Von der eigenen Mutter enttäuscht
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Weihnachten und Geburtstage wurden jedes Jahr bei meiner Oma gefeiert. Meine Oma hatte damals selber nicht viel Geld, aber hatte immer ein kleines Geschenk für mich. Meine Mutter nicht. Das war dann auch immer unangenehm, wenn man dann nach den Ferien in der Schule über das eigene Weihnachtsfest erzählen sollte. Meine Lehrerin sprach mich mal an, ob bei uns zu Hause alles in Ordnung sei und ich habe dann einfach mit ja geantwortet. Ich hatte einfach Angst, dass ich in ein Heim komme oder so. Regelmäßig standen Geldeintreiber bei uns vor der Tür und ich habe immer für sie gelogen und gesagt, sie sei nicht da, dabei lag sie stinkbesoffen auf der Couch und hat ihren Rausch vom Vorabend ausgeschlafen. In der Pubertät gibt es ja mal öfter Streit zwischen Eltern und Kindern und so war das auch bei uns. Nach einem Streit rief sie ihre damalige beste Freundin an und erzählte ihr am Telefon, dass sie mich mal auch lieber abgetrieben hätte, so wie das andere Kind. Sie wusste, dass ich im Zimmer nebenan saß und das Telefonat mitbekommen könnte.
Als ich 17 Jahre alt war, stand auf einmal der Vermieter mit Gerichtsvollzieher vor der Tür und wollte die Wohnung leer räumen. Meine Mutter wusste das offensichtlich, denn sie war zwei Wochen vorher schon zu ihrem Freund gezogen und hat mich da allein in der Wohnung gelassen, ohne Strom, Wasser oder Essen. Ich musste mit ansehen, wie meine zwei heiß geliebten Katzen ins Tierheim gebracht worden sind. Ich bin dann, bis ich meine eigene Wohnung hatte, erst einmal zu meiner Oma gezogen. Als ich dann selber Mutter wurde, dachte ich, meine Mutter kriegt die Kurve und macht das, was sie bei mir verkehrt gemacht hat, besser bei ihrer Enkeltochter, aber Pustekuchen. Genau dieselben leeren Versprechungen und Lügen wie bei mir. Als vor knapp sechs Jahren ein sehr junges und enges Familienmitglied von mir sich das Leben genommen hat, war ihre Ausrede, um nicht zur Beerdigung zu gehen, dass es ja so stark regne und sie sich keine Erkältung zuziehen wollte. Da war der Punkt erreicht, an dem ich den Kontakt zu ihr ganz abgebrochen habe, das war einfach zu viel für mich. Wenn ich sie denn mal auf der Straße treffe, reicht es bei mir gerade mal für ein kurzes, oberflächliches Gespräch, dann muss ich auch schon wieder weiter. Habe ja auch genug zu tun mit drei Kindern. Mich kotzt es an, dass Leute mich anrufen und sagen, ich solle ihr doch helfen bei ihrem Problem. Wenn ich dann sage, dass ich ihr schon so oft geholfen habe, sagt man mir, was ich doch für ein undankbares Kind sei und es ja immerhin meine Mutter sei. Genau dieselben Leute sind übrigens die gewesen, die mich als junges Kind haben hängen lassen. Heute habe ich selber drei süße Kinder, einen tollen Mann und kann ihr eigentlich dankbar sein, denn ich weiß, dass meine Kinder es gut haben bei mir. Ich bin nicht die perfekte Mama, auch ich mache Fehler, aber das sind Kleinigkeiten gegen das, was meine Mutter mir angetan hat.