Den Lebenswillen verloren

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Ekel Verzweiflung

Ich (m) hasse mich selbst, seit ich ein Kind bin. Ich weiß nicht genau, woran es liegt, aber ich denke von mir selbst, dass ich schlechter bin, als andere Leute. Und ich denke, dass irgendetwas an mir verkehrt ist, und andere das natürlich auch merken. In meiner Schulzeit wurde ich auch immer aufs Übelste gemobbt, was ich heute noch nicht ganz überwunden habe. Außerdem wurde ich vor längerer Zeit von einem Schwulen vergewaltigt, seitdem will ich überhaupt nicht mehr leben, einen Suizid bringe ich aber auch nicht über mich. Nach der Vergewaltigung habe ich eine Therapie angefangen, die im Nachhinein aber nicht bewilligt wurde, weil ich die Sache nicht angezeigt habe, was auch keinen Sinn gemacht hätte, weil ich keine Beweise habe. Andere Möglichkeiten gibt es auch nicht, da alle Psychologen, die ich angerufen habe, zwei Jahre Wartezeit haben. Ich weiß seitdem einfach nicht mehr weiter. Das Schlimmste ist, dass ich noch daheim wohne und mit meinen Eltern nicht mehr klarkomme, was seit der Vergewaltigung noch schlimmer geworden ist. Ausziehen kann ich aber auch nicht, weil mein Vater das mit aller Macht verhindert und ich nicht weißt, wie ich mich wehren soll. Ich habe einfach keinen Lebenswillen mehr, weiß aber auch nicht, wie ich aus der Sache rauskommen soll.

Beichthaus.com Beichte #00031226 vom 19.05.2013 um 10:26:19 Uhr (17 Kommentare).

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Meine Freundin ist Veganerin

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Lügen Feigheit Partnerschaft Ernährung Arbeit

Meine Freundin ist Veganerin
Ich arbeite im Schlachthof und meine Hauptaufgabe ist es, die Rinder und Schweine nach der Tötung zu zerlegen. Dabei fließt natürlich viel Blut. Man darf nicht zimperlich sein, wenn Gedärme und Eingeweide entnommen werden. Und es muss auch so manche andere Arbeit getan werden, die ich jetzt, mit Rücksicht auf zartbesaitete Zeitgenossen, nicht näher beschreiben will. Ich habe damit kein Problem, finde es auch eine sinnvolle und ehrenwerte Tätigkeit, die ich gern ausübe. Das Problem ist, dass ich vor drei Monaten ein Mädchen kennengelernt habe, unglaublich hübsch und süß und charmant, ich bin hin und weg und kann nicht fassen, dass ich jemanden wie sie abkriege. Sie ist auch verliebt in mich, wir passen auch wirklich gut zusammen. Sie ist allerdings Veganerin und isst demzufolge kein Fleisch, keinen Fisch, keine Eier - weiß der Teufel, was noch alles, weil bei der Produktion angeblich ein Tier beteiligt gewesen sei, das dabei fürchterliche Qualen erduldet habe. Alle Bienen müssen ihrer Ansicht nach psychotherapeutisch behandelt werden, weil sie bei der Entnahme von Honig aus dem Bienenstock ein posttraumatisches Belastungssyndrom erlitten haben. Sie ist auch Tierschützerin, und zwar von der kompromisslosen Sorte. Wenn das Gespräch auf "Massentierhaltung" kommt, flippt sie aus.

Ich esse auch schon kein Fleisch mehr, zumindest wenn sie dabei ist, und wenn es sein muss, werde ich auch keine Eier und keinen Honig mehr essen, wenn sie nur bei mir bleibt. Ich schimpfe auch laut mit ihr über alle Metzger, Bauern und Fleisch- und Wurstverkäuferinnen. Ich habe ihr nicht gesagt, welchen Beruf ich ausübe, sonst wäre sofort der Ofen aus. Ich sagte ihr, ich würde im Lager arbeiten. Ich suche schon nach einer anderen Stelle, aber bis dahin muss ich durchhalten. Bitte vergebt mir meine Heuchelei, aber was soll ich denn machen?

Beichthaus.com Beichte #00031222 vom 17.05.2013 um 21:56:58 Uhr (45 Kommentare).

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“Folge

Das Kleinkind, das sich Bruder schimpft

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Hass Engherzigkeit Zorn Drogen Familie Celle-Scheuen

Ich (w/18) hasse meinen Bruder! Naja, nicht so abgrundtief! Aber ich hasse ihn dafür, dass er es mit 29 Jahren nicht schafft, sein Leben auf die Reihe zu kriegen, und meine Mutter ständig enttäuscht! Er ist seit knapp 13 Jahren drogenabhängig, hat bereits einen […]
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Beichthaus.com Beichte #00031219 vom 17.05.2013 um 10:24:08 Uhr in Celle-Scheuen (14 Kommentare).

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Mein Talent für Ausreden

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Diebstahl Lügen Waghalsigkeit Kinder

Als ich etwa zwölf Jahre alt war, fanden meine Freunde und ich es total cool, in Läden zu klauen. Einfach nur aus Spaß, wir brauchten die Sachen überhaupt nicht. Dabei besuchten wir in unserem überschaubaren Ort immer die gleichen Läden.
Eines Tages wurde ich mit meinem Kumpel zusammen von einer Verkäuferin beobachtet, wie ich einen Stift im Ärmel verschwinden ließ. Bevor wir den Laden verließen, wurde ich gestellt und musste meine Ärmel leeren. Meine Eltern wurden benachrichtigt und als sie eintrafen, gab es direkt vor Ort einen tierischen Anschiss.
Meine Mutter fragte, wieso ich genau diesen Stift geklaut habe. Schließlich hatte ich selbiges Modell doch erst vor zwei Tagen als meine jüngste Taschengeld-Investition präsentiert. Meine Ausrede war, dass der mir kaputt gegangen war, und ich es nur fair fand, Ersatz dafür zu erhalten. Merkwürdigerweise haben mir das alle Beteiligten abgekauft, warum auch immer. Tatsächlich wollte ich einfach nur eben so einen Stift für meinen Freund klauen, um ihn gegen einen anderen Gegenstand meiner Wahl einzutauschen.
Ich kam schließlich mit einem blauen Auge davon und habe, nach der öffentlichkeitswirksamen Tirade, welche vermutlich die Anzeige bei der Polizei vermied, keine wirkliche Bestrafung mehr erhalten. Gut, dass niemand auf die Idee kam, auch mal meine Hosentaschen zu kontrollieren, ich war am Vormittag nämlich schon einmal in diesem Laden. Seitdem habe ich nichts mehr geklaut. Mein Talent, wirksame Ausreden aus dem Hut zu zaubern, hat sich aber bis heute erhalten.

Beichthaus.com Beichte #00031216 vom 17.05.2013 um 00:00:36 Uhr (7 Kommentare).

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“Beichte

Meine Zeit in Rio

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Lügen Morallosigkeit Schamlosigkeit

Vor acht Jahren, ich war damals 18 (w), flog ich für drei Wochen in den Sommerferien nach Rio de Janeiro, um einen Portugiesischsprachkurs zu machen. Ich ging noch zur Schule und die Reise war für mich einfach ein großer Traum, für den ich lange gespart hatte. Natürlich hatte ich ziemlich Angst, alleine zu fliegen und alleine in einem fremden Land zu sein. Meine Eltern hielten mich sowieso für bekloppt. Mit 18 alleine nach Brasilien. Ich versprach ihnen hoch und heilig, nur mit meiner Gastfamilie unterwegs zu sein und nicht zu feiern oder nachts alleine rauszugehen.
Schon in der ersten Woche brach ich alle Versprechen. Meine Gastschwester war nur zwei Jahre älter als ich, und da sie zu diesem Zeitpunkt selber Sommerferien hatte, waren wir so gut wie jeden Tag Party machen, auf Partys eingeladen oder gingen was trinken. Ich lernte einen Haufen heißer Jungs kennen und machte so gut wie jeden Abend mit einem anderen rum. Den Sprachkurs ließ ich auch öfters ausfallen, obwohl ich dafür eine Menge bezahlt hatte. Das kam zum Glück nie raus. Eines Abends waren wir auf einer Studentenparty, ich hatte gekifft und hatte zudem noch eine Menge Alkohol getrunken. Im Vollsuff hatte ich dann mein erstes Mal, ich kann mich nicht mehr wirklich daran erinnern, wer der Glückliche war, aber ich weiß nur noch, dass es sehr viel Spaß gemacht hat. Die nächsten zwei Wochen verliefen nicht anders. Ich lernte so viele neue Leute kennen und war einfach fasziniert von der Gastfreundlichkeit und Offenheit der Brasilianer.
Nach den drei Wochen flog ich wieder nach Hause und musste meinen Eltern entweder die Wahrheit sagen, oder sie anlügen. Ich entschied mich für die zweite Möglichkeit und schwärmte ihnen von dem tollen Sprachkurs vor und wie toll die Lehrerin doch war. Dabei hatte ich einfach nur die geilste Zeit meines Lebens in Rio und hätte es jederzeit wieder so gemacht. Meine Eltern denken bis heute, dass ich eines der anständigsten Mädels auf der Welt war. Nein! Es tut mir leid, ich bin so versaut.

Beichthaus.com Beichte #00031204 vom 14.05.2013 um 21:27:28 Uhr (32 Kommentare).

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