Von der eigenen Mutter enttäuscht

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Engherzigkeit Hass Trunksucht Familie

Ich beichte, dass ich meine Mutter abgrundtief hasse. Sie ist einfach der Mensch, der mich in meinem Leben am meisten enttäuscht hat. Ich bin damit aufgewachsen, dass meine Mutter immer und ständig betrunken war. Als kleines Kind wurde ich Nachts oft wach und war meist immer alleine, weil sie mit irgendwelchen Typen in ihrer Stammkneipe trinken gewesen ist. Als ich sechs Jahre alt war, wurde ich morgens wach und keiner war da. Meine Oma wohnte zum Glück damals unter uns, also bin ich zu ihr runter und als sie mir aufmachte, bemerkte sie einen Zettel in ihrem Flur. Den hatte meine Mutter einfach durch den Briefschlitz geworfen. Auf dem Zettel stand "bin mit XXX nach XXX gefahren, kümmere dich bitte solange um XXX." Mit sieben Jahren musste ich morgens selber aufstehen, Brote für die Schule machen und alleine los zur Schule gehen. Ich hatte fast jeden Tag dieselben Klamotten an, weil kein Geld für neue Sachen da waren. Wie meine Mitschüler darauf reagiert haben, könnt Ihr Euch ja denken. Ich war das Mobbingopfer Nummer eins in unserer Klasse. Freunde konnte ich nie einladen, denn meine Mutter hielt es nicht für nötig, mal aufzuräumen oder abzuwaschen, geschweige denn, Essensreste wegzuschmeißen. Sie ging damals putzen in einer Kneipe um die Ecke. Wenn ich so gegen 14 Uhr von der Schule kam, habe ich sie jedes Mal geweckt und sie zur Arbeit gescheucht, wo sie dann nach dem Putzen saß und weiter trank. Fast jeden Winter hatte ich alte, kaputte Turnschuhe an und immer klitschnasse Füße. Handschuhe, Mütze und Schal? Sie hielt es anscheinend nicht nötig, mir das zu besorgen.


Weihnachten und Geburtstage wurden jedes Jahr bei meiner Oma gefeiert. Meine Oma hatte damals selber nicht viel Geld, aber hatte immer ein kleines Geschenk für mich. Meine Mutter nicht. Das war dann auch immer unangenehm, wenn man dann nach den Ferien in der Schule über das eigene Weihnachtsfest erzählen sollte. Meine Lehrerin sprach mich mal an, ob bei uns zu Hause alles in Ordnung sei und ich habe dann einfach mit ja geantwortet. Ich hatte einfach Angst, dass ich in ein Heim komme oder so. Regelmäßig standen Geldeintreiber bei uns vor der Tür und ich habe immer für sie gelogen und gesagt, sie sei nicht da, dabei lag sie stinkbesoffen auf der Couch und hat ihren Rausch vom Vorabend ausgeschlafen. In der Pubertät gibt es ja mal öfter Streit zwischen Eltern und Kindern und so war das auch bei uns. Nach einem Streit rief sie ihre damalige beste Freundin an und erzählte ihr am Telefon, dass sie mich mal auch lieber abgetrieben hätte, so wie das andere Kind. Sie wusste, dass ich im Zimmer nebenan saß und das Telefonat mitbekommen könnte.


Als ich 17 Jahre alt war, stand auf einmal der Vermieter mit Gerichtsvollzieher vor der Tür und wollte die Wohnung leer räumen. Meine Mutter wusste das offensichtlich, denn sie war zwei Wochen vorher schon zu ihrem Freund gezogen und hat mich da allein in der Wohnung gelassen, ohne Strom, Wasser oder Essen. Ich musste mit ansehen, wie meine zwei heiß geliebten Katzen ins Tierheim gebracht worden sind. Ich bin dann, bis ich meine eigene Wohnung hatte, erst einmal zu meiner Oma gezogen. Als ich dann selber Mutter wurde, dachte ich, meine Mutter kriegt die Kurve und macht das, was sie bei mir verkehrt gemacht hat, besser bei ihrer Enkeltochter, aber Pustekuchen. Genau dieselben leeren Versprechungen und Lügen wie bei mir. Als vor knapp sechs Jahren ein sehr junges und enges Familienmitglied von mir sich das Leben genommen hat, war ihre Ausrede, um nicht zur Beerdigung zu gehen, dass es ja so stark regne und sie sich keine Erkältung zuziehen wollte. Da war der Punkt erreicht, an dem ich den Kontakt zu ihr ganz abgebrochen habe, das war einfach zu viel für mich. Wenn ich sie denn mal auf der Straße treffe, reicht es bei mir gerade mal für ein kurzes, oberflächliches Gespräch, dann muss ich auch schon wieder weiter. Habe ja auch genug zu tun mit drei Kindern. Mich kotzt es an, dass Leute mich anrufen und sagen, ich solle ihr doch helfen bei ihrem Problem. Wenn ich dann sage, dass ich ihr schon so oft geholfen habe, sagt man mir, was ich doch für ein undankbares Kind sei und es ja immerhin meine Mutter sei. Genau dieselben Leute sind übrigens die gewesen, die mich als junges Kind haben hängen lassen. Heute habe ich selber drei süße Kinder, einen tollen Mann und kann ihr eigentlich dankbar sein, denn ich weiß, dass meine Kinder es gut haben bei mir. Ich bin nicht die perfekte Mama, auch ich mache Fehler, aber das sind Kleinigkeiten gegen das, was meine Mutter mir angetan hat.

Beichthaus.com Beichte #00030435 vom 07.11.2012 um 06:27:38 Uhr (38 Kommentare).

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Die ausgedachten Titel

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Betrug Lügen Missbrauch Gesellschaft Düsseldorf

Meine Freundin und ich (33 und 36) machen uns einen Spaß daraus, uns falsche Titel zuzulegen. Angefangen hat das vor etwa fünf Jahren. Ich habe mich immer wieder als Doktor ausgegeben, aber nicht um finanzielle Vorteile zu erlangen oder einen Posten zu bekommen, der mir eigentlich nicht zusteht. Auch nicht in meinem privaten Umfeld, wo ohnehin jeder weiß, dass ich diesen Titel nicht habe. Aber wenn ich im Restaurant einen Tisch reserviert habe, habe ich mich immer als Doktor ausgegeben. Es ist mehrmals passiert, dass meine Freundin anrief und ihr gesagt wurde, dass kein Tisch mehr frei sei. Als ich dann anrief und meinen (angeblichen) Doktortitel einfließen ließ, war plötzlich einer frei. Auch wenn ich im Hotel an der Rezeption eincheckte, änderte sich der Ton immer sofort, wenn mein Doktortitel ins Spiel kam. Meine Freundin gab sich oft als Gräfin aus und hatte denselben Erfolg. Nach einiger Zeit ging ich dazu über, mich am Telefon und in Briefen, zum Beispiel an Firmen, Versicherungen und Behörden, als "Geheimrat" zu benennen. Meine Freundin nannte sich "Generalfeldmarschallswitwe". Mehrmals kamen Briefe zurück, in denen in der Anrede diese Titel verwendet wurden, und bei telefonischen Rückrufen wurde gefragt: "Kann ich bitte den Herrn Geheimrat xxxx sprechen?" Vor etwa zwei Wochen reichte ich bei der Krankenversicherung einen Erstattungsantrag ein und nannte mich darin "Geheimer und Wirklicher Rat". In dem Antwortschreiben der Versicherung hieß es dann: "Sehr geehrter Herr Geheimer und Wirklicher Rat Dr. xxxx [...]." Ein bisschen tut es mir leid, dass ich manche Leute so verarsche.

Beichthaus.com Beichte #00030407 vom 29.10.2012 um 23:03:37 Uhr in Düsseldorf (Kopernikusstraße) (32 Kommentare).

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“Beichte

Familienvater auf Abwegen

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Fremdgehen Ehebruch Wollust Frankfurt

Ich (m/27) habe vor Kurzem einen Kerl via Internet kennen gelernt. Er schrieb, er sei bi und hätte eine Familie. Eigentlich wollte ich da die Finger von lassen, es hat mich aber darauf hin über Wochen beschäftigt. Eines abends, gegen 19 Uhr chattete er mich wieder an. Seinen xxx pics konnte ich nicht widerstehen. Seine Frau war an diesem Abend mit einer Freundin in die Oper gefahren, er war allein zu Hause und scharf. Ich fuhr also hin und wir haben sofort uns die Klamotten runter gerissen. Er hat mir noch im Flur einen gebl****. Man war das geil. Dann fing sein kleiner Sohn - so knapp ein Jahr - an zu schreien. War ihm egal. Er hat weiter gemacht bis wir beide kamen. Ich bin dann gleich wieder gegangen und hatte in der Nacht noch ein schlechtes Gewissen. Da ich nicht schlafen konnte, ging ich wieder online. Er war eingeloggt und fragte sofort, wann wir uns wieder sehen. Ich fürchte, es wird bald dazu kommen, der Kerl bl**t wie eine Eins.

Beichthaus.com Beichte #00029496 vom 07.11.2011 um 17:43:14 Uhr in Frankfurt (15 Kommentare).

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Meine schüchterne Freundin

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Wollust Peinlichkeit Familie Intim Krefeld

Meine schüchterne Freundin
Eines schönen Freitag nachmittags war meine Freundin bei mir (m/19) zu Besuch. Als meine Mutter mit meiner jüngeren Schwester zum Einkaufen verschwand und wir daraufhin ganz allein zu Hause waren, hatten wir Sex. Meine ansonsten eigentlich ziemlich schüchterne Freundin ist dabei aber nicht gerade die leiseste. Wir gingen richtig ab und meine Freundin stöhnte was das Zeug hielt. Zwischendurch wunderten wir uns, dass es so geklungen hatte, als ob die Haustür aufging. Da wir aber ziemlich beschäftigt waren, dachten wir uns nix weiter dabei. Als meine Freundin dann spät abends irgendwann weg war, sagte meine Mutter nur zu mir: "Hör mal, du kannst der XXX mal sagen, dass dies das nächste mal auch ein bisschen leiser geht, deine Schwester ist noch etwas kleiner." Anscheinend war sie und meine Schwester ein wenig früher vom Einkaufen zurückgekommen, als wir dachten. Dazu ein breites Grinsen auf ihrem Gesicht. Ich wäre am liebsten im Erdboden versunken.

Beichthaus.com Beichte #00028396 vom 14.12.2010 um 01:32:55 Uhr in Krefeld (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Hauspost

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Rache Morallosigkeit Chef Arbeit Bonn

Ich arbeitete damals bei dem großen Telekommunikationsunternehmen, das hier sicherlich jeder kennt. Ich hatte damals einen Chef, der mich total auf dem Kicker hatte. Unser Verhältnis war ziemlich schlecht und der einzige Grund war, dass ich mit seiner Tochter befreundet war. Als ich erfuhr, dass mein Zeitvertrag auch wegen ihm nicht verlängert wurde, überlegte ich ihn rein zulegen.
Und zwar hatten wir eine interne Haus-Post, zwischen Niederlassungen und zwischen den Büros. Da wurde dann eine weiße Mappe genommen, in dem die Post gelegt wurde und auf die Mappe kam dann die Personalnummer oder die Organisationseinheit. Jedenfalls habe ich dann als mein Chef nicht da war eine leere Mappe genommen, in diese das schmierigste Hardcore Magazin gelegt was ich am Bahnhof fand und noch einen Zettel auf das Cover gelegt mit dem Text "Danke, hat mir die Mittagspause echt versüßt. Gruß XXXX". Die Hauspost habe ich dann in seinen Postausgang gelegt und dann an meine Abteilung geleitet. Der Bote kam alle 2 Stunden und ich werde nicht vergessen, wie unser Disponent die Post öffnete und ich "zufällig" daneben stand. Ging natürlich sofort rund und ich hatte meine Rache. Das komische war nur, dass jeder dachte die Post sei authentisch und nur aus versehen bei uns gelandet. Im Nachhinein fand ich den Scherz doch relativ kindisch und pubertär.

Beichthaus.com Beichte #00028241 vom 26.10.2010 um 12:25:19 Uhr in Bonn (15 Kommentare).

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