Mein plötzliches Verlangen nach ermordetem Tier!

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Ekel Verrat Ernährung Würzburg

Gestern hatte ich (m/25) einen langen Arbeitstag, durch die Hitze war es besonders schwer. Während also mein Chef gemütlich nach Hause gefahren ist, mussten meine Kollegen und ich den lästigen Papierkram im Büro erledigen. Nachdem wir um 19:00 Uhr Feierabend hatten, schlugen mir die Kollegen vor, etwas essen zu gehen. Ich hatte nichts zum Mittag, weshalb ich zusagte. Ein paar Straßen weiter gab es ein Restaurant, in dem es asiatische Gerichte, Pizza und Döner gab. Die Kollegen bestellten Pizza, ich bestellte eine Gemüsepfanne mit Tofu. Der Kellner brachte uns das Essen, allerdings hatte er meine Bestellung vertauscht, ich hatte also einen Döner vor mir. Gerade, als ich etwas sagen wollte, hatte ich plötzlich das Verlangen nach ermordetem Tier. Ich muss dazu sagen, dass ich seit zehn Jahren stolzer Veganer bin. Doch gestern habe ich auf barbarische Art und Weise gehandelt, ich kann mich nicht mehr im Spiegel ansehen und verachte ich mich. Ich habe meine Prinzipien, die anderen Veganer und die Tierwelt verraten.

Beichthaus.com Beichte #00039862 vom 08.06.2017 um 18:19:31 Uhr in Würzburg (23 Kommentare).

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Hilfe, ich denke nur noch an große Silikonbrüste!

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Fremdgehen Fetisch Partnerschaft Prostitution Hamburg

Ich liebe meine Freundin, aber ich entwickele immer mehr Fantasien und halte es nicht aus. Ich bin zuletzt mehrmals bei Nutten gewesen - aber nicht bei irgendwelchen. Die hatten riesige Silikonbrüste und ich finde es fantastisch. Ich habe das Gefühl, als würde ich eine Sucht nach solchen Brüsten entwickeln. Meine Freundin hat schöne Brüste, normale Größe, aber sie sind nicht aus Silikon. Ich dachte, dass ich mit einem Mal mein Verlangen nach solchen Brüsten stillen könnte, aber nein, ich brauche mehr. Und das Komische ist, dass ich meine Freundin trotzdem liebe. Ich habe Angst, dass das gerade außer Kontrolle gerät und ich bei ihren Brüsten keinen mehr hochkriege, weil ich immer und immer wieder an Silikonbrüste denken muss.

Beichthaus.com Beichte #00039603 vom 10.04.2017 um 10:53:50 Uhr in Hamburg (19 Kommentare).

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Der Psychopath aus der Grundschule

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Gewalt Aggression Schule

Als ich vor knapp 30 Jahren eingeschult wurde, kam ein Junge zu uns in die Klasse, der zwei Jahre zurückgestellt worden war, da er angeblich geistige Defizite hatte. Er war ein echtes Riesenbaby. Mit seinen acht Jahren war er schon 1,55m groß und wog bestimmt so um die 50 Kilo. In der Nähe von Erwachsenen wirkte er immer ruhig, beherrscht, ein wenig dröge, tappsig, und auch wirklich ziemlich begriffsstutzig. Tatsächlich war dieses Kind jedoch der Teufel. Sobald keine Aufsichtspersonen in der Nähe waren, mutierte er zum Soziopathen. Mit absoluter Vorliebe quälte er andere Kinder und zerstörte ihre Besitztümer.

Kamen Erwachsene dazu, tat er allerdings so, als wäre das aus reiner Tollpatschigkeit seinerseits passiert. Er guckte dann fragend und verständnislos aus seinen großen braunen Bärenaugen, oft entschuldigte er sich auch schluchzend und unter Krokodilstränen, wenn er merkte, dass es brenzlig für ihn wurde. Diese Rolle konnte er wirklich hervorragend spielen, sodass zunächst niemand Verdacht schöpfte. Wenn man sich gegen ihn wehrte, und die Überhand zu gewinnen drohte, schrie er wie am Spieß um Hilfe und fügte sich teilweise selbst sichtbare Verletzungen zu.

Ich bin mir zwar mittlerweile sicher, dass zumindest seine Eltern geahnt haben müssen, dass mit ihm etwas gewaltig nicht stimmt, aber die meisten anderen Erwachsenen konnte er so mit Leichtigkeit um den Finger wickeln. Unter dem Deckmäntelchen geistiger Beschränktheit fuhr er also unbehelligt fort uns zu quälen. Aufgrund seiner körperlichen Überlegenheit und seiner Hinterhältigkeit war man oft machtlos gegen ihn. Er zwickte beispielsweise andere gerne ohne Anlass mit voller Kraft in die Genitalien, wohl weil er wusste, dass die meisten Kinder aus Scham nichts sagen würden, und weil es eben auch mörderisch schmerzte. Mit der Zeit entwickelte er jedoch auch noch andere Vorlieben. Gerne schubste er seine Opfer bei Schnee und Eisglätte, oder auch nur mal bei Regen, in der Hoffnung dass sie schmerzhaft hinfielen, was die meisten auch taten. Er begann eine Art Schutzgelderpressung zu betreiben, indem er drohte jedem, der ihm keine Süßigkeit in die Schule mitbrachte, wehzutun, oder deren Unterrichtsmaterialien zu zerstören. So oft wir uns über ihn bei den Lehrern beschwerten, sie erwischten ihn niemals auf frischer Tat, und er schaffte es meistens noch, sich als Opfer darzustellen. Nicht selten bekam ein von ihm gepiesackter Schüler danach auch noch Ärger.

Einmal war er wegen einer Gruppenarbeit bei einem Mädchen zu Hause. Anschließend war ihr Hamster verschwunden, und sie fand ihn einige Stunden später in zwei Teile gerissen vor ihrer Haustür. Nur zögerlich wurde der dröge Junge dazu befragt, aber er tat so, als wüsste er von nichts und vergoss vor den Erwachsenen bittere Tränen. Natürlich bemerkten viele Eltern mit der Zeit, dass ihre Sprösslinge permanent über den Jungen klagten. Als er einmal die Genitalien eines Mitschülers mit einem Tafellineal bearbeitete, wovon dieser eine Hodenprellung bekam, wurden einige von ihnen entrüstet in der Schule vorstellig.

Der Junge bekam recht schnell mit, dass er zu weit gegangen war, und ließ danach erst einmal wieder einige Monate verstreichen, bis er subtil weitermachte. Er verlagerte sich zunächst auf Psychoterror, zum Beispiel erzählte er uns grausame Geschichten darüber, wie er uns quälen und verstümmeln würde, wenn er die Gelegenheit dazu bekäme. Irgendwann kam jedoch der Zeitpunkt an dem er sich leider wieder recht sicher fühlte. Die Genitalienkneiferei erweiterte er in der dritten Klasse entsprechend dann noch zu Brustwarzenkneiferei bei den Mädchen, außerdem entwickelte er eine Vorliebe dafür, andere Schüler mit Scheren und Zirkeln zu bedrohen und in Einzelfällen auch zu verletzen.

Eines Tages manövrierte er sich in eine dumme Situation. Die Verlockung war wohl zu groß. Er schubste einen Mitschüler wieder bei Eisglätte, dieses Mal aber unmittelbar vor den Schulbus, was logischerweise auch einige Erwachsene mitbekamen. Unser Mitschüler wurde dementsprechend angefahren und landete mit Prellungen und schwerem Schädel-Hirn-Trauma im Krankenhaus. Der Junge schaffte es zwar, sich halb aus der Sache herauszuwinden, indem er das Ganze als Unfall beim Herumtollen abtat, aber immerhin waren einige Lehrer mittlerweile hellhörig. Seinen Eltern wurde empfohlen, mit ihm einen Psychologen aufzusuchen. Er war danach eine Weile nicht in der Schule, und Gerüchte gingen herum, dass er an die Förderschule für schwer Erziehbare verwiesen worden war. Als er schließlich trotzdem wiederkam wirkte er zunächst wie immer, er ließ nur die Körperlichkeiten sein.

Das war aber die berühmte Ruhe vor dem Sturm, denn bald begann er erneut und schlimmer als je zuvor mit seinem Verhalten. Er hatte sich eine Menge neuer Tricks ausgedacht, uns unbemerkt und unbehelligt piesacken zu können. Sein absolutes Steckenpferd wurden Stolperfallen, aufgeklappte Scheren, die in den Untiefen von Schulränzen steckten und Reißzwecken auf Stühlen. Zufällig scheinende, raffinierte Anordnungen, geschaffen zu dem Ziel unachtsame Mitschüler zu verletzen. Oft genug klappte es auch. Das Krankenzimmer war plötzlich jeden zweiten Tag belegt. Von der Schule aus passierte jedoch vorerst nichts, obwohl über ihn beraten wurde.

Er spielte seine Rolle wieder perfekt, und es gab immer noch einige Lehrer, die ihm das abnahmen, und ihn als Opfer einer Mobbingkampagne sahen. Wir beschlossen in unserer Not, ihm ebenfalls eine Falle zu stellen. Da wir wussten, wie sehr er darauf stand, andere Kinder mutwillig vor Autos zu schubsen, sollte einer von uns, den wir auslosen würden, sich an den Straßenrand stellen, und warten, bis unser Mitschüler zuschlug. Auf die Art würden wir ihn loswerden, dachten wir uns, aber es kam alles anders. Er reagierte nicht auf unsere Provokation, wohl weil er gemerkt hatte, was da abging. Dafür schubste er schließlich, bösartig grinsend, vor unseren Augen eine sehr beliebte Mitschülerin die Treppe im Schulhaus hinunter. Ihr passierte zwar nicht viel, aber vier von uns, darunter auch ich und der Junge, den er einst vor den Bus geschubst hatte, gingen direkt auf ihn los. Offensichtlich hatte er damit ganz und gar nicht gerechnet. Noch bevor er seine üblichen, quiekenden Hilfe-Schreie in einer solchen Situation ablassen konnte, hatten wir ihn über das Treppengeländer gehievt, und er fiel mit Schwung ein komplettes Stockwerk nach unten.

Danach guckte er zunächst etwas komisch, stand dann aber wackelig auf und ging einfach weg. Wir hatten damit gerechnet, dass er wild herumschrie und uns bezichtigte aber das tat er nicht. Den restlichen Tag war er ungewöhnlich ruhig und bewegte sich eigenartig. Zu Hause beichtete ich meinen Eltern, was wir getan hatten. Sie schimpften zwar etwas mit mir, aber ich glaube sie verstanden andererseits sehr gut, dass diese Tat eine Art Notwehr darstellte. Den nächsten Tag war er nicht in der Schule. Auch nicht den Übernächsten, und den Tag danach. Schließlich stellte sich heraus, dass er sich bei dem Sturz starke Prellungen, einen Milzriss und eine ordentliche Gehirnerschütterung zugezogen hatte. Seine Eltern setzten alles daran, die Täter ausfindig zu machen, da er wohl untypischerweise nicht sagen konnte, wer ihm das angetan hatte.

Sie trafen allerdings auf eine Mauer des Schweigens. Die Eltern des Jungen, den er vor den Bus geschubst hatte, meinten mehr oder weniger spöttisch, dass der Unfall sich wohl einfach beim Herumtollen ereignet habe. Das Ende vom Lied war, dass unser Klassenpsychopath auf Verlangen seiner Eltern die Schule wechselte. Er besuchte nach seiner einjährigen Reha zunächst die Lernförderschule, wo er aber nur eine kurze Zeit blieb, da er dort ein Mädchen mit einem Edding vergewaltigte. Danach landete er in der Kinderpsychiatrie, wo er dann wohl auch ein paar Jahre blieb. Ich fühle mich immer noch schuldig, vor allem, weil wir uns auf sein Niveau herabgelassen haben, und er ja sicher auch nichts für seine kaputte Psyche konnte.

Beichthaus.com Beichte #00039479 vom 16.03.2017 um 13:19:33 Uhr (13 Kommentare).

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1 Euro Flohmarkt

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Geiz Habgier Shopping Augsburg

Eins meiner Hobbys ist es, überschüssiges Zeug auf dem Flohmarkt zu verkaufen. Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass schwarze Frauen immer alles für einen Euro haben wollen. Deshalb antworte ich bei denen immer nach Anfrage des Preises, dass es 10 Euro kostet, auch wenn ich normalerweise nur 5 Euro verlangen würde. Normalerweise bin ich keine Rassistin. Es tut mir leid, dass ich solche Tendenzen entwickle.

Beichthaus.com Beichte #00039452 vom 09.03.2017 um 23:40:25 Uhr in Augsburg (11 Kommentare).

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Hilfe, mein Ex war ein verrückter Stalker!

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Hass Maßlosigkeit Ex Selbstverletzung Tod

Vor ein paar Jahren habe ich jemanden online kennengelernt und über mehrere Wochen hinweg viel mit ihm geschrieben und telefoniert. Irgendwann meinte er dann, er wolle mich am Wochenende besuchen fahren, er kannte meine genaue Adresse nicht, aber die Stadt. Ich wollte das nicht und habe Nein gesagt, aber er ist trotzdem einfach die 600 km in meine Stadt gefahren, sodass ich ihm dann schließlich doch meine Adresse genannt habe. Da hätte ich schon sehen müssen, dass da nichts Gutes draus werden kann, da er ja meine Absage nicht akzeptiert hat.

Wir sind dann dennoch zusammengekommen und haben uns 2 oder 3 Mal für ein paar Tage gesehen (aufgrund der Entfernung) und die gemeinsame Zeit war auch sehr schön. Einen Monat danach hat aber mein Auslandssemester begonnen, das auch schon lange geplant war. Er wollte nicht, dass ich wegfliege, wollte sogar, dass ich mein Studium (im 5. Semester!) abbreche und zu ihm ziehe und er hätte sich dann finanziell um mich gekümmert (er war 7 Jahre älter als ich). Auch da hätten meine Alarmglocken klingeln müssen. Als ich dann im Ausland war, hat sich alles exponentiell verschlechtert, es war die Hölle. Er hat ununterbrochen Psychoterror veranstaltet. Er hat darauf bestanden, jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen zu skypen und dann noch zusätzlich abends und manchmal noch ein drittes Mal am Tag. Auf Skype hat er dann meistens geheult und wollte, dass ich zurückkomme. Wenn ich mal nur für 15 Minuten im Bad duschen war und deshalb nicht sofort auf eine Nachricht antworten konnte, hatte ich sofort 20 Nachrichten und 30 verpasste Anrufe.

Er wollte auch von mir verlangen, dass ich dort praktisch das Haus nicht mehr verlasse und wenn ich nur mit meiner Mitbewohnerin im Kino war, hat er mir währenddessen unzählige Nachrichten geschrieben, dass er das nicht aushält und ich musste ihn hinterher stundenlang am Telefon beruhigen. Das alles angeblich, weil er sich Sorgen um mich gemacht hat. Als ich ihm das mal vorgeworfen habe, dass es ihm wohl am liebsten wäre, mich irgendwo einzusperren, meinte er ja, weil die ganze Welt mich ihm wegnehmen will. Er war krankhaft eifersüchtig. Kurz gesagt: Es war der reinste Psychoterror, ich konnte nichts tun, ohne hinterher unzählige panische Nachrichten und Anrufe zu haben. Ich konnte nicht mal mit meinen Mitbewohnerinnen (alles Frauen!) zusammen in der Küche essen, weil er mich dann wieder angerufen hat und nicht wollte, dass ich vom PC weggehe. Ich musste mich quasi komplett abschotten von allem und jedem.

Er hat auch meine Privatsphäre oder Ähnliches nicht respektiert. Bevor ich im Ausland war, hat er z. B. einfach heimlich meinen Organspendeausweis aus meinem Geldbeutel genommen und das Kreuz bei Ja weggekratzt und bei Nein eines hingemacht. Er hat nicht mal versucht, davor mit mir darüber zu reden. Ich habe lediglich mal erwähnt, dass ich den Ausweis habe und er hat nichts dazu gesagt. Bezeichnend war auch, als er mal wieder einen meiner Wünsche nicht akzeptiert hat, habe ich gesagt: „Ich will das aber nicht“, und seine Antwort war: „Es ist mir egal, was du willst, nur ich weiß, was gut für dich ist." Nach knapp zwei Wochen im Ausland habe ich ihm dann über Skype gesagt, dass es so nicht weitergehen kann und ich nicht glücklich bin, dass sich etwas ändern muss. Er ist komplett durchgedreht und hat sich vor meinen Augen sein Bein aufgeritzt und gesagt, dass er sich auch gleich umbringen kann, wenn ich mit ihm Schluss mache. Der Psychoterror ging dann noch zwei Wochen weiter, ich wusste nicht, was ich tun sollte, da ich Angst hatte, dass er sich tatsächlich umbringt, er hat immer wieder damit gedroht. Ich kannte auch keine Freunde oder Verwandte von ihm, also niemanden, den ich kontaktieren könnte, um auf ihn aufzupassen.

Er ist dann tatsächlich wieder spontan zu mir geflogen, obwohl ein paar Wochen später sowieso ein Besuch von ihm geplant war, ich habe ihm wieder gesagt, er solle das jetzt nicht tun, er hat es trotzdem gemacht. Ich habe dann mit ihm Schluss gemacht, auch wenn es beschissen war, aber ich dachte, so kann ich wenigstens aufpassen, dass er sich nicht direkt etwas antut. Er ist am nächsten Morgen dann noch zu mir in die Wohnung gekommen, wo er mich angefleht hat, ihn zurückzunehmen und versprach, dass er sich jetzt ändern würde. Er hat mich dann auch allen Ernstes gefragt, ob ich ihn heiraten will (wir waren insgesamt zwei Monate zusammen und haben uns in der Zeit nur ein paar Mal gesehen). Ich bin standhaft geblieben und habe ihm gesagt, dass es keinen Sinn hat und er sich Hilfe suchen soll. Bevor er gegangen ist, hat er noch mein Handy mit voller Wucht auf den Boden geschmissen, sodass es kaputt gegangen ist. Um zu verhindern, dass ich mit anderen Männern Kontakt haben kann. Ich stand wie im Schock da.

Aber auch dann hat der Psychoterror nicht aufgehört, er hat mich ununterbrochen angerufen und Nachrichten geschrieben, in denen er mir geschildert hat, wie schlecht es ihm geht, dass er nicht weiter leben will, dass er sich aber auch geändert hätte. Dass er alles angeblich nur für mich getan hätte. Gleichzeitig hat er mir gedroht, zu meinen Eltern zu fahren und ihnen alle privaten Dinge, die ich ihm anvertraut habe, zu verraten oder zu versuchen, sie zu überzeugen, mich zurück nach Deutschland zu holen. So hat er mir sogar die Zeit, nachdem Schluss war, immer noch zur Hölle gemacht. Ich habe ihn dann auf dem Handy blockiert und er ist auf E-Mails umgestiegen, die ich dann ignoriert habe. Irgendwann, nach ein paar Wochen, hat er dann endlich aufgehört.

Ungefähr ein Jahr später habe ich durch Zufall seine Todesanzeige gefunden, sie war von ungefähr sechs Monaten, nachdem ich Schluss gemacht habe. Aus der Anzeige konnte man schon herauslesen, dass es wahrscheinlich Suizid war. Die eigentliche Beichte ist, dass ich, wenn ich an ihn denke, immer noch nur Hass und Abscheu empfinden kann. Obwohl er tot ist und obwohl ich weiß, dass er starke psychische Probleme gehabt haben muss. Ich wollte nie, dass er stirbt, genau das wollte ich verhindern, aber ich wollte, dass er aus meinem Leben verschwindet und ich wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben. Ich hätte ihn von Anfang an fernhalten sollen und gleich sehen sollen, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Vielleicht wäre das alles dann nie passiert.

Beichthaus.com Beichte #00039415 vom 28.02.2017 um 17:26:52 Uhr (18 Kommentare).

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