Heaven 54

32

anhören

Drogen Trunksucht Maßlosigkeit Faulheit Studentenleben Hamburg

Heaven 54
Meine wohlhabenden Eltern hatten meiner Schwester und mir damals vor 20 Jahren fürs Studium in Hamburg eine große 5 Zimmer-Altbau-Wohnung gekauft. Nach einem Semester wechselte sie aber nach Heidelberg und ich fing an zuerst 2 Zimmer zu vermieten. Und zwar ausschließlich an Studentinnen! Ich suchte mir zuerst nur die schärfsten Geräte aus. Aber das war ein Fehler. Zickenalarm und endlose Diskussionen waren die Folgen. Nach einem Jahr hatte ich den Fehler bereinigt und die Trullas soweit ausgetauscht, dass ich nur noch Party taugliche, das Leben genießende Mitbewohnerinnen hatte. Ein drittes Zimmer vermietete ich dann auch noch. Zwei eigene reichten mir. Ein Mann, drei Party-Mäuse, das war genau das, worum mich alle meine Freunde beneideten. Und ich gab Vollgas!

Ich wollte mein Studentenleben wie in den amerikanischen High-School-Filmen zur Dauer-Fete machen und hatte das feste Ziel mir das Gehirn wegzurauchen oder wahlweise wegzusaufen (egal, was schneller ging). Am Anfang feierten die Mädels auch immer volle Kanne mit, und klar kam man sich da auch näher. Von Orgien mit meinen Mitbewohnerinnen würde ich nicht unbedingt sprechen, aber hier und da ging schon mal was. Aber länger als zwei Semester hielt es eh keine der Kommilitoninnen mit ernsthaften Studier-Absichten in meinem Party-Heaven aus, obwohl ich immer für genügend Alkohol und Gras zur freien Verfügung sorgte. Teilweise lagen wir zu viert tagelang alle in meinem Wohnzimmer, dicht bis oben hin, philosophierend, der Pizza-Mann brachte Süßigkeiten und die Mahlzeiten. Und immer, wenn einer drohte nüchtern zu werden, ließen wir schnell den Bong kreisen. Unsre Partys hatten keinen Anfang und kein Ende. Die Zimmer-Mieten für die Mädels waren günstiger als anderswo und es gab kostenlos eine Putzfrau die wöchentlich kam. Manchmal brauchte die arme Frau über 1 Stunde nur um das Leergut wegzubringen. Durch die hohe Fluktuation hatte ich immer wechselnde Belegschaft, was es super interessant machte. Wer sich hier wiedererkennt, dem sei gesagt, ja, meine Wohnung in Eimsbüttel hatte den Spitznamen "Heaven 54" (wg. der Hausnummer).

Ich lernte auf meinen unzähligen Partys die tollsten Leute kennen, mit denen ich noch heute ein gut funktionierendes Netzwerk unterhalte. Irgendwie bin ich dann doch durchs Studium gekommen und startete aufgrund der guten Kontakte aus meinem Netzwerk auch gleich richtig durch. Ich beichte, dass ich die schönste Zeit in meinem Leben auf Kosten meiner Eltern um 7 unnötige Semester verlängert habe, die ich absichtlich länger brauchte. Ich wollte einfach nicht, dass diese Non-Stop Party aufhört. Und ich beichte, dass ich dem einen oder anderen Mädel bestimmt das Studium versaut habe, weil sie durch mich auf den Geschmack von Party-All-The-Time gekommen sind und mehr Bücher über das Züchten von Hanf-Pflanzen gelesen haben, als Lehrbücher ihrer Fachrichtungen.

Beichthaus.com Beichte #00027601 vom 09.03.2010 um 10:32:49 Uhr in Hamburg (Eimsbüttel) (32 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der geniale Spickzettel

43

anhören

Betrug Faulheit Schamlosigkeit Schule Pinneberg

Der geniale Spickzettel
Ich erinnere mich heute noch zu gerne an eine damalige Klassenarbeit in der Schule zurück. Wir hatten eine Freistunde vor der Prüfung und niemand hatte Ahnung von dem Stoff. Da wir nicht alle durchfallen wollten, kam ich auf einen echt skurrilen Spickzettel. Ich habe sämtliche Daten zu der Klassenarbeit einfach an die Hausaufgabentafel geschrieben. Keiner hätte geglaubt, dass diese Idee wirklich funktionieren würde, ohne aufzufallen, aber das tat sie. Die Lehrerin hat während der gesamten Prüfung nicht bemerkt, dass die Lösungen groß und breit an der Tafel standen, und wir permanent dorthin sahen, um die richtigen Lösungen zu notieren. Natürlich hatte unsere Klasse die Prüfung perfekt bestanden und wir wurden gelobt für unsere tolle Leistung. Noch heute muss ich darüber Lachen, wie einfach das Ganze war.

Beichthaus.com Beichte #00027596 vom 08.03.2010 um 12:45:53 Uhr in 25421 Pinneberg (Richard-Köhn-Straße 75) (43 Kommentare).

Gebeichtet von trancemission aus Pinneberg
In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Der Popel im Mathebuch

20

anhören

Peinlichkeit Ekel Vandalismus Schule Wetzlar

Heute ist ein Tag, wo es Zeit wird euch mal meine peinlichste Situation in meinem bisherigen Leben zu erzählen. Ich war damals kein besonders guter Schüler in Mathe, also versuchte mein Vater meine Noten durch Nachhilfestunden bei einer russischen Mathelehrerin zu verbessern. An dem besagten Tag war es sehr kalt draußen als ich wiedermal meinem Matheverständnis auf die Sprünge helfen musste. Ich war an diesem Tag nicht der Einzige in dem Raum, sondern andere Hilfsbedürftige wurden ebenfalls unterrichtet. Kaum im Raum angekommen, begann meine Nase fürchterlich an zu laufen. Ich hatte leider keine Taschentücher und die anderen anwesenden Personen auch nicht. Also nahm ich einfach Platz und packte meine Unterlagen auf den Tisch. Wir saßen alle nebeneinander und die Lehrerin ging dann immer von Person zu Person. Bei mir angekommen, packte sie ihr Mathebuch aus und versuchte mir etwas zu erklären. Meine Nase lief währenddessen immer noch, also wischte ich mir ständig mit der Hand über die Nase, weil eben keine Taschentücher vorhanden waren. Als dann das Fragezeichen immer größer in meinem Kopf wurde, musste ich dann doch mal eine Frage stellen. Ich nahm meinen Finger, zeigte auf die betroffene Stelle im Buch und stellte meine Frage. Als ich dann den Satz beendet hatte, nahm ich meinen Finger wieder weg. PLÖTZLICH entdeckte ich einen riesigen Popel in IHREM Mathebuch. Wir starrten beide wie ein Auto auf dieses fette Ungetüm und ich wusste nichts anderes zu machen, als einfach "oh Entschuldigung" zu sagen und krampfhaft versuchen dieses klebrige Etwas von ihrer Seite zu entfernen. Nachdem ich zweimal vergebens versuchte dieses Ding zu entfernen, gelang es mir dann endlich beim dritten Anlauf im Pinzettenstil mit meinen Fingern. Meine Lehrerin antwortete aus Verlegenheit, "Macht nichts" und blätterte schnell weiter. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, ich schämte mich so sehr und wollte nie wieder dorthin. Doch der Wille meines Vaters war stärker, also nahm ich auch wieder an der nächsten Unterrichtsstunde teil. Nach der normalen Prozedur, kam dann irgendwann auch wieder meine Nachhilfe bei mir an. Sie schlug ihr Mathebuch wie gehabt auf und wollte das verpatzte Kapitel vom letzten Mal nochmals aufgreifen. Doch als sie dann versuchte auf die Seite zurückzublättern wollte es ihr nicht so ganz gelingen. Die zwei Seiten waren nämlich aufgrund meines Made-by-myself-Sekundenklebers leicht in der Mitte zusammengeklebt. In diesem Moment fühlte es sich so an, als hätte mir eine 1000 Bar Pumpe das Blut in den Kopf gepumpt, ich wurde so rot, dass mir fast schon wieder schwindlig wurde. Sie ließ sich nichts anmerken und fuhr fort. Von diesem Tag an war ich immer so gut in diesem Thema vorbereitet, damit sie bloß nie wieder auf dieses Kapitel zurückgreifen musste.

Beichthaus.com Beichte #00027595 vom 08.03.2010 um 03:03:22 Uhr in Wetzlar (20 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Satan und Teufel

32

anhören

Unglaube Schamlosigkeit Schule Ravensburg

Als kleines Kind hatte ich nie Probleme, Gedichte oder Referate auswendig zu lernen. Ich lernte schnell und es fiel mir überhaupt nicht schwer, dies zu tun. Eines Tages wurden wir im Religionsunterricht dazu verdonnert, das Glaubensbekenntnis auswendig zu lernen um es schließlich in der nächsten Schulstunde vorzutragen. Da ich dem Mist keinen Glauben schenkte und ich nie einen Draht zum imaginären Freund fand, dichtete ich das Glaubensbekenntnis einfach um. Jesus Christus ersetzte ich durch Satan und den heiligen Geist durch Teufel. Nachdem meine Lehrerin bei meinen Eltern angerufen hatte, folgten zwei Wochen Hausarrest.
Ich respektiere Gläubige, allerdings nicht, wenn sie mich von ihrer stumpfen Weltanschauung überzeugen möchten, es lebe der Agnostizismus.

Beichthaus.com Beichte #00027588 vom 05.03.2010 um 14:24:35 Uhr in Ravensburg (32 Kommentare).

In WhatsApp teilen Wikipedia über Agnostizismus

“Beichte

Kampf der Triebe

74

anhören

Wollust Missbrauch Freihung

Es fällt mir extrem schwer damit an die Öffentlichkeit zu gehen, aber mein Gewissen und mein Glauben treiben mich dazu: Jeder liest zur Zeit über Missbrauchsfälle in Einrichtungen der katholischen Kirche. Mit jeder neuen Veröffentlichung bekomme ich mehr Angst, dass auch mein verhalten aus der Vergangenheit offenkundig wird und ich die Konsequenzen zu tragen habe. Vor ungefähr 15 Jahren verspürte ich zum ersten mal große Erregung, als ich den mir anvertrauten Zöglingen eines katholischen Jugendheims beim Duschen nach einem Fußballspiel zusah. Ich konnte kaum noch an mich halten und suchte in der folgenden Zeit immer wieder die körperliche Nähe der Knaben. Ich kämpfte dagegen an, wollte meinen trieben nicht nachgeben, doch sie obsiegten. Als ein Jugendlicher eines Abends um Rat für ein Referat bat übermannte mich die Lust und ich begann mich ihm anzunähern. Es kam mir vor, als wäre er nicht abgeneigt, als wolle er es auch. Gott weiss was ich getan habe, dass ich für den Jungen nur das Beste wollte, doch nun fürchte ich davor, der Junge könnte es verdrehen und an die Öffentlichkeit gehen. Ich schäme mich nicht und bitte um Nachsicht und Verständnis.

Beichthaus.com Beichte #00027586 vom 05.03.2010 um 09:23:37 Uhr in Freihung (74 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000