Unsere Gesellschaft kotzt mich an

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Hass Zorn Gesellschaft Politik

Ich (m/20) muss beichten, dass mich die gesamte Gesellschaft, in der wir leben, ankotzt. Ich weiß nicht einmal wo ich anfangen soll, ich weiß nur das ich es nicht mehr aushalte und Euch allen mitteilen möchte. Ich hasse jegliche bescheuerte Unterhaltung, wo über irgendwelchen Schwachsinn diskutiert wird. Egal wo ich hingehe, immer habe ich dieses unerträgliche Gefühl des Hasses. Ich hasse es wenn Menschen andere Menschen nach ihrem Aussehen, Religion, Hautfarbe oder nach ihren materiellen Besitztümern, in Schubladen einteilen. Dieses verdammte Schubladen denken. Ich hasse es wenn Vergewaltiger für 12 Jahre in den Knast kommen und auf unsere Kosten leben. Ich hasse es, dass in dieser Gesellschaft nicht möglich ist durch die Stadt zu gehen ohne das Jugendliche Ausländer einen anmachen. Wo kommen wir denn hin? Wenn ich mir vorstelle das ich in die Türkei gehen würde und mich dort so benehme. Ich denke das würde ich nicht überleben. Ich hasse es das uns allen vorgespielt wird, dass wir in einem freien Land leben. Wir wählen Vertreter, die unsere Vorstellung vertreten sollen. Aber diese Vertreter kümmern sich einen Scheiß um die "kleinen Leute". In Deutschland gibt es für jeden Dreck eine Steuer. Wir zahlen und zahlen. Wir bezahlen in die Rentenversicherung rein, aber wenn ich mal Rente bekommen sollte, gibt es diese nicht mehr. Dem Staat fehlt das Geld.
Ich hasse es, dass 13-Jährige mit 2,8 Promille ins Krankenhaus kommen. Ich hasse es, dass den älteren Menschen, keinen Respekt gezeigt wird. Kaum jemand steht in der Straßenbahn auf wenn eine ältere Person hereinkommt. Aber keiner macht sich Gedanken, dass diese Menschen, Deutschland wieder aufgebaut haben! Ich hasse es das wir immer noch dafür verantwortlich gemacht werden was vor über 60 Jahren passiert ist. Ich hasse es wenn es heißt "Nazi" Deutschland. Denn diese Personen die das sagen, waren damals auch noch nicht geboren. Wer gibt ihnen das Recht über uns zu urteilen? Und wer sagt das ich mir das Gefallen lassen muss? Es gibt noch so viel mehr was mir wirklich gegen den Strich geht, aber ich denke das reicht erstmal. Jetzt gehts mir fast gut.

Beichthaus.com Beichte #00027474 vom 02.02.2010 um 19:46:55 Uhr (78 Kommentare).

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Oma umgefahren

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Feigheit Gewalt Kinder Auto & Co. 50+ Heilbronn

Ich (m/19) habe im Grundschulalter vor unserer Kreissparkasse eine alte Frau mit dem Fahrrad aus Versehen nieder gefahren. Die Dame ist umgefallen und hat geschrien. Anstatt ihr zu helfen hab ich Depp nur kurz "Entschuldigung" gesagt und hab mich mit meinem Kumpel verpisst. Wie blöd war ich damals? Wieso bin ich nicht dageblieben und hab der Dame geholfen? Unfälle passieren nun mal, aber das ich danach einfach abgehauen bin war das letzte. Mein Freund und ich sind ab dem Unfallzeitpunkt an diesem Tag nur noch in Nebenstraßen gefahren, weil wir nicht erwischt werden wollten. Wir haben sogar die Sirenen vom Krankenwagen gehört, aber es war für uns wie ein Versteckspiel vor dem Krankenwagen mit der alten Frau und der Polizei abzuhauen.
Abends kam ich heim und erzählte meinem Vater die Geschichte, worauf dieser natürlich sofort bei der Polizei anrief: "Mein Sohn hat heute Mittag vor der Kreissparkasse eine alte Dame nieder gefahren. Kann das sein?" - "Ja, das ist wirklich so passiert". Das Finanzielle hat mein Dad geregelt, ich glaube mein Dad musste ihr Schmerzensgeld zahlen oder so.
Doch die Lektion für mich sollte noch kommen: Ich musste mit meinen Eltern und mit einem Blumenstrauß bewaffnet die Oma im Krankenhaus besuchen und mich bei ihr entschuldigen. Ich habe mich geschämt und dachte die Oma würde mich schlagen oder so. Als ich mich dann mit ihr unterhielt hat sie mir vergeben und mich angelächelt. Seitdem habe ich nie mehr Fahrerflucht begangen. Ich beichte das mir damals der Mut gefehlt hat mich sofort nach dem Unfall zu stellen. Ich war feige!

Beichthaus.com Beichte #00027466 vom 31.01.2010 um 21:46:32 Uhr in 74081 Heilbronn (Stauffenbergstraße 1) (25 Kommentare).

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“35.000

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Komasaufen mit Folgen

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Trunksucht Maßlosigkeit Waghalsigkeit Gesundheit Last Night

Ich (m/15) bin eines morgens (bzw. es war noch nachts) auf der Intensivstation aufgewacht. Den Abend davor hatte ich kaum mehr in Erinnerung, ich wusste nur noch, dass ich bei einem bekannten Fastfood-Laden ein paar mal gekotzt hatte, umgefallen bin und dann abgeholt wurde. Im Krankenhaus wurde mir erzählt, dass ich in Lebensgefahr war.
Am Vormittag wurde ich dann von meiner Mutter abgeholt, meine Haare waren völlig verklebt von Kotze.
Für mich empfinde ich kein Mitleid, allerdings für meine Freunde und meine Mutter. Meine Freunde, weil sie in der Nacht der Polizei Auskunft über mich geben mussten und dabei leicht Ärger hätten bekommen können (immerhin hatten sie noch 2 Flaschen Vodka im Rucksack und waren auch nicht älter als ich) und für meine Mutter tut es mir Leid, weil sie wegen mir weinen musste.
Ich habe es anfangs kaum bereut, allerdings seitdem nie wieder hochprozentigen Alkohol getrunken und auch nicht mehr als ein paar Bier. Mittlerweile bereue ich es sehr.
Mein Leben hat sich nach dieser Nacht auch stark verändert. Ich habe mit dem Computerspielen aufgehört und unternehme jetzt viel mehr in meinem Leben, da ich gemerkt habe, wie leicht ich es fast verloren hätte.

Beichthaus.com Beichte #00027356 vom 29.12.2009 um 17:02:05 Uhr (35 Kommentare).

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Pyromanische Phase

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Vandalismus Neugier Kinder

Als ich 12 Jahre alt war, hatten zwei Kumpels (einer war erst 8, der andere 12) und ich unsere pyromanische Phase. Günstigerweise lag in der Nähe ein großes Krankenhaus und da wir uns in der Phase über brennbare Materialien informiert hatten, fanden wir - unter anderem nach langem Experimentieren mit allerlei Mitteln - heraus, dass Desinfektionsmittel zerstäubt ziemlich gut geeignet ist. Nun begannen wir das Mittel auf den Toiletten des Krankenhauses zu ernten. Große Teile der Klinik waren frei zugänglich und der jüngste düste nun mit Rollerblades und mit Rucksack beladen durch die langen Flure und füllte immer einen Teil der in den Toiletten angebrachten Flaschen in leere Colaflaschen in seinem Rucksack um. Er war wirklich ein Meister der Unauffälligkeit. Meistens wurden die Flaschen in den Toiletten ziemlich schnell wieder aufgefüllt, zum Teil konnten wir mehrfach am Tag ernten. So kamen schnell mal bei zwei Sessions 2-3 Liter zusammen. Das Mittel füllten wir draußen dann schließlich in Wassersprühflaschen für die Blumenbewässerung um. Damit konnten wir dann die Unfug"raubzüge" starten. Ich erinnere mich vor allem noch an zwei Vorfälle: bei einer Gelegenheit errichteten wir eine mindestens zwei Meter hohe Holzpyramide am nahen Waldrand und besprühten sie intensiv mit mindestens 2 Litern dieses Mittels. Die Flammen loderten wirklich hoch und die Rauchfahne noch viel höher und wir mussten ziemlich schnell abhauen, denn aufgrund der Rauchentwicklung kamen auch schon bald irgendwelche Leute. Kurze Zeit später suchten wir nach neuen Anwendungsmöglichkeiten und besprühten im Klinikparkhaus die Wand über eine ziemlich große Fläche und zündeten sie an. Da uns diese Aktionen irgendwie noch zu wenig "impact" hatten, beschlossen wir auf heißeres Feuer umzusteigen. Irgendwie kamen wir an einen Gasbrenner mit 2000° Flamme (ich weiß den Wert noch ganz genau, weil ich das damals so toll fand) und dann begannen wir - nach diversen kleineren Vorexperimenten - im Parkhaus die Plastikschalen der Griffe der Notausgangstüren so lange zu zerschmelzen und wieder erstarren zu lassen, bis sie sich auch mit Gewalt nicht mehr öffnen ließen. Nachdem wir auch noch den Schacht der Notausgangtreppen mit verschiedenen Mitteln und Brennstoffen so verkokelt hatten, dass der ganze Schacht schwarz vor Ruß war, kamen wir irgendwann auf den glorreichen Gedanken, dass es vielleicht mal genug sei - vielleicht wurde es auch einfach nur langweilig, das weiß ich nicht mehr so genau.
Dieser von experimenteller Neugier getriebene, sinnlose Vandalismus, nüchtern und am helligten Tage, ist mir heute allerdings ein Rätsel.

Beichthaus.com Beichte #00027314 vom 14.12.2009 um 19:40:02 Uhr (17 Kommentare).

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Schweinegrippe

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Falschheit Lügen Gesundheit Bahn & Co. Moers

Schweinegrippe
Ich leide momentan unter einer Erkältung - war auch beim Arzt und habe nicht die Schweinegrippe. Aber ich möchte heute etwas beichten. Gestern Mittag im Bus. Ich habe mit meiner Schwester telefoniert. Und ich habe ihr erzählt, dass ich auf dem Weg zum Krankenhaus bin, weil mein Arzt Schweinegrippe bei mir festgestellt hat. Sie war übrigens mit beim Arzt, wusste also, dass es Quatsch ist. Die Leute im Bus hatten alle Angst vor mir und haben sich von mir weggesetzt. Ich fand das alles sehr lustig. Mir tut es nur leid, weil man mit solchen Krankheiten keine Scherze macht.

Beichthaus.com Beichte #00027180 vom 05.11.2009 um 07:33:24 Uhr in Moers (41 Kommentare).

Gebeichtet von RiseAgainst
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