenn ich morgens auf dem Pot sitze ist für mich die Welt in Ordnung und dieses Gefühl dehnt sich über die 45 Minuten auf dem Klo aus über den kompletten Tag. Ich fühle mich einfach sicher genug durch den Tag zu gehen und zu wissen dass egal was auch kommen mag, ich kann es schaffen. Ich beichte also nun mein Verhalten gegenüber meiner Familie, Kollegen und allen Mitmenschen, wenn meine Morgenlage nicht funktioniert hat. Ich werde den ganzen Tag über unausstehlich und kann auch nicht verbergen dass der Tag schon falsch angefangen hat. Die meisten meiner Mitmenschen wissen wieso und versuchen mir dann zu helfen, mit Kaffee und Zigaretten, mit abführenden Brotzeiten oder ähnlichen Dingen. Es ist lieb gemeint aber es ist nicht das selbe. Es tut mir leid, dass mein morgendlicher Schiss schon über ganze Karrieren in meinem Unternehmen entschieden hat und dazu führte dass ich zum dritten Mal verheiratet bin.

Beichthaus.com Beichte #00041405 vom 08.07.2018 um 03:22:13 Uhr in Hannover (28 Kommentare).

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Drogengeld gefunden

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Diebstahl Habgier Geld München

Da ich beruflich sehr eingespannt bin, gehe ich zum Ausgleich gerne laufen. Da kann es schon mal später werden. Neulich war es schon nach 22 Uhr als ich meine Runde drehte. Auf einem der Seitenwege des Westparks sah ich einen Typen aus dem Gebüsch kommen, der dann auf der anderen Seite des Weges wieder durch das Gebüsch verschwand. Nachdem er jetzt nicht wie der klassischen Wildpinkler aussah, bin ich an der Stelle wo er aus dem Busch kam mal ins Unterholz um zu sehen was der Typ dort getrieben hatte. Im schlimmsten Fall hatte einen Haufen dagelassen. Aber nichts zu sehen. Da entdeckte ich eine Stelle wo offensichtlich jemand etwas vergraben hatte. Siehe da, eine Plastiktüte.

Ich zog die Tüte raus und schaute rein. Ich staunte nicht schlecht, denn darin war Geld und zwar wohl nicht wenig. 5er, 10er, 20er, ein ganze Haufen schön säuberlich aufgerollt. Vermutlich hatte da einer sein Drogengeld versteckt. Ich habe die Tüte mit heimgenommen und das Geld gezählt, 5.000 Euro in kleinen Scheinen. Ich habe kurz überlegt das Geld der Polizei zu bringen, habe den Gedanken aber schnell verworfen. Auf den Trichter, dass es Drogengeld sein könnte, kommen die Bullen bestimmt auch und dann gibt es wohl nicht mal einen Finderlohn. Und einem Drogendealer das Geld wiedergeben das geht ja schon zweimal nicht. Ich beichte also dass ich jetzt 5.000 Euro unterschlagen habe, obwohl ich es hätte abgeben müssen. Für den Dealer tut es mir nicht leid, denn Drogenhandel kann ich nicht gutheissen, obwohl er jetzt bestimmt noch etwas extra verticken muss, um den Verlust wieder rein zu holen.

Beichthaus.com Beichte #00041404 vom 07.07.2018 um 20:47:11 Uhr in München (Westpark) (20 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die Violine

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Zwietracht Rache Nachbarn Hamburg

Ich (m/33) wohne seit 8 Jahren in einem Mehrfamilienhaus. Da die Mieten günstig sind, hat man selten neue Nachbarn. Es ist eine ruhige Gegend, und die Nachbarn sind es auch. Seit dem Auszug einer sehr anstrengenden Dame (neugierig, empfindlich, selbst Atmen war ihr schon zu laut) ist nun das krasse Gegenstück eingezogen. Ein Mitt-Vierziger alternativer Halbhippie, der gerne mal laute Musik hört, aber maximal bis 22 Uhr hörbar ist. Soweit kein Problem, auch wenn man manchmal am Wochenende länger als bis 10 schlafen würde.

Nun ist aber unter mir ein Assi-Pärchen eingezogen. Das heisst, eigentlich sind die nicht klassisch asozial. Sie ist sehr gepflegt, er ist eher so ein Möchtegern-Kleinganove. Eine Woche nach dem Einzug hatten die Beiden einen Streit von 14 Uhr mittags bis 3 Uhr nachts, inklusive Schreien, Brüllen, Heulen und Türen knallen. Gut, kann man mal machen. Seit kurzem aber spielt einer von beiden Violine. Grundsätzlich wäre das nicht schlimm, aber offenbar beherrschen die nur drei Töne die sich grausam anhören und extrem langgezogen werden. Jetzt kann man samstags und sonntags nur noch bis 8 schlafen, weil dann wieder stundenlang diese Misstöne zu hören sind. Als dann diese Woche Montag gegen Mitternacht und Mittwoch Nacht um 01:30 angefangen wurde, ist mir der Kragen geplatzt. Ich bin kurz draussen laufen gegangen (um nicht direkt loszubrüllen) und habe dann geklingelt. Es hat niemand aufgemacht, aber der Lärm war immerhin schlagartig weg. Gestern gegen 22 Uhr ging das dann wieder los. Ich hab diesmal meine Anlage (mit dicken Subwoofer) auf Maximum gestellt (vor allem den Bass), auf den Boden gekippt und volle Lautstärke Deathmetal laufen lassen, 30 Sekunden. Es war 5 Minuten still, dann ging das wieder los. Diesmal hab ich LKW-Hupen abgespielt und siehe da, es war Ruhe. Ich hatte allerdings heute morgen einen Brief im Kasten, ich solle doch Rücksicht auf andere nehmen.

Ich habe das nicht nur dem Vermieter gemeldet (unter Androhung von Mietminderung), sondern inspiriert von anderen Beichten hier kleine Heuschrecken für den Briefkastenschlitz an der Tür besorgt, dazu Kressesamen für die Fußmatte (die ich nun täglich gießen werde) und Furzspray aus dem Scherzartikelladen für den Hauptbriefkasten. Zusätzlich werde ich später über ein ungesichertes WLAN in der Nachbarschaft lustige Bestellungen aufgeben und die Wachturm-Spinner einladen. Ich beichte also, dass ich mich auf ein ganz niedriges Niveau begeben werde, weil ich meine neuen Nachbarn nicht mag. Reden bringt nichts, das haben andere Nachbarn bereits versucht.

Beichthaus.com Beichte #00041402 vom 06.07.2018 um 12:40:12 Uhr in Hamburg (10 Kommentare).

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Die Angst nach draußen zu gehen

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Neurosen Peinlichkeit

Vor einigen Tagen ist mir etwas sehr peinliches passiert. Seit einigen Monaten habe ich Angst- und Panikattacken. Leider stehe ich noch auf der Warteliste einiger Psychotherapeuten. Tagsüber schaffe ich es kaum vor die Tür zu treten und wenn es mal so weit ist, kämpfe ich innerlich mit meinen Ängsten. Mir wird dann ziemlich übel und teils schwarz vor den Augen weil mein Herz am rasen ist. Zum Beispiel ist Einkaufen eine reine Tortour. Deswegen bestelle ich meistens über Online-Supermärkte eine ganze Monatsration, wenn Freunde für mich nicht einkaufen können. Vor einigen Tagen habe ich meinen ganzen Mut zusammen genommen und bin trotz Ängsten doch gegangen. Es war bereits einige Stunden vor Ladenschluss. Der ganze Prozess von der Überlegung bis aus dem Haus zu gehen hat geschlagene zwei Stunden gedauert.

Als ich es endlich aus der Tür geschafft habe war ich sichtlich erleichtert. Ich genoss den Sonnenuntergang und die warme Brise. Als die sich Straßenlaternen anschalteten fühlte ich mich immer sicherer. Plötzlich merkte ich vor dem Laden wie ich dringend auf Toilette musste. Ein Kunden-WC gab es leider nicht und ich verkniff es so gut ich konnte. Ich bekam wieder Panikattacken, einerseits weil es im Supermarkt so hell war, und den vielen Menschen die noch anwesend waren, andererseits weil ich Angst hatte, es nicht mehr nach Hause zu schaffen. Im Marathonlauf und sichtbar verschwitzt legte ich die Waren auf das Kassenband und hoffte innerlich das sich die Kassiererin beeilt. Mein 10 Minuten Nachhauseweg kam mir wie eine Stunde vor. Doch dann passierte es und ich konnte meinen Stuhlgang nicht mehr verkneifen. Noch nie im Leben habe ich mich so geschämt und bin unter Tränen in meine Wohnung geflüchtet. Mir ist das ganze sehr peinlich. Ich bin eine erwachsene Frau und konnte meinen Stuhlgang nicht halten. Ich werde es sicher nicht mal meinen zukünftigen Therapeuten erzählen können. So groß ist die Scham. Seitdem habe ich die Wohnung nicht mehr verlassen.

Beichthaus.com Beichte #00041383 vom 28.06.2018 um 23:21:50 Uhr (7 Kommentare).

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Dunkelblauer Slip in heller Hose

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Peinlichkeit

Peinlich! Habe heute Morgen einen dunkelblauen Slip und eine weiße enge Hose angezogen. Auf der Arbeit sprach man mich indirekt drauf an. Gerade heute kommt unser Bezirkschef und ein Vertreter der örtlichen Zeitung und ich sitz gerade auf dem klo seit 10 Minuten. Wenn ich mich jetzt krank melden und dann zum Parkplatz runter gehen würde, würde ich diesen Leuten direkt in die Arme laufen. Was soll ich machen? Ich kann ja nicht ewig hier bleiben. Kolleginnen tuscheln im Waschvorraum schon. Gerade heute, weil von uns Fotos gemacht werden.

Beichthaus.com Beichte #00041381 vom 29.06.2018 um 10:23:03 Uhr (17 Kommentare).

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