Elektrischer Türöffner

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Rache Boshaftigkeit Nachbarn Leipzig

Was ich (w/43) jetzt beichte, zählt wohl eher unter die Kategorie Jugendsünden. Ich lebte in einer Wohnung mit meinem Mann und meiner Tochter (damals 2 Jahre alt). Wir hatten Nachbarn welche die Wohnung neben uns hatten. Es war ein äußerst primitives Paar. Jeden Tag nach der Arbeit scheuchte der ausgesprochen faule Mann seine Frau und alle anderen Hausmieter auf, indem er die penetrante, nervige Klingel drückte anstatt einfach den Schlüssel zu zücken. Das darauf folgende nasale Surren machte das alles auch nicht besser. Mein Mann und ich waren einfach nur genervt. Warum verdammt nochmal nahm er nicht den Schlüssel? Unsere Tochter schreckte auch jedes Mal aus ihrem Schläfchen auf. Das war die Hölle! Also hatten mein Mann und ich eine Idee. Wir warteten, bis der Sack nach seinem Arbeitstag nach Hause kam und klingelte. Nachdem das Surren ertönt war, hielt mein Mann den Surr-Knopf gedrückt. Als der Mann oben ankam und der Frau sagte, er wäre jetzt ja drinnen und sie solle den Knopf loslassen, sagte sie nur, dass sie den Knopf gar nicht drücke. Ich schaute durch den Spion und sah so, was passierte, und ich sag euch: Es war zum schießen lustig! Mein Mann bekam schon ein Krampf im Finger, aber ich sagte nur: "Drück drauf! Nicht loslassen!" Die Beiden wurden immer panischer und versuchten es mit bestimmten Knöpfen und rhythmischem Drücken. Dann gingen sie zur Tür, vielleicht war ja was verklemmt, und ruckelten wie blöde und schlugen die Tür mehrfach auf und zu. Mein Mann und ich mussten natürlich leise sein, das war sehr schwer. Langsam kamen auch die anderen Mieter und fragten, was los sei. Die Beiden hatten voll Panik und sie wurden anschließend von ihm zum Hausmeister geschickt. Ich sah sie noch vom Küchenfenster aus davonstöckeln, mit ihren goldenen Hauspantoffeln, ihren Schiki-Micki-Bling-Bling-Schuhen. Dann ließen wir, bzw. mein Mann, den Klingelknopf los und er stürmte panischer als zuvor durchs ganze Treppenhaus um ihr hinterher zu brüllen, es habe sich erledigt. Er klingelte nie wieder, wir hörten nur noch den Schlüssel im Schloss.

Beichthaus.com Beichte #00028532 vom 17.01.2011 um 20:16:38 Uhr in Leipzig (33 Kommentare).

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Gerontopsychiatrie

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Eitelkeit Faulheit Ekel Arbeit

Im Dezember habe ich (w) ein soziales Praktikum gemacht. Ich wollte unbedingt in den psychiatrischen Bereich und habe dabei ganz sicher nicht an die Gerontopsychiatrie gedacht. Dort bin ich dann allerdings für einen Monat gelandet. Es hat mir eigentlich auch gut gefallen, vor allem wenn die Leute sich gefreut haben, dass ich Zeit hatte, um mit ihnen zu spielen. Die Schwestern waren teilweise extrem gestresst. Allerdings haben sie während ihrer Arbeitszeit eigentlich nur geraucht oder über die Patienten gelästert. Das sorgte natürlich dafür, dass die Arbeitenden noch mehr Stress hatten.
Ich bewundere die Menschen, die dort (wirklich) arbeiten, denn für mich war dieser Pflegebereich gar nichts. Es tut mir so unendlich Leid, aber ich konnte die Patienten einfach nicht auf die Toilette bringen oder ihnen die Windeln wechseln. Jedes Mal überkam mich ein extremer Würgereiz. Ich finde mein Verhalten respektlos, denn für die Patienten ist das (sofern sie es mitbekommen) auch nicht angenehm, zumal sie ja auch wirklich nichts dafür können. In den ersten beiden Wochen habe ich das noch gemacht, aber nach einem wirklich ekligen Vorfall, ging es nicht mehr. Also habe ich immer, wenn es um diese Arbeiten ging, die rauchenden, lästernden Schwestern gedrängt, ob sie das nicht gerade übernehmen könnten. Wahlweise sagte ich, dass ich auf anderen Stationen helfen müsse oder einfach bei anderen Patienten sein muss und sie zu ihren Therapien begleite, obwohl das gar nicht notwendig war. Eine kleine Stimme in mir sagt, dass es nicht so schlimm war. Diese Leute haben sich ihren Beruf so ausgesucht und verbringen den Tag mit Nichtstun. Sie regen sich über die ekelhaften Vorfälle mit den Patienten auf und beschweren sich, dass diese nicht an sich halten können. Doch, dass ich mich vor der Arbeit gedrückt habe tut mir wirklich Leid. Vor allem, weil ich im Alter doch selber Hilfe bekommen möchte. Ich würde nicht wollen, dass sich jemand vor mir ekelt. Im Nachhinein denke ich, dass ich mich hätte zusammenreißen müssen.

Beichthaus.com Beichte #00028505 vom 10.01.2011 um 21:40:52 Uhr (17 Kommentare).

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Meine emotionale Welt ist am Arsch

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Selbstverletzung Verzweiflung Trunksucht Drogen Zürich

Ich (m/30) wohne und arbeite in der Schweiz. Habe einen gut bezahlten Job, besuche eine Abendschule zwecks Weiterbildung, habe eine kleine, nette Wohnung und bin Single. Eigentlich ist mein Leben, aus einer gewissen Distanz betrachtet, absolut in Ordnung. Was keiner […]
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Beichthaus.com Beichte #00028500 vom 10.01.2011 um 11:59:50 Uhr in Zürich (22 Kommentare).

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You Are The One That I Want

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Verzweiflung Eifersucht Zorn Liebe Kaufbeuren

Ich (m/30) möchte beichten, dass ich auch nach Jahren immer noch an meiner Jugendliebe hänge, dabei auch noch eifersüchtig auf meinen Schwager bin und Mittwoch nicht mehr arbeiten konnte.

Mit etwa 14 lernte ich ein wunderbares Mädchen kennen. Wir sahen uns und es war in der ersten Sekunde als würden wir uns schon ein Leben lang kennen. Wir konnten uns vom ersten Moment an unsere intimsten Geheimnisse anvertrauen. Es ist schwer zu beschreiben, aber unsere Blicke trafen sich und man hatte das Gefühl mit dem Gegenüber aufgewachsen zu sein.
Jahre lang war es eine rein platonische Freundschaft bis zum Sommer 1997. Beim Rumtollen im Freibad kam es zu ein paar zärtlichen Berührungen. Am selben Abend waren wir noch im Kino und hatten uns "Grease" angeschaut. Kurze Zeit später hatte sie Geburtstag. Diesen feierte sie mit ihrer besten Freundin zusammen und auch ich war eingeladen. Geplant war eine große Party. Ich kam dort an und stellte fest, außer ihrer besten Freundin und deren Freund war keiner da. Nunja, dann halt zu viert. Im Laufe der Party waren meine Freundin und ich auch öfters am Balkon zum Rauchen. Jedes mal drucksten wir herum, viel reden, aber nichts sagen halt. Im Nachhinein weiß ich, dass sie genauso wie ich Angst hatte unsere intimste und schon fast geschwisterliche Freundschaft für eine Liebesbeziehung aufs Spiel zu setzen. Im Verlauf der Party kam es dann zu einer Kissenschlacht. Eins der Kissen traf den Lichtschalter im Zimmer. Ich versuchte mich zum Lichtschalter vorzutasten und fand auf dem Weg meine Freundin. Ich fand nicht nur sie, sondern auch unsere Lippen fanden sich. In diesem Moment gab die Stereoanlage das Lied "You are the one that I want" aus "Grease" von sich. Das war ein Zeichen. Und da wusste ich es. Es ist nicht nur die beste Freundin, die ich je haben könnte, es ist "mein Mädchen".

Die Wege des Herren sind unergründlich. Kurze Zeit später trennten wir uns einvernehmlich. Wir waren schließlich fast wie Bruder und Schwester und da darf einfach nicht mehr passieren. Vielleicht war es das Beste für uns, vielleicht aber auch nicht. Das weiß nur der Herr. Es ist dann irgendwie alles seinen normalen Weg gegangen. Sie lernte einen Neuen kennen. Ich war mit ihm schon im Kindergarten und der Grundschule sehr gut befreundet, man hatte sich aber dann etwas aus den Augen verloren, ich aufs Gymnasium, er weiter auf der Hauptschule. Ich habe mich für ihn gefreut. Die Beiden haben auch ein Kind gezeugt. Lange Rede kurzer Sinn: Das Ganze ging irgendwann schief und sie trennten sich wieder. Aber die Beiden waren ja offensichtlich in der Kiste. Was hätte ich dafür gegeben mit ihm zu tauschen. Ein paar Jahre später kommt meine Schwester an, sie möchte uns ihren neuen Freund vorstellen. Juhuuu, sie kam mit ihm zur Tür. Vögelt der also nicht nur meine große Liebe, sondern auch noch meine Schwester.


So langsam sollten wir aber zum letzten Punkt kommen. Warum konnte ich Mittwoch nimmer arbeiten? Ich habe die Geschichte in den ganzen Jahren eigentlich gut verarbeitet. Ich hatte meine große Liebe inzwischen auch aus diversen Gründen aus den Augen verloren, inzwischen geheiratet, eigene Kinder gezeugt, mich scheiden lassen und mein Leben nach einem derben Absturz nun wieder in halbwegs normale Bahnen gelenkt. Habe einen guten Job als Oberkellner in einem Restaurant und habe mich irgendwo wieder gefunden. Die ganze Geschichte oben war aus meinem Gedächtnis inzwischen verbannt. Auf jeden Fall kommt meine alte Liebe am Mittwoch bei uns ins Lokal, ihren Aktuellen im Schlepptau, und bestellt das Candle-Light-Menü. Schon als sie zur Tür rein kam war mir schummerig. Nach der Bestellung konnte ich einfach nicht mehr. Sämtliche Gefühle für sie kamen hoch, am liebsten hätte ich ihrem Freund verdorbene Ware serviert oder aus versehen ein Glas über ihn verschüttet. Mit diesen Gedanken bin ich nicht mehr fertig geworden. Bin sofort zu meiner Chefin und habe ihr erzählt, dass ich gerade übelsten Durchfall bekommen habe, was in der Gastronomie schnell mal eine Arbeitsunfähigkeit darstellt und ich bis zuar ärztlichen Klärung daheim bleibe. Seit dem sitze ich zu Hause, zieh mir einen Ouzo nach dem anderen rein und denke an den Sommer 1997, wie glücklich ich doch war und was aus uns hätte werden können. Katrin, ich liebe Dich noch heute.

Beichthaus.com Beichte #00028486 vom 07.01.2011 um 03:51:55 Uhr in 87600 Kaufbeuren (29 Kommentare).

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“Beichte

Filmriss zum Jahreswechsel

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Trunksucht Maßlosigkeit Unreinlichkeit Last Night Silvester Hallbergmoos

Es passierte dieses Jahr an Silvester 2010/2011. Eine Freundin von mir wusste wo am besagten Abend eine große Party stattfinden sollte und zerrte mich mit hin. Es gab viel zu trinken, das neue Jahr wurde begrüßt. Alles war gut, bis FILMRISS! Ich wachte in meinem alten Kinderzimmer bei meinen Eltern auf. Ich wohne seit circa einem Jahr nicht mehr bei meinen Eltern, allerdings in derselben Stadt. Die Folgen von letzter Nacht: Nicht nur, dass ich an den Schrank, in den Schrank, an das Fenster, aus dem Fenster, ins Bett sowie mich selbst mit Kotze eingesaut habe. Nein, ich habe auch noch den kompletten Teppichfußboden vollgereiert. Anscheinend hatte ich in meinem Suff noch versucht mit einem Bademantel (wohl gemerkt, nicht mein Bademantel) alles sauber zu machen. Wobei ich hierbei eigentlich nur alles verteilt hatte. Es kommt allerdings noch dicker: Ich merkte plötzlich, dass meine rechte Hand höllisch schmerzte. Als später mein Vater meine Hand gesehen hat, brachte er mich sofort ins Krankenhaus. Diagnose: Mittelfinger gebrochen. Wieder zu hause angekommen, musste ich meiner Mutter dabei zugucken, wie sie mein Zimmer sauber machte. Ihr Blick war deutlich angewidert und ich fragte immer wieder "Kann ich dir helfen?", allerdings war uns Beiden klar, dass mit Gips das Mithelfen nicht wirklich möglich war. Einen Tag später erfuhr ich, dass der Teppich erneuert werden muss und ein Maler für die Wand bestellt wurde. Und nun zur Beichte: Lieber Papa, Liebe Mama: Ich bin nicht ausgerutscht, weil es glatt war und habe mir dabei den Finger gebrochen. Nein, ich weiß schlicht und ergreifend nicht mehr was passiert ist. Des weiteren habe ich keine Magen-Darm-Grippe gehabt. Nein, ich war einfach nur sterbensbetrunken gewesen. Tut mir sehr Leid.

Beichthaus.com Beichte #00028485 vom 07.01.2011 um 03:17:32 Uhr in Hallbergmoos (25 Kommentare).

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