Flucht aus meinem Heimatdorf

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Engherzigkeit Zorn Frankfurt

Damals hatte ich eine sehr schreckliche Kindheit und Jugend in unserem Dorf. Schon als Kind fühlte ich mich dort nicht wohl und willkommen. Ich wurde ohne Grund als seltsam bezeichnet und die Eltern verbaten ihren Kindern mit mir zu spielen. Zugegeben, ich bin schon immer eine direkte und ehrliche Person gewesen. Zudem wurde über alles und jeden gelästert und Intrigen gesponnen. Sogar angeblich beste Freundinnen nutzten ihr gegenseitiges Vertrauen aus und verscherbelten Geheimnisse an andere "Freundinnen". Ich hasse solch ein Verhalten und hielt mich fortan von besagten Personen fern. Leider verstärkten sich dadurch nur noch mehr Gerüchte über mich. Ein Freund, der sich früh hochgearbeitet hatte und mich mit seinem wohlverdienten Sportwagen abholte, galt als mein Zuhälter, angeblich verbreitete ich Gerüchte über andere Frauen und wäre sowieso der Teufel in Person. Schon bald wurde ich ernsthaft gemobbt, es wurden sogar Steine von anderen Jugendlichen auf mich geworfen und ich wurde beim Vorbeigehen bespuckt.

Als ich meinen wahren Freunden (jedenfalls wie ich zuerst dachte) und meinen Eltern davon erzählte, wurde die Situation heruntergespielt. Ich fühlte mich zornig, traurig und ungeliebt zugleich. Alles hatte ich satt an diesem Kaff mit all seinen verlogenen Bewohnern. Da es zum Glück nur noch ein Jahr bis zu meinem 18.Geburtstag war, fasste ich einen gewagten Entschluss. Ich lebte auf Sparflamme und investierte einen Großteil meiner Freizeit in Nebenjobs. An den Tag, an dem ich 18 wurde, holte ich all mein Geld von der Bank und machte mich - ohne mich von irgendjemandem zu verabschieden - aus dem Staub. Ich brach zu allen Menschen in meinem bisherigen Leben (auch meinen Eltern) still und heimlich den Kontakt ab. Ohne ihnen einen Anhaltspunkt zu hinterlassen, wo ich mich fortan befinde und ob es mir gut geht. Dies ist meine Rache an all die Jahre, in denen ich mich einsam und verlassen gefühlt habe. Hoffentlich hatten sie alle genügend Zeit um über ihr Verhalten nach zu denken.

Ich bin bis heute froh über diesen Entschluss. Denn heute stehe ich genau dort, wo ich immer sein wollte, mit Menschen, die mir genauso viel bedeuten, wie ich ihnen. Doch manchmal bekomme ich ein schlechtes Gewissen. Was wenn ich manchen doch etwas bedeutet habe und ich sie im Stich gelassen habe, wie sie mich einst? Oder würden sie mich nach fast 12 Jahren überhaupt noch (er)kennen?

Beichthaus.com Beichte #00041063 vom 10.03.2018 um 14:15:15 Uhr in Frankfurt (12 Kommentare).

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Die Fehlinvestition meiner Schwiegermutter

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Boshaftigkeit Falschheit Feinde Hochmut Düsseldorf

Meine Schwiegermutter hat soeben einen fünfstelligen Betrag wegen einer Fehlinvestition verloren und ich verspüre nicht einen Funken Mitleid. Leider sogar etwas Schadenfreude. Warum? Weil diese Hexe Millionen besitzt, ihrem Sohn mit genau 0 Euro bei irgendetwas unterstützt, geizig ist wie nichts vergleichbares und ihren Ehemann nach Strich und Faden ausnimmt. Wer bei Chanel Hundertausende lässt und seinem Sohn nicht mal Möbel aus seinem Jugenzimmer als Aussteuer zur ersten eigenen Wohnung mitgibt, das ganze Haus beleuchtet wie einen zehnstöckigen Weihnachtsbaum, wobei der Ehemann die Nebenkosten zu zahlen hat und von der Schwiegertochter Schadensersatz für einen nichtsbedeutenden Gebrauchsgegenstand verlangt und dann ernsthaft ein weltuntergangsszenrariogleiches Drama veranstaltet, weil sie für ihre Verhältnisse ein paar Piepen verloren hat, der kann bei mir weder Mitleid noch Verständnis einfordern. Mein Partner lässt sich von der Hysterie anstecken und will helfen, ich sitze hier und lache mir insgeheim dezent ins Fäustchen. Ich schäme mich für derartige Gefühle und bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00041047 vom 06.03.2018 um 22:16:25 Uhr in Düsseldorf (8 Kommentare).

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Heimliche Lieferungen in der Nacht

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Neugier Feigheit Nachbarn

Ich bleibe nachts oft sehr lange auf und glotze Serien. Deswegen ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass immer so zwischen 3 und 4 Uhr ein Auto vor unserem Mehrfamilienhaus auf der anderen Straßenseite hält, eine Person aussteigt, den Motor dabei laufen lässt und die Fahrertür offen lässt, zu unserem Hauseingang rüberläuft, dort irgendwas macht, und dann zurück ins Auto steigt und wegfährt. Das einzig Logische, was mir einfällt, ist, dass diese Person etwas in einen der Briefkästen steckt. Aber warum mitten in der Nacht und warum jede Nacht? Und warum nur so gezielt bei unserem Haus? Ich beichte, dass mir das keine Ruhe lässt und ich zu feige bin, mich nachts unten am Hauseingang auf die Lauer zu legen. Vielleicht drücke ich das nächste Mal auf den Türöffner, um die Person wenigstens mal zu erschrecken.

Beichthaus.com Beichte #00041016 vom 23.02.2018 um 04:16:32 Uhr (20 Kommentare).

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Meine Vergangenheit als Escort-Dame

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Lügen Prostitution Selbstsucht Verzweiflung Hannover

Während meiner Ausbildung musste ich jeden Cent zwei Mal umdrehen, da ich aufgrund familiärer Probleme früh ausziehen und somit selbst für meinen Lebensunterhalt aufkommen musste. Zu Anfang störte es mich noch wenig, nur Geld zur Deckung meiner Grundbedürfnisse zur Verfügung zu haben, doch im Laufe der Zeit belastete es mich zunehmend, nie an kostenpflichtigen Aktivitäten mit den anderen Auszubildenden teilnehmen zu können. Es machten Gerüchte die Runde, in denen behauptet wurde, dass ich kein Interesse an der Freundschaft zu den Anderen hätte und lieber alleine bleiben wolle. Es war mir peinlich offen über meine finanziellen Probleme zu reden und daher gelangte ich immer mehr in eine Art Außenseiterposition.

Parallel telefonierte ich mit allen möglichen Ämtern, erkundigte mich nach finanzieller Unterstützung, doch selbst für BAföG verdienten meine Eltern zu fiel. Jedoch hätte ich mir niemals die Blöße gegeben wieder bei meinen Eltern aufzuschlagen und Geld zu schnorren. Ein Nebenjob musste her. Während meiner Recherche nach Nebenjobs fand ich mitunter auch dubiose Angebote, die mich in meinem jugendlichen Leichtsinn mit viel Geld lockten. Nach langer und mitunter reiflicher Überlegung meldete ich mich bei einer Escort-Agentur an. Ich rechnete nicht wirklich damit angenommen zu werden, doch nach wenigen Wochen erhielt ich die Zusage. Wieder verging einige Zeit, bis ich tatsächlich dazu bereit war meinen ersten Kunden zu empfangen. Zum Glück konnte ich auch Anfragen ablehnen, ansonsten hätte ich nicht lange durchgehalten. Um Diskretion zu wahren und nicht wieder mit negativen Erfahrungen konfrontiert zu werden, möchte ich nicht näher auf diesen Teil eingehen.

Ich verdiente mehr als ich es jemals zu träumen gewagt hätte. Plötzlich waren Träume wie Führerschein, eigenes Auto und die Finanzierung eines Studiums zum Greifen nah. Doch mit jedem verdienten Schein wuchsen meine Bedürfnisse. Meine psychische Stabilität ließ stark nach, ich hatte Angst, dass mein Doppelleben auffliegen würde, fühlte mich minderwertig und nutzlos. Schließlich war ich nicht mehr als ein Körper, den man mieten konnte. Aus Angst, die anstehende Zwischenprüfung aufgrund meines Zustandes nicht zu schaffen, suchte ich mir professionelle Hilfe. Im Nachhinein hätte ich diesen Schritt schon viel früher wagen sollen. Es half mir den Ausstieg zu schaffen und wieder ein gesundes Selbstwertgefühl zu erlangen. Heute bin zwar ich in einer glücklichen Beziehung, jedoch ich fühle mich schrecklich für meine Vergangenheit. Ich wollte meinem Partner immer offen und ehrlich begegnen, doch kann ich einfach nicht den Mut fassen, ihm von meiner Escort-Vergangenheit zu erzählen. Viel zu groß ist die Angst ihn zu verlieren. Es tut furchtbar weh. Ständig bin ich hin- und hergerissen, zwischen Wahrheit und Verschwiegenheit. Was ist wenn mich meine Vergangenheit eines Tages einholt?

Beichthaus.com Beichte #00040977 vom 11.02.2018 um 18:18:11 Uhr in Hannover (16 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Albtraumjob Kindergärtnerin

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Verzweiflung Engherzigkeit Kindergarten

Ich (w/26) beichte, dass ich in einer Kindertagesstätte arbeite und total unglücklich in meinem Beruf bin, den viele für einen der schönsten der Welt halten. Anstatt dankbar dafür zu sein, überhaupt Arbeit zu haben und mich dann noch mit dem Wertvollsten unserer Gesellschaft, unserer Zukunft, den Kindern, zu beschäftigen, gehe ich jeden Morgen mit Bauchschmerzen hin und nachmittags völlig fertig zurück. Es macht mir keine Freude, die Kinder Fremder zu betreuen und die mehr oder minder engagierten Kolleginnen erdrücken mich. Diese Konkurrenz untereinander, Intrigen, Hackordnungen, jeder will der Chefin gefallen, welche ihre Macht ausspielt und nörgelt, wo immer sie kann, kaum jemals lobt...

Es ist jeden Tag der gleiche Ablauf, im Grunde immer dasselbe, was man macht und ein wirklich sichtbares Ergebnis am Ende des Tages zeigt sich mir nicht. Es ist die vierte Einrichtung, in der ich jetzt arbeite und überall kam ich an denselben Punkt: dass ich mich schon bald gefragt habe, was ich hier mache, wo mein Gefühl der inneren Erfüllung bleibt und wieder weg wollte. Dazu muss man immer schnelle Entscheidungungen treffen und die große Verantwortung tragen, all die Streitereien zwischen den Kindern schlichten, sehr oft steht man alleine mit der Gruppe da, der ganze Papierkram, selbst immer Vorbild sein, der ganze Pflegeaufwand, den man leistet... So viel, wie ihr vielleicht denkt, gibt einem die Tätigkeit nicht zurück. Ich habe meinen Beruf verfehlt, ja, damals war ich froh, eine Ausbildung zu haben, aber auszusteigen und etwas anderes zu lernen kann ich mir nicht finanzieren - wahrscheinlich ist es in jeder Branche so und woanders würde es mir nicht besser gehen.

Ich bin schon einige Jahre dabei und dachte, es wird schon besser werden mit der Zeit, doch es wird eher schlimmer. Da ist die Angst, dass ich irgendwann meine Stelle verliere, weil meine Arbeit immer schlechter wird und es sich auf die Kinder und die Kolleginnen überträgt. Keine Ahnung, wie lange ich das noch durchhalte, ohne daran kaputt zu gehen, in einem ungeliebten Beruf tätig zu sein. Bitte verzeiht mir mein Jammern auf hohem Niveau, denn es gibt viele Menschen, denen es weitaus schlechter geht als mir, das weiß ich...

Beichthaus.com Beichte #00040975 vom 10.02.2018 um 20:39:00 Uhr (12 Kommentare).

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