Protest gegen das Wichteln

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Trägheit Falschheit Geiz Weihnachten Heidelberg

Ich (m) möchte beichten, dass ich während meiner Schulzeit in der 10. Klasse beim Wichteln einem Jungen, den ich nicht mochte und auch heute noch mit Abstand die hässlichste Person ist die ich kenne, ein Stück Seife geschenkt habe weil ich keine Lust hatte 5 Euro für ein richtiges Geschenk auszugeben. Man kann es sogar als eine Art Protest gegen diesen schwachsinnigen Brauch zur Weihnachtszeit sehen, da ich nicht glaube, dass so etwas in der 10. Klasse des Gymnasiums noch nötig ist.
Naja, anscheinend hat er bemerkt, dass ich sein Wichtel war und wollte mich zur Rede stellen. Ich habe dann natürlich alles abgestritten und eine fiese Mitschülerin beschuldigt. Alle haben es geglaubt und sie mit Verachtung bestraft.
Da sie dann natürlich ziemlich down war hat sie sich bei mir ausgeheult weil ich der einzige war, der noch mit ihr gesprochen hat, ich wusste ja, dass sie unschuldig war. Naja, das Ende vom Lied war, dass ich ihre Verletzlichkeit ausnutzte und mit ihr rumgemacht habe. Dachte es wäre noch mehr drin gewesen, aber sie "wollte es nicht zu schnell angehen". Hab sie danach nie wieder angerufen weil ich es für Zeitverschwendung hielt. Mir tut dieses ganze selbstsüchtige Verhalten gegenüber meinen Mitmenschen Leid und ich hoffe mir werden diese Taten vergeben. Danke fürs Lesen.

Beichthaus.com Beichte #00028057 vom 12.08.2010 um 20:44:15 Uhr in Heidelberg (24 Kommentare).

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Weihnachtsgans

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Diebstahl Ungerechtigkeit Shopping Weihnachten Hannover

Es passierte an irgendeinem Weihnachten Ende der neunziger Jahre. Meine Mutter wollte in diesem Jahr etwas kulinarisch etwas ganz verruchtes durchsetzten: keine Gans zu Weihnachten. Der Plan stieß allerdings nicht auf jedermanns Zustimmung, sprich: mein Vater meckerte während der gesamten Adventszeit über die neuen Essenspläne (es sollte irgendwelchen Fisch geben). Er nervte meine Mutter so sehr, dass sie schlussendlich ihre Pläne um schmiss und mich am Heiligabend losschickte, eine Gans zu besorgen. Wie jeder weiß, der an diesem Tag schon mal einkaufen war, ein ziemlich hoffnungsloses Unterfangen. Notgedrungen stürzte ich mich also in dieses Himmelfahrtskommando. Alle kleineren Läden, die ich vormittags abklapperte, waren schon hoffnungslos leer gekauft. Also in einen dieser Riesenläden; war auch die letzte Chance, weil kurz vor Ladenschluss. Parkplatz und Laden waren natürlich rappelvoll, die Kühltruhen mit dem Geflügel dagegen total leer. Ich wollte schon wieder unverrichteter Dinge abziehen, als mir auf dem Weg zu den Kassen ein voller Einkaufswagen mit einer prachtvollen 5kg-Gans auffiel. Die dazugehörige Dame suchte gerade noch irgendwelche Beilagen zusammen. Naja, lange Rede, kurzer Sinn: ich hab mir den 10-Pfünder unbemerkt gegriffen und bin zur Expresskasse gehetzt. Schnell bezahlt und nix wie nach Hause. So einen Prachtvogel lässt man an einem solchen Tag einfach nicht unbewacht im Wagen liegen. Am 1. Feiertag gab es bei uns jedenfalls lecker Gans.

Beichthaus.com Beichte #00027564 vom 27.02.2010 um 20:56:32 Uhr in Hannover (33 Kommentare).

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“35.000

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Schildkröte mit Wackelkopf

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Habgier Neid Arbeit Weihnachten Bern

In meiner letzten Firma, haben wir gewichtelt. Teilnahme war freiwillig. Namen ziehen von jemandem und diesen dann einmal beschenken. Da ich erst kurz bei der Firma dabei war, wollte ich einen guten Eindruck hinterlassen und machte natürlich mit. Bei der Weihnachtsfeier wurden dann die Geschenke durch einen verkleideten Weihnachtsmann übergeben und ausgepackt. Eigentlich ging es auch gar nicht darum zu erfahren, von wem das Geschenk war. Ich hab mir damals auch total viel Mühe gemacht und versucht herauszufinden, was die Person gebrauchen könnte und was sie gerne hat.

Jedenfalls habe ich dann so ein kleines Schildkrötchen bekommen mit einem Wackelkopf. (ca. 2cm lang und 1cm hoch). Ich natürlich recht enttäuscht, da sonst die Geschenke alle eher etwas spezielleres waren und mehr Wert. Es war auch nicht einpackt und für mich sah es mehr nach "Oops, habe ich wohl vergessen - noch schnell was überflüssiges mitnehmen" aussah.


Naja, dann ein paar Tage später fragte mich dann eine nette Arbeitskollegin was ich denn bekommen hätte und ich hab mich da etwas lustig gemacht. Von wegen, dass dieser Person wohl das Geschenk, dass Sie bekommt wichtiger war als jemanden zu beschenken. Die Kollegin meinte nur "ah so". und dann ein paar Wochen später habe ich dann erfahren, dass Sie mein Wichtel war. Dies war mir so überaus peinlich und ich hatte ein schlechtes Gewissen, schlecht über jemanden geredet zu haben. Dass ich seit daher das Schildkrötchen an meinem Arbeitsplatz unterhalb meines Monitors platziert habe. In Gedenken daran.
Am nächsten Weihnachtsfest habe ich beim Wichteln auch nicht mehr mitgemacht. Aus Angst wieder in ein Fettnäpfchen zu treten.

Beichthaus.com Beichte #00027554 vom 24.02.2010 um 10:08:27 Uhr in Bern (15 Kommentare).

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Im Büro geschlafen

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Faulheit Trägheit Arbeit Weihnachten Silvester Düsseldorf

Ich finde es echt gemein, dass momentan alle meiner Kollegen im Urlaub sind und ich als einzige im Büro sein muss. Leider ist es zu dieser Jahreszeit sehr ruhig im Büro, aber eine arme Socke musste die Stellung bewahren. So ist es mir vor kurzem passiert, dass ich doch tatsächlich vor meinem PC eingeschlafen bin. Es kam kein einziger Anruf und es waren auch keine E - Mails in meinem Posteingang, so dass ich es mir im Büro ganz gemütlich gemacht habe.
Ich habe mir eine schöne Tasse Tee gekocht, ein wenig Musik eingeschaltet und ganz schnell fielen mir die Augen zu. Irgendwann habe ich mich dann dabei ertappt, wie ich beinahe schnarchend aus meinem Bürostuhl gefallen wäre, was wäre passiert, wenn doch plötzlich aus irgendeinem Grund wer hereingekommen wäre? Ich finde, ich habe mir das "Schläfchen" verdient.

Beichthaus.com Beichte #00027363 vom 01.01.2010 um 22:29:27 Uhr in 40210 Düsseldorf (Karlstraße) (11 Kommentare).

Gebeichtet von Woomi
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“Beichte

Der einfallslose Freund meiner Mutter

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Ungerechtigkeit Habgier Weihnachten Hamburg

Ich (m) möchte beichten, dass ich vielleicht etwas undankbar bin. An Weihnachten hat der Freund meiner Mutter, der durch seinen Job gut verdient, ein großes Haus und hohen Lebensstandard genießt, mir irgendetwas aus seinem Haus geschenkt, was er nicht mehr braucht. Dabei handelt es sich um 3 alte, verknickte Computerzeitschriften, obwohl ich mich damit überhaupt nicht auskenne, und ein Windows 95 Spiel was auf meinem Rechner nicht installiert werden kann. Da hätte er mir 20 Euro in die Hand drücken können und ich wäre glücklicher gewesen. So etwas einfallsloses habe ich noch nie gesehen!

Beichthaus.com Beichte #00027348 vom 27.12.2009 um 19:19:22 Uhr in 20095 Hamburg (35 Kommentare).

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