Die Schlüpfer-Fahne

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Vorurteile Schule

Ich habe heute zufällig eine ehemalige Klassenkameradin in der Stadt gesehen. Dabei ist mir wieder eingefallen, wie gemein wir damals zu Schulzeiten zu ihr waren. Sie war damals schon stark übergewichtig und wir haben uns permanent über sie lustig gemacht, sie "Fettie" genannt und solche Dinge. Das war aber noch harmlos, im Vergleich zu dem, was ich und ein paar Klassenkameraden während der Abschlussklassenfahrt gemacht haben. Wir waren in einer Jugendherberge und klauten ihr aus ihrem Zimmer aus dem Schrank einen Schlüpfer. Sie trug riesige Feinripp-Oma-Schlüpfer. Vor der Jugendherberge war ein Fahnenmast mit einer Fahne, die holten wir runter und hissten stattdessen ihren Schlüpfer als Fahne, sodass alle sehen konnten was sie drunter trug. Das war aber erst der Anfang. Im Speisesaal der Jugendherberge hatte jede Klasse fest zugeordnete Tische, und obwohl es keine feste Sitzordnung gab, saß eigentlich jeder immer am selben Platz. Die Stühle waren totale Billigstühle. Einer meiner Kameraden hatte sein Taschenmesser mit in die Jugendherberge geschmuggelt, an dem sich auch ein Schraubenzieher befand. Wir lösten einfach ein paar Schrauben an dem Stuhl, auf dem unsere übergewichtige Klassenkameradin immer saß. Als sie sich dann hinsetzen wollte, brach der Stuhl zusammen, sie fiel auf den Boden, und weil sie ihren Teller noch in der Hand hatte, landeten die Spaghetti mit Tomatensoße auf ihr drauf. Natürlich lachte der ganze Speisesaal sie aus und sie lief weinend aus dem Saal. Damals fanden wir das superlustig, heute tut mir das Ganze total leid. Wie ich erst ein paar Jahre später erfahren habe, hatte sie es damals nicht einfach. Ihre Mutter war einfach abgehauen und ihr Vater war überfordert, daher gab es bei ihr zu Hause fast nur ungesundes, fettiges Fertigessen und aus Frust stopfte sie sich mit dem ungesunden Zeug voll und wurde fresssüchtig. Leider scheint sie bis heute keine Hilfe bekommen zu haben, denn als ich sie heute gesehen habe, war ich erschrocken, wie fett sie inzwischen geworden ist, sie wiegt bestimmt über 200 Kilo. Seitdem habe ich ein schlechtes Gewissen und frage mich, ob sie jetzt nicht so fett wäre, wenn wir sie damals nicht gemobbt, sondern ihr geholfen hätten.

Beichthaus.com Beichte #00031207 vom 15.05.2013 um 01:10:53 Uhr (21 Kommentare).

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Wie man schnell Geld für Geschenke auftreibt

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Fremdgehen Habgier Partnerschaft Ex Weihnachten Marburg

Wie man schnell Geld für Geschenke auftreibt
Seit einiger Zeit bin ich mit einem superlieben Kerl zusammen. Er ist der Beste, den es in meinen Augen für mich geben kann. Jetzt kommt mein unsympathischer Part dabei: dennoch habe ich mehrmals für Geld den Sch***z meines Ex-Freundes gelutscht. Denn ich hatte die Kohle dringend nötig und konnte meinem Liebsten hinterher auch Eis, Pizza und Weihnachtsgeschenke kaufen. Die beiden kennen sich aber mein Freund weiß es nicht. Irgendwie schämen wir uns beide ihn zu hintergehen. Andererseits ist unsere beiderseitige Freundschaft so beständig und langjährig, dass es zu keinerlei emotionalen Komplikationen kommen wird. Vielleicht würde ich es sogar wieder tun. Einige gute Gelegenheiten schnelles Geld aufzutreiben und für ihn eine saubere Investition, wo er schon weiß, mit wem er es zu tun bekommt. Der besagte oben genannte Ex schweigt für immer, das wurde hoch und heilig geschworen und ich schreibe es bloß hier auf. Verzeih mir mein Schatz.

Beichthaus.com Beichte #00031120 vom 02.05.2013 um 21:57:33 Uhr in 35037 Marburg (Frankfurter Strasse) (30 Kommentare).

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“Beichte

Die böse Freundin meines Vaters

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Hass Verzweiflung Neurosen Familie

Ich (w/18) bin nicht stolz auf das, was ich als kleines Mädchen erlebt habe und auf das, was darauf folgte. Ich beichte nun. Damals war ich zehn Jahre alt, als meine Mama mich und meinen Papa verließ. Das war damals schlimm für uns, aber sie war trotz allem noch da, beim Nachbarn untendrunter. Ein Jahr war vergangen, da hat sich mein Vater in Belgien so eine dumme Schrulle angelacht, die ich seit dem ersten Treffen nicht leiden konnte. Ich hatte da so ein komisches Gefühl und das sollte sich bestätigen. Die Alte war sau nett zu mir, anfangs. Doch sobald sie bei uns wohnte, ging es los: Mein Vater ist Chef bei einem großen Autokonzern, dementsprechend war er selten zu Hause. Das machte sich die Alte zu nutzen. In der ersten Zeit rannte sie erst in mein Zimmer und schrie mich an, ich solle die Hausarbeit erledigen, denn es wäre ja sonst keiner da, der es tun würde. Eine normale Szene in einer Hartz IV-TV-Sendung, aber da waren wir ja nicht. Auf jeden Fall wurde das alles immer schlimmer.


Irgendwann begann sie, mich zu treten und anzubrüllen, das steigerte sich dann immer weiter zu an den Haaren zerren und schließlich verprügelte sie mich, sodass ich sogar Blut spucken musste. Mein Vater? Nie etwas gemerkt, total blind vor Liebe. Meine Mutter? Hatte immer den Verdacht, aber unternahm nie etwas. Ich, ein kleines, mittlerweile 12-jähriges Mädchen? Nunja, dass man mit 12 schon Depressionen hat, ist wohl nicht normal. Und mit 13 folgte der erste Versuch, alles zu beenden. Dann wurde alles noch schlimmer. Ihre Worte hallen noch heute in meinen Ohren: "Du Ausgeburt der Hölle, so leicht wirst du dich nicht verpissen!" Sicher habe ich der Alten das Leben zur Hölle gemacht, habe ihre Fotos ins Feuer geworfen, habe ihre schönsten Klamotten zerfetzt, aber das war nur ein winziger Teil von dem, was sie mir antat. Seelische und Körperliche Gewalt über Jahre hinweg. Und nun drohte sie mir sogar, mich umzubringen und es aussehen zu lassen, es sei ein Unfall gewesen und dann würde sie sich von meinem Vater schwängern lassen, um mich zu ersetzen. Einmal hielt sie mir schon das Messer an die Kehle, ich hatte Todesangst. Heute sitze ich in der Therapie, mittlerweile sind meine Depressionen abgeklungen, nach meinem zweiten Selbstmordversuch fand mich mein Vater und hat es endlich gecheckt. Doch ich hasse es immer noch, wenn jemand mein Zimmer betritt oder mir zu nahe kommt. Meine Mutter ist leider verstorben, und wisst ihr was? Die Alte Schreckschraube ist elendig an einem Hirntumor verreckt. So und jetzt zur Beichte: Als ich das erfahren habe, habe ich es gefeiert! Ich habe die Hände in die Luft geschmissen und geschrien: "Schmore in der Hölle, Bitch!"
Auf dieses Szenario bin ich nicht stolz und ich hoffe, dass mir vergeben wird.

Beichthaus.com Beichte #00031078 vom 25.04.2013 um 23:39:53 Uhr (18 Kommentare).

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Nicht mehr als reine Lust

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Missbrauch Sex Verzweiflung Familie Berlin

Ich (w/20) habe ein Problem. Ich bin sexuell gestört. Ich kann beim Sex keine Gefühle entwickeln, muss aber so oft und so viel möglich vögeln. Ich war früher deswegen in Therapie, was aber nichts zu Tage gebracht hat, die Gründe waren mir schon vorher bekannt. Seit meinem 14. Geburtstag hat sich mein Vater regelmäßig an mir vergangen. Meine Mutter hatte zwei Jahre lang eine Arbeit, in der sie samstags immer arbeiten musste und dann war ich dran. Es fällt mir mittlerweile nicht mehr schwer, darüber zu reden, aber es war damals so unbegreiflich und widerlich. Jeden Samstag (ich durfte am Wochenende nie weg) musste ich mir etwas schickes, Knappes anziehen, was er mir heimlich gekauft hatte und zu ihm ins Büro kommen. Er sagte, dass er mich liebe und begehre, weil ich so hübsch sei, dass er nicht widerstehen könne...


Einmal war ein Freund von ihm auch dabei und er war sehr grob zu mir. Meine Mutter kam daraufhin dem Ganzen auf die Schliche, war am Boden zerstört, macht sich bis heute Vorwürfe. Es kam zur Anzeige und er wurde verurteilt. Der Freund kam davon, ich konnte nicht darüber reden und mein Vater hatte dicht gehalten. Ich weiß nicht, was aus ihm geworden ist. Ich hoffe nur, ich muss ihn nie wieder sehen. Als ich dann so etwas wie frei war, hielt ich erst mal Abstand von Männern, konnte mir nie wieder vorstellen, mich auf einen Schwanz einzulassen und flüchtete mich in die Zärtlichkeit der Bisexualität. Nach einer geraumen Zeit, als ich mit einer damaligen Gefährtin mal wegging, merkte ich aber, wie sehr mich Jungs anmachen und dass ich sie unbedingt haben und spüren wollte. Ich ließ mich also ein Wochenende darauf wie eine Schlampe abschleppen und als wir dann bei ihm waren und er mich anfasste, um mich auszuziehen, fing ich an zu heulen und rannte davon.


Ein paar Monate später aber lernte ich jemanden kennen, der sehr zärtlich war und sehr rücksichtsvoll. Er merkte, dass etwas nicht stimmte und war sehr vorsichtig. Ich habe den Sex genossen, aber ich fühlte mich nicht zu ihm hingezogen. Ab da begann ich, Männer zu "sammeln", mich flachlegen zu lassen wie eine billige Nutte, sogar mal zwei bis drei Männer auf einmal. Aber nie, nie konnte ich dabei mehr spüren als reine Lust und Stumpfsinnigkeit. Es waren echt tolle, liebe Männer dabei aber ich kann mich nicht auf sie einlassen, außer eben körperlich. Meine Therapeutin konnte mir auch nicht weiterhelfen. Ich dachte, ich muss das hier mal erzählen.

Beichthaus.com Beichte #00031074 vom 25.04.2013 um 08:58:19 Uhr in Berlin (Adlergestell) (24 Kommentare).

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“Beichte

Ich wünsche meiner Mutter den Tod

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Verzweiflung Familie Tod

Ich (m/26) möchte beichten, dass ich meiner Mutter (57) den Tod wünsche. Aber erst einmal zur Vorgeschichte: Meine Mutter ist vor ungefähr 13 Jahren an MS erkrankt und bei ihr betraf die Krankheit vorerst nur die Beine, beziehungsweise die Oberschenkel. MS verläuft schubweise und genau das konnte man bei ihr die letzten Jahre mehr als deutlich beobachten. Nach und nach verlor sie immer mehr die Fähigkeit zu laufen. Ein Rollstuhl wurde mit der Zeit nötig. Anfangs konnte sie noch viel alleine machen: in den Rollstuhl rein und raus, auf die Toilette, und so weiter. Das ging alles mit etwas Mühe ihrerseits. Mittlerweile aber ist die Krankheit so weit fortgeschritten, dass sie so gut wie nichts mehr alleine kann. Hinzu kommt noch, dass sie langsam dement wird. Ich will mir nicht einmal im entferntesten vorstellen, wie das sein muss.


Helfen lässt sie sich nur von meinem Vater. Allen anderen vertraut sie nicht mehr. Ein Heim kommt für sie persönlich nicht infrage, daran würde sie zerbrechen und das wäre auch finanziell gesehen der endgültige Ruin für diese Familie. Paradoxerweise sage ich: Gott sei Dank hatte mein Vater vor fünf Jahren einen Arbeitsunfall, aufgrunddessen er erwerbsunfähig wurde. Ihm geht es den Umständen entsprechend gut und er kann sich so noch um meine Mutter kümmern. Aber das ist alles eine Frage der Geduld. Ich dagegen kann höchstens hin und wieder etwas für sie tun, da ich in Vollzeit Schichtarbeiten gehe. Wir sind es langsam leid, von Arzt zu Arzt zu rennen, wo ihr jeder 1000 verschiedene Medikamente verabreichen und jede Menge Untersuchungen mit ihr machen will, um auf den aktuellsten Stand ihres Krankheitsverlaufes zu kommen, um dann doch wieder von der Realität enttäuscht zu werden, dass ihr niemand wirklich helfen kann. Ihr körperlicher und geistiger Verfall schreitet immer schneller und unaufhaltsam voran. Ihr ganzes Leben ist nur noch eine einzige, nicht enden wollende Folter und deswegen beichte ich, dass ich ihr den Tod wünsche. Nicht, weil ich sie loswerden will, sondern weil ich mir wünsche, dass sie endlich erlöst wird von ihrem Leiden. Ich möchte mir nicht anmaßen, darüber zu entscheiden, ob jemand leben darf oder nicht, beziehungsweise ob das Leben für jemanden lebenswert ist oder nicht. Dennoch bin ich der Meinung, dass es das für sie nicht mehr ist. Heute Abend hatten mein Freund und ich eine Unterhaltung mit meinen Schwiegereltern über das Thema. Ihnen habe ich das Gleiche erzählt wie oben bereits genannt. Sie konnten gar nicht verstehen, wie man so herzlos sein kann und jemandem den Tod wünscht. Natürlich sagen sie das, sie erleben das ja auch nicht Tag ein, Tag aus. Oder bin ich am Ende sogar vielleicht doch herzlos und es gilt die Regel: Leben um jeden Preis?

Beichthaus.com Beichte #00031057 vom 20.04.2013 um 20:50:41 Uhr (31 Kommentare).

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