Die Welt vor Facebook Posts schützen

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Boshaftigkeit Hass Medien Internet

Die Welt vor Facebook Posts schützen
Eine Freundin von mir (m/19) ist, um es mit modernen Worten auszudrücken, eine ziemliche Attention-Whore. Das heißt, sie teilt, kommentiert und postet jede Kleinigkeit über ihr Leben auf einem bekannten Social Media Network, um dann möglichst viele Likes zu generieren. Die Posts übertreffen sich regelmäßig in ihrer Überflüssigkeit. Zu den besseren gehören Meldungen wie: "Ich war gestern einkaufen" oder "Morgen erstmal chillen". Als ich sie vor einigen Tagen besuchte, machte sie aber den fatalen Fehler, das Zimmer zu verlassen und das Smartphone nicht mitzunehmen. Da sie schon eingeloggt war, änderte ich nur kurz die Privatsphäre-Einstellung so, dass nur sie ihre Postings sehen kann und der Rest des Abendlandes davor sicher ist. Sie hat mir gegenüber geäußert, dass sie Intrigen gegen sich vermutet, präsentierte mir zahlreiche Verdächtige und es ärgert sie zutiefst, dass sie keine Aufmerksamkeit mehr bekommt und ich lache mir dabei nur ins Fäustchen. Ich hoffe, dass ich irgendwann den Mut habe, es ihr zu sagen, aber bisher ist es einfach nur zu köstlich und ich werde weiterhin schweigen wie ein Grab.

Beichthaus.com Beichte #00031064 vom 21.04.2013 um 16:51:45 Uhr (35 Kommentare).

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Verachtung für meinen Vater

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Hass Ungerechtigkeit Familie Dortmund

Ehrlichkeit und Wahrheit waren mir schon immer unglaublich wichtig. Also möchte ich eines beichten, dass ich weder Bekannten, noch meinen engsten Freunden erzählen will. Folgendes:
Ich hasse meinen Vater. Von Herzen. Er ist mein leiblicher Vater und ich bin mit ihm aufgewachsen. Er und meine Mutter sind nach wie vor verheiratet und lieben sich. Das gönnen ich ihnen auch, keine Frage! Die Sache ist bloß, dass es einen gewissen Generationskonflikt zwischen uns gibt. Er war schon verhältnismäßig alt, als ich geboren wurde. Er hat sich immer gekümmert. Die Sache ist nur, nachdem ich in die Pubertät kam und auch, als ich daraus hinaus gewachsen bin, gehe ich ihm scheinbar immer mehr gegen den Strich. Er lässt einfach nicht mit sich reden. Egal, ob man mit einer persönlichen Sicht der Dinge ankommt oder mit wissenschaftlich fundierten Ergebnissen: Er lässt sich nicht von seiner Meinung abbringen. Und genau das bringt mich immer wieder zur Weißglut. Und, statt mich jedes Mal wieder auf eine Diskussion einzulassen, bei der ich weiß, dass er sich meine Sicht nicht einmal anhört, sondern sofort dagegen protestiert, verlasse ich grundsätzlich den Raum, um ruhig zu bleiben.


Konfrontationen bringen nichts. Diskussionen machen mich nur wütend, weil meine Seite überhaupt nicht interessiert. Vollkommen egal, worum es geht: Dritte Welt, seinen Kindern einen Klaps zu verpassen oder sonst etwas.
Darauf habe ich keine Lust mehr. Und ich hasse ihn für all die Wut und den Zorn, den ich wegen ihm verspüre. Ich bin nicht die Vorzeige-Tochter, die er vielleicht gerne hätte. Ich hasse ihn nicht einfach, ich verachte ihn, spreche ihn beispielsweise nur noch mit Vornamen an. Meine Beichte ist eigentlich, dass mir meine Mutter unglaublich leidtut. Sie kann meinen Vater nehmen, wie er ist. Ich nicht. Sie leidet mehr unter der Situation, als ich. Sie tut mir leid und ich weiß, dass ich sie mit meinem Verhalten verletze. Das tut mir wirklich leid! Ich werde mich nun nur deshalb intensiv um einen Job bemühen, um ausziehen zu können. Jemanden, der zu mir, als ich circa zehn Jahre alt war, sagte "Ich bin euch doch nur wichtig, weil ich Geld nach Hause bringe", kann einfach nur meine Verachtung ernten. Außerdem möchte ich beichten, dass mein erster Gedanke bei diesem Satz war "Halt die Fresse! So viel verdienst du nicht, dass uns nur das Geld interessieren kann. Da muss mehr bei sein!" Ich weiß, dass Familie wichtig ist, man hat schließlich nur eine. Aber ich ertrage das nicht länger.

Beichthaus.com Beichte #00031062 vom 21.04.2013 um 01:22:18 Uhr in Dortmund (Weiherstraße) (18 Kommentare).

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“Beichte

Ich will eine Transplantation

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Eitelkeit Peinlichkeit Schweiz

Ich (m/19) habe starken Haarausfall. Es begann vor wenigen Monaten, als mir beim Duschen tagtäglich Haare grundlos ausfielen. Ich machte mir schon Sorgen, da meine schönen Haare für mich das allerwichtigste sind. Zuerst fielen sie nur vorne an den Seiten aus, was dann hässliche Geheimratsecken gab. Später begannen sie dann auch hinten beim Scheitel auszufallen. Ich litt sehr darunter und weinte sogar, wofür mein Umfeld keinerlei Verständnis zeigte. Ich ging auch zum Arzt, der mir aber nur dämliche Hormone verschrieb, die rein gar nichts geholfen haben. In dieser Zeit erfuhr ich vom englischen Fußballspieler Wayne Rooney, der eine erfolgreiche Haartransplantation hinter sich hat. Das Ergebnis ist wirklich erstaunlich und seit ich ein Vorher-Nachher Bild gesehen habe, kann ich an nichts anderes mehr denken. Leider habe ich im Moment keine Arbeit und darum kein Geld. Nun ist es aber so, dass mir meine lieben Großeltern ein Konto eingerichtet haben, auf welches sie jede Weihnachten 500 Schweizer Franken eingezahlt hatten und auf welches ich mit 20 Jahren Zugriff erhalten werde. Der Sinn und Zweck dieses Kontos ist, dass ich genügend Geld für allfällige Ausbildungen oder ein Studium haben werde. Ich beichte nun, dass ich in zehn Tagen an meinem 20. Geburtstag dieses Konto plündern, und mir damit eine Haartransplantation gönnen werde, da ich unter meiner jetzigen Frisur sehr leide und kaum mehr ohne Mütze das Haus verlasse. Meine Eltern denken ich benutze das Geld für ein Austauschjahr. Ich bitte um Absolution, denn so etwas wünscht man wirklich niemandem.

Beichthaus.com Beichte #00031059 vom 21.04.2013 um 02:17:11 Uhr in Schweiz (Winterthur) (31 Kommentare).

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Wir sind keine Polen!

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Stolz Vorurteile Hochmut

Wir sind keine Polen!
Ich (26, Berlinerin) beichte, dass meine Eltern strenggenommen offiziell aus Polen kommen, ich aber immer sehr darauf bestehe, dass sie Schlesier sind und daher eigentlich keine Polen sind. "Pole" ist bei uns in der Familie schon fast ein Schimpfwort. Meine Großeltern haben damals ihr gesamtes Hab und Gut an die Polen verloren, die ihr Land eingenommen haben und sich alles genommen haben, was sie wollten. Sie wurden gezwungen, Polnisch zu lernen und durften in der Öffentlichkeit kein Deutsch sprechen. Da man mit großem Ärger rechnen musste, wenn man in der Öffentlichkeit Deutsch sprach, waren sie aus Angst gezwungen, ihren Kindern nur Polnisch beizubringen, da bei Kindern natürlich die Gefahr besteht, dass sie sich in der Öffentlichkeit verplappern. So haben meine Eltern erst richtig Deutsch gelernt, als sie (im Alter von 22 und 25 Jahren) nach Deutschland gekommen sind. Sie haben beide einen polnischen Akzent und werden daher immer für Polen gehalten und alle wundern sich immer, dass sie einen deutschen Familiennamen haben. Ich glaube, die Leute halten mich immer für verrückt, wenn ich sage "Nein, wir sind keine Polen, wir sind Schlesier!" Dann sagen immer alle "Äh ja, aber das ist doch in Polen, oder?". Ich glaube, das können nur Schlesier verstehen. Tut mir leid an die Polen, die gar nicht so schlimm sind, wie wir denken.

Beichthaus.com Beichte #00031058 vom 21.04.2013 um 01:02:12 Uhr (52 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ich wünsche meiner Mutter den Tod

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Verzweiflung Familie Tod

Ich (m/26) möchte beichten, dass ich meiner Mutter (57) den Tod wünsche. Aber erst einmal zur Vorgeschichte: Meine Mutter ist vor ungefähr 13 Jahren an MS erkrankt und bei ihr betraf die Krankheit vorerst nur die Beine, beziehungsweise die Oberschenkel. MS verläuft schubweise und genau das konnte man bei ihr die letzten Jahre mehr als deutlich beobachten. Nach und nach verlor sie immer mehr die Fähigkeit zu laufen. Ein Rollstuhl wurde mit der Zeit nötig. Anfangs konnte sie noch viel alleine machen: in den Rollstuhl rein und raus, auf die Toilette, und so weiter. Das ging alles mit etwas Mühe ihrerseits. Mittlerweile aber ist die Krankheit so weit fortgeschritten, dass sie so gut wie nichts mehr alleine kann. Hinzu kommt noch, dass sie langsam dement wird. Ich will mir nicht einmal im entferntesten vorstellen, wie das sein muss.


Helfen lässt sie sich nur von meinem Vater. Allen anderen vertraut sie nicht mehr. Ein Heim kommt für sie persönlich nicht infrage, daran würde sie zerbrechen und das wäre auch finanziell gesehen der endgültige Ruin für diese Familie. Paradoxerweise sage ich: Gott sei Dank hatte mein Vater vor fünf Jahren einen Arbeitsunfall, aufgrunddessen er erwerbsunfähig wurde. Ihm geht es den Umständen entsprechend gut und er kann sich so noch um meine Mutter kümmern. Aber das ist alles eine Frage der Geduld. Ich dagegen kann höchstens hin und wieder etwas für sie tun, da ich in Vollzeit Schichtarbeiten gehe. Wir sind es langsam leid, von Arzt zu Arzt zu rennen, wo ihr jeder 1000 verschiedene Medikamente verabreichen und jede Menge Untersuchungen mit ihr machen will, um auf den aktuellsten Stand ihres Krankheitsverlaufes zu kommen, um dann doch wieder von der Realität enttäuscht zu werden, dass ihr niemand wirklich helfen kann. Ihr körperlicher und geistiger Verfall schreitet immer schneller und unaufhaltsam voran. Ihr ganzes Leben ist nur noch eine einzige, nicht enden wollende Folter und deswegen beichte ich, dass ich ihr den Tod wünsche. Nicht, weil ich sie loswerden will, sondern weil ich mir wünsche, dass sie endlich erlöst wird von ihrem Leiden. Ich möchte mir nicht anmaßen, darüber zu entscheiden, ob jemand leben darf oder nicht, beziehungsweise ob das Leben für jemanden lebenswert ist oder nicht. Dennoch bin ich der Meinung, dass es das für sie nicht mehr ist. Heute Abend hatten mein Freund und ich eine Unterhaltung mit meinen Schwiegereltern über das Thema. Ihnen habe ich das Gleiche erzählt wie oben bereits genannt. Sie konnten gar nicht verstehen, wie man so herzlos sein kann und jemandem den Tod wünscht. Natürlich sagen sie das, sie erleben das ja auch nicht Tag ein, Tag aus. Oder bin ich am Ende sogar vielleicht doch herzlos und es gilt die Regel: Leben um jeden Preis?

Beichthaus.com Beichte #00031057 vom 20.04.2013 um 20:50:41 Uhr (31 Kommentare).

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