Berufsverkehr

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Wollust Bahn & Co.

Berufsverkehr
Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit war es in der Straßenbahn mal wieder brechend voll so dass ich direkt an der Tür stehen musste, welche mir gerade noch so vor der Nase zugehen konnte. Allerdings hat sich das Schicksal mir heute als gnädig erwiesen und zwischen […]
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Beichthaus.com Beichte #00028415 vom 17.12.2010 um 17:01:46 Uhr (21 Kommentare).

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Der Autoverwerter und der Stasi-Spitzel

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Zwietracht Boshaftigkeit Maßlosigkeit Verschwendung Internet

Heute möchte ich um Absolution bitten. Und zwar ist vor etwa zwei Jahren im hohen Norden ein Kunde von einer Autowerkstatt betrogen worden und hat diesen Streit in eine sehr große deutschsprachige Internetseite verlegt, eigentlich wollte er nur um Rat bitten. Als ich auf den Beitrag stieß, dachte ich zuerst nichts besonderes, aber die Antworten der Werkstatt, genau genommen handelt es sich um eine Autoverwertung, glänzten nur noch so vor Lügen und Frechheiten, dass ich aus dem Lachen nicht mehr herauskam. Naja, jedenfalls schien der Faden einige Male in der Versenkung zu verschwinden, doch ich ärgerte dann jedes Mal den Verwerter und seine Unterstützer, damit mir der Stoff zum Lachen nicht ausging. Fast zwei Jahre lang schrieben ich und andere Unbeteiligte an der Sache, weil es solchen Riesenspaß machte, zu sehen, wie sich diese Menschen regelmäßig freiwillig für uns zum Idioten machten. Dazu habe ich sie regelmäßig subtil beleidigt, aber auch mal etwas härter, weil sie subtile Anspielungen nicht verstehen. Mit seiner Intelligenz ist es offenbar nicht sehr weit her. Der Beitrag nahm mit der Zeit geradezu epische Ausmaße an, fast siebentausend Antworten, fünfhunderttausend Klicks und er wurde insgesamt dreihunderteinundvierzig Seiten lang. Man könnte ihn glatt als Buch drucken, ihn zu lesen dauert von Anfang bis Ende Tage.


Zurück zum Thema: in ihrer Paranoia stellte der Verwerter mit seinen Freunden ständig neue abstrakte Theorien auf, so meinten sie beispielsweise das alle, die nicht in ihrem Sinne schrieben, falsche Anmeldungen des Kunden waren. Darüber konnte man herzlich lachen, und manche machten sich sogar die Mühe, psychologische Profile des Autoverwerters und seiner Unterstützer zu erstellen und empfahl ihnen starke Medikamente, woraufhin sie erst explodierten und dann selbst so anfingen, wie Papageien. Und sie drohten Andauernd mit Klagen und erfanden Straftatbestände, die es gar nicht gibt. Als sich schließlich noch herausstellte, dass einer der Beteiligten auf Seiten der Autoverwertung ein ehemaliger Stasi-Agent war, gingen die Wogen noch viel höher. Es war einfach herrlich, da mitzuhalten. Eine regelrechte virtuelle Jagd.


Wir veranstalteten dann schließlich diesen Sommer sogar ein Grillfest in der Stadt, in der sich das abspielte, woraufhin uns der Verwerter die Polizei schickte, welche aber null Handhabe gegen uns hatte. Sie sagten uns lediglich, dass wir das Grundstück der Verwertung nicht betreten dürften. Hatten wir aber ohnehin nicht vor. Trotz Einladung kam leider der Verwerter selber nicht vorbei. Er hatte im Vorfeld versucht, durch gefälschte Beiträge in Foren, in denen er sich als Bürgermeister ausgab, das Grillfest zu verhindern, aber das machte uns nur noch wilder. Leider wurde die Diskussion vor drei Wochen für immer geschlossen. Jetzt habe ich für die Abende keine Beschäftigung mehr und muss mich wohl oder übel mit meiner Freundin abgeben. Schade. Lieber Autoverwerter und lieber Stasi-Spitzel, danke euch für die schöne Zeit.

Beichthaus.com Beichte #00028412 vom 17.12.2010 um 04:14:49 Uhr (16 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Der Gong

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Hochmut Waghalsigkeit Schule

Als ich vor vielen Jahren die Unterstufe eines Gymnasiums besuchte, musste ich an einem Mittag für eine Doppelstunde nachsitzen. Der Grund ist eher banal: Ich habe eine Papierkugel aus dem Fenster geworfen. Die Lehrkraft wusste auch nicht so recht, wie sie mich für diese Lappalie bestrafen kann. Jedenfalls kam es dazu, dass ich an einem Tag, an dem ich lediglich vier Stunden Unterricht hatte, die nächsten beiden Stunden im Sekretariat verbringen musste.
Ich unterhielt mich ein wenig mit der Sekretärin und machte ein paar Aufgaben. Etwa 10 Minuten vor dem Ende der Doppelstunde verließ sie dann den Raum, um ein paar Sachen zu erledigen. Wenn es klingelt, dürfe ich gehen, so sagte sie.
Ich schaute auf die Uhr und bemerkte, dass mein Bus in 5 Minuten fahren würde (echt tolle Zeit für Schüler, die eigentlich noch 10 Minuten Unterricht haben). Ich erinnerte mich an die Worte der Sekretärin, dass ich mit dem Klingeln gehen dürfe und erblickte im selben Moment die Bedieneinheit der Lautsprecheranlage. Ich untersuchte sie genauer und stellte fest, dass sie jeder Affe bedienen könnte. Es gab lediglich vier Knöpfe: Durchsage, Alarm, Test und Gong. Jedenfalls überlegte ich nicht lange und drückte auf Gong, mit der Hoffnung, dass sich dieser nicht von der Pausenklingel unterscheidet. Alles klappte reibungslos, der Pausengong erklang, ich packte meine Sachen und ging. Die Sekretärin verabschiedete sich im Vorbeigehen noch freundlich und ich sprintete zum Bus (den unerstaunlicherweise auch viele andere Schüler noch erwischten). Ärger gab es später keinen. Leid tun mir heute jedoch die Schüler, die zu dieser Zeit eine Klausur geschrieben haben und somit wohl ganz schön ins Schwitzen geraten sind. Ich hoffe, ihr seid trotzdem fertig geworden.

Beichthaus.com Beichte #00028410 vom 16.12.2010 um 12:36:53 Uhr (12 Kommentare).

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Sozialschmarotzer

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Verrat Betrug Neid Ungerechtigkeit Geld

Sozialschmarotzer
Ich werde morgen jemanden bei der ARGE verpfeifen, der jahrelang ALG 2 bezieht. Mit seiner ebenfalls ALG 2 empfangenden Frau ein Kind nach dem anderen raushaut, schwarz arbeitet und damit sehr gutes Geld macht, in Privatinsolvenz gegangen ist und sich trotzdem jetzt wieder ein Auto kauft und lebt wie Gott in Frankreich, klar, solang der Staat zahlt. Ich hab die Faxen dicke, er macht sich über mich lustig, weil ich mir als poofige kleine Lagerarbeiterratte nix leisten kann, während er sich mal auf die Schnelle eine PS3 kauft, oder mit seiner ständig trächtigen Ollen und den bekloppten Blagen jetzt über Weihnachten nach Malle fliegt. Sie kauft sich mal schnell ein Täschchen bei Louis Vuitton - dafür geht sie ja schließlich schwarz putzen. Ich hoffe, sie sperren ihm alle Gelder und geben ihnen nur noch Essensgutscheine.

Beichthaus.com Beichte #00028409 vom 16.12.2010 um 01:28:15 Uhr (57 Kommentare).

Gebeichtet von 5155445
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Zufallsbeichte
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Call Center Alltag

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Lügen Betrug Arbeit

Ich möchte hier beichten, dass ich nun einige Wochen in einem Call Center eines großen Deutschen Mobilfunkanbieters arbeite. Als ich mich dort bewarb dachte ich dass es dort gesittet zu geht, leider war dem nicht so. Zwar wurde mir von meinem Chef gesagt ich darf keinesfalls lügen, dennoch sagten mir ausnahmslos alle meine Kollegen ich muss lügen, da ich sonst niemals meinen Soll voll kriegen würde. In den ersten Tagen versuchte ich es noch ehrlich. Ich klärte die Kunden über die Kosten auf, jedoch verkaufte ich keine einzige Option. Den zweiten teil des ersten Tages verschwieg ich bewusst Sachen, und gab den tatsächlichen Preis nur bekannt, wenn ich explizit danach gefragt wurde, hier blieb ich ebenfalls bei 0. Am 3. Tag begann ich zu Lügen was das Zeug hält, und habe allein an diesem Tag 10 Optionen verkauft. Zwar ist damit mein Soll noch nicht gedeckt, aber es ist ein Anfang. Ich muss den Kunden am Ende des Gespräches den Vertrag vorlesen und ihr Widerrufsrecht. Und das ganze auf Band aufnehmen, damit alles auf seine Richtigkeit überprüft werden kann. Dort nenne ich auch immer den meist zum ersten mal im ganzen Gespräch genannten tatsächlichen Preis pro Monat, und das sich der Vertrag automatisch verlängert. Doch dann hören sie meistens schon gar nicht mehr zu und sagen nur stumpf "Ja". Ich beichte das mir dies furchtbar Leid tut und es mir wirklich nahe geht wie ich den Kunden über den Tisch ziehe. Jedoch betreiben all meine Kollegen den selben Mist, und wenn die Kunden nicht richtig hinhören sind sie ja auch in gewisserweise selber Schuld. Trotzdem bitte ich um Verzeihung, aber ich brauche das Geld, und ich werde Anfang nächsten Jahres mich nach einem neuen Job umschauen.

Beichthaus.com Beichte #00028401 vom 14.12.2010 um 19:36:54 Uhr (35 Kommentare).

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