Der emotionslose Kontrolleur

63

anhören

Engherzigkeit Boshaftigkeit Manie Arbeit Bahn & Co.

Ich bin Fahrausweisprüfer bei einem Nahverkehrsunternehmen und muss beichten, dass ich quasi dem typischen Charakter des Ticketprüfers entspreche: Tag für Tag überlege ich mir effektivere Möglichkeiten möglichst viele Fahrgäste ohne gültiges Ticket aufzunehmen. Sei es die Oma, die um 8:58 mit ihrem ab 9 Uhr gültigen Monatsticket unterwegs ist oder der Jugendliche, der Tags zuvor Geburtstag hatte und deshalb aus dem Alter für Kinderfahrscheine raus ist. Es macht mir tatsächlich schon fast Spaß mit vollkommen emotionslosem Gesichtsausdruck die Personalien aufzunehmen und im Anschluss daran den Leuten zu unterbreiten, dass sie nun 14 Tage Zeit haben, um 40 Euro an meinen Brötchengeber zu zahlen. Ein besonderes Ereignis stellen dabei Menschen dar, die sich nicht ausweisen können oder wollen, was sie mir gegenüber ja auch nicht müssen). Dann kommen die Herren mit dem blauen Licht und man kann nach der Personalienübergabe sogar direkt vor Ort die Anzeige wegen Erschleichens von Leistungen stellen - was ein Service!
Und ich muss beichten, dass ich beim Betreten des Fahrzeugs schon ganz bewusst nach Menschen aus bestimmten Bevölkerungsschichten Ausschau halte, um diese dann bevorzugt zu kontrollieren. Es handelt sich nicht um Ausländer, wie manch einer denken würde. Viel mehr meine ich zum Beispiel Studenten bei Semesterbeginn oder Personen, die augenscheinlich nicht über große finanzielle Mittel verfügen. Bevor sie sich eventuell noch unter den Mitfahrgästen ein Ticket organisieren oder die Flucht ergreifen können, stehe ich schon vor ihnen und frage mit bereits erwähntem emotionslosem Blick nach dem Fahrausweis. Okay, ich muss zugeben, wenn sich dann herausstellt, dass er tatsächlich kein Ticket hat, dann kann mir schon mal ein kleines Lächeln über die Lippen huschen im guten Gewissen wieder einen ÖPNV-Schmarotzer zur Strecke gebracht zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00029220 vom 03.08.2011 um 00:56:15 Uhr (63 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Neue Liebe

49

anhören

Fremdgehen Ehebruch Begehrlichkeit Verzweiflung Partnerschaft Wiesbaden

Ich (m/30) möchte beichten das ich meine Ehefrau, mit der ich seit 11 Jahren verheiratet bin, betrüge. Vor ungefähr einem Jahr hab ich im Internet eine Frau kennengelernt, ich hätte mir nie träumen lassen, das es eine solche Frau wirklich gibt. Wir verstehen uns wirklich super und das meistens sogar ohne Worte. Sie wohnt etwa 400 km von mir entfernt, ist aber schon zwei mal für mich hierher gefahren. Das erste Treffen war in einem Hotel und es war einfach nur wunderschön mit ihr, nicht nur der Sex, nein alles. Das zweite Treffen fand dann bei mir zu Hause statt als meine Frau auf Familienbesuch war. Sie war ganze 3 Tage bei mir und ich muss zugeben, dass das die wundervollste Zeit war, die ich seit langem erleben dürfte. Wir schreiben uns in jeder freien Minute und sehen uns per Webcam. Ja ich kann sagen, ich liebe sie, auch wenn ich schon lange nicht mehr an die Liebe geglaubt habe. Sie ist leider auch verheiratet und hat eine Tochter, möchte aber baldmöglichst in meine Nähe ziehen und ich dann zu ihr. So ist es geplant. Klar plagt mich auch das schlechte Gewissen, jedoch sind in den 11 Jahren so viele Dinge passiert, die einfach alles nur kaputt gemacht haben, ja mich sogar kaputt gemacht haben. Nun fange ich wieder an zu leben, ist das so schlimm? Warum ich überhaupt noch bei ihr bin, hat folgende Gründe. Erstens es existiert ein Kind welches zwar nicht mein leibliches ist, jedoch nur mich als Papa kennt, da er damals gerade knapp 1 Jahr alt war. Zweitens ist sie sehr jähzornig und ich habe Angst das sie eben durchdreht, ja sich womöglich etwas antut. Sie würde mir das Leben zur Hölle machen. Jedoch sind das alles Gründe sein Leben mit jemandem zu verbringen der einen nur kaputt macht? Bekomme ich eine Absolution von euch?

Beichthaus.com Beichte #00029210 vom 31.07.2011 um 18:06:27 Uhr in 65189 Wiesbaden (Wilhelmstrasse) (49 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Das perfekte Studentenzimmer

39

anhören

Verrat Selbstsucht Boshaftigkeit WG Studentenleben Köln

Ich (w) möchte beichten, dass meinetwegen wohl 5 Leute eine Abmahnung bzw. fristlose Kündigung erhalten haben. Ich wohnte seit knapp vier Monaten im Studentenwohnheim. Bin damals aus der Not heraus in ein Zimmer gezogen, 5er-WG, knapp 10 Quadratmeter. Das Zimmer, zwar im Erdgeschoss, aber ganz okay, die WG super verdreckt, gerade was die "Problemzonen" Küche und Bad betrifft. Ich habe mich dann umgehend beim zuständigen Wohnheimbüro gemeldet, wodurch ich aus der Miethaftung herausgenommen wurde (sprich: Ich muss nicht für Schäden und Reinigung aufkommen, da ich ja gerade erst eingezogen bin) und meine Mitbewohner eine Abmahnung erhalten haben. Da es nach zwei Wochen immer noch nicht besser aussah, folgte direkt eine Kündigung. Mir wurde in der Zwischenzeit ein neues Zimmer zugeteilt, in das ich am Wochenende einziehen wollte. Schließe die Türe zur Wohnung auf, steht im Flur eine Dogge, knapp ein Meter hoch und bellt mich an. Ich rückwärts aus der Wohnung, mich erneut beim Wohnheimbüro gemeldet, da Tiere ja verboten sind. Der Hundebesitzer erhält nun ebenfalls eine Abmahnung und ich durfte mir mein Zimmer heute nun selbst aussuchen.
Um die Mitbewohner aus der "Drecks-WG" tut es mir kein bisschen Leid, schließlich hätte man ja putzen können. Der Hundebesitzer ist eigentlich ein netter Mensch, aber Hunde sind nun mal verboten.
Ich bin eher enttäuscht von mir, da ich mit vielen Macken anderer leben kann und nun zu einer Art "Petze" geworden bin.

Beichthaus.com Beichte #00029193 vom 25.07.2011 um 12:08:31 Uhr in Köln (39 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der Pokertrick

28

anhören

Betrug Falschheit Habgier Geld Games Ludwigshafen

Ich gebe zu, ein Spielbetrüger zu sein. Mit meinem Bruder lade ich an Wochenenden gerne zur Pokerrunde in unserem Keller ein. Dort geht es nicht mit rechten Dingen zu: wir sorgen immer dafür, dass unsere Gegner vor einer gläsernen Vitrine Platz nehmen. In dieser spiegeln sich die Karten. Wir machen es ganz geschickt, lassen die anderen natürlich auch einige Pots gewinnen, wenn es um viel geht sind wir aber eiskalt. Manchmal plagt mich ein schlechtes Gewissen, denn die Spieler sind eigentlich alle alte Schulfreunde von mir. Aber wenn ich das zugebe, müsste ich ja auch das Geld zurück zahlen und das ist, da wir seit circa vier Jahren spielen mittlerweile ganz schön viel, auf jeden Fall eine vierstellige Summe. Die Vitrine hat glaube ich mal 300 Euro gekostet - gute Rendite oder? Eigentlich sind sie aber auch selber Schuld, wenn sie ihre Karten wie Profis anschauen würden, wäre der Trick gar nicht möglich.

Beichthaus.com Beichte #00029178 vom 21.07.2011 um 00:05:19 Uhr in Ludwigshafen (28 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“Folge

Der Pommesbrand

28

anhören

Dummheit Faulheit Waghalsigkeit Familie Erlensee

Als ich (w) damals in den Sommerferien von der 5. auf die 6. Klasse allein zu Hause war, weil meine Eltern eben nicht die ganze Zeit Urlaub bekommen haben, bin ich so gegen 11 Uhr aufgewacht, habe mit einer Freundin telefoniert und plötzlich Hunger bekommen. Im Gefrierfach wurde ich dann fündig: Tiefkühlpommes! Wie ich es bei Mama gesehen habe, hat sie Öl, Fett oder irgendwas in einen Topf gegeben und dann Pommes rein, eigentlich gar nicht so schwer. Ich habe dann auch noch Pflanzenöl gefunden. Öl in den Topf und gewartet, dass es siedet. Dauerte mir dann zu lang und ich bin erst mal aufs Klo. Als ich wieder kam stand bereits die Abzugshaube in Flammen. Wir wohnen im 3. Stock, ich habe dann erst mal bei den Nachbarn nebenan geklopft und Sturm geklingelt. Keiner da. Das gleiche Spiel im 2. und 1. Stock. Keiner da. Im Erdgeschoss dann endlich haben sie dann die Feuerwehr gerufen, weil durch das Feuer unsere Sicherung raus geflogen ist und ich nicht mehr telefonieren konnte. Totaler Nervenzusammenbruch, weil mein Hund noch in der Wohnung war, ich ihn aber so kurzfristig nicht gefunden habe und er auch auf Rufen nicht reagiert hat. Ich wurde dann erst mal im Krankenwagen untergebracht und halbwegs beruhigt. Die Feuerwehrleute haben ihn dann auf dem Balkon gefunden, wo er sich in der Spalte zwischen Trockner und Wand versteckt hat.
Danach musste unsere Wohnung 3 Monate renoviert werden, wir haben solang in einer freien Wohnung im Haus gewohnt. Auf Luftmatratzen, mit Geschirr und Besteck aus einem Picknickset, Gartenmöbeln, einem Partykühlschrank und einem Campingherd mit zwei Kochfeldern. Ich beichte hiermit, dass ich die Existenz meiner Eltern fast zerstört, das Leben meines Hundes aufs Spiel gesetzt und mein zwei Wochen zuvor renoviertes Zimmer ruiniert habe, nur weil ich zu faul war zum Imbiss, zwei Straßen weiter zu laufen. Es tut mir immer noch so extrem Leid, ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00029174 vom 20.07.2011 um 00:54:00 Uhr in Erlensee (28 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

Lies neue Beichten und vote für die Veröffentlichung! Hilf mit im PRECHECK - Bereich!