Neidisch auf meinen Freund

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Neid Verzweiflung Partnerschaft Geld

Seit circa 3 Monaten bin ich (w/21) mit meinem Freund zusammen. Wir harmonieren auf allen Ebenen, er gleicht mich aus, ist mein Ruhepol und meine starke Schulter. Wir planen schon unsere gemeinsame Zukunft. Eine Sache stört mich allerdings: sein Geld. Ich bin neidisch auf ihn, da er von Geburt an niemals Geldsorgen hatte. Er achtet nicht auf das Geld, wenn er ins Restaurant oder zu Konzerten geht, sich neue Klamotten zulegt oder sich ein neues Auto holt (zu seinem Privat-Fuhrpark zählen drei Autos). Im Jahr fliegt er unzählige Male in den Urlaub, er war schon auf jedem Kontinent der Welt und geringe Urlaubstage kennt er nicht. Er bucht den Flug und ab geht es in den Urlaub. Zu seinem Besitz zählen 26 Eigentumswohnungen, die er alle vermietet. Zwei Einfamilienhäuser, sowie einige Wohnungen im Ausland. Er selbst wohnt in seiner 120qm Wohnung, alles renoviert und super modern, mit wirklich riesigem LED TV, großem Balkon und die Ausstattung ist auch nur das feinste vom Feinsten. So und ich? Ich besitze nichts. Habe gar keine finanziellen Rücklagen, keine Wertgegenstände, keine Altersvorsorge, NICHTS. Doch dafür kann ich nichts, denn Reichtum wurde mir nicht in die Wiege gelegt. Wer von euch kennt das nicht: man arbeitet und arbeitet und hat am Ende gerade mal genug zum existieren? Seit meine Eltern sich getrennt haben und ich bei meiner Mutter lebe, müssen wir jeden Monat das Geld für die Miete zusammen kratzen und können uns keinerlei Luxus gönnen, da wir das Geld dafür einfach nicht haben. Wir gehen beide arbeiten, doch es reicht immer gerade mal so. Mein Vater führt ein tolles Leben, er muss sich ja auch nur um sich selbst kümmern und Unterhalt an seine Kinder zahlen tut er auch nicht.

Wenn mein Freund bei mir ist, schäme ich mich. Und ich komme mir neben ihm einfach armselig vor, wie ein Mensch zweiter Klasse. Ich trage keine teuren Markenklamotten, meine Sachen hole ich mir bei H&M. habe keine qualitativ wertvollen Sachen und allein in seinem Portemonnaie befindet sich so viel Bargeld wie manch einer im Monat verdient. Er bezahlt alles und lädt mich immer ein. Auch wenn er es lieb meint komme ich mir immer schlecht dabei vor und habe selten Lust mit ihm etwas zu unternehmen, da sich in meiner Geldbörse meistens nur 20 Euro befinden. Dabei würde ich ihn auch gerne mal einladen und ihm eine kleine Freude machen indem ich ihm z.B. ein kleines Geschenk mache. Doch das positive ist, ich weiß dass er mich von ganzen Herzen liebt, auch wenn wir in zwei verschiedenen Welten leben.


Meine Beichte: ich bin neidisch auf meinen Freund den ich zwar liebe, aber könnte kotzen wenn ich sehe wie er das Geld ausgibt für unnötige und teure Sachen. Er ist von Geburt an reich und musste niemals auch nur einen Finger dafür krumm machen. Und ich dagegen muss jeden Cent drei mal umdrehen. Es hat gut getan, sich das einmal von der Seele zu schreiben.

Beichthaus.com Beichte #00029350 vom 07.09.2011 um 19:56:44 Uhr (43 Kommentare).

Gebeichtet von dohmmi
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Nach dem Fleiß kam die Faulheit

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Faulheit Trägheit Trunksucht Arbeit Bielefeld

Ich habe eine Firma, die gut läuft. Das ist noch nicht lange so, und der Anfang war echt die Hölle, über Jahre hinaus. 100 Stunden-Wochen (sogar Weihnachten habe ich gearbeitet!), überhaupt keine Kohle, ich wusste ja teilweise gar nicht, wie ich unsere Miete und das Brot für meine Familie kaufen sollte. Selbst 3 Euro war für mich sehr viel Geld, denn ich hatte es einfach nicht. 3 Euro sind auch viel, wenn man sie nicht hat. Klingt vielleicht blöde, war aber so. Es gab Druck von allen Seiten: Meiner Frau, die nicht immer den Vermieter auf der Matte und endlich mal etwas Geld für Lebensmittel haben wollte, Lieferanten, die Kohle wollten, die ich nicht hatte, und Kunden, die Ware wollten, die ich nicht hatte, denn ich hatte ja keine Kohle, um Rohmaterial zu kaufen. War eine echt krasse Erfahrung, die über 3 1/2 Jahre ging.

Das habe ich getan, weil ich von meinem Erfolg überzeugt war. Ich hatte ein gutes Produkt, ein nahezu einzigartiges Konzept, dazu einen guten Preis und einen großen Markt. Jedenfalls läuft es mittlerweile ganz gut. Bin schuldenfrei, arbeite kaum mehr, habe mehr Geld in der Tasche als andere Leute im Monat verdienen und habe super Mitarbeiter, auf die ich mich absolut verlassen kann. Meine Beichte ist die: Ich arbeite kaum. Saufe sehr viel. Und lasse meine Leute arbeiten. Und daher fühle ich mich schlecht. Gut, ich zahle Übertarif und wir haben ein unglaublich gutes Betriebsklima, was mir wichtig ist. Meine Aufgabe ist es, die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen, und das gelingt mir; Die Auftragsbücher sind brettvoll, und wir sind einfach sehr gut aufgestellt. Aber ich fühle mich einfach schlecht. Eine Kiste Bier hält gerade mal 3 Tage. Seit Jahren. Irgendwie ist das nicht richtig. Ich fühle mich so leer und ausgebrannt. Ich bin nicht reich an Geld, habe aber keine Geldsorgen, sondern ein Guthaben. Dazu habe ich Kinder und eine Frau, die man sich besser nicht wünschen kann. Nur ich fühle mich so falsch, leer und unsinnig. Werde nicht mehr gebraucht, noch nutze ich etwas.

Beichthaus.com Beichte #00029319 vom 29.08.2011 um 20:04:45 Uhr in Bielefeld (Seidenstickerstr.) (29 Kommentare).

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“Beichte

Fetisch für den kleinen Mann aus Österreich

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Manie Morallosigkeit Politik Fürstenfeldbruck

Ich beichte, dass sich inzwischen aus meinem ehemals rein historischem Interesse ein regelrechter Fetisch für Diktaturen, Aufmärsche und Uniformen entwickelt hat. Ich sehe mir alle Dokumentationen und Originalaufnahmen vom kleinen Mann aus Österreich, seinem russischen Pendant, Mao und anderer Diktatoren an und stelle immer wieder fest, dass ich diese Konzentration von Macht, die Organisation der Regime, die Beeinflussung der Massen und die tödliche Zielstrebigkeit bewundere ebenso die Ästhetik der Aufmärsche und Propaganda.
Eine besondere Vorliebe habe ich dabei für die Schutzstaffel entwickelt, für die schönsten Uniformen, die präzisesten Rituale und dem größten Schrecken, die sie verbreitete.
Von der Ideologie und dem Rassengedanken halte ich ansonsten überhaupt nichts, ebenso wenig von dem Gedankengut anderer totalitären Systemen, es ist einfach die Macht und die Ästhetik, die mich reizt.

Beichthaus.com Beichte #00029271 vom 15.08.2011 um 19:19:28 Uhr in 82256 Fürstenfeldbruck (Straße der Luftwaffe) (31 Kommentare).

Gebeichtet von FlashSnail
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Die Marktforschungsgruppe

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Betrug Boshaftigkeit Waghalsigkeit Lügen Wissenschaft Berlin

Gestern war ich seit langem mal wieder bei einer Marktforschung eingeladen. Dort wird man zwei Stunden lang in einer Gruppe von vier bis acht Personen zu irgendeinem Produkt, dessen Namen oder "Coolnessgrad" befragt. Im Anschluss bekommt man dann 50-70 Euro cash dafür. Als Student habe ich das sehr oft gemacht, heute ist mir meine knappe Freizeit oft kostbarer. Ich beichte, dass ich gestern unbedingt ein möglichst absurdes Ergebnis herbeiführen wollte. Dazu habe ich immer blödsinnige Antworten gegeben, welche ich aber glaubwürdig verpackt habe. Das hat so gut funktioniert, dass die anderen Teilnehmer oft auch meiner Meinung waren. Ich konnte das Erstaunen in den Gesichtern der Moderatoren erkennen, offenbar hat unsere "Meinung" doch erheblich von den Ergebnissen einiger Vergleichsgruppen abgewichen. Ich beichte, dass ich bewusst falsche Angaben gemacht habe, weil ich diese pseudo-wissenschaftliche "Forschungsbranche" verachte und der Meinung bin, dass Konzerne ihre neuesten Produkte ruhig einmal "blipp" oder "adonis" nennen können. Wäre doch lustig.

Beichthaus.com Beichte #00029202 vom 28.07.2011 um 12:44:25 Uhr in Berlin (20 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Fahrraddieb

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Hass Aggression Diebstahl Vorurteile München

Ich (m) wohne in einer Stadt, in der es eine recht hohe Konzentration an muslimischen Mitbürgern gibt. Das finde ich eigentlich auch nicht weiter schlimm, solange sie sich benehmen. Nun ist es aber so, das irgendjemand der oben besagten Mitbürger mein Fahrrad (1.000 […]
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Beichthaus.com Beichte #00029166 vom 18.07.2011 um 19:30:17 Uhr in München (55 Kommentare).

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