Die Rache am Nürburgring

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Vandalismus Boshaftigkeit Ignoranz Nürburg

Vor wenigen Jahren wurde der neue Nürburgring eröffnet. Dort gibt es nun auch ein Sandwich-Schnell-Restaurant, in dem ich gerne was esse, wenn ich zufällig da vorbei komme. Leider hat diese Filiale keine Toiletten, man muss die öffentliche Toilette benutzen. Bevor ich damals mit einem Freund dort was essen wollte, gingen wir nochmal auf Toilette. Er wollte sich nur die Hände waschen, ich musste zusätzlich noch eine Stange Wasser wegstellen. Dort gibt es diese hochmodernen Toilettenspülungen, mit Infrarot-Sensor. Eigentlich eine Klasse Sache, da man keine Spülung mit der Hand betätigen muss, die schon 3.000 Leute vor einem angetatscht haben.


So stand ich vor dem Pissoir, ließ meinem Drang freien Lauf und sah, wie mein Urin in der Keramikschüssel langsam anstieg. Ich habe mir nichts dabei gedacht, da ich davon ausging, wenn genug Flüssigkeit vorhanden ist, wird durch den Druck irgendwie hinter dem Siphon ein Unterdruck erzeugt, der wirklich alles aus der Schüssel heraussaugt. Nachdem ich fertig war und sah, wie meine erbrachte Leistung den unteren Rand der Schüssel erreicht hat, ist mir mein Problem erst richtig bewusst geworden. Das Pissoir war wirklich verstopft. Normalerweise bin ich wirklich so loyal, dass ich dann nicht die Spülung betätige, jemanden, der dafür verantwortlich ist, Bescheid gebe und sogar, wenn vorhanden, schon vorab einen Zettel mit "Defekt" dranhänge. Dann fiel mir aber ein, dass die Spülung durch den Infrarot-Sensor ausgelöst wird. Wenn ich also weggehe, würde die Spülung betätigt und es würde eine kleine Überschwemmung geben.


Da ich mit dem Konzept der neuen Nürburgring-Führung eh nie zufrieden war, wollte ich eh immer schon was anstellen. Also habe ich kurz geschmunzelt mich umgeschaut, dass wirklich kein anderer Mensch außer meinem Freund da war, habe alles eingepackt, umgedreht und bin gegangen - ich hörte die Spülung und etwa 5 Sekunden später das beruhigende Platschen des kleinen Wasserfalls, den ich mir da "gebaut" habe und sagte zu meinem Freund, er sollte sich nicht umdrehen und einfach gehen - natürlich drehte er sich um und sah es, rief erstmal "Ach du scheiße, was hast du gemacht?" Hat sich danach aber auch kaputt gelacht, als ich ihm wahrheitsgemäß alles auf dem Weg zum Mittagessen erzählt habe. Ich entschuldige mich dafür, niemandem der Angestellten Bescheid gesagt zu haben und ich entschuldige mich bei der Person (wahrscheinlich eine unterbezahlte Arbeitskraft aus dem Ausland, die um jeden Job froh ist und dann sowas machen muss), die es dann aufwischen musste. Nur kann ich doch wohl erwarten, dass bei einem Projekt, was mehrere Millionen Euro an Steuergeldern gekostet hat, wenigstens die Toiletten ordentlich funktionieren. Achja - aufgrund der Eile konnte ich mir nicht die Hände waschen. Wenn man aber daran denkt, das eine PC-Tastatur oder Smartphone-Display mehr Keime beherbergt, als ein Toilettensitz, kann man auch mal drüber wegsehen.

Beichthaus.com Beichte #00029069 vom 21.06.2011 um 08:25:42 Uhr in Nürburg (Nürburgring) (16 Kommentare).

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Ozzy Osbourne Konzert

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Selbstsucht Schamlosigkeit Ungerechtigkeit Ignoranz München

Ich beichte, dass ich gestern auf dem Ozzy Osbourne Konzert in München absichtlich vielen anderen Fans das Konzert versaut habe. Weil ich so ein riesengroßer und egoistischer Fan bin, hab ich eine alte Schallplattenhülle mitgenommen, die ich während des ganzen Konzerts hochgehalten habe. Auch trotz mehrerer, aggressiver Versuche von hinter mir stehenden Leuten, habe ich die Hülle nie runter genommen und somit vielen Leuten die Sicht versperrt. Ich beichte also, dass ich mich wie eine egoistische Tussi benommen habe - was auch sonst meinem Naturell sehr entspricht. Für mich zählt nun mal nur ich allein.

Beichthaus.com Beichte #00029042 vom 16.06.2011 um 08:41:21 Uhr in 80809 München (Spiridon-Louis-Ring 21) (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Zeugnisfälscher

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Lügen Dummheit Verrat Schule Familie Düsseldorf

Ich komme aus einem sehr strengen Elternhaus. Für meine Eltern war die Schule immer das wichtigste im Leben. Mein Vater hat mir das Lesen schon im Kindergarten beigebracht, jeder dachte ich werde ein Musterschüler und studiere Sozialwissenschaften oder sonst was. Doch es kam anders. Bis zur 6. Klasse war ich mehr oder weniger ein Musterschüler, doch ab der 7. Klasse war mir das ganze zu blöd, ich hatte kaum Freizeit, kaum Freunde geschweige denn eine Freundin.
Zudem war ich ein sehr guter Fußballer und wollte mein Hobby zum Beruf machen, also habe ich auf die ganzen Regeln geschissen und habe mich auf Fußball, Mode, Mädchen und Freunde konzentriert. Somit wurde ich von Tag zu Tag immer schlechter in der Schule, aber beliebter bei meinen Freunden. Ich hatte nun auch meine erste Freundin.


Zuhause war auch alles okay, denn ich habe immer noch den Musterschüler vorgespielt und so getan als würde ich meine Hausarbeiten erledigen und für die nächste Schulaufgabe lernen, in Wirklichkeit habe ich jedoch SMS geschrieben, saß stundenlang vor dem PC. Wenn meine Eltern mich gefragt haben was ich denn mache, habe ich gesagt ich würde eine Präsentation vorbereiten, das haben Sie mir natürlich jedes mal abgekauft, denn ich war bisher immer ehrlich zu ihnen.
Meine schlechten Noten habe ich selber unterschrieben, ich habe die Unterschrift von meiner Mutter gefälscht.
Ich habe mir keinen Kopf wegen meinen schlechten Noten gemacht. Mein Ziel war es einfach nicht sitzen zu bleiben. Ich habe mir gedacht, ich werde eh Fußballer und außerdem bin ich noch jung und es gibt immer irgendwelche Alternativen.

Als sich der Tag zur Zeugnisübergabe näherte, bekam ich das erste Mal Panik. Was mache ich jetzt? Zuhause habe ich ja nur die "guten" Noten gezeigt (meistens 3er und 4er und ein paar 2er) doch mein Zeugnis war voller 4 er und sogar ein Fünfer war dabei. Es gab nur zwei Möglichkeiten. Entweder alles zugeben und wieder ein langweiliges, monotones Leben führen und diesmal mit täglicher Kontrolle ob auch alles stimmt oder einfach ein Zeugnis fälschen. Ich hatte einfach kein Bock drauf wieder der alte zu sein und habe mich entschlossen mein Zeugnis zu fälschen. Ich habe mein Zeugnis aus der 6. Klasse eingescannt, habe die Noten und die ganzen Daten verändert, habe mit Photoshop ein Stempel draufgedruckt, die Unterschrift vom Rektor und meinem Klassenlehrer gefälscht und es meinen Eltern vorgelegt. Da sie überhaupt nicht so etwas von mir erwarten und nicht so über mich denken, war mir bewusst dass ihnen das nicht auffallen wird. Und genauso war es auch, mein Vater war stolz über die ganzen 2er und 1er und hat mich sogar dafür belohnt. Ich hatte überhaupt kein schlechtes Gewissen, weil ich bis dahin mehr oder weniger gequält wurde.


Das ganze ging bis zur 9. Klasse, ich habe jedes Jahr Zwischen- und Jahreszeugnis gefälscht.. In der 9. Klasse dann, als ich auch meinen qualifizierten Hauptschulabschluss versaut habe, musste ich auch mein Abschlusszeugnis fälschen.
Ich habe dann so getan als würde ich die 10. Klasse besuchen, also einen M-Zug, um die mittlere Reife zu erreichen, habe jedoch die 9. wiederholt. In meiner neuen Klasse war auch die Tochter der besten Freundin von meiner Mutter. Da ich mir ziemlich sicher war, dass Sie das zu hause erwähnen würde dass ich in ihrer Klasse bin, bin ich zu ihr hin und habe ihr ein fünftel meiner Lügen und Spielchen erzählt, und zwar dass ich nur mein Abschlusszeugnis gefälscht habe und so tue als würde ich die 10. Klasse besuchen. Schon das fand sie zu krass, ich habe gehofft Sie behält es für sich und erzählt nichts ihrer Mutter. Sie stand auch auf mich deswegen dachte ich wirklich, das wäre kein Problem.


Doch es kam wie es kommen musste, Sie hat es noch am gleichen Tag ihrer Mutter erzählt. Die Mutter hat dann meiner Mutter eine SMS geschrieben dass sie sich unbedingt so schnell wie möglich treffen müssten, meine Mutter ist sofort hin. Als Sie weg war habe ich mir passende Ausreden überlegt, doch es gab nichts, was will man in so einer Situation schon sagen? Ich habe mir überlegt abzuhauen, doch hatte nicht die Eier dazu. Ich blieb dann einfach zu Hause und habe darauf gewartet dass Sie kommt. Sie kam dann auch. Hat alles meinem Vater erzählt und es kam so wie ich es mir dachte, ich wurde in meinem Zimmer isoliert, durfte nur ab und zu raus, niemand hat mit mir geredet, mein Vater ging jede 2. Woche in die Sprechstunde und und und. Das Vertrauen meiner Eltern war natürlich gleich Null. - Komplett zerstört.


Da habe ich gemerkt, dass das alles nichts bringt, meine Eltern hatten Recht, die Schule ist wichtig, also habe ich mich ohne Zwang selber auf die Schule konzentriert, habe mein Quali geschafft, danach bin ich in die Wirtschaftsschule und habe nach 2 Jahren meine mittlere Reife erworben. Zurzeit bin ich 20 Jahre alt und bin im 2. Lehrjahr zum Einzelhandelskaufmann, bin seit 2 Jahren in einer glücklichen Beziehung mit einem wundervollen Mädchen die auch viel dazu beigetragen hat mich wieder auf die richtige Spur zu holen. Ich bin zwar kein Anwalt geworden so wie es mein Vater gerne haben wollte, doch ich bin glücklich über mein jetziges Leben und ich denke auch meine Eltern sind einigermaßen Stolz auf mich. Ich bin auch glücklich darüber dass die Tochter der Freundin mich verpetzt hat, denn sonst wäre wahrscheinlich alles schlimmer geworden.


Doch was mich seit mittlerweile 4 Jahren fertigmacht, ist einfach die Tatsache dass meine Eltern nur die halbe Wahrheit kennen, dass die keine Ahnung davon haben, dass ihr kleiner süßer Sohn, schon in der 7. Klasse angefangen hat Sie zu belügen und zu betrügen, ich kann mich einfach nicht damit abfinden, ich habe oft versucht nicht daran zu denken, es zu vergessen und es als Jugendsünde abzustempeln doch das geht nicht, jedes mal wenn ich meinen Eltern in die Augen sehe, denke ich mir, wie konnte ich sowas tun? Ich habe aber wirklich Angst es zu beichten, denn ihr Vertrauen hat sich inzwischen wieder aufgebaut, ich weiß nicht ob sie das verkraften könnten. Ich werde es weiterhin versuchen zu vergessen. Die ganze Wahrheit kennt nur meine Freundin und nun auch das Internet. Danke fürs Lesen.

Beichthaus.com Beichte #00028925 vom 13.05.2011 um 16:03:05 Uhr in Düsseldorf (Kapellstraße) (31 Kommentare).

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Meine soziale Unfähigkeit

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Hochmut Eitelkeit Ignoranz Arbeit

Ich (m/29) stehe heute vor einem riesigen Scherbenhaufen. Das hat alles in meinem alten Unternehmen angefangen, bei dem ich im Vertrieb tätig war. Dort war ich mehr als erfolgreich, ich hatte nach kürzester Zeit die höchsten Verkaufszahlen, wurde mehrere Male befördert und wurde mit Lob mehr als überschüttet. Und man kann sich vorstellen was das aus dem Ego von einem jungen Mann macht. Irgendwann bin ich auch ein ziemlich arroganter Penner geworden. Und mit dem vielen Geld das ich plötzlich verdiente, wusste ich aufgrund meines vorher recht niedrigen Lebensstandards als Student, nicht mehr anzufangen außer damit ziemlich heftige Partys zu feiern. Doch irgendwann kam es wie es kommen musste und ich hab mich, da ich mich für unentbehrlich und unbesiegbar hielt im Unternehmen sehr weit aus dem Fenster gelehnt und mit Leuten angelegt, die mehr zu melden hatten als ich. Irgendwann wurde ich dann an die frische Luft befördert. Kurze Zeit später war ich dann bei einem neuen Unternehmen, aber mit meinem immer noch aufgeblähten Ego hatte ich da kaum Erfolg und bin wieder gegangen. Ich hielt mich für mehr als gut und dachte das könnte es nicht gewesen sein und hab mich dann Hals über Kopf in die Selbstständigkeit gestürzt ohne große Planung ohne Konzept etc.. Das ging dann auch nach hinten Los. Vor 6 Monaten habe ich Insolvenz angemeldet und habe jetzt einen riesigen Haufen Schulden von dem ich nicht weiß wie ich den zurückzahlen soll. Heute schau ich voller Reue zurück und merke so langsam was mit mir los war, ich bin ende 20 und bin schon fertig mit der Welt.
Vieles tut mir heute Leid, ich hatte viele gute Menschen abfällig behandelt, zu vielen guten Freunden habe ich mit der Zeit den Kontakt verloren. Heute plagen mich extreme Selbstzweifel, ich denke oft über die letzten Jahre nach und vergesse mein Umfeld, daraus hat sich mittlerweile auch eine soziale Unfähigkeit gebildet wodurch sich auch meine Freundin von mir getrennt hat. In meinen alten Beruf zurückzukehren in meinem momentanen Zustand fast unmöglich. Vielleicht kriege ich ja mein Leben irgendwann wieder auf die Reihe, jedenfalls muss ich erst mal einiges verarbeiten, das Schreiben hier tut sehr gut ich konnte bis jetzt mit niemandem so offen darüber reden. Danke fürs lesen.

Beichthaus.com Beichte #00028669 vom 24.02.2011 um 01:30:59 Uhr (16 Kommentare).

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Eifersüchteleien auf einem Punkrockkonzert

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Eifersucht Rache Ignoranz Trunksucht Musik Last Night Dresden

Ich habe am Wochenende mal wieder so richtig schön ins Klo gegriffen, und das kam so: Ich spiele Gitarre und singe in einer New-Wave Punkrockband. Vergangenen Samstag hatten wir eine Record-Release-Party in einem Club, zu der ich auch eine neue Bekannte eingeladen hatte, die mir emotional gesehen nicht gerade egal ist, mit anderen Worten: Ich bin tierisch verknallt in sie. Jedenfalls war ich ordentlich nervös vor dem Auftritt und frönte, wie der Rest meiner Band auch während unsere Vorband spielte, dem gepflegten Wochenendalkoholismus.
Als wir auf die Bühne gingen hatte ich schätzungsweise schon sechs achtel im Turm. Wir legten los und das Publikum ging gut ab. Natürlich soffen wir auf der Bühne weiter, wir hatten ja schließlich einen Ruf zu verlieren. Die neue Bekannte und ich hatten immer mal Blickkontakt und wir flirteten was das Zeug hielt, zumindest solange bis auf einmal ein gut aussehender Typ an ihr dran hing. Die beiden sahen sehr vertraut miteinander aus und ich wurde total eifersüchtig. Ich machte noch ein Bier auf und schüttete es mir auf ex in den Schlund. Irgendwann war ich dermaßen besoffen, dass mir alles egal war. Ich holte also einen Haufen Leute auf die Bühne, darunter auch ein paar echt hübsche Mädels und wir machten ordentlich Party. Direkt erinnern kann ich mich nur noch, dass ich die Zunge von irgendeiner Punkbraut im Rachen hatte und sie, vor allen Leuten begrapschte, und unser Bassist mit einer getanzt hat, die sich dann irgendwann das Top auszog und barbusig auf der Bühne rumhüpfte. Als ich Sonntag früh um 16.00 Uhr aufwachte, dämmerte mir urplötzlich schreckliches, denn meine neue Bekannte hatte vorm Konzert irgendwas davon erzählt, das ihr Stiefbruder auch mitkommen würde. Ich versuchte sie also zu erreichen, aber sie drückte mich zweimal weg und machte dann ihr Handy aus. Mittlerweile habe ich von einer gemeinsamen Freundin erfahren, dass der gut aussehende Typ wohl tatsächlich ihr Stiefbruder war, und zu allem verdammten Überfluss ist er auch noch schwul. Naja, ich grüble jetzt seit zwei Tagen ununterbrochen, wie ich diese Riesendummheit wohl jemals wieder geradebiege.

Beichthaus.com Beichte #00028660 vom 22.02.2011 um 12:56:57 Uhr in Dresden (36 Kommentare).

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