Kuscheltiere statt Freunde

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Peinlichkeit Verzweiflung Neurosen Aschaffenburg

Ich (w/31) möchte beichten. Ich bin in einem sehr kalten Elternhaus aufgewachsen und habe meine erste Bezugsperson leider sehr früh verloren. Aufgrunddessen habe ich vermutlich Defizite im Umgang mit Menschen und brauche bei den wenigen Menschen, denen ich vertraue, viel Nähe. Da ich nicht viele Freunde habe und auch teilweise Single war, besitze ich Kuscheltiere. Wobei besitzen für mich ein unzutreffendes Wort ist, ich sehe sie vielmehr als Freunde. Bevor ich schlafe, streichle ich sie und wünsche ihnen eine gute Nacht. Sogar als ich mehrfach ins Krankenhaus musste, haben mich zwei von ihnen begleitet, da ich wusste, es würde die Situation vereinfachen und für alle Beteiligten angenehmer machen.

Die Reaktionen könnt ihr euch sicher vorstellen: Ich wurde nicht ernstgenommen. Für mich, die ich mich als recht intelligenten Menschen sehe, war dies zwar erwartet, aber sehr unschön. Ich beichte hiermit Folgendes: Mich kotzt die Voreingenommenheit vieler Menschen an. Sobald etwas Unerwartetes passiert und sich ein Mensch nicht nach Schema F verhält, wird er behandelt als wäre er geisteskrank. Lasst den Menschen doch ihre Spleens, solange sie niemandem damit wehtun kann es euch doch egal sein! Ihr wisst doch schließlich nicht, was dahintersteckt.

Beichthaus.com Beichte #00041068 vom 11.03.2018 um 01:51:14 Uhr in Aschaffenburg (Sandgasse) (22 Kommentare).

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Mit Helfersyndrom im Internet

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Zorn Verzweiflung Begehrlichkeit Internet Wien

Vor vier Jahren habe ich Panikattacken bekommen. Diese wurden immer schlimmer, bis ich fast gar nicht mehr schlafen konnte. Nach ein paar Monaten wurde bei mir ein Depression diagnostiziert. In der Zeit habe ich meinen ganzen Kummer in ein Forum geschrieben. Ein paar Monate später hat mich ein Mädchen angeschrieben. Ich habe mich sofort blendend mit ihr verstanden. Wir haben uns fast täglich über Skype unterhalten. Einen Monat später habe ich sie besucht. Ich hatte bis zu dem Zeitpunkt noch nie eine Freundin und heute auch noch nicht. Damals schrieb sie mir, dass sie mir die Hand reichen will, wie auch ihr einst die Hand gereicht wurde. Nach dem Besuch bei ihr bin ich von ihr nicht mehr losgekommen. Zwei Wochen nach dem Besuch wollte sie den Kontakt abbrechen, weil ich mehr wollte und ich sie wiedersehen wollte. Ich wollte mit ihr zusammen sein. Das hat mich sehr verletzt. Ich habe daraufhin die Kontakt abgebrochen.

Eine Woche später habe ich es nicht mehr ausgehalten und wir haben wieder geskyped. Mit der Zeit fing sie an Einladungen zu machen, die sie immer wieder verschoben hat. Neun Monate später habe ich herausbekommen, dass sehr vieles von dem, was sie mir erzählt hat, gelogen war. Sie hat mich warmgehalten und sich hinter meinem Rücken über mich lustiggemacht. Mir gesagt, dass sie mich liebt. Wir hatten nie Sex miteinander. Sie hat mir sehr viele abfällige Kommentare um die Ohren gehauen. Doch das habe ich alles nicht gehört. Ich war blind. Inzwischen vermute ich, dass sie an einem Helfersyndrom leidet. Es ist sehr viel Zeit vergangen und trotzdem taucht sie immer wieder in meinem Kopf auf. Oft hasse ich sie für das, was sie mir angetan hat. Ich fühle mich oft wie scheiße. Ich konnte mein Leben nicht ändern und bin immer noch unzufrieden. So wie ich jetzt lebe, verschwende ich mein Leben. ich weiß, dass ich nie mit ihr zusammen kommen werde. Ich vermisse dich S..

Beichthaus.com Beichte #00041067 vom 10.03.2018 um 23:56:06 Uhr in Wien (7 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Flucht aus meinem Heimatdorf

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Engherzigkeit Zorn Frankfurt

Damals hatte ich eine sehr schreckliche Kindheit und Jugend in unserem Dorf. Schon als Kind fühlte ich mich dort nicht wohl und willkommen. Ich wurde ohne Grund als seltsam bezeichnet und die Eltern verbaten ihren Kindern mit mir zu spielen. Zugegeben, ich bin schon immer eine direkte und ehrliche Person gewesen. Zudem wurde über alles und jeden gelästert und Intrigen gesponnen. Sogar angeblich beste Freundinnen nutzten ihr gegenseitiges Vertrauen aus und verscherbelten Geheimnisse an andere "Freundinnen". Ich hasse solch ein Verhalten und hielt mich fortan von besagten Personen fern. Leider verstärkten sich dadurch nur noch mehr Gerüchte über mich. Ein Freund, der sich früh hochgearbeitet hatte und mich mit seinem wohlverdienten Sportwagen abholte, galt als mein Zuhälter, angeblich verbreitete ich Gerüchte über andere Frauen und wäre sowieso der Teufel in Person. Schon bald wurde ich ernsthaft gemobbt, es wurden sogar Steine von anderen Jugendlichen auf mich geworfen und ich wurde beim Vorbeigehen bespuckt.

Als ich meinen wahren Freunden (jedenfalls wie ich zuerst dachte) und meinen Eltern davon erzählte, wurde die Situation heruntergespielt. Ich fühlte mich zornig, traurig und ungeliebt zugleich. Alles hatte ich satt an diesem Kaff mit all seinen verlogenen Bewohnern. Da es zum Glück nur noch ein Jahr bis zu meinem 18.Geburtstag war, fasste ich einen gewagten Entschluss. Ich lebte auf Sparflamme und investierte einen Großteil meiner Freizeit in Nebenjobs. An den Tag, an dem ich 18 wurde, holte ich all mein Geld von der Bank und machte mich - ohne mich von irgendjemandem zu verabschieden - aus dem Staub. Ich brach zu allen Menschen in meinem bisherigen Leben (auch meinen Eltern) still und heimlich den Kontakt ab. Ohne ihnen einen Anhaltspunkt zu hinterlassen, wo ich mich fortan befinde und ob es mir gut geht. Dies ist meine Rache an all die Jahre, in denen ich mich einsam und verlassen gefühlt habe. Hoffentlich hatten sie alle genügend Zeit um über ihr Verhalten nach zu denken.

Ich bin bis heute froh über diesen Entschluss. Denn heute stehe ich genau dort, wo ich immer sein wollte, mit Menschen, die mir genauso viel bedeuten, wie ich ihnen. Doch manchmal bekomme ich ein schlechtes Gewissen. Was wenn ich manchen doch etwas bedeutet habe und ich sie im Stich gelassen habe, wie sie mich einst? Oder würden sie mich nach fast 12 Jahren überhaupt noch (er)kennen?

Beichthaus.com Beichte #00041063 vom 10.03.2018 um 14:15:15 Uhr in Frankfurt (12 Kommentare).

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Geschäftsmann auf Reisen

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Fremdgehen Ehebruch Kinder Hamburg

Ich bin Geschäftsmann, seit fast neun Jahren verheiratet und habe mit meiner Frau zwei Kinder. Nun zu meiner Beichte: Ich bin geschäftlich alle zwei Wochen für zwei Tage in einer anderen Stadt. Ich war meiner Frau immer treu gewesen, mal bischen geflirtet, aber das war es dann. Jedenfalls habe ich vor knapp drei Jahren auf dieser Geschäftsreise abends eine Frau kennengelernt. Wir haben miteinander geschlafen. Wir haben Nummern getauscht. Und immer wenn ich dort war, haben wir uns getroffen und die Nächte zusammen verbracht. Wenn es nach ihr ginge, hätte sie gern das ich mich scheiden lasse. Aber ich habe mit offenen Karten gespielt und ihr gesagt, dass ich meine Frau nicht verlasse.

Jedenfalls ist sie jetzt schwanger. Sie hat mir gebeichtet, dass sie die Pille abgesetzt hat. Vermutlich um mich an sie zu binden. Davon kann man halten was man will, auch wenn ich echt einen Hals habe wegen der Aktion, ist es Fakt, dass ich sie geschwängert habe und mich dieser Verantwortung auch nicht entziehen werde. Ich werde sowohl väterlich als auch finanziell für das Kind sorgen. Ich habe bloß so dermaßen Panik, wie ich das meiner Frau beichten soll. Ich weiß, dass ich es eigentlich verdiene, dass sie mir mitten ins Gesicht schlägt. Aber irgendwie müssen wir das klären und es muss auf den Tisch. Denn da gibt es eine Frau, die ein Kind von mir bekommt und dafür muss ich grade stehen.

Beichthaus.com Beichte #00041060 vom 09.03.2018 um 15:25:04 Uhr in Hamburg (15 Kommentare).

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Ich versage bei allem

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Verzweiflung Zwang Gesellschaft Berlin

Ich bin ein kompletter Versager. Ich lasse mich von allem und jedem runterkriegen. Bin in der Schule durchgehend gemobbt worden und hatte nie Freunde. Ich habe einen Beruf gelernt und ein Jahr darin gearbeitet. Dort bin ich auch gemobbt worden, was sich auf meine Leistung ausgewirkt hat. Seit mein Vertrag nicht verlängert wurde, bin ich arbeitslos und das obwohl in dem Beruf dringend Mitarbeiter gesucht werden. Ich habe mich eine Zeit lang auf diesen Beruf beworben und kam nie über Vorstellungsgespräche hinaus. Ich bin einfach zu unsicher, habe einen psychischen Knacks und habe auch schon Therapien gemacht. Ich habe mich entschieden, nicht mehr in diesem Beruf zu arbeiten, weil ich ihn mir nicht mehr zutraue und bewerbe mich nun um andere Jobs. Ich will unbedingt arbeiten, leider sind diese Bewerbungen nicht von Erfolg gekrönt.

Nun bin ich kurz davor einen schlecht bezahlten Vollzeit-Job in der Zeitarbeit anzunehmen. Ich mache seit zwei Jahren den Führerschein und bin zum dritten Mal durch die praktische Prüfung gefallen. Ich habe mich dazu entschieden nun aufzuhören, auch wenn ich eine Menge Geld investiert habe. Mein Verlobter ist das einzige Positive in meinem Leben. Dennoch macht er mir unterbewusst Druck. Er will unbedingt, dass ich den Führerschein mache, sucht schon nach Autos für mich obwohl ich schon keine Hoffnung mehr habe. Er hätte gerne ein Haus und Kinder (ja, nicht mal das Kinderbekommen klappt) was wir uns einfach nicht leisten können. Ich fühle mich unendlich mies, weil ich in allen Punkten versage. Ich komme auf keinen positiven Zweig.

Beichthaus.com Beichte #00041059 vom 08.03.2018 um 10:18:19 Uhr in Berlin (8 Kommentare).

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